Polizeigewerkschaft widerspricht Vorwurf des „Racial Profiling“ und verteidigt Köln-Einsatz

Vorwürfe, die Kölner Polizei habe in der Silvesternacht sogenanntes ‚Racial Profiling‘ betrieben, weist die Deutsche Polizeigewerkschaft DPolG entschieden zurück.

KÖLN - Foto: Dr. Bernd F. PelzBundesvorsitzender Rainer Wendt sowie sein Stellvertreter Ernst G. Walter äußerten sich gegenüber der Huffington-Post und im Fernsehsender Phoenix.

Wendt: „Das hat mit Racial Profiling nichts zu tun, die Polizei stützt sich ausschließlich auf Erfahrungswerte, nicht allein auf die Hautfarbe. Es ist nun einmal Fakt, dass an den Taten in der Kölner Silvesternacht 2015/16 keine 60-jährigen deutschen Rentner beteiligt waren, sondern junge afrikanische Männer.“

Der Vorsitzende der DPolG-Bundespolizeigewerkschaft, Ernst G. Walter, verteidigte ebenfalls das Vorgehen der Polizei. Es habe sich bei den Überprüften überwiegend um Intensivtäter gehandelt, sagte Walter gegenüber dem Fernsehsehnder PHOENIX. Die Bundesländer müssten deshalb auch endlich ihre Abschiebepraxis ändern. Dass viele, die zahlreiche Straftaten begangen hätten, immer noch frei herumlaufen, dürfe nicht sein.

Phoenix-Interview mit Ernst G. Walter (02.01.2017)

Quelle: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-polizei-arbeitet-mit-erfahrungswerten/

Köln-Foto: Dr. Bernd F. Pelz

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USA: Jennifer Cramblett klagte erfolglos gegen eine afroamerikanische Samenspende

Lesben-Paar unzufrieden mit künstlicher Befruchtung 

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) meldet am heutigen Dienstag, den 8. September 2015, in ihrer Rubrik „Deutschland und die Welt“ auf Seite 7 folgendes:  Book

Jennifer Cramblett, die als weiße Amerikanerin versehentlich mit Spermien eines schwarzen Spenders künstlich befruchtet wurde, ist mit einer Schadenersatzklage gegen die Samenbank gescheitert. Ein Gericht im Bundesstaat Illinois entschied gegen die Vierzigjährige, weil sie versuchte, ihre Klage mit Regelungen zu unerwünschter Nachkommenschaft und der Verletzung der Gewährleistung zu begründen. Das Bezirksgericht DuPage entschied aber, der Vorwurf des „Wrongful birth“ gegen die Midwest Sperm Bank treffe nicht zu, weil Cramblett eine gesunde Tochter zur Welt gebracht habe.

Die Amerikanerin und ihre Lebensgefährtin Amanda Zinkon hatten sich vor der künstlichen Befruchtung im Jahr 2011 für einen blonden, blauäugigen Spender mit der Nummer 380 entschieden. Durch den Lesefehler einer Mitarbeiterin der Samenbank wurde Cramblett aber mit den Spermien eines afroamerikanischen Spenders mit der Nummer 330 befruchtet. Wegen der „Belastung“, ein Kind mit dunkler Hautfarbe in einem weißen Wohnvie rtel großzuziehen, forderte Cramblett 50 000 Dollar Schadenersatz. 

Unsere Autorin, die in den USA lebende Medizinerin und Publizistin Dr. Edith Breburda, hat über diesen Fall bereits in ihrer Neuerscheinung „Reproduktive Freiheit, free for what?“ (siehe Foto) auf S. 274 berichtet; in dem bioethischen Sachbuch heißt es dazu:BookCoverImage

„Passierte es nicht neulich, dass die 36-jährige Jennifer Cramblett, eine Frau aus Ohio, eine Samenbank in Downer’s Grove, dem Mittleren Westen der USA, verklagte, weil diese aus Versehen den Samen eines afrikanisch-amerikanischen Mannes mit ihrer Eizelle befruchtet hatte. Das lesbische Paar hatte sich einen Spender ausgesucht, der blonde Haare und blaue Augen hatte. Das Baby sollte doch eine gewisse Ähnlichkeit mit den gleichgeschlechtlichen Eltern haben.

Sie bestellten das Sperma vom Donor 380, bekamen jedoch die Samenzellen von dem Spender mit der Nummer 330. Und der Mann hatte keine weiße Hautfarbe so wie sie. Im September 2012 wurde die Tochter geboren. Das Paar ist besorgt, weil sie in einer weißen Kommune wohnen, wo die Leute gegenüber Andersfarbigen sehr intolerant sind. Das Paar zog um.“

Das faktenstarke, sachkundige Buch „Reproduktive Freiheit?“ zu grundsätzlichen und aktuellen bioethischen Themen kann für 22,30 Euro  p o r t o f r e i  bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de  – Tel. 0251-616768

Tansania geht gegen Magie, heidnische Praktiken und Albino-Diskriminierung vor

Im ostafrikanischen Tansania ist die Tätigkeit von „Medizinmännern“ künftig verboten. Die Regierung will damit vor allem Menschen ohne Hautfarbe (Albinismus) schützen, deren Körperteile zur Hexerei mißbraucht werden. 305fe9127f

Die heidnischen Medizinmänner mixen aus Blut und Gewebe einen Zaubertrank, der Glück und Reichtum verheiße. Geschäftsleute sollen angeblich Unsummen dafür bezahlen.

In Tansania leben mehr als 33.000 Menschen mit Albinismus. In den vergangenen drei Jahren sind mindestens 70 Personen rituellen Morden oder Verstümmelungen zum Opfer gefallen; nur etwa zehn Täter wurden wegen Mordes verurteilt. Das soll sich jetzt ändern.

Der tansanische Innenminister Mathias Chikawe kündigte eine Kampagne im ganzen Land an, um den heidnischen Medizinmännern das Handwerk zu legen und sie vor Gericht zu stellen. Die tansanische Albinismus-Gesellschaft begrüßte das Berufsverbot.

Auch die Kirchen verurteilen die rituellen Verstümmelungen von Menschen ohne Hautfarbe aufs schärfste. Allerdings sind sie skeptisch, ob das Verbot zum Erfolg führt, denn in der Bevölkerung gebe es eine große Nachfrage nach diesen heidnischen Praktiken.

Selbst führende Politiker nähmen die Dienste der „Medizinmänner“ in Anspruch, sagte Ruhestandspastor Leonard Mtaita, ein früherer Generalsekretär des ökumenischen Christenrates in Tansania. Nach seiner Ansicht ist noch viel Bildungs- und Aufklärungsarbeit nötig.

Von den 41 Millionen Einwohnern Tansanias sind 52 Prozent Christen, 32 Prozent Muslime und 14 Prozent Anhänger heidnischer afrikanischer Naturreligionen. Der Rest sind Hindus und Angehörige anderer religiöser Minderheiten.

Quelle: http://www.idea.de