Beleg für schriftgetreue Überlieferung des AT über Jahrtausende hinweg

Vor über 45 Jahren fand man sie in Israel   –  genauer gesagt: in der Wüste Negev  –  die En-Gedi-Schriftrolle. Archäologen hielten sie für ein verkohltes Stück Holz, doch sie ist ein bedeutendes historisches Dokument. polskaweb

Ein Jahr arbeiteten Forscher daran, das gut 1500 Jahre alte Papyrus virtuell zu entpacken und lesbar zu machen. Mit großem Erfolg. (…)

Den Text von En-Gedi hält der jüdische Bibelforscher Emanuel Tov von der Hebräischen Universität Jerusalem für ein Bindeglied, ein Beispiel der Kontinuität zwischen dem uralten biblischen Text und der spätmittelalterlichen Überlieferung:

„Das ist ein klares Zeichen der Kontinuität. Der Text dieser Schriftrolle aus dem sechsten Jahrhundert ist identisch mit demjenigen auf Schriftrollen, die bis zur Erfindung der Druckerpresse genutzt wurden. Das kann kein Zufall sein.

Die Rolle von En-Gedi ist ein Beweis dafür, dass die mittelalterlichen Texte tiefe Wurzeln haben. Nichts hat sich über 2000 Jahre geändert.“

Näheres dazu im Bericht des Deutschlandfunks: http://www.deutschlandfunk.de/die-en-gedi-schriftrolle-rettung-vor-der-klippe-des.676.de.html?dram:article_id=366570


Israel: Warnsignal-Socken für Diabetiker

Studenten der Hebräischen Universität in Jerusalem haben druckempfindliche Socken entwickelt, um Fußgeschwüren bei Diabetikern vorzubeugen. Die elektronischen Strümpfe sind mit einer Smartphone-App verknüpft und warnen den Patienten, bevor die Wunden entstehen. 

Es gibt mehr als 130 Millionen Menschen weltweit, die an diabetischer Neuropathie leiden. Dabei handelt es sich um eine Beschädigung der Nerven, was bei betroffenen Personen zu Fußgeschwüren führen kann. Allein in den USA entstehen aufgrund dieser Krankheit jährlich Kosten in Höhe von 10 Milliarden Dollar.

Die Wunden konnten bislang nur nach deren Entstehung diagnostiziert werden, worauf ein kostenintensiver Heilungsprozess folgte.

Ein Team des „BioDesign: Medical Innovation“- Programms der Jerusalemer Universität hat nun in Kooperation mit dem Hadassa-Medical-Center Socken entwickelt, die bei diesem Problem Abhilfe schaffen sollen:

Das maschinenwaschbare Produkt SenseGO enthält dutzende Mikro-Sensoren, die Druckveränderungen infolge von Fehlhaltungen, anatomischen Deformationen oder schlecht sitzenden Schuhen wahrnehmen. Diese Infos werden als elektronische Signale an die Smartphone-App weitergegeben, die wiederum den Patienten über mögliche Risiken in Kenntnis setzt.

Im Video erklären die Wissenschaftler ihre Idee: Link

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin