Die bayerische Benediktiner-Abtei Metten feiert heute ihren 1250-jährigen Geburtstag

Von Michaela KollerKoller-Michaela_kwi_author_list

Als der asketische Priester Gamelbert am 17. Januar 787 im Rufe der Heiligkeit starb, hatte er sein Patenkind Utto als Nachfolger in seinem Seelsorgsamt bestimmt. So besagt es die Legende. Fakt ist, dass der selige Utto der erste Abt des Klosters war, für das Gamelbert nahe des niederbayerischen Deggendorf 766 ein Waldstück erwarb: Das Kloster Metten.

In diesem Jahr feiert die dortige Benediktinerabtei ihr 1250-jähriges Gründungsjubiläum. Der Auftakt fällt auf den Todestag des seligen Gamelbert, auf den heutigen Sonntag.

Das Kloster ist weithin sichtbar durch seine Abtei-Kirche St. Michael mit ihren zwei gelb-weißen Zwiebeltürmen: Cosmas Damian Asam gab dem Hochaltar mit seinem Gemälde „Sturz des abtrünnigen Luzifer durch den Erzengel Michael“ eine besondere Attraktion.

Der aktuelle Ruf der Stätte gründet auf dem gleichnamigen Gymnasium samt einem Internat. Letzteres wird nach dem Schuljahr 2016/2017 mangels Nachfrage geschlossen. Rund 500 Schüler sollen hier fürs Leben lernen. Abt Wolfgang Hagl; Copyright: M. Koller

Die Tradition des Lehrens ist fast so lang wie die Geschichte seit der ersten Kultivierung des Landes: „Die Mönche unterrichteten die Söhne der Siedler in Lesen, Schreiben und Rechnen“, weiß Abt Wolfgang Maria Hagl (siehe Foto), der seit rund 26 Jahren das Kloster leitet, aus den Annalen zu berichten. Auf einem Rundgang durch die Klosteranlage nahe der Donau führt er ein Gespräch mit der Autorin.

 

Der Besuch beginnt im Klosterhof: Zum Zeitpunkt der Begegnung ist die Kirche wegen der Sanierung mit Blick auf die Feierlichkeiten noch nicht zugänglich: Die Fresken in der Vorhalle hätten erzählt, was auch ein Wandgemälde im Festsaal und hier in der Hofmitte eine Statue symbolisieren: Sie stellen Karl den Großen dar.

„Er ist der Legende nach der Gründer des Klosters“, erzählt der Abt, während das 12-Uhr-Läuten erschallt. Kaiser Karl sei in der Nähe auf der Jagd gewesen und habe sich im bayerischen Urwald verirrt. Schließlich traf er  –  so die Fortsetzung der Legende  –  auf einen Einsiedler, dessen Beil an einem Sonnenstrahl hing und ihm heraus half. Zum Dank stiftet er das Kloster.

Tatsächlich begann die Geschichte Mettens laut heutigem Forschungsstand mit der Stiftung des Grundbesitzes durch den Michaelsbucher Pfarrer Gamelbert von der anderen Seite der damals noch ungezähmten Donau.

Die Historiker gehen davon aus, dass Kaiser Karl später zur wirtschaftlichen Grundlage des Klosters beitrug, indem er dem Kloster Rodungs- und Siedlungsgebiet freigab. „Das hatte Bestand bis zum Jahr 1803“, berichtet der Abt mit Blick auf die Säkularisation kirchlicher Güter in Bayern in jener Zeit.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.vaticanista.info/2016/01/17/froemmigkeit-wissenschaft-und-festlichkeit/

Fotos: Michaela Koller


„Tag der offenen Tür“am 22. März im Gymnasium und Internat Ettal

Am Samstag, den 22. März 2014, öffnen die Benediktiner zwischen 10.30 und 18 Uhr die Pforten von Gymnasium und Internat Ettal für die Öffentlichkeit. kloster-ettal-internat

Die Direktoren Frater Gregor Beilhack OSB für das Internat und StD Hubert Hering für das Benediktinergymnasium begrüßen die Gäste. Schüler selbst werden Führungen durch die Gänge und Räumlichkeiten von Schule und Internat anbieten.

Dass Latein eine lebendige Sprache ist, wird den Kindern in zwei Latein-Schnupperstunden um 10.30 und um 14 Uhr demonstriert. Eltern, Kinder und Gäste können sich von der Sportlichkeit in der Ettaler Spezialdisziplin Handball um 13 und um 16 Uhr überzeugen. RTEmagicC_RTEmagicC_kloster-ettal-internat2_jpg

Am Nachmittag gibt es Bastel- und Kletterangebote für Kinder, während die Eltern sich bei Kaffee und Kuchen über Schule, Internat und Tagesheim  –  die Ettaler Alternative zur Ganztagsschule  –  informieren können und mit anderen Eltern, Schülern, Lehrern, Internatserziehern und Direktoren ins Gespräch kommen.

Treffpunkt ist die „Mantelhalle“ des Internats direkt neben der Basilika.

Um 16 Uhr bieten Schülerinnen und Schüler dann sogar etwas Live-Musik zum Kaffee und zum  Abschluss des Tages ist eine Führung speziell mit dem Direktor Hering in der Schule um 16 Uhr und um 17 Uhr mit Frater Benno Rehländer OSB, der einen kleinen Einblick ins Klosterleben und in traditionelle Klosterräume wie den Chor- und Kapitelsaal gibt.

Kontakt für weitere Auskünfte: Pater Thaddäus Schreiber OSB: 015152623633 / Mail: pater.thaddaeus@internat-ettal.de

Internat der Benediktinerabtei Ettal
Kaiser-Ludwig Platz 1 in 82488 Ettal
Tel   08822-74-6635  / Fax  08822-74-6607
 

 


Stuttgart: Multikultifeier als Ersatz fürs Weihnachtsfest wurde abgesagt

Das Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Gymnasium hat ein geplantes Multikultifest in einer Kirche abgesagt. Die Schulleitung begründete die Entscheidung mit einer Vielzahl von Protest-Mails. Akelei-DSC_0789-3-2

Anstatt einer christlichen Weihnachtsfeier wollte das Gymnasium zuvor eine multikulturelle „Feier der Werte“ in dem Gotteshaus abhalten. Damit sollte Rücksicht auf die nichtchristlichen Schüler genommen werden.

Aus Sicherheitsgründen soll die Feier nun im Schulgebäude stattfinden. Die Protest-Nachrichten seien von der Schule „als eine Art Drohkulisse verstanden“ worden, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums in Stuttgart dem SWR. Die Entscheidung sei deswegen „nicht zu kritisieren“.

Organisiert wird die Veranstaltung von Vertretern der ökumenischen Fachschaft Religion und Ethik. Am Gymnasium „lernen Menschen aus über 20 verschiedenen Nationen“, heißt es auf der Internetseite der Schule. 

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


CDU rückt auch bildungspolitisch nach links

Abschied vom dreigliedrigen Schulsystem

Die CDU will ihre Schulpolitik grundsätzlich neu ausrichten. Das von der Bundespartei bisher vertretene System aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium soll zukünftig durch ein zweigliedriges Modell ersetzt werden, wie aus dem Entwurf eines Bildungskonzepts hervorgeht, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Foto: Bistum Regensburg

Foto: Bistum Regensburg

Demnach soll es neben dem Gymnasium künftig nur noch eine „Oberschule“ geben, die Haupt- und Realschule in sich vereint.

In dem Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag in Leipzig schreibt der Vorstand: “Derzeit haben wir zu viele Schulformen, die Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen verwirren, deshalb treten wir für eine Reduzierung der Schulformen und die Einführung des Zwei-Wege-Modells in allen Ländern ein: Gymnasium und Oberschule.“

Das 30-seitige Papier wurde am Dienstag an die Vorstandsmitglieder verschickt und soll bei einer Sitzung am Montag mit Parteichefin Angela Merkel beschlossen werden. Die neue Oberschule solle neben dem Gymnasium einen weiteren und gleichwertigen Weg, entweder in die berufliche Bildung oder zur allgemeinen Hochschulreife eröffnen.

Außerdem soll künftig die Deutsch-Förderung für Kinder vor der Einschulung verpflichtend werden. Schicken Eltern ihre Kinder nicht dorthin, obwohl sie es sollten, müssen sie künftig mit einem Bußgeld rechnen. Niedersachsen hatte 2002 als erstes Bundesland einen Sprachtest für Kinder vor der Einschulung eingeführt – seitdem gibt es für diejenigen, die Förderbedarf haben, im Jahr vor der Einschulung Deutschunterricht.

Quelle: Kultur und Medien online


Rote Schulreformen in Berlin führen zur „pädagogischen Katastrophe“

Wie der Berliner „Tagesspiegel“ vom 8.2.2012 berichtet, bahnt sich in Berlin nach den roten Schulreformen eine  – so wörtlich   –  „pädagogische Katastrophe“ an, wie betroffene Rektoren berichten.

Die Tageszeitung  aus der Hauptstadt schreibt eingangs hierzu: „Bei rund 1000 Siebtklässlern ist schon jetzt absehbar, dass sie das Gymnasium nicht schaffen werden. Und trotzdem müssen sie dort erst mal bleiben.“

Stellt sich freilich die Frage, warum derart viele Kinder aufgenommen wurden, obwohl sie (offen)sichtlich überfordert sind. Auch das hat seine weniger guten Gründe, wie der „Tagesspiegel“ berichtet:

„Dass die Schulen so viele ungeeignete Kinder aufnehmen müssen, ist dem Schulgesetz geschuldet: Solange ein Gymnasium freie Plätze hat, darf es keine Kinder abweisen. Zudem kommen auch über das Losverfahren viele ungeeignete Kinder in die Gymnasien. Die Schulleiter können nur versuchen, die Eltern über Beratungsgespräche davon zu überzeugen, es lieber an einer Sekundarschule zu versuchen. Viele Eltern seien aber „beratungsresistent“, berichten die Direktoren. Sie machten nicht einmal von der Möglichkeit Gebrauch, über das Bildungspaket Nachhilfestunden zu finanzieren.“

Der Hintergrund: Die SPD wollte wieder eine ihrer Lieblingsideen durchsetzen,  möglichst viele Kinder ins Gymnasium zu hieven, ob sie es dann „packen“ oder nicht.

Vom „Losverfahren“ bis zur einjährigen „Probezeit“ ist den roten Reformern allerlei eingefallen, womit sich die Schulen jetzt abplagen dürfen. Der „Tagesspiegel“ schreibt hierzu:

„Der ehemalige Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) hatte das Losverfahren eingeführt und auch die Verlängerung der Probezeit von einem halben auf ein volles Jahr, um möglichst vielen Kindern den Weg zum Gymnasium zu ebnen.“

Da hilft nur eines, nämlich das altbewährte Prinzip: Qualität vor Quantität!