Besondere Wegekreuze, Flurdenkmale, Bildstöcke und Sühnekreuze in Westfalen

Von Felizitas Küble

Die westfälische Landschaft, vor allem das katholische Münsterland, ist vielfältig von zahlreichen christlichen Flurdenkmälern geprägt.

In manchen Gegenden, vor allem auf den Wegen von Münster nach Telgte (Marienwallfahrtsort) oder z.B. um Albersloh und Sendenhorst, findet man an jedem dritten Bauernhof einen Bildstock oder ein sonstiges religiöses Denkmal.

Besonders die wuchtigen Steinkreuze sind in Westfalen häufig anzutreffen.

Manche von ihnen haben eine besondere Geschichte, so z. B. dieses Kreuz mit Korpus auf dem Weg zwischen Albersloh und Sendenhorst, ca 20 km östlich von Münster. 

Zunächst ist es etwas ungewöhnlich, daß sich unter einem Kreuz eine Abbildung Mariens mit den Symbolen ihrer „sieben Schmerzen“ befindet.

Dazu kommt, daß es sich ursprünglich wohl um ein Grabkreuz aus Sandstein handelte, das erst später auf dem Sockel angebracht wurde, denn auf der Rückseite des Kruzifixes lesen wir von einem Ehepaar, das während des 30-jährigen Krieges (nämlich 1641) verstorben ist bzw. möglicherweise gewaltsam umgebracht wurde.

Unzweifelhaft ermordet wurde der Oberlandjäger Richard Weickardt am 14.5.1925, dem diese Gedenkstele aus Kalkstein gewidmet ist, ebenfalls im Umfeld von Albersloh an einem bewaldeten Landweg. Weitere Einzelheiten über die Gewalttat werden nicht mitgeteilt und sind aus der Literatur nicht bekannt. 

Beide Flurdenkmale fallen durchaus aus dem Rahmen des Üblichen  – das gilt auch für unser drittes Bild, ebenfalls heute fotografiert auf dem Fahrradweg von Münster nach Sendenhorst.

Diese eindrucksvolle Statue am Straßenrand zeigt Christus als guten Hirten, der sich fürsorglich einem Schaf zuwendet und es schützend in seine Hände nimmt. Von allen drei Flurdenkmalen ist es sicher dasjenige Bild, das die Herzen der Gläubigen am meisten zu bewegen vermag.

 

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Christus ist die erste Adresse für Mutlose und Erschöpfte

Gerhard A. Schäfer

Immer wieder begegnen uns vom Leben arg gebeutelte Menschen, denen man ansieht, wie geschafft und entkräftet sie sind. Eigentlich bräuchten sie eine Regeneration, zumindest eine Pause, um neue Kräfte zu tanken.

Doch dazu fehlt die Zeit, die Gelegenheit und oft auch der Wille. „Es geht schon irgendwie weiter!“ sagen sie und quälen sich fort.

Der Prophet Jesaja machte dieselbe Beobachtung und gab einen guten Rat:

„Männer werden müde und matt, Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den HERRN vertrauen, erhalten neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht ermatten.“ (Jes 40,30-31)

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

„Mit Gottvertrauen geht es leichter und besser voran!“ hat der Prophet festgestellt. Wo sich aus eigener Kraft abgestrampelt wird, wo man meint, ohne Gottes Hilfe zum Ziel zu kommen, steht am Ende oft der Burnout  – und nicht nur gestandene Männer, selbst in Saft und Kraft stehende junge Leute stoßen immer früher an ihre Grenzen.

Nur wenige wenden sich an ihren Schöpfer und suchen Trost und Ermutigung bei Christus. Dabei ist ER die erste Adresse für Mühselige und Belastete.

ER will die Quelle für Müde und Durstige sein und ihnen neue Lebenskraft, Energie und neue Perspektiven schenken – und das ohne Vorleistung, ohne Rechnungsstellung, ohne Bedingungen.

Der Psalmdichter gibt Gottes Einladung so wieder:
Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten und Du sollst mich preisen“ (Psalm 50,15).

Resignieren und kraftlos bleiben ist dumm angesichts dieses Angebotes. „Auf den HERRN vertrauen“ ist ein Wartestand. Geduldig auf die Hilfe Gottes warten, erfordert Mut und Vertrauen. Doch Christus enttäuscht niemanden. ER steht zu seinem Wort.

Mit ganz neuer Kraft und an der Hand des Guten Hirten geht es mutig voran und dem Ziele zu.

 


Christus, der Gute Hirte, prägt die Hoffnung der Christenheit

Von Gerhard A. Schäfer

Versprechen begleiten uns durchs Leben. Eltern und Paten, Lebensversicherer, Kinderbetreuer, Lehrer usw. versprechen, alles dafür zu tun, dass es uns gut geht. Später machen uns Ausbilder, Arbeitgeber und Freunde Versprechen auf ein angenehmes Leben. Und oft erwachsen daraus tiefe Enttäuschungen, an denen manche ihr ganzes Leben zu knabbern haben.  

Ganz anders ist Jesus Christus. ER hält seine Zusagen rundum. ER tröstet Enttäuschte, ermutigt Niedergeschlagene und stärkt das Vertrauen von Menschen, denen jede Zukunftsperspektive verloren ging. In Joh 10,11.27-28 lesen wir:  media-401265-2

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie; sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Jesus, der gute Hirte! Diese Bilder aus dem Johannesevangelium und aus Psalm 23 bewegen jeden:

Da ist jemand, der sich hingebungsvoll kümmert!  Der sich aufopfernd und selbstlos für seine Herde einsetzt. Der jedes Schaf persönlich und beim Namen kennt. Diesem Hirten folgt die Herde willig und treu  – und jedes Schaf kann sicher sein, nicht auf der Schlachtbank zu enden.

Im Stall angekommen, nimmt ER jedes einzelne liebevoll auf seinem Schoß.

Dieses Bild vom Guten Hirten prägt seit 2000 Jahren das Wünschen und Hoffen der Christen. Wo Menschen sich gegenseitig enttäuschen, Hoffnungen verblassen, Träume im Wind der Zeit verwehen, da steht Jesus, der Sohn Gottes, unerschütterlich zu seinem Wort: Ich bin der gute Hirte.

Und ER will Dein und mein ganz persönlicher Hirte sein. Heute, morgen und immer!


23. Psalm von König David: Der HERR ist mein HIRTE

Von Gerhard Schäfer

Allseits bekannt ist der 23. Psalm, das Gebet Davids. Der Herr ist mein Hirte, sagt David und spricht aus beruflicher Erfahrung. Er war selber ein guter Hirte und kämpfte für seine Herde mit Löwen und Bären.

Im Laufe seines bewegten Lebens begriff er immer mehr, dass auch Menschen einen Hirten brauchen. Behütet und versorgt zu sein, beschützt und geliebt, wer wünscht sich das nicht?

Aber wer könnte das für uns sein? Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme  –  und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10,11.27.28)

Das ist ja ein tolles Angebot, das Jesus hier den Menschen macht.

Stellt sich nur die Frage, wie man ein Schaf Jesu, ein Mitglied seiner Herde werden kann.

Das passiert ja wohl nicht automatisch. In der Zeit vor Ostern wurde ein Thema immer wieder angesprochen: Christus starb für die Sünden der ganzen Menschheit! Also auch für Deine und meine.

Doch wie kann ich Nutznießer dieses Angebotes werden?  – Auch hier spricht  Jesus ein klares Wort: Tut Busse und glaubt an das Evangelium! (Markus 1, 15b)

Busse tun bedeutet, seine Rebellion gegen Gott einsehen, um Vergebung bitten und neu anfangen. Wer das gemacht hat, dem gilt das, was Christus im Wochenspruch sagt:

Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme  –  und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Nachfolge bedeutet: Auf IHN hören, IHM vertrauen und sich nach IHM ausrichten.

Mit Christus als dem guten Hirten hat mein eines ganz sicher: Ewiges Leben, also Leben über den irdischen Tod hinaus. Leben in Geborgenheit unter der Fürsorge des lebendigen Gottes.

Das Wissen darum schenkt eine große Gelassenheit. Mit dem Vertrauen auf  IHN bekommt das Leben eine neue Dimension, denn das Wissen um das ewige Leben nimmt die Angst vor dem Sterben.

Keine Angst einflößenden Wisperstimmen, sondern klare Ansagen aus dem Mund des guten Hirten zeigen uns die Richtung, geleitet durch seinen Stab.