Christi Gebet für seine Apostel: „Nimm sie nicht aus der Welt, sondern bewahre sie vor dem Bösen“

Aus der heutigen Evangelienlesung der kath. Kirche: Joh  17,11b-19:

Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. media-401265-2

Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.

Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.

Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nimmst, sondern daß du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.


Papst Franziskus: Mit der Demut Christi besiegen wir den Haß der Welt und den Haß des Widersachers

Bleiben wir stets sanft und demütig, um die Schmeicheleien und den Haß der Welt zu besiegen. Das ist die zentrale Botschaft der Morgenmesse des Papstes an diesem heutigen Samstag in der Casa Santa Marta, an der auch heute wieder Angehörige der Schweizer Garde teilnahmen, denen der Papst seine Dankbarkeit für ihren Dienst ausdrückte. 1_0_689068

In seiner Predigt ging Papst Franziskus auf den Kampf zwischen der Liebe Christi und dem Haß des ‚Fürsten dieser Welt’ ein. Der Weg der Christen sei der Weg Jesu  –  deshalb müsse man darauf gefaßt sein, so wie ER selbst auch von der Welt gehaßt zu werden, dürfe sich aber nicht vor Verfolgungen fürchten:

„Der Weg der Christen ist der Weg Jesu. Wenn wir Jünger Christi sein wollen, gibt es keinen anderen Weg: jenen, den ER vorgegeben hat. Und eine der Konsequenzen daraus ist der Haß der Welt, aber auch der Haß des „Fürsten dieser Welt“.

Die Welt würde das lieben, was weltlich ist. ,Ich habe euch aus der Welt erwählt´: es war ER, der uns von der Welt erlöst hat, der uns erwählt hat: reine Gnade!

Mit seinem Tod, mit seiner Auferstehung, hat ER uns von der Macht der Welt befreit, von der Gewalt des Teufels, von der Macht des Fürsten dieser Welt. Und der Ursprung des Hasses ist genau das: Wir sind gerettet.  –  Und dieser Fürst der Welt, der nicht will, dass wir gerettet sind, er hasst uns.“

Daraus resultiere letztlich die Verfolgung der Christen bis in die heutige Zeit. Es gebe viele christliche Gemeinschaften, die auf der Welt verfolgt werden, heute vielleicht mehr als in der Anfangszeit, so Papst Franziskus. Denn der ‚Geist der Welt’ hasse. Doch wir dürften uns nicht vom rechten Weg abbringen lassen, mahnt der Papst:

„Die einzige Verteidigung gegen diese Angriffe sei das Wort Gottes, um es stets präsent zu haben und den Schmeicheleien, den fortwährenden Angriffen, echte innere Stärke entgegenzusetzen.“

Papst Franziskus schloss seine Predigt mit einer Bitte an die Gottesmutter, auf dass „sie uns helfe, demütig und sanft auf dem Weg Christi zu werden“.

Text und Foto aus dem Internetauftritt von Radio Vatikan:  http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/04/papst_franziskus:_habt_keine_angst_vor_dem_hass_der_welt/ted-689068


„Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen“

Aus der heutigen Evangeliumslesung der kath. Kirche:  Joh 15,18-21:

Wenn die Welt euch haßt, dann wisst,                                                media-401265-2
daß sie mich schon vor euch gehaßt hat.
Wenn ihr von der Welt stammen würdet,
würde die Welt euch als das Ihrige lieben.
Aber weil ihr nicht von der Welt stammt,
sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe,
darum haßt euch die Welt.
 
Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe:
Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr.
Haben sie mich verfolgt,
werden sie auch euch verfolgen;
wenn sie sich an mein Wort halten,
werden sie sich auch an eurer Wort halten.
 
Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun;
denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.