Warum der „Magnificat-TÜV“ so wichtig ist

Von Felizitas Küble

In einer Internet-Debatte über Medjugorje las ich folgenden Einwand: Mir persönlich scheinen diese Botschaften etwas zu simpel für die Madonna zu sein.“
 – Gewiß, aber nicht nur „etwas“, sondern  v i e l  zu simpel für die wahre Mutter des HERRN, deren biblisches Bild ganz anders wirkt als das in den meisten „Erscheinungen“. 

Der katholische Jugendschriftsteller Günter Stiff –  zugleich Gründer unseres Christoferuswerks  –  diskutierte nicht lange mit den Medjugorje-Fans herum,  sondern erwiderte ihnen kurz und knapp: „So dumm kann Maria doch gar nicht sein!“ – Manchmal fügte er noch hinzu: „Und auch nicht so geschwätzig!“

Bei weit über 40.000 Botschaften, die aus Banalitäten bestehen und sich ständig im Kreise drehen, ist diese substanzlose Redseligkeit der sogenannten „Gospa“ offensichtlich.

Prüfen wir derartige Phänomene doch grundsätzlich durch den Magnificat-TÜV:

Wir vergleichen Medju-Botschaften oder ähnliche Privatoffenbarungen mit dem Magnificat, dem Lobgesang Mariens aus dem Lukas-Evangelium (siehe unten). Die Gottesmutter sprach dieses Dankgebet bei der Begegnung mit ihrer Cousine Elisabeth, die wie Maria ein Kind erwartete (Johannes den Täufer).

Dieses kraftvolle, inhaltsreiche, gehaltvolle Magnificat  – und dazu im Vergleich die nichtssagenden Blabla-Botschaften von Medjugorje:  Liegen hier nicht  –  sofort erkennbar  – W e l t e n  dazwischen?!

Eines steht jedenfalls fest:  Das Magnificat ist eine echte Botschaft der wirklichen, der wahren Himmelskönigin, die sich als „Magd des HERRN“ vorstellt und Gott als ihren „Retter“ preist.

Hier ist jeder Satz ein Programm  – es gibt kein Stroh, kein überflüssiges Gerede, nichts Banales, alles ist inhaltlich und sprachlich von großer Dichte und Bedeutung.

Das Magnificat spannt einen grandiosen geistig-theologischen Bogen um die Heilsgeschichte Gottes mit Israel und der Welt.

Da die Botschaften der Medjugorje-„Erscheinung“ von endlosen Wiederholungen auf Kindergarten-Niveau geprägt sind, kann es sich nicht um ein und dieselbe Persönlichkeit handeln – und die „Gospa“ kann schon deshalb nicht die wahre Madonna sein.

Dazu kommt ein weiterer TÜV-Punkt: Im Magnificat wird die jüdische Herkunft und Identität Mariens ganz deutlich. Ihr Lobgesang endet mit dem Dank für Gottes große Heilstaten an seinem Volke Israel:

„ER nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das ER unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig!“

Wo wird denn diese tiefe Verankerung Mariens im Glauben, Denken und Fühlen des alttestamentlichen Gottesvolkes einmal in einer Erscheinung deutlich? Wo ihr jüdischer Bezug erkennbar? Warum warnte die Erscheinuns-„Madonna“ denn niemals die Christenheit vor judenfeindlichen Ausschreitungen  – zumal solchen, die in ihrem mißbrauchten Namen geschahen?!

Zur „jüdischen Maria“ findet man weder in Medjugorje noch in sonstigen „Offenbarungen“ dieser oder jener Seher irgendeinen Anhaltspunkt. 

Die Maria der Erscheinungen ist offensichtlich eine ganze andere als die Maria, die uns im Neuen Testament begegnet.

HIER folgt ein Artikel über das großartige Magnificat Mariens: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/12/das-magnficat-der-lobgesang-mariens/

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster

 

MAGNIFICAT – Lk 1,46-55: 

Meine Seele preist die Größe des HERRN,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat ER geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Allmächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.

ER erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht  
über alle, die ihn fürchten.
ER vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
ER zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
ER stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt ER mit seinen Gaben 
und lässt die Reichen leer ausgehn.

ER nimmt sich seines Knechtes Israel an 
und denkt an sein Erbarmen.
das ER unseren Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.


Als wir uns einst den Spielfilm über die singende „Trapp-Familie“ anschauten

Kürzlich meldete sich ein früherer Ferienhelfer unseres Christoferuswerks mit einem Mailbrief bei uns und erinnerte an eine eine alte Geschichte, die sich Anfang der 90er Jahre ereignet haben dürfte.

Ich selber (Felizitas Küble) kann mich noch ein bißchen daran erinnern, auch an den fröhlich-frommen Spielfilm „Die Trapp-Familie“, aber nicht mehr an die Einzelheiten der Anekdote, die unser Freund berichtet.

Dabei geht es ihm mit seiner Erzählung auch um die fröhliche und unbeschwerte, vor allem humorvolle und originelle Art von Günter Stiff (siehe Foto), dem Gründer unseres Christoferuswerks, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Die Story von der sangesfreudigen Trapp-Familie wurde durch mehrere Filme und Musicals verbreitet, vor allem 1956 mit Ruth Leuwerik in der Hauptrolle, einer bekannten Schauspielerin, die übrigens ihre ersten Theatererfolge hier in Münster erlebte.

In Münster starb unser Günter Stiff am 10.9.2002 mit 86 Jahren, wobei er bis zuletzt geistig und seelisch frisch, glaubensfroh und unverzagt blieb.

Hier folgenden die Erinnerungen unseres Ferienhelfers, der aus Süddeutschland kam und uns in den folgenden Jahren und Jahrzehnten öfter in unserer Redaktion besuchte:

„Habt ihr Lust, dass wir heute Abend alle zusammen einen Film anschauen?“, so fragte Günter unsere versammelte Mannschaft beim gemeinsamen Mittagessen. Unser Team bestand aus Felizitas (genannt Felix), Ingrid, Petra, Günter und ich.

Begeistert stimmen wir alle zu und schnell einigten wir uns auf den zu schauenden Film: Die Trapp-Familie.

Punkt 20 Uhr kam Felix und sagte, dass Günter jetzt noch ein wichtiges Telefonat führen müsse, wir sollten schon mal mit dem Video-Film anfangen, Günter käme dann nach.

Also legten wir los und „Die Trapp-Familie“ begann über den Bildschirm zu flimmern. Die Geschichte beginnt damit, dass ein junges Mädchen in ein Kloster eintritt, doch sie scheint für ein solch strenges Leben nicht geeignet und wird schweren Herzens von der Mutter Oberin entlassen. 

Sie solle – so erklärt ihr die Leiterin des Klosters –  stattdessen ein Werk der Barmherzigkeit ausüben und den Kindern des Herrn Trapp sozusagen die verstorbene Mutter ersetzen.

Besagter Witwer holt das junge Geschöpf mit dem Auto ab und sie fahren zu ihm nach Hause. Dort angekommen, stellt er der neuen Gehilfin seine Kinder in folgender Weise vor:

Er steht mit einer Trillerpfeife unten in der Halle des Hauses und auf sein Kommando springen im ersten Stock die Türen der Kinder auf –  und im Gleichschritt der Pfeiftöne marschieren die Sprößlinge die Treppe herunter, zuerst die Jungen, dann die Mädchen, die Älteren jeweils zuerst.

Bei dieser Szene meinte Felix etwas ironisch: „Gut, dass Günter noch nicht da ist und das mitbekommt, er würde das sonst noch so beim Mittagessen hier einführen“.

Diese harmlose Bemerkung lies mich aufhorchen: Nein, das wollte ich auch auf gar keinen Fall, das musste verhindert werden, davon durfte Günter  – der für drollige Einfälle immer gerne zu haben war – auf keinen Fall etwas erfahren!

BILD: Günter Stiff mit unserer älteren Mitarbeiterin Ursula Reinsch und einem weißen Stoff-Lämmchen

Und wie abgesprochen steckte gleich darauf Günter seinen Kopf durch die Tür unseres kleinen Fernsehraumes und fragte gut gelaunt: „Na, hab ich was Wichtiges verpasst?“.

„Nein, nein, alles in Ordnung“, schallte ihm der Chor unserer drei Damen entgegen, nur meine Stimme und die Art, wie ich es sagte, liess Günter aufhorchen und er ahnte instinktsicher sofort: Da ist was im Busch, wovon ich nichts weiss, dem muss ich auf die Spur kommen!

Und kaum saß Günther neben mir auf seinem Stuhl, begann er auch schon auf seine unnachahmliche Art, mich auszufragen, um dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen.

Und wer Günter auch nur ein bisschen kannte, der weiss, dass er darin ein wahrer Detektiv war.

Ich weiss heute nicht mehr, wie das genau lief, aber es dauerte nur ein paar Minuten, bis er die „schreckliche Wahrheit“ herausgebracht hatte –  und er meinte dann mit gespieltem Entsetzen: „Felix, Du hetzt den Jungen gegen mich auf!“

Felix kugelte sich vor Lachen, auch Ingrid und Petra grinsten auf ihren Stühlen und ich saß mit hochrotem Kopf inmitten unserer kleinen Truppe und wusste gar nicht, wie mir geschah. Günter nahm mich dann später beiseite und wir sprachen noch mal von Mann zu Mann über diese Geschichte.

Er wusste genau, wie er mit Menschen umzugehen hatte, das war seine echte Stärke und eine tolle Gabe, die ich noch heute  –  16 Jahre nach seinem Tod  –  wirklich vermisse.


Berühmter kath. Straßenprediger: Vor genau 25 Jahren starb Pater Leppich in Münster

Von Felizitas Küble

Der deutschlandweit bekannte Pater Johannes Leppich SJ stammte aus Oberschlesien. Am 16. April 1915 wurde der Geistliche (siehe Fotos) im oberschlesischen Ratibor geboren. Mit 20 Jahren trat er am 29. April 1935 im schlesischen Mittelsteine in das Noviziat des Jesuitenordens ein.

Er starb am 7. Dezember 1992  – bis zuletzt lebte er in „Haus Sentmaring“, dem Seniorenheim der Jesuiten in Münster. (Der Orden ist einige Jahre später aus Münster ausgezogen.)

Leppich war kein üblicher Redner in gepflegten Vortragssälen, er war ein seltenes Phänomen, nämlich ein katholischer Straßenprediger. Das kennt man sonst eher von protestantischen Erweckungspredigern. Das Dach seines Autos  –  ein VW-Kombi  –  war buchstäblich seine Kanzel.

Berühmt wurde er durch seine Volks- und Straßenpredigten in zahlreichen Städten, vor allem Großstädten. In Fulda kommen 40.000 Menschen zu seinem Vortrag, sogar auf der Reeperbahn (!) in Hamburg sind es 20.000 Leute. Auch der „Spiegel“ widmete ihm damals eine Titelgeschichte.

 

Der Geistliche wollte die religiös entwurzelten Massen unserer Zeit direkt „abholen“ und mit der Botschaft Christi in Kontakt bringen. Dazu halfen ihm seine schlagfertige und handfeste Redeweise, die zartere Gemüter auch als derb empfinden konnten.

In seiner kernigen, zugespitzten Art kritisierte er die Mißstände der beginnenden Wohlstandsgesellschaft, Egoismus und mangelnden Einsatz für Menschen in Not.

Wegen seiner eindeutigen Standpunkte und der teils scharfen Sprache nannte man ihn in der Adenauerzeit „das Maschinengewehr Gottes.“

Durch Reisen nach Pakistan, Indien, Thailand und Nordamerika lernte er Armut und Not in der Welt kennen und organisierte zahlreiche Hilfsaktionen.

Die in manchen Hotelzimmern ausliegenden Bibeln gehen u.a. auch seine Anregung zurück, ebenso der bekannte SOS-Auto-Aufkleber („Bei Lebensgefahr ruft einen katholischen Priester“), den unser Christoferuswerk in Münster seit langem  –  auf Leppichs ausdrücklichen Wunsch hin  –  herausbringt. – Näheres siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2012/09/09/unser-exklusiver-sos-aufkleber-bei-lebensgefahr-ruft-einen-katholischen-priester/

In vielen Städten, in denen P. Leppich tausende Menschen begeisterte, bildete er kleine Gruppen von aktiven Gläubigen. Diese ‚Pater-Leppich-Kreise‘ entfalteten sich zu einer großen Laienbewegung, die sich in den sechziger Jahren ‚Action 365′ nannte.

Bis Ende der 60er Jahre gab es etwa 2000 Teams in 33 Ländern, die auch sozial tätig waren. So haben 80 Mitglieder des Pater-Leppich-Kreises auf dem jüdischen Friedhof in Augsburg neue Wege angelegt und ca. 200 Gräber hergerichtet.

Der Name der „Aktion 365“ bezog sich auf  die Tage eines Jahres und bezog sich auf die Bibel: Jeder Tag sollte mit dem Lesen der Heiligen Schrift beginnen. Leppich brachte dazu eine Bibel mit täglichen Lese-Hinweisen und Kurz-Kommentaren heraus, die sich am praktischen Leben orientierten.

1971 spaltete sich die Bewegung zur Enttäuschung Leppichs. Die „Action 365“ wurde ihm inhaltlich zu unklar und zu ökumenisch; daher rief er neue Pater-Leppich-Kreise in vielen Städten ins Leben.
Der Geistliche konnte nicht „nur“ mitreißend reden, sondern war auch musikalisch begabt (siehe LP).

Günter Stiff, der katholische Jugendschriftsteller und Gründer des Christoferuswerks (das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt), gehörte von Anfang an zur Leppich-Gruppe in Münster und war ein guter Freund des bekannten Straßenpredigers, wobei sie einen kameradschaftlichen, „hemdsärmeligen“, offenherzigen Umgang pflegten. Leppich nahm ihm dabei direkte Kritik nicht übel (und umgekehrt). Ich habe diese Spätphase im Leben Leppichs noch selber in Münster miterlebt.

Der Geistliche übernahm bereits nach dem Krieg die seelsorgliche Betreuung des Flüchtlingslagers Friedland mit seinen vielen Ostvertriebenen, Spätaussiedlern und Rückkehrern aus russischer Gefangenschaft.

Pater Leppich erreichte große Menschenmassen, die mit den üblichen kirchlichen Mitteln nicht zu erreichen waren. Etwa 70 Prozent seiner Hörer waren mehr oder weniger kirchenfern. Viele Suchende hat er zum Nachdenken und manche auch zum Glauben geführt.

Nach seinen Abendansprachen auf den großen Plätzen in Städten gab es auch eine Gelegenheit zur Beichte. Meist waren mehrere Priester dabei bis gegen Mitternacht eingesetzt.

Wenige Tage nach einer Bauchoperation starb er auf der Intensivstation. Zur Beisetzung auf dem Ordensfriedhof in Münster waren so viele Besucher gekommen wie sonst nur selten.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Nicht Friedhöfe, sondern Kirchplätze sollten als Spielwiese für Kinder dienen

Von Felizitas Küble

Wie die evangelische Nachrichtenagentur IDEA am 22. Oktober berichtet, sollen Friedhöfe Orte der Begegnung werden, wenn es nach dem Theologe Oliver Wirthmann geht, der auch als Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur fungiert.

Die Grabfelder könnten – so Wirthmann  –  z.B. durch die Einrichtung von Spielplätzen und Cafés attraktiver gestaltet werden. Gerade für Kinder sei es wichtig, dass das Thema Tod nicht tabuisiert werde.

Aus Sicht der Evangelischen Kirche von Westfalen sei die Einrichtung von Spielplätzen nicht ausgeschlossen, erklärte Landeskirchenrat Martin Bock auf Anfrage von IDEA.

Bei aller Anerkennung des Bemühens, den Tod nicht verdrängen zu wollen, erscheint uns dieser Vorschlag doch reichlich an den Haaren herbeigezogen.

Viel naheliegender wäre es, die Anregung des katholischen Jugendschriftstellers Günter Stiff aufzugreifen, die oft recht weiträumigen Rasen- oder Kiesplätze um die Kirchen als Spielplätze zu nutzen und den Kindern zur Verfügung zu stellen. Der 2002 verstorbene Gründer und Leiter des KOMM-MIT-Verlags hat diese Idee in seinem jährlichen KOMM-MIT-Kalender bereits in den 80er Jahren vorgeschlagen.

Erfreulicherweise gibt es auch Pfarrgemeinden, die diese Anregung in die Tat umgesetzt haben, z.B. die Joseph-Kirche in Münster an der Hammerstraße.

Wie unsere Fotos zeigen, wird dort auf dem Rasenplatz um die Kirche fröhlich gespielt  – meist sind es so wie hier ein halbes Dutzend Jungen und Mädchen.

Zudem weist eine Info-Tafel eigens darauf hin, daß es sich um eine „Spielwiese für Kinder“ handelt – und Hundebesitzer darauf Rücksicht nehmen sollen.

Wenn wir diesen Vorschlag vorbrachten, kam mitunter der Einwand, das Kindergeschrei könne die Gottesdienstbesucher stören. Aber abgesehen davon, daß es die Schüler wohl nicht ausgerechnet am Sonntagvormittag zum Spielen treibt (wo sie sowieso kaum aus den Betten kommen), hält sich der Lärm eines üblichen Hand- oder Fußballspiels doch meist  in Grenzen.

Mit solchen Spiel- und Sportplätzen nutzt die Kirche den Rasen sinnvoll zugunsten der Jugend  – das ist Kinderfreundlichkeit in der Praxis!


Gratis, umweltschonend und originell wollen wir unsere Geschenke verpacken

Von Felizitas Küble

Schon seit Jahrzehnten verpacken wir vom Christoferuswerk unsere Geschenke nicht in das übliche gekaufte Papier, sondern verwenden dafür zumeist Material, das kostenlos und umweltfreundlich ist und zudem ofscannen0006-kopie-kopiet viel interessanter aussieht als das Geschenkpapier aus dem Geschäft.

Auf diese tolle Idee ist unser kreativer Vereinsgründer Günter Stiff gekommen, der wußte, wie man auf witzige Weise Geld sparen kann.

Unsere Freundin Martina zeigt uns hier ein solches Beispiel: sie hat ein Buch mit einer Anzeigenseite aus einer Illustrierten eingepackt.

Besonders geeignet sind auch Prospekte von Blumenläden, großformatige farbige Anzeigen zB. für Kleider in Tageszeitungen, Werbe-Annoncen für Kinderspielzeug, lustige Motive in Kinderzeitschriften, buntfarbige Faschingsberichte mit großen Fotos, Landschaftsaufnahmen etc.scannen0006-kopie

Unsere Bilder zeigen ein eingepacktes Buch mit grünem Häschen-Papier – und eine Pralinenschachtel mit einem „wehenden“ Baum im Wind.

Natürlich ist diese Geschenkverpackung auch am umweltfreundlichsten. Vor Weihnachten hat das Umweltbundesamt die Empfehlung verbreitet, Papier aus Recyclingmaterial oder klassisches braunes Packpapier zu verwenden und mit einscannen0006em Schleifenband aufzuwerten.

Die Idee ist zwar naturverbunden, aber etwas trist und wenig phantasievoll – zudem muß Packpapier auch erst hergestellt werden, wogegen herausgerissene Blätter aus Zeitschriften und Zeitungen sowieso schon vorhanden sind und bestimmt farbenfroher und origineller sind als einfarbiges braunes Papier ohne grafische Elemente.

 

 

 

 

 


Jetzt wird sogar im „Spiegel“ eine bundesweite CSU gefordert – der Demokratie zuliebe!

Von Felizitas Küble

Schon seit den 70er Jahren hat der Gründer unseres Christoferuswerks, Günter Stiff, eine bundesweite CSU  –  damals auch als „Vierte Partei“ bezeichnet – empfohlen und als den „Königsweg“ bezeichnet, um bürgerlichen Konservativen in ganz Deutschland eine politische Heimat zu bieten, denn schon immer stand die CDU links von der CSU. 400px-Csu-logo.svg
 .
Unter dem CDU-„Übervater“ Helmut Kohl verstärkte sich diese Tendenz, unter der Kanzlerschaft Merkels geht diese Partei fast komplett den linken Bach herunter und nähert sich zunehmend grün-roten Positionen, zumal die CDU-Chefin ohnehin unverhohlen eine Koalition mit den Grünen anstrebt.
 .
Somit ist eine deutschlandweit wählbare CSU nicht nur fällig, sondern längst überfällig, wie wir im CHRISTLICHEN FORUM in zahlreichen Artikeln erläutert haben, wobei wir seit vorigem Herbst zudem betonen, daß viele AfD-Denkzettel-Wähler „eigentlich“ lieber für die CSU gestimmt hätten, wie sich aus etlichen Umfragen klar ergibt.
SPIEGEL ONLINE.
Allerdings standen wir mit unserem Vorschlag bislang weitgehend allein.
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Interessanterweise hat sich jetzt „Spiegel“-Redakteur Stefan Kuzmany des Themas ausführlich angenommen. In seinem Artikel vom 13. September 2016 lautet schon der Titel: „Zerrüttete Union – Trennt euch, bitte“:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/union-cdu-csu-in-der-krise-trennt-euch-bitte-kommentar-a-1112135.html
 .
Der Autor schreibt gleich eingangs genau das, was auch aus unserer Sicht „Sache“ ist:
Rechtskonservativen Bürgerlichen fehlt die politische Heimat, sie wenden sich der AfD zu. Dabei wäre die CSU die bessere Alternative – sie sollte sich auf ganz Deutschland ausdehnen und den Bruch mit der CDU riskieren.“  image
 .
Sodann erwähnt er die „modernisierte CDU unter Angela Merkel“, welche ihre „vormals rechtskonservativen Positionen Stück für Stück aufgegeben“ habe, wobei der Verfasser treffend sogar von einer  „Kompletträumung“ schreibt.
 .
Dadurch habe die Kanzlerin die „erzkonservative Anhängerschaft“ ihrer Partei „heimatlos gemacht“. Dieser Effekt sei durch die „progressive Flüchtlingspolitik noch verstärkt“ worden – und genau dies habe den Aufstieg der AfD ermöglicht, weil diese eine „politische Marktlücke“ besetzen konnte.

Also ist eine bundesweite CSU das Gebot der Stunde (aber nicht erst jetzt!).

Auch der „Spiegel“-Redakteur fragt daher: „Wen kann ein rechtskonservativer Bürgerlicher denn außerhalb von Bayern noch wählen? Die CDU nicht mehr. Es bleibt ihm nur die AfD“, selbst wenn er, wie Kuzmany schreibt, dabei wegen „ultrarechter Parolen“ aus der AfD vielleicht „Bauchschmerzen“ habe.

Der Verfasser fährt fort: AfD_Plakat_A0_Deutschland_RZ_500

„Weil Seehofer sich auf Bayern fokussiert, verspielt er den Erfolg der Union. Ist ihm alles egal, was jenseits der Zementierung der eigenen Mehrheit in Bayern geschieht, dann mag er so weitermachen.

Wenn er aber doch so etwas wie Verantwortung für ganz Deutschland spüren sollte, dann muss er sich jetzt von der CDU trennen – und bundesweit mit der CSU antreten.“

Das ist seit eh und je unser Argument gegen die Bayern-Kleingeisterei der CSU: Die CSU sollte Verantwortung für ganz Deutschland übernehmen  – und damit für das Wohl unserer Demokratie, zu der seit eh und je auch die bürgerlichen Konservativen gehören und ernst genommen werden sollten.

HIER unsere bisherigen 17 Artikel pro BUNDESWEITE CSU: https://charismatismus.wordpress.com/category/bundesweite-csu-kreuther-geist/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugend-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Bemerkenswerter ZDF-Beitrag zum schwelenden Konflikt zwischen den beiden C-„Schwester“-Parteien: http://www.heute.de/csu-gegen-cdu-der-traum-von-der-spaltung-der-unionsfraktion-45208300.html

Artikel aus dem Berliner „Tagesspiegel“ zur Kritik Heiner Geißlers (CDU) an der CSU: http://www.tagesspiegel.de/meinung/fluechtlinge-gut-dass-es-die-csugibt/14547080.html


Wir trauern um unsere Freundin und ehrenamtliche MITarbeiterin Ursula Reinsch

Von Felizitas Küble

Am heutigen Samstag, den 27. August 2016, ist unsere liebe KOMM-MIT-Freundin und ehrenamtliche Helferin Ursula Reinsch im gesegneten Alter von 90 Jahre verstorben. Die traurige Nachricht traf mich heute Vormittag ziemlich überraschend, wenngleich „unsere Ursel“ bereits schwerkrank war und in diesem Jahr mehrfach in der Klinik lag (auch vor drei Wochen war es wieder soweit).  Scannen0001 - Kopie - Kopie - Kopie

Als ich Ursula vor zwei Tagen im Klarastift besuchte, konnte sie noch kurze Worte sprechen, wenngleich sie schon recht müde wirkte, was ich vor allem auf das schwüle Wetter zurückführte.

Wir haben gemeinsam für einen älteren Freund, der zur Zeit im Krankenhaus liegt, gebetet. Besonders schön fand es Ursel immer, wenn ich ihr Psalmen, geistliche Hymnen oder klassische Gedichte vorlas. Gestern schien sie vormittags und nachmittags im Tiefschlaf zu sein, so daß ich sie nicht wecken wollte, doch rechnete ich nicht mit einem solch schnellen Heimgang in die Ewigkeit.

Ursula Reinsch und ich können seit Jahrzehnten am selben Tag unseren Geburtstag feiern, nämlich am 28. April. Dieses Mal fiel die „Party“ aber bescheiden aus und bestand aus gesundheitlichen Gründen (sie war schon seit einiger Zeit bettlägerig) nur aus Schokoladeneis mit Sahne. Trotzdem war die Stimmung gut, zumal Ursel von ihrem Gemüt und ihrer Lebenseinstellung her ein zufriedener Mensch war, der auch aus einer unerfreulichen Situation noch das Beste machte.

Leider ist unsere KOMM-MIT-Freundin vor 4 bis 5 Jahren weitgehend blind geworden, denn sie bekam Macula-Degeneration (Netzhautablösung). Dadurch konnte sie Menschen, Möbel und Gegenstände etc. nur noch in Umrissen erkennen.Scannen0001 - Kopie - Kopie - Kopie - Kopie

Das war auch der Grund, warum sie ihre ehrenamtliche Arbeit in unserem gemeinnützigen Christoferuswerk und KOMM-MIT-Verlag mit etwa 85 Jahren beenden mußte, was sie recht traurig stimmte, denn sie hat mit großer Freude, echtem Teamgeist, Regelmäßigkeit und Selbstverständlichkeit über 15 Jahre lang bei uns mitgeholfen.

Bis ins hohe Alter fuhr sie mit ihrem Elektro-Wägelchen ca zehn Kilometer hin und zurück, um bei uns z.B. für die Adressenverwaltung am Computer (!) zu sitzen, bei Versand und Buchhaltung mitzuarbeiten, Texte abzutippen oder unsere Manuskripte zu korrigieren.

Wir hatte immer viel Spaß mit ihrer humorvollen und geselligen Art, wie das Foto oben ahnen läßt, wo sie bei einem unserer Verlagsfeste ihre Kräfte stemmte…

Das zweite Bild zeigt Ursel mit unserer damaligen Buchhalterin Martina Bremshey beim 80. Geburtstag unseres Verlagsgründers Günter Stiff, der im September 2002 verstarb.Kurz vor seinem Tod hat sie ihn noch in der Klinik besucht.

Günter und Ursel waren immer ein fröhliches Gespann, die sich gegenseitig gerne neckten. Kein Wunder auch: Günter war ein typischer Rheinländer, immer gut gelaunt und zu Flaxereien aufgelegt – und unsere Ursula ist in Niederschlesien (Strehlen) aufgewachsen und kannte natürlich das Sprichwort, daß die Schlesier die „Rheinländer des Ostens“ seien. Jedenfalls verstand sie sich mit unserem Team und vor allem mit Günter hervorragend.  Scannen0002

Beide waren aber nicht nur lustig, sondern auch nachdenklich, vor allem, wenn es Weihnachten zuging. Dann gerieten Günter und Ursel in feierlich-romantische Stimmung  –  wie das dritte Foto zeigt, wobei unser Günter ein Stofftierchen von ihr geschenkt bekam, das er erfreut in der Hand hält…

Wenngleich Ursel evangelisch-konservativ (also evangelikal) war, sind wir uns in den meisten religiösen Fragen weitgehend einig gewesen. Als sie Anfang der 90er Jahre mit ihrer MITarbeit bei uns begann, fand sie es ganz selbstverständlich, gemeinsam mit uns das Kreuzzeichen beim Tischgebet zu machen.

Auch das Ave-Maria und den „Engel des HERRN“ betete sie gerne mit uns. Gerade die Marien- und Heiligenverehrung schätzte sie sehr an der katholischen Kirche, ebenso ihre Lehre über die Eucharistie bzw. das Altarsakrament. Die Lebensbeschreibungen von Heiligen suchte sie aus  Büchern heraus und tippte sie auf ihrer Schreibmaschine ab  – für jeden Heiligen ein eigenes Blatt.

Als Ursula noch lesen konnte, wünschte sie von mir zu Weihnachten das gerade erschienene Jesus-Buch von Papst Benedikt, ein Jahr später seine Meditationen über die Heilige Schrift. Mit diesem Pontifex fühlte sie sich eng verbunden. Ihre Frömmigkeit war christozentrisch und speiste sich stark aus der Bibel und geistlichen Liedern.

In ihrer Handtasche trug Ursel eine Anleitung zum Rosenkranzgebet sowie eine kleine Marienbroschüre. Zudem sammelte sie Madonnen-Postkarten aus aller Herren Länder und vielerlei Kunstepochen. In ihrer Wohnung stand eine geschnitzte Marienstatue mit Christkind aus schwarzem Elfenbein, die aus Afrika stammte. Scannen0001 - Kopie - Kopie

Als unser Verlagsleiter Günter Stiff verstarb, wir natürlich viel „um die Ohren hatten“ und eine Menge Dinge regeln mußten, fragte Ursula uns bei Tisch etwas verblüfft: „Sagt mal, wann gehen wir denn jetzt zu Günter und beten den Rosenkranz?!“ – Oho, dachte ich mir,  d a s  muß uns von evangelischer Seite gesagt werden, vielleicht hätten wir es sonst noch verbummelt…

Jedenfalls wußten wir nun, was die Stunde geschlagen hatte und fuhren mit Ursel los zum Beerdigungsinstitut  – gemeinsam mit unserem damaligen Praktikanten Olaf Pioch, unserer Ferienhelferin Michaela Koller (heute ist sie IGFM-Mitarbeiterin in Frankfurt) und mir.

Das letzte Foto zeigt Michaela, Ursel und Olaf  –  wir waren ein tolles Team und werden „unsere Ursel“ sehr vermissen, denn sie war ein warmherziger, hilfsbereiter und im guten Sinne frommer Mensch, zudem sehr belesen, vielseitig und vor allem bibelkundig.

Auch in ihrer evangelischen Kirchengemeinde (der Friedenskirche in Münster-Gremmendorf) war sie jahrzehntelang gerne aktiv, vor allem in der Evangelischen Frauenhilfe von Münster-Gremmendorf, wo sie noch bis Anfang dieses Jahres, wenn es irgendwie möglich war, an den monatlichen Treffen teilnahm, obwohl sie bereits einen Rollstuhl benötigte.

Als Ursel noch besser auf den Beinen war, besuchte sie öfter Vorträge und Seminare von katholischer wie von evangelischer Seite. Beruflich war Ursula vielseitig tätig, als Krankenschwester, Kontoristin, Stenotypistin, Sekretärin und als evang. Gemeindeschwester in Münster-Wolbeck.

Nun weilt unsere bewährte liebe Freundin seit dem heutigen Tage nicht mehr irdisch unter uns, doch in unserem Herzen und auch in unseren Gebeten bleibt sie unvergessen: R.I.P.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

HINWEISE: Der Trauergottesdienst ist am Mittwoch, den 7. September 2016, um 10 Uhr in der evangelischen Friedenskirche in Münster-Gremmendorf. Die Beisetzung um 11 Uhr auf dem 1 – 2 km entfernten Friedhof „Hohes Ufer“.

Kontakt: Felizitas Küble, 48167 Münster, Schlesienstr. 32, Tel. 0251-616768, Fax 0251-614020, Mail: felizitas.kueble@web.de