Publizist Hannes Stein plädiert in der „WELT“ für das Lebensrecht ungeborener Kinder

Der liberal-konservative Journalist und Publizist Hannes Stein ist u.a. als US-Korrespondent der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ und als Autor der Tageszeitung „Die Welt“ tätig. Er hat einige Sachbücher veröffentlicht, darunter „Moses und die Offenbarung der Demokratie“.

Kürzlich hat er sich mit einem Essay in der „Welt“ deutlich gegen Abtreibungsfreiheit positioniert. Martina Blatt berichtet hierzu im evangelikalen PRO-Medienmagazin u.a. folgendes:

Der Journalist Hannes Stein spricht sich gegen Abtreibung aus; er schreibt dazu: „Vom Moment der Zeugung an, also wenn es dem Spermium gelungen ist, die Eizelle zu befruchten, ist der komplette Chromosomensatz vorhanden, um ein menschliches Wesen entstehen zu lassen.“

Mit seiner Überschrift „Recht hat sie“ nimmt Stein Bezug auf die Katholische Kirche, mit deren Lehre der Journalist wenig übereinstimmt. Geht es aber um Abtreibung, stellt er sich auf die Seite dieser Institution.

„Die Wissenschaft hat festgestellt, dass es sich beim Fötus nicht um ein Ding, nicht um eine krebsförmige Wucherung, nicht um eine bewusstlose Anhäufung von Zellen, sondern um ein Kind handelt, das noch keine Luft atmet“, schreibt er weiter. „Menschen sind Menschen“ und hätten Rechte, erklärt der deutsch-amerikanische Blogger: „Diese Rechte genießen sie unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Alter oder Grad der Behinderung.“

Der Verfasser schließt seinen Essay mit den Wort: „Eines Tages werden auch die Feministinnen entdecken, dass Frauen selbstverständlich das Recht auf ihren Anteil am Kuchen haben […]. Aber sie haben nicht das Recht zu töten.“

 


Jüdischer Journalist Hannes Stein: Arabische Christen müssen auch geschützt werden!

Nicht nur die Geburtskirche, auch die Christen in Bethlehem sollten unter den Schutz der UNESCO gestellt werden. Diese Meinung äußert der deutsch-jüdische Journalist und Buchautor Hannes Stein angesichts der Christenverfolgung in der arabischen Welt in der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine.

Die UNESCO, einer Unterorganisation der UNO, hatte die christliche Geburtskirche in Bethlehem unlängst in die Liste des Weltkultur-Erbes aufgenommen, um damit indirekt „Palästina“ als eigenständigen Staat anzuerkennen, wogegen die Israelis protestierten. Die Kontroverse um die Geburtskirche hat also politische Hintergründe.

Stein schreibt in seinem „Einspruch“:

„Bethlehems Christen sind nur ein kleiner Teil jener Tragödie, die sich dieser Tage vor unseren Augen im Nahen Osten abspielt: Von Kairo bis Bagdad werden die arabischen Christen weggeekelt, verjagt, oft genug auch totgeschlagen. Vor diesem Hintergrund muss man die Entscheidung der Kulturorganisation der Vereinten Nationen, der UNESCO, betrachten, die Geburtskirche in Bethlehem offiziell als Teil des Weltkulturerbes anzuerkennen  –  und zwar für einen Noch-Nicht-Staat namens Palästina.“

Der Journalist merkt an, daß die meisten arabischen Christen die Geburtsstadt Jesu verlassen hätten, nachdem ihre Familien jahrhundertelang dort gelebt hätten. Die Palästinensische Autonomiebehörde laste dies der israelischen Besatzung an. „Das ist natürlich Quatsch“, meint Stein. „De facto und de jure wird Bethlehem längst nicht mehr von den Israelis kontrolliert. Die Christen laufen vor ihren muslimischen Nachbarn davon.“

Im Hinblick auf die aktuelle Zerstörung muslimischer Gräber durch Islamisten in Mali äußert er allerdings Zweifel daran, daß die UNESCO die Geburtskirche oder die dort betenden Christen im Ernstfall schützen kann.

Quelle: http://www.israelnetz.com/