Wir nahmen Abschied von Pater Lothar Groppe

Von Felizitas Küble

Am Donnerstag (28. November) fand in Berlin-Reinickendorf auf dem Domfriedhof St. Hedwig die Beisetzung des Jesuitenpaters Lothar Groppe statt, mit dem unser Christoferuswerk seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden gewesen ist.

Um 11 Uhr begann das Requiem (Totenmesse, Seelenamt) in der Friedhofskapelle, an dem ich gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Helfer teilnahm.

Der Ordensbruder bzw. Zelebrant nannte einige besondere Stationen im Leben des mit 92 Jahren verstorbenen Priesters; er erwähnte auch, daß der Vater des Geistlichen  – Generalleutnant Theodor Groppe – ein großer Judenretter und Widerstandskämpfer während der NS-Diktatur war. 

Zudem informierte er uns darüber, daß der leibliche Bruder von Pater Groppe am selben Tag – und zwar nur zwei Stunden später  – verstorben ist. Er hieß Herbert Groppe und war sogar zwei Jahre älter (also 94 J.).

Danach sprach ein weiterer Jesuitenpater die Fürbitten und Totengebete beim aufgebahrten Sarg an den Stufen des Altares (siehe 1. Foto).

Daneben befand sich ein halbes Dutzend Rosen- und Blumengestecke, u. a. von der katholischen Jugendgemeinschaft „Halbkreis“ und von Groppes evangelischem Freund Dr. Bernd F. Pelz.

Auch wir verabschiedeten uns mit einer Blumenschale von unserem Weggefährten und Kameraden. Auf der Schleife heißt es: „Im Gebet und Gedenken verbunden: Christoferuswerk.“  – Das zweite Foto zeigt unser Gesteck neben dem Grab von Pater Groppe.

Bei der Beerdigung hielt Militärdekan Joachim Simon eine eindrucksvolle Ansprache über den verstorbenen Geistlichen, den er gut kannte und sehr wertschätzte. Der Monsignore erwähnte in seinem Nachruf, wie sich P. Groppe auch in der Bundeswehr entschieden für unseren demokratischen Rechtsstaat einsetzte und jeden Extremismus  – ob von rechts oder links – ablehnte. 

Die Jesuiten luden alle Trauergäste zum Mittagessen in ihr Peter-Faber-Haus nach Berlin-Kladow ein.

Das dritte Foto zeigt einen Teil dieser Seniorenresidenz, die in ruhiger Lage in einem parkähnlichen Gelände liegt. Hier hat Pater Groppe seine letzten Lebensjahre bis zu seinem Tod am vor-vorigen Sonntag (17.11.) verbracht.

Näheres zu seinem Leben und Wirken lesen Sie in unserem Nachruf: https://charismatismus.wordpress.com/2019/11/17/wir-trauern-um-pater-lothar-groppe-sj/

Das vierte Foto habe ich vor der Kapelle im Peter-Faber-Haus aufgenommen. Dort war ein kleiner Gedenk-Tisch mit einem Bild von P. Groppe aufgestellt.

Das letzte Foto zeigt die Innenseite der Eingangstür zum Zimmer des Geistlichen.

Pater Groppe hatte dort unser Plakat für Erzbischof Johannes Dyba aufgehängt – direkt daneben an seiner Flurtür sehen wir als weiteres Plakat – ebenfalls von uns herausgebracht – ein großes Poster über den seligen Kardinal von Galen.

Diese tapferen Kirchenmänner waren große und prägende Vorbilder für unseren ebenfalls glaubensstarken Pater Lothar Groppe SJ.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


3.Teil: Bilder über Pater Lothar Groppe SJ

Von Felizitas Küble

Hier folgt der dritte Teil unserer FOTO-Serie über das Leben und Wirken des kürzlich verstorbenen Jesuitenpaters Lothar Groppe, mit dem wir jahrzehntelang freundschaftlich verbunden waren. (Hier der 2.Teil von gestern: https://charismatismus.wordpress.com/2019/11/20/2-teil-bilder-ueber-pater-lothar-groppe-sj/)

Der im Alter von 92 Jahren von Gott heimgerufene Priester war zugleich Autor in unserem CHRISTLICHEN FORUM.

Das erste Foto zeigt Pater Groppe mit Anba Damian, dem Bischof der koptischen Christen in Deutschland, aufgenommen in dessen Kloster in Höxter im August 2013.

Die koptische Kirche, die zu den altorientalischen Konfessionen zählt und vor allem in Ägypten verbreitet ist, wird unter islamischer Herrschaft seit jeher unterdrückt oder gar verfolgt.

Das zweite Foto stammt ebenfalls aus dem Jahre 2013, wurde aber bereits am 21. Juni in Elbingerode aufgenommen: Pater Groppe im Gespräch mit einem jungen koptischen Arzt aus Ägypten.  

Wir danken dem Ehepaar Burkhard und Mechthild Truthmann herzlich für die freundliche Überlassung aller Fotos in diesem dritten Teil; einige der Bilder stammen von ihrem älteren Sohn Robert.

Das dritte Foto zeigt Frau Truthmann mit Pater Groppe im norddeutschen Niendorf (Timmendorfer Strand), wobei die Aufnahme relativ neu ist – sie stammt vom 2. Mai 2017. 

In Niendorf war Pater Groppe zuvor noch im hohen Alter als Seelsorger in einem kirchlichen Mutter-Kind-Heim tätig.

Das vierte Foto wurde im Februar 2012 vom „Halbkreis“ aufgenommen, einer marianisch geprägten Jugendgruppe, die mehrmals zu Besinnungstagen bei Pater Groppe „einkehrte“. Zwei Söhne der Familie Truthmann gehören ebenfalls zu dieser katholischen Initiative.

Pater Groppe hatte schon immer viel Kontakt mit der Jugend – in jüngeren Jahren als Lehrer, dann als Studentenseelsorger in Krems (Österreich) sowie durch seine vielen Seminare und Vorträge.

Das letzte Bild zeigt unseren Pater vor dem  Computer in seinem Bürozimmer in Berlin-Kladow.

Es ist das jüngste Foto dieser Serie, aufgenommen von Frau Truthmann am 23. März 2019.

Die Familie Truthmann hat P. Groppe seit Jahren regelmäßig besucht und eifrig seine Bücher verbreitet.

Der 4. Teil unserer Bilderserie folgt demnächst.