Ursachenbekämpfung von Gewalt beginnt in der Kindheit

Von Christa Meves

Zu Recht zeigt Bundesinnenminister Thomas de Maizière in aller Öffentlichkeit sein Entsetzen über die Zunahme der Gewalt. Auch Günther Jauch macht das in seiner Talkshow zum Thema. Christa Meves

Aber beim Rest aller Verlautbarungen und Diskussionen bleibt eine große Ratlosigkeit; denn allein mit der Aufstockung von mehr Polizei, mit mehr Geld für die entsprechenden Institutionen, ist das Problem der schwindenden Sicherheit der Bürger in unserem Land nicht gewährleistet.

Die Ursachen müssten in breiter Analyse auf den Tisch, um vorbeugende Aktivitäten entfalten zu können, statt hinterherlaufend das Pferd vom Schwanz her aufziehen zu wollen.

Eindrucksvoll kam die offenbar ignorante Hilflosigkeit zum Ausdruck, als Günther Jauch in seiner Sendung einen angeblichen Fachmann nach der Ursache der Aggression fragte und dieser antwortete, sie sei eben genetisch bedingt. Aber was für eine Genexplosion müsste hierzulande in den letzten Jahrzehnten erfolgt sein, wenn diese Unabdingbarkeit der Weisheit letzter Schluss wäre?

Man braucht z. B. kein Experte zu sein, um zu ahnen, dass vor allem das jetzt sehr in den Mittelpunkt gerückte Bandenwesen mit Schwerpunkt Einbruch in Wohnungen, deren Besitzer abwesend sind, etwas mit der Einwanderungspolitik zu tun hat. Das ist in der Tat ein brennendes ungelöstes Problem der Verantwortlichen. 

Aber damit ist das Phänomen der Aggression doch nicht ausgelotet. Auch Inländer sind mehr als reichlich an der Zunahme gewalttätiger Handlungen beteiligt, die Halbwüchsigen in erschreckend zunehmender Anzahl. 0022

Wer oder was bereitet diese 12 bis 15-Jährigen denn zu so viel roher Brutalität vor, wie sie uns dann mit Sensationsmanier zu unser aller Entsetzen öffentlich vorgeführt wird?

Hier scheint mir ein gar nicht erst angesprochenes und doch nicht unlösbares Problem zu liegen: Der Mensch lernt in seiner Kindheit vornehmlich durch Nachahmung. Wie soll es da ohne Wirkung bleiben, wenn bei den vielen täglichen Kriminalfilmen im Fernsehen Brutalität pur vorgemacht wird?

Werden grundsätzlich neugierige Kinder nicht zur Nachahmung geradezu dressiert, wenn man sie massenhaft Killerspielen aussetzt? Und wird hier auch nur hinreichend der Frage nachgegangen, warum das vornehmlich die Jungen sind, die der Schießfaszination nicht entgehen können?

Die Gewaltstatistik bringt dieses dann rigoros auf den Punkt: Es ist das männliche Geschlecht, in dem das gefährliche Übel Gewalt beheimatet ist. Genetisch bedingt, zwecks Züchtung von machtversessenen Frauenschindern? Nein, das ist gewiss feministische Übertreibung wohl meist aus persönlichen Verwundungen geboren…..

Die Hormonwissenschaft macht das Testosteron, das männliche Geschlechtshormon, für die größere Gewaltbereitschaft der Männer verantwortlich. In der hinreichenden Quantität wird es bereits im Fötus installiert und zwar als ein Potential, das durch die damit verknüpfte Möglichkeit zur Ausbildung größerer Quantitäten an Muskelkraft in der Lage ist, Frauen, Kinder und Heimat gegen Feinde zu verteidigen.

Mit dieser Einsicht rückt zumindest die eigentliche Ursache der Aggression ins Blickfeld: Sie ist eine notwendige Eigenschaft zur Lebensverteidigung in der Schöpfungsordnung: 

Die Aggression unterliegt unserem natürlichen Lebenstrieb, und sie funktioniert in Tier und Mensch mit einem gesunden Automatismus: Angegriffen antwortet das Lebewesen mit einem mächtigen Impuls zu seiner Überlebensverteidigung, mit Erfolg auch, wenn es stark genug ist.

Der Trieb antwortet mit Abwehr durch Gegenangriff; denn das Gegenüber hat sich durch die Art seiner Annäherung als Feind und damit automatisch als Lebensbedrohung geoutet. Beim Menschen können bereits Worte den Mechanismus auslösen, angegriffen zu sein oder sich angegriffen zu fühlen.

Sich nicht zu wehren, bedeutet deshalb eine nur schwer erlernbare Einschaltung des Bewusstseins in ein sich automatisch abspulendes Funktionsgefüge. Diese hormonell bedingte Bereitschaft zur Aggression existiert bereits, wenn wir zur Welt kommen.

Die Übersteigerung dieser Grundgegebenheit zur Gewalt entspringt dem aus den Fugen geratenen Selbstbehauptungstrieb. Und das wird durch das Einwirken der Umwelt hervorgerufen. Das kann durch Armut, durch das Fehlen von Existenzmöglichkeiten  –  zu Revolutionen eskalierend  –  hochschwellen und so Totschlagimpulse großen Stils hervorrufen.
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Aber das ist bei den Gewalttätern unserer Region glücklicherweise nur erst selten das Hintergrundmotiv. Ein gewalttätiger Charakter hierzulande hat in den meisten Fällen die Ursache in den Erlebnissen des Kindes und zwar besonders in der Phase seiner Kindheit, in der die normale Fähigkeit zur Selbstbehauptung ihr Zeitfenster hat und von dem Kind entwicklungsbedingt eingeübt wird.

Dort, in der Zwei- bis Fünfjährigkeit, werden seine Erfahrungen damit in dem sich konstituierenden Gehirn festgeschrieben. Ein Amokläufer z. B. ist ein Mensch, dessen vulkanartiges Aggressionspotential durch Umwelterfahrungen hervorgerufen wurde, die ihn fortlaufend zum Loser machten  –  und ihm damit bei entsprechender Vitalität den Impuls zur Selbstzerstörung wie auch zur rächenden Totalvernichtung seiner Umwelt eingab, da die Aggression in ihm übermächtig geworden war.

„Gewalt erzeugt Gewalt!“, rufen Entwicklungspsychologen deshalb mit Nachdruck den Eltern von Kleinkindern zu: „Gib deinem Kind im Vorschulalter Spielraum, damit es seelisch kraftvoll werden kann, zeige ihm gewiss auch seine Grenzen auf, und übe es darin verständnisvoll und mitfühlend ein, aber ohne ihm in deiner mentalen Übermächtigkeit Gewalt zuzufügen!“

Dass die wild wuchernden Schösslinge der natürlichen Aggression keinen Nährboden finden, das sollte sich eine weise Pädagogik zum Ziel machen.

Deshalb sollte eine einsichtige, kluge Politik den Schwerpunkt darauf legen, der Familie größte Beachtung zu schenken, indem sie ihr gute Lebensbedingungen und weitreichende Lernmittel zur Verfügung stellt; denn daraus nur erwachsen die Bedingungen für eine gesunde Zukunft.


Oberster kath. Laienvertreter Bayerns will Tebartz-v. Elst bei Günter Jauch verteidigen

Dr. Albert Schmid spricht am Sonntag in der ARD

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Dr. Albert Schmid (siehe Foto), wird am kommenden Sonntag, den 20. Oktober, ab 21,45 Uhr bei Günther Jauch in der ARD über Bischof Tebartz-van Elst sprechen. Schmid_Wuerzburg_2013_2

Wie das Regensburger „Wochenblatt“ berichtete, hat Bischof Tebartz-van Elst den Laienvertreter Schmid um Rat gefragt. (…) Vieles von dem, was Schmid als Verteidigung des Bischofs in den Raum gestellt hatte, bestätigt sich nun:

Beispielsweise, dass die Protokolle der Sitzungen des Vermögensverwaltungsrates bestätigen, dass die Steigerungen der Baukosten für den Limburger Bischofssitz bekannt waren. (…)

Schmid sagte, Tebartz-van Elst leide sehr unter der Situation: „Die Unterredung von Erzbischof Zollitsch mit dem Papst war ja sehr kurz“, so Schmid.

Er rechne damit, dass der Papst die Sache nicht selbst entscheiden, sondern den Weg der Instanzen einhalten wolle. „Zuständig ist die Bischofs- und die Glaubenskongregation“, erläuterte der Laienvertreter und frühere Fraktionsvorsitzende der SPD im bayerischen Landtag.

Quelle und vollständiger Bericht von Christian Eck hier: http://mobil.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/art1172,205909

Sachlich-differenzierter Beitrag zum Limburger Diözesanzentrum im Kunstmagazin ART: http://www.art-magazin.de/architektur/66468/bischofsresidenz_limburg

 Foto: http://www.landeskomitee.de/index.php/landeskomitee/geschaeftsleitung.html


Die allgegenwärtige Heuchelei in puncto Uli Hoeneß

Von Dr. Josef Bordat

Herr Hoeneß hat wohl Steuern in Millionenhöhe hinterzogen. Das hat er mit einer Selbstanzeige eingeräumt. Nun fallen viele Menschen, auch solche, die nicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft München II sind, über ihn her.

99 Prozent der Menschen, die nun über Herrn Hoeneß herfallen, haben gar nicht die Möglichkeit, Steuern in Millionenhöhe zu hinterziehen. Sie haben nur die Möglichkeit, im Nahverkehr schwarz zu fahren, Kugelschreiber aus dem Büro mitzunehmen oder sich nach einem privaten Mittagessen eine Bewirtungsquittung ausstellen zu lassen, wo sie dann reinschreiben „Besprechung zum Projekt X“, obwohl sie bloß über Herrn Hoeneß gesprochen haben.

Diese Menschen haben nicht die Chance, eine Nation zu belügen, sondern nur ihre Kinder. Deshalb lässt Günther Jauch sie in Ruhe.

Wer viel leistet und viel verdient, der muss auch viel zurückgeben. Völlig klar. Die moralischen Ansprüche sollten aber nicht exponentiell steigen.

Das Motiv, sich Vorteile zu verschaffen, die im Rahmen unserer Rechtsordnung nicht gerechtfertigt sind, ist kein Monopol von Bundesligamanagern.

Quelle: http://jobo72.wordpress.com/2013/04/22/herr-hoenes/


Persönliche Erklärung von Martin Lohmann: Es geht um die Wahrheit und um die Gebote Gottes!

Meine heute vor einer Woche bei Günther Jauch friedlich und tolerant vorgetragenen persönlichen Überzeugungen haben viele Reaktionen ausgelöst. Tolerante und intolerante. Vielfach wurde sehr emotional reagiert, was bei diesem sensiblen und sehr ins Persönliche gehenden Thema verständlich ist. Lohmann5

Meine Überzeugungen orientieren sich an der geoffenbarten Wahrheit und den Geboten Gottes, wozu auch das Gebot „Du sollst nicht töten!“ gehört. Aus meiner Sicht geht es bei den Fragen um die Pille danach um Leben und Tod.

Meine religiösen Überzeugungen habe ich noch dazu begründet. Neben sehr viel Zustimmung ungezählter toleranter Mitmenschen gab es nicht zuletzt  medial Reaktionen, die weder der wichtigen Angelegenheit selbst noch meiner Person gerecht werden.

Knüppelhafte Etikettierungen eines Andersdenkenden und bekennenden Gläubigen in Ermangelung von Argumenten und einer notwendigen qualifizierten Streitkultur markieren einen schockierenden und alarmierenden Toleranzverlust ebenso wie der Versuch der Diskreditierung einer anderen Person. Die erkennbare Kathophobie in Deutschland wird, wenn wir nicht aufpassen, sich bald auch gegen andere Menschen mit religiöser Überzeugung richten. 

Vor Kritik und Widerspruch fürchte ich mich nachweislich nicht. Aber ich wünsche mir und uns allen eine wirkliche und notwendige Streitkultur, in der Andersdenkende ihre religiösen und respektvollen Überzeugungen sagen dürfen, ohne dabei ausgelacht oder verhöhnt zu werden:

Ich wünsche mir und uns allen aus gegebenem Anlass dringend ein Klima echter Toleranz und gelebten Respekts voreinander und für vor allem religiöse Überzeugungen. Das Bekenntnis muss auch künftig öffentlich möglich sein. 

Ich bin als überzeugter katholischer Christ und engagierter Demokrat der Ansicht, dass nur so Freiheit und Verantwortung und damit zuletzt wahre Humanität eine Chance haben.

Erklärung Martin Lohmanns vom 10.2.2013

Der katholische Familienvater Martin Lohmann ist Publizist, Chefredakteur des kath. Senders K-TV, Vorsitzender des BVL (Bundesverband Lebensrecht) und Sprecher des AEK (Arbeitskreis engagierter Katholiken in der CDU)

 


Weiblicher Zwischenruf zur Sexismus-Debatte: „Ich bin es leid, als Opfer betrachtet zu werden“

Von Birgit Kelle (Leiterin von „Frau 2000plus“)   Birgit Kelle neu

Es scheint, als lebten wir alle in einem Land voller männlichen Lüstlinge. Seit einer Woche gibt es kein anderes Thema mehr als die Frage, wer sich noch als Opfer von Sexismus fühlt.

Ich wollte ursprünglich nicht zu der Brüderle-Geschichte schreiben. Zu durchschaubar war die Strategie des STERN, dass man hier offensichtlich ein Jahr nach den Ereignissen einen Skandal aus dem Hut zaubert. Bezeichnend auch, dass die Journalistin, die dort ihre Erfahrung niedergeschrieben hat, seither öffentlich untergetaucht ist.

Nun fühlen sich über 60.000 Frauen bei Twitter als Opfer sexistischer Übergriffe und hinter jedem falsch verstandenen Kompoliment lauert ein neuer Sexismus-Fall. Es wird inflationär. Wir Frauen sind nun angeblich alle Opfer.

Wie in einer Gruppentherapie saß da am Sonntag abend eine Runde bei Günther Jauch zusammen und ließ sich von Frau Schwarzer erklären, dass sie schon immer Recht hatte.

Ich bin es nun also leid, als Opfer betrachtet zu werden. Echte Sexismus-Opfer gehen gerade unter in einem Meer an Banalitäten.

Und vor allem geht niemand der Frage nach, wieso es eigentlich erlaubt ist, dass Frau ihren Körper und ihr Aussehen als Instrument einsetzt, es aber nicht erlaubt ist, dass Mann darauf reagiert? 

Wir können doch als Frauen nicht ernsthaft verlangen, in die Vorstandsetagen vorgelassen zu werden, wenn wir angeblich nicht einmal in der Lage sind, einem blöden Spruch nachts an der Bar mit passender Antwort zu begegnen.

Grund genug also für eine Kolumne „Dann mach doch die Bluse zu“  – daraus ein Ausschnitt:

„Es wird als Befreiung der Frau gefeiert, dass wir Sexualität heute frei ausleben können. Dass wir uns nehmen, was wir wollen und wen wir wollen. Ja, es ist sexy: eine Frau, die weiß, was sie will. Wir fordern die Männer heraus, kokettieren mit unserer Sexualität. Aber natürlich nur, wenn wir wollen.

Wir reklamieren nur für uns als Frauen das Recht, dass nicht etwa gilt, was der Mann gemeint hat, sondern das gilt, wie es bei uns ankommt. Was ist, wenn die Männer sich mal auf den gleichen Standpunkt stellen?

Die amerikanische Schauspielerin Megan Fox ziert gerade in Unterwäsche das aktuelle Cover des „Esquire“, gibt aber gleichzeitig von sich, sie wolle von ihrem sexy Image weg. „Dann mach doch die Bluse zu“, möchte man ihr da zurufen: „Vielleicht schaut dir dann auch mal einer in die Augen!“

Wir verpacken schon kleine Mädchen in Lolita-Klamotten und zerreden die Intimität von Sexualität als Prüderie. Wir laufen in Slutwalks durch die Straßen und proklamieren das Recht, wie Schlampen herumlaufen zu dürfen. Gleichzeitig wollen wir aber nicht als Schlampe bezeichnet oder gar behandelt werden.

Wir punkten mit unserem Aussehen, gelten als das schöne Geschlecht, schnüren uns die Brüste hoch beim Oktoberfest, aber nein, wir wollen damit keine Aufmerksamkeit, wir wollen damit nur unsere inneren Werte betonen.

Gerade prostituieren sich bei RTL wieder junge Damen mit ihrem Aussehen in der x-ten Staffel des „Bachelor“. In einer Folge Bachelor lernt man mehr über Frauen als durch 100 feministische Bücher. Frauen ziehen sich aus für den „Playboy“ und haben für das Recht gekämpft, ihren Körper verkaufen zu dürfen. An Männer. Keine Frage, die weibliche Anatomie taugt sehr gut als Waffe.“

Den ganzen Artikel finden Sie hier  –  wie immer mit der Möglichkeit zu kommentieren:

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5805-bruederle-debatte-und-sexismus

Kontakt:
Mail: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net

FAZ-Artikel äußert sich skeptisch über die Qualität von Kinderkrippen

Unter dem Titel „Kratzer am Kita-Lack“ veröffentlichte die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ.net) vom 4. Juni 2012 einen kritischen Beitrag über die derzeitige Debatte – vor allem in den Medien –  um Kinderkrippen und Kita-Ausbau.

Den Anlaß hierfür bot eine Talksendung bei Günther Jauch.  – Hierzu schreibt die FAZ:

Wer bisher noch schwankte, ob er sein ein- oder zweijähriges Kind in eine Krippe geben oder lieber privat betreuen soll, konnte gestern abend zum Krippen-Skeptiker werden. Denn in der Jauch-Runde zum Zankapfel Betreuungsgeld ging es neben dem Austausch bekannter Argumente immer wieder auch um die Frage der Qualität unserer Krippen, gerade im Blick auf die erwartete Klagewelle, wenn es von August 2013 an den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz geben wird.“

Der erwähnte „Rechtsanspruch“ versetzt jetzt schon Städte und Gemeinden in Panik, weil sie diesem  individuellen „Rechtsanspruch“ auf einen Kita-Platz bei weitem nicht nachkommen können, so daß auf die ohnehin oft überschuldeten Kommunen eine finanziell untragbare juristische Klagewelle zurollen wird.

Im FAZ-Bericht heißt es sodann:

„Und es entstand ein Szenario von Personalmangel, frühpädagogisch unqualifizierten Aushilfskräften, Tohuwabohu-Beschäftigungstherapie. Eine im Publikum sitzende Berliner Kita-Leiterin unterstrich die dramatische Lage und wurde ihrerseits durch hunderte von Mails bestätigt, die während der Sendung von überforderten Kita-Mitarbeitern eingingen – Günther Jauch sagte, so viele Mails habe er noch nie während seiner Sendung erhalten.

Treiben wir also auf eine Situation zu, in der es auf der einen Seite den einklagbaren Krippenplatz für alle geben wird, auf der anderen Seite wegen dessen unzureichender Ausstattung eine „Kindeswohlgefährdung“droht, wie Stefan Sell meinte, Professor für Volkswirtschaft und eigentlich ein Krippen-Verfechter?“

Hier lesen Sie den vollständigen FAZ-Artikel: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/faz-net-fruehkritik-guenther-jauch-kratzer-am-kita-lack-11773596.html

Interessant ist zudem folgender Leserkommentar,  der in FAZ.net unter dem erwähnten Beitrag veröffentlicht wurde:

Johann Stahuber (Rheindal)  – 05.06.2012 16:14 Uhr

Kita-Erzieherinnen würden ihr eigenes Kind nicht in eine Kita bringen. Alle elf Kolleginnen seien sich darin einig, sagte uns neulich eine Kita-Erzieherin. Dabei haben sie in ihren Einrichtungen einen Betreuungsschlüssel von 1:4.  – Zum Vergleich: In Brandenburg herrscht vielerorts der Schlüssel 1 Erzieherin auf 9 (!) Kinder.