Türkei: Freiheit für Frau Gülser Yildirim!

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat den türkischen Präsidenten Erdogan aufgefordert, die kurdische Politikerin Gülser Yildirim zu amnestieren.

In der Türkei sind wegen der Coronavirus-Pandemie tausende von Gefangenen aus Haftanstalten entlassen worden. Zu den Freigelassenen zählen aber nicht die politischen Gefangenen, wie Gülser Yildirim.

Die Abgeordnete der HDP Mardin wurde zu 7 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie angeblich Mitglied einer Terrororganisation sei. Gülser Yildirim gehörte zu insgesamt zwölf Abgeordneten, die am 4. November 2016 festgenommen wurden, darunter die beiden HDP-Ko-Vorsitzenden.

Nach dem Putschversuch im Jahr 2016 wurden in vielen von HDP geführten kommunalen Verwaltungen die gewählten Bürgermeister durch staatliche Zwangsverwalter ersetzt.

BILD: Anti-Erdogan-Demonstration in Berlin (Foto: Michael Leh)

Gülser Yildirim wurde 1963 in Nuseybin/ Mardin geboren und hat vier Kinder, ihr Ehemann arbeitet als Zahnarzt in Mardin.

In dem von IGFM-Vorstandsmitglied Vasilis Pavegos für den Arbeitsausschuss Türkei unterzeichneten Offenen Brief heißt es wörtlich:

„Die kurdisch-stämmige Politikerin der Demokratischen Volkspartei (HDP) ist durch Wahlen demokratisch legitimierte Abgeordnete in Mardin und wurde in den Jahren 2011 und 2015 wiederholt gewählt. Sie hat keinerlei kriminelle Handlung begangen und lediglich von ihrem Menschenrecht der freien Meinungsäußerung Gebrauch gemacht. Stehen Sie der Zusammenführung von Gülser Yildirim mit ihrer Familie nicht länger im Weg!“

[zum offenen Brief an Recep Tayyip Erdogan]