Wir haben eine Quelle, die niemals je versiegt

Wir haben einen Felsen, der unzerstörbar steht.
Wir haben eine Wahrheit, die niemals untergeht.
Wir haben geistige Waffen in jedem Kampf und Streit.
Wir haben eine Wolke von Gottes Herrlichkeit.

Wir haben eine Speise, der Welt hier unbekannt.
Wir haben einen Schatten im heißen Sonnenbrand.
Wir haben eine Quelle, die niemals je versiegt,
wir haben Kraft zum Tragen, die keiner Last erliegt.

Wir haben einen Tröster voll heiliger Geduld,
wir haben einen Helfer von liebevoller Huld.
Wir haben eine Freude, die niemand von uns nimmt,
wir haben eine Harfe, vom Heiland selbst gestimmt.

Wir haben eine Zuflucht in jedem Sturm und Not,
wir haben einen Reichtum, der nie zu schwinden droht.
Wir haben eine Gnade, die alle Morgen neu,
wir haben ein Erbarmen, das mächtig ist und treu.

Wir haben hier die Fülle, seitdem der Retter kam,
wir haben dort ein Erbe so reich und wundersam.
Wir haben Glück, das leuchtend und unbeschreiblich ist,
wir haben alles, alles in dir, HERR Jesus Christ.

Gottlob Lachenmann und Hedwig von Redern

GEDICHT über das christliche Sterben

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Das ist ein gläubig Sterben
zu seinem Gott zu gehn,                                Duccio
der dunkeln Erd‘ entfliehen
und zu der Heimat ziehen
in reine Sternenhöh’n!
 
Das ist ein gläubig Sterben,
ein Himmelsbürger sein,
beim Glanz der ew’gen Kronen
in seliger Ruhe wohnen,
befreit von Kampf und Pein.
 
Das ist ein gläubig Sterben,
der Gnadenstimme Ton
voll Majestät zu hören: 
„Komm, Kind, und schau mit Ehren
mein Antlitz auf dem Thron!“
 
Das ist ein gläubig Sterben,
dem Hirten nachzugehn.
ER führt sein Schaf zu Freuden,
ER wird dich ewig weiden,
wo Lebensbäume stehn.
 
Das ist ein gläubig Sterben,
mit Herrlichkeit gekrönt
zu Gottes Volk sich schwingen
und Jesu Sieg besingen,
der uns mit Gott versöhnt.
 
Nach Hedwig von Redern