Israel: Fünf deutsche Partnerstädte in Haifa

Gleich fünf deutsche Partnerstädte hat die israelische Hafenstadt Haifa  –  und deren Oberbürgermeister waren vom 18. bis zum 21. Juni zu Gast in der Küstenstadt. 

Die Gäste aus Mainz, Düsseldorf, Mannheim, Bremen und Erfurt erwarteten drei spannende Tage: Gespräche mit Bürgermeister Yona Yahav und Vertretern der Industrie- und Handelskammer standen ebenso auf dem Programm wie Besuche in einem Kindergarten und einem Kinderkrankenhaus, Treffen im Technion und vieles mehr.

Auch der deutsche Botschafter in Israel, Dr. Clemens von Goetze, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste aus Deutschland willkommen zu heißen.

Die Stadt Haifa hat einen zehnminütigen Film zu den Beziehungen mit ihren deutschen Partnerstädten produziert, der in hebräisch und deutsch zu sehen ist. Dabei wird die deutsch-israelische Freundschaft und Verbundenheit anhand des Beispiels Haifa gewürdigt.

Der Film ist flott aufgemacht, zwei deutsche Grundschulmädchen hüpfen gleichsam fröhlich durch die Sendung.

Quellen: Israelitische Botschaft in Deutschland und Deutsche Botschaft in Israel, Felizitas Küble


Israel Kristal, ältester Mensch der Welt und Holocaust-Überlebender verstorben

Der Auschwitz-Überlebende Israel Kristal, der als ältester Mensch der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde eingegangen war, ist verstorben. Kristal, der im kommenden Monat seinen 114. Geburtstag gefeiert hätte, sei am Mittwoch im israelischen Haifa verstorben, teilte seine Familie mit.

Er sei ein „wunderbarer Vater“ gewesen, so eine seiner Töchter nach seinem Tod: „Trotz allem, was er durchgemacht hat, und er hat ja seine gesamte Familie in der Shoah verloren, war er sehr optimistisch. In jeder Sache hat er immer nur das Positive gesehen.“

Kristal wurde 2014 als ältester noch lebender Holocaust-Überlebender anerkennt und war vor etwas anderthalb Jahren als ältester lebender Mensch ins Guinness-Buch aufgenommen worden.

Die Lebensgeschichte Kristals erstreckt sich über das gesamte 20. Jahrhundert. Er wurde am 15. September 1903 im polnischen Zarnow geboren. Zwischen den beiden Weltkriegen eröffnete in Lodz eine Süßigkeitenfabrik und heiratete. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte das Ehepaar bereits zwei Kinder, die beide verstarben, während die Familie im Ghetto Lodz lebte.

Das Zuckerbäckerhandwerk habe ihren Vater lange vor der Deportation ins Lager bewahrt, so erzählte seine Tochter in einem Interview mit „ynet“. Die Deutschen hätten für Geburtstage und Hochzeiten stets Süßigkeiten benötigt und deshalb nicht auf deren Produzenten verzichten wollen.

Kristal und seine Frau blieben bis zum Mai 1944 im Ghetto und wurden erst mit einem der letzten Transporte nach Auschwitz deportiert. Bei seiner Befreiung wog Israel Kristal 37 kg, seine Frau hatte die Zeit im Lager nicht überlebt.

Nach Kriegsende kehrte Kristal zunächst nach Lodz zurück und gründete seine Süßigkeitenfabrik neu. Er lernte seine zukünftige zweite Ehefrau kennen, die ebenfalls ihre Familie in der Shoah verloren hatte. 1950 wanderte das Paar nach Israel aus und gründeten in Haifa ebenfalls eine Fabrik für Süßigkeiten.

Das Ehepaar Kristal bekam drei gemeinsame Kinder, von denen allerdings eines noch im Säuglingsalter verstarb. Israel Kristal hinterlässt neben einer Tochter und einem Sohn zahlreiche Enkel und Urenkel.

Quelle: Israelische Botschaft / Ynet


Christliche deutsche Handwerker helfen nach den Bränden ehrenamtlich in Israel

Derzeit findet eine Israelreise der besonderen Art statt: Zahlreiche Handwerker aus Sachsen haben sich unmittelbar nach den Bränden in Israel im vergangenen November zusammengefunden und ihre Hilfe bei der Wiederherstellung der zerstörten Gebäude und Wohnungen angeboten. BRD + Israel

Zwar gibt es seit 2004 das Projekt „Hände zum Leben“, ein Handwerkerdienst der christlichen „Sächsischen Israelfreunde e.V.“, bei dem sich Handwerker freiwillig vor allem für die Renovierung der Wohnungen von Holocaust-Überlebenden zusammenfinden, doch die Brände haben dazu geführt, dass diese Reise außer der üblichen Reihe zustande kam.

Die Stadt Haifa wirkte bei der Koordination der Einsatzstellen mit und bot den Handwerkern an, an mehreren Stellen zu helfen. Zum einem im jüdisch-arabischen Kultur- und Begegnungszentrum Beit HaGefen, zum anderen in zwei Häusern des Trägers Schikmona mit Appartements für ältere Bürger.

Die Gruppe von 18 Personen setzt sich aus Handwerksmeistern verschiedener Gewerbe sowie Helfern aus anderen Berufen zusammen. Alle bezahlten diesen Einsatz selbst und setzen dafür einen Teil ihres Jahresurlaubes ein, um damit Solidarität zum Volk in Israel zu zeigen.

Webpräsenz der Sächsischen Israelfreunde: http://www.zum-leben.de/

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Verheerende Feuer-Intifada in Israel – wo bleibt die Hilfe aus Deutschland?

In Israel haben in den vergangen drei Tagen an verschiedenen Orten große Brände gewütet  –  vor allem im Norden und Zentrum des Landes.
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Mehr als 75.000 Menschen wurden aus Haifa evakuiert. Große Gebiete der Stadt sind ohne Strom. Als Ursache für die Brände wird teilweise von Brandstiftung ausgegangen. Mehrere Personen wurden in diesem Zusammenhang festgenommen.
 
Hilfe erhielten die israelischen Behörden aus Griechenland, Kroatien, Zypern, der Türkei, Russland, den Palästinensischen Autonomiegebieten, Bulgarien und Rumänien. Sie haben zur Bekämpfung der Feuer. Löschflugzeuge, Löschfahrzeuge und Feuerwehrleute entsandt.
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Quelle (Text/Foto): Israelische Botschaft in Berlin
Hier Infos über die TERROR-Hintergründe der Brände: http://journalistenwatch.com/cms/eine-neue-stufe-des-arabischen-terrors-gegen-israel/

Israelische Studie: Starke Handy-Nutzung von Männern senkt deren Fruchtbarkeit

Forscher der Technion-Universität in Haifa haben herausgefunden, dass eine Verbindung zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und einem Rückgang der Spermienanzahl besteht. Sie empfehlen, Telefonanrufe zu kürzen. A.L.Content_Was_wir_wollen

Das Ergebnis der Studie hat ergeben, dass bei Männern, die von ihrem Telefon weniger als einen halben Meter entfernt sind, die Spermienanzahl sinke, was zu Unfruchtbarkeit führen könne.  Telefonieren von mehr als einer Stunde am Tag werde dieses Risiko verdoppelt.

Dieser Nachweis bestätigt einen lang gefürchteten Zusammenhang zwischen der Abnahme der Fruchtbarkeit bei Männern und dem Verwenden von Handys.

Das Forscherteam empfiehlt nun, dass Männer die Dauer ihrer Telefonate verkürzen und es vermeiden sollten, neben ihrem Handy zu schlafen oder es in der Hosentasche zu tragen.

Die Qualität des Spermas verschlechtert sich unter Männern aus den westlichen Ländern fortwährend und gilt als kritisch bei 40 Prozent der Paare, die Schwierigkeiten bei der Zeugung eines Kindes haben.

Quelle: Times of Israel


Pilger-Infos: Weihnachten in Israel

Presse-Information der israelischen Botschaft in Berlin:

Weihnachten in Israel zu feiern, ist eine besonders festliche und spirituelle Erfahrung für viele Pilger. Ob Nazareth, Jerusalem oder Haifa – viele Städte in Israel bieten in der Weihnachtszeit ein spezielles Programm für Pilger und Touristen an.

Nazareth:
Vom 13. bis 20. Dezember wird die Stadtverwaltung von Nazareth einen Weihnachtsmarkt ausrichten. Besucher finden dort neben einem großen Essensangebot auch Kunsthandwerk und Kunstgegenstände. Am 19. Dezember werden das Galiläa-Orchester, der Chor des Oberen Galiläas und die Sängerin Keren Hadar ein festliches Chanukka- und Weihnachtskonzert geben. Es dirigiert Yishai Shtekler.

BILD: Öffentlicher Christbaum in Israel

Am 24. Dezember findet eine traditionelle Parade mit tausenden Jugendlichen aus Jugendbewegungen und den Vorsitzenden der christlichen Gemeinden in der Hauptstraße von Nazareth statt. Sie wird an der Verkündigungsbasilika mit einem festlichen Feuerwerk enden. Die Weihnachtsmesse wird um 19 Uhr in der Verkündigungsbasilika gefeiert. Am 1. Weihnachtstag werden alle katholischen Kirchen die Messe feiern.

Jerusalem:
In Jerusalem gibt es zahlreiche weihnachtliche Veranstaltungen. Das YMCA lädt am 18. und 19. Dezember zu einem Weihnachtsbasar ein, bei dem unter anderem weihnachtliche Waren und Handwerk angeboten werden. Seit 60 Jahren organisiert das YMCA außerdem in der Weihnachtszeit einen besonderen Tag für 600 Kinder in Jerusalem, deren Familien arm sind.

Das traditionelle Weihnachtslieder-Konzert im YMCA findet am 24. Dezember um 20 Uhr statt. In diesem Jahr treten unter anderem der internationale Jerusalemer YMCA-Jugendchor und Solisten der israelischen Oper auf.

Weihnachtsmessen werden in Kirchen in ganz Jerusalem angeboten, beispielsweise in der Grabeskirche, der Kirche Sankt Katharina und der Kirche Sankt Stephanus.

Tel Aviv – Jaffa:
Bis Januar wird am Hafen von Alt-Jaffa zum ersten Mal ein Weihnachtsmarkt präsentiert. Für Weihnachtsstimmung sorgen unter anderem ein spektakulärer Weihnachtsbaum und Schneekanonen. An den Ständen werden lokale Produkte wie etwa Olivenöl, Früchte, Gemüse und Delikatessen angeboten.

Haifa:
Haifa feiert ein einzigartiges und besonderes Ereignis, das Festival „Fest der Feste“. Das Event findet in diesem Jahr zum 22. Mal statt und symbolisiert das harmonische und friedliche Zusammenleben sowie den gegenseitigen Respekt aller sechs Religionsgemeinschaften, die in der Stadt vertreten sind. Das „Fest der Feste“ wird vom 8. bis zum 24. Dezember an den Wochenenden im Viertel Wadi Nisnas gefeiert.

Bethlehem (Palästinensische Autonomiegebiete):
An den Weihnachtsfeiertagen bietet das Tourismusministerium kostenlose Transportmöglichkeiten für Pilger, die zwischen Jerusalem und Bethlehem pendeln. Busse werden am 24. Dezember ab 15 Uhr vom Carta-Parkplatz beim Mamilla-Boulevard in Jerusalem zur Geburtskirche in Bethlehem fahren. Karten für die Weihnachtsmesse müssen online bestellt werden.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Foto: Israelisches Tourismus-Ministerium


Wanderausstellung „Israelis und Deutsche“ bis 5. Dezember in Passau

Nach dem Auftakt im Deutschen Bundestag hat die Ausstellung „Israelis & Deutsche“ der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ihre Tournee begonnen. Die Ausstellung anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland wurde zuletzt in Tel Aviv und in Beer Sheva gezeigt. deutschland-israel-flag-300x214

Bis zum 5. Dezember ist sie nun in Passau zu sehen. Nach Stationen in Haifa und Jerusalem wird sie ab Februar 2016 wieder in Deutschland gezeigt werden, u.a. in Kassel, Nürnberg und Dresden.

Begleitend zur Wanderausstellung gewährt nun ein neues Magazin Einblicke in fünf Jahrzehnte deutsch-israelischer Beziehungen. In Wort und Bild stehen dabei vor allem die Menschen hinter der großen Geschichtsschreibung, die persönlichen Kontakte und einzelnen Brückenbauer im Mittelpunkt.

Das Magazin stellt zentrale Fotografien aus der Ausstellung ausgewählten Zitaten gegenüber und eröffnet durch persönliche Essays von Shai Hoffmann, Katharina Höftmann, Alexandra Nocke, Fania Oz-Salzberger und Assaf Uni neue Perspektiven auf die deutsch-israelischen Beziehungen.

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