Der HERR ist die Kraft meines Lebens

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 27 (26),1.4.13-14.

Der HERR ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?

Nur eines erbitte ich vom HERRN, danach verlangt mich:
In seinem Hause zu wohnen alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des HERRN zu schauen
und nachzusinnen in seinem Tempel.

Ich bin gewiss, zu schauen
die Güte des HERRN im Land der Lebenden.
Hoffe auf den HERRN und sei stark!
Hab festen Mut, und hoffe auf den HERRN!


Israelischer Autor und Judenchrist Pülz verteidigt Aussagen von Papst Franziskus

Von Klaus Moshe Pülz

Es handelt sich keineswegs um eine Abfälligkeit gegenüber dem Judentum, wenn Papst Franziskus äußerte, daß das Heilsverständnis im Judentum mit seinen 613 Verboten und Geboten obsolet bzw. durch den Neuen Bund überwunden sei.

Es ist tragisch, daß nach fast zweitausend Jahren der Zerstreuung unter den Nationen als Strafzumessung Gottes gegenüber dem Volke Israel aufgrund der Verwerfung seines Messias in Knechtsgestalt (Jesaja Kap. 53 „Ewed haSchem“) das Judentum noch immer nicht erkannt und anerkannt hat, daß der Messias in der Person Jesu (hebr.: Jeschua) den „Neuen Bund“ repräsentiert.

Er wurde bereits von Jeremia 31,31-34 als „Neuer Bund“ angekündet, da Israel den „Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich es aus Ägypten führte“, nicht gehalten hat. Daher wurde Israel und der Welt universal ein NEUER BUND geschenkt, der ein ERKENNTNISBUND sein werde.

Zwar nennen sich die ultraorthodoxen Juden „Datim“ vom hebräischen „la-da’at“ (wissen, erkennen), aber sie haben noch immer nicht erkannt, daß nur durch das Blut des geopferten Messias am Kreuz von Golgatha Versöhnung mit Gott und Rechtfertigung vor Gott erlangt werden kann.

Unabhängig von allem Versagen der institutionellen Kirche und getaufter Despoten bleibt Gottes universales Heilsangebot bestehen, indem all jene Seligkeit erhalten werden, die in dem Messias Jeschua den einzigen Weg und die einzige Wahrheit erkannt haben, in dem Menschen ewiges Heil erlangen können.

Dies verkündete der Heiland explizit in Joh. 14,6, wonach ER selbst dieser – einzige – Weg sei, der die einzige Wahrheit repräsentiert und damit auch die einzige Wahrheit und damit das ewige Leben konstituiert. Der Messias Jeschua betont unmißverständlich: „Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater kennen“ (Vers 7).

Da die Juden noch immer auf einen Messias warten, der sich auf Einzelvorschriften aus der Torah bezieht, wie Mesusot an den Türpfosten oder den Zizit am Talit (Gebetsschal), die in Wahrheit Gedankenstützen sind, daß der Ewige uns die Zehn Gebote verordnet hat, steht in der Gefahr, einen irdischen Herrscher als Messias anzunehmen, der nur im eigenen Namen aufstehen wird (Joh. 5,43).

Sollte es diesem auch noch möglich sein, den Dritten Tempel zu errichten, würde er nach jüdischem Verständnis die Voraussetzungen des Messias erfüllen (2.Thess. 2,1-4).

So ist es absurd und das Ergebnis des Unglaubens, wenn große Teile vor allem der sephardischen orthodoxen Juden den „Lubawitscher Rebben“ Schneerson als Messias verherrlichen, der weder in Bethlehem geboren wurde (Micha 5,1) noch jemals israelischen Boden betreten hat und 1992 in New York verstarb. Und den ich in einer Zeitungsveröffentlichung in Israel als Nicht-Messias verkündete.

Es ist und bleibt eine Tragik, daß das Neue Testament in jüdischen Augen als „Sündenrolle“ bezeichnet wird. Und während über zwei Milliarden Menschen auf  der Erde an den jüdischen Messias Jeschua glauben, verweigert noch immer das Judentum ihm in seiner Knechtsgestalt die Gefolgschaft.  

Unser Autor ist deutsch-israelischer Leiter des judenchristlichen „Institut für Israels universale Berufung“ (Machon le-cheker am olam) und Herausgeber der Zeitschrift „Bote Neues Israel“

Übersetzung des Beitrags in Englisch:

There is per se nothing derogatory in Pope Francis‘ comments as to Judaism, when he uttered, that the Jewish concept of salvation with its 613 commandments (or Mitzvot) were obsolete.

It is tragic, that even after nearly two thousand years of dispersion amongst all the nations of this world as divine sentence and judgment (according to the Torah) upon the people of Israel further their rejection of His Messiah in the figure of the Lord’s servant (Isaiah c. 53, „eved-hashem“), Judaism still has not recognized nor accepted that the Messiah Jesus (Yeshua) represents the „new covenant“ according to Jeremiah’s prophecy (c. 31:31-34), not be(ing) like the covenant I made with their fathers, when I took them by the hand to lead them out of the land of Egypt, a covenant which they broke„. Hence the necessity of a new – and universal covenant that the LORD grants us, which will be a covenant of insight and intimate cognition of the heart (Hebr. da’at). It is obvious that especially our ultraorthodox religious folks (Hebr. dati’im) do not grasp the LORD’s intentions, when they refuse to acknowledge that solely the blood of the Messianic sacrifice on the cross of Calvary could achieve „atonement“ and justification from the LORD once and for all.

Above and beyond all (criminal!) failure of the institutional Church(es) and baptized despots, His universal offering of salvation persists for each and every one who acknowledges and accepts this exclusive way and sole truth in the Jewish Messiah Yeshua, through whom man achieves eternal redemption. This was also the explicit preaching of the Messiah himself in John c. 14:6, whereby He exclusively is the way, the representative of divine truth and thus also the holder of eternal life. Hence he underscored unambiguously that „if you really know me, you will know my Father as well“ (verse 7).

But while Jews still await a Messiah, who will relate to the specific commandments from the Torah, e.g. to the mezuzah on the doorpost or the tzitzit attached to the four corners of the tallit, the prayer shawl, which in truth are mere „memory aids“ constantly reminding us of the fact that the Lord gave us His commandments, we are left in constant danger of receiving an earthly ruler as Messiah, who will come in his own name (John 5:43). And should he even be able to build and erect a third temple, he would fulfill the all the premises according to the Jewish (Rabbinic) concept of Messiahship (2 Thess. 2:1-4). Hence the absurdity and result of unbelief, when large swathes of (even Sephardic) Jewry glorified the „Lubavitcher Rebbe“ Schneerson as Messiah of sorts who was not even born in Bethlehem (acc. to Micah 5:1) nor ever set foot on Israeli soil and ultimately died in New York in 1994. It was me who at the time proclaimed in a publication in the Israeli press that he was a non-Messiah (and hence a false Messiah).

Thus, the tragedy persists, when the New Testament is still being denounced by Jews as „avon-gilyon“, i.e. as false or sinful revelation. And while already two billion people worldwide believe in the Jewish Messiah Jesus, Jewry continues to refuse allegiance to the Servant of the LORD.

Signed: Klaus Moshe Puelz, Chairman of the „Institute for Israel’s Universal Vocation“

Translation: Micha Owsinski

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Übersetzung (Hebräisch):

אין כהוא זה שום דבר פוגעני כלפי היהדות, כאשר האפיפיור פרנציסקוס התבטא, כי הבנת הגאולה ביהדות על תרי“ג המצוות והאיסורים אבד עליה הכלח. זו טרגדיה אמתית, שגם אחרי כמעט אלפיים שנות גלות בקרב כל אומות העולם שלפי התורה הקדושה אינן אלא גזירה משמיים וביטוי למשפט האלוהים על עמו ישראל בגין סירובו העיקש את משיח-ה‘ בדמותו כעבד-השם (ר‘ ישעיהו פרק נג‘), אין עוד הבנה מעמיקה יותר על תולדות עמנו וגורלנו בעת הזאת.

אין היהדות עדיין משכילה לתפוס ולהכיר בכך, כי בישוע המשיח עצמו מיוצגת ברית חדשה כפי שתוארה בידי ירמיהו הנביא (פרק נא‘ 31-34):

הִנֵּ֛ה יָמִ֥ים בָּאִ֖ים נְאֻם־יְהֹוָ֑ה וְכָרַתִּ֗י אֶת־בֵּ֧ית יִשְׂרָאֵ֛ל וְאֶת־בֵּ֥ית יְהוּדָ֖ה בְּרִ֥ית חֲדָשָֽׁה׃

לֹ֣א כַבְּרִ֗ית אֲשֶׁ֤ר כָּרַ֙תִּי֙ אֶת־אֲבוֹתָ֔ם בְּיוֹם֙ הֶחֱזִיקִ֣י בְיָדָ֔ם לְהוֹצִיאָ֖ם מֵאֶ֣רֶץ מִצְרָ֑יִם אֲשֶׁר־הֵ֜מָּה הֵפֵ֣רוּ אֶת־בְּרִיתִ֗י וְאָנֹכִ֛י בָּעַ֥לְתִּי בָ֖ם נְאֻם־יְהֹוָֽה׃

ומכאן גם ההכרח לברית חדשה לעם ישראל החובקת עתה זרועות עולם בבני אמונתו של אברהם אבינו:

כִּ֣י זֹ֣את הַבְּרִ֡ית אֲשֶׁ֣ר אֶכְרֹת֩ אֶת־בֵּ֨ית יִשְׂרָאֵ֜ל אַחֲרֵ֨י הַיָּמִ֤ים הָהֵם֙ נְאֻם־יְהֹוָ֔ה נָתַ֤תִּי אֶת־תּֽוֹרָתִי֙ בְּקִרְבָּ֔ם וְעַל־לִבָּ֖ם אֶכְתְּבֶ֑נָּה 

ורק אז ובעקבות ההכרה בו יוכל הקדוש ברוך הוא שוב לומר:

וְהָיִ֤יתִי לָהֶם֙ לֵֽאלֹהִ֔ים וְהֵ֖מָּה יִֽהְיוּ־לִ֥י לְעָֽם׃

ורק כך ניתן יהיה „לדעת אותו“ באמת. אלא שנציגי היהדות הרבנית המנכסים לעצמם את מונופול ייצוג „היהדות“ אינם הגיעו עדיין לכדי ההכרה, כי דווקא רק בדמו של הקורבן המשיחי הצלוב על גולגולתא ניתן למצוא פיוס מאת ה‘ וצידוק בפניו (תהילים פרק פא‘ 14-15(.

ומעל כל הפשעים והחטאים מעשי ידי הכנסיות והרודנים המוטבלים עומדת שרירה וקיימת הצעת הישועה של הקדוש-ברוך-הוא, בה כל אלה אשר מכירים בישוע המשיח כדרך והאמת היחידה, בה ניתן לאדם להגיע אל נחלת הגאולה בת קיימא. זאת גם האמת לה נתן המשיח עדות, כאשר בישר, כי הוא עצמו הדרך, פני-האמת ולכן גם מחזיק בחיי האמת (לפי יוחנן יד‘ 6). על כן אף הדגיש כי אִלּוּ הִכַּרְתֶּם אוֹתִי גַּם אֶת אָבִי הֱיִיתֶם מַכִּירִים (שם, פסוק 7).

מכיוון שהיהודים עדיין ממתינים למשיח שממנו מצופה שיתייחס לתרי“ג מצוות כגון המזוזות והציציות בטלית, שלמען האמת אינן אלא מהוות „תזכורות“ תמידיות למתן התורה על ידי הקדוש-ברוך-הוא, הם דווקא מצויים בסכנה תמידית ללכת שבי אחרי שליט ארצי, אשר יופיע „בשם עצמו“, ולקבלו כמשיח מושיע (לפי יוחנן ה‘ 43). ואם יעלה בידו אף לבנות את בית המקדש השלישי אזי גם יוכיח את „משיחיותו“ לשיטתה של היהדות הרבנית (האיגרת השנייה אל התסלוניקים ב‘ 1-4). הנה כי כן, האבסורד ותוצאת האמונה במשיחיות-שקר, כאשר מפארים את הרבי מלובביץ‘ שניאורסון כאילו היה המשיח, שכידוע לא נולד בבית-לחם (לפי מיכה הנביא פרק ה‘ 1), רגליו לא דרכו בארץ ישראל וסופו שנפטר בשנת 1994 בניו יורק בגולה. הייתי הראשון להכריז עליו במודעה בעיתונות הישראלית כמשיח-שקר ולא-משיח.

זוהי טרגדיה, אם כן, שכתבי הקודש של הברית החדשה עדיין נתפסים בגדר „אוון/עוון גיליון“ ביהדות וזאת אחרי שבכל העולם כבר מעל שני מיליארד בני אדם מאמינים בישוע המשיח היהודי. ואילו דווקא היהדות עדיין מתעקשת לסרב ללכת בעקבות „עבד-השם“ ולהשליך עליו את יהבה.

בברכה

המכון לחקר עם עולם

קלאוס משה פילץ, יו“ר ומחבר

תרגום: מיכה אובסינסקי


Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 85 (84),9.11-12.13-14.

Ich will hören, was Gott redet:
Frieden verkündet der HERR seinem Volk
und seinen Frommen,

den Menschen mit redlichem Herzen.

Es begegnen einander Huld und Treue;
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sprosst aus der Erde hervor;
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der HERR dann Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her,
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

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GOTT ist meine Stärke, mein Fels, mein Retter

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 18 (17),2-3.4.50.47.51

Ich will dich lieben, HERR, meine Stärke,
du mein Fels, meine Burg, mein Retter,
mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge,
mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.

Ich rufe: Der HERR sei gepriesen!,
und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
Darum will ich dir danken, HERR, vor den Völkern,
ich will deinem Namen singen und spielen.

Mein Fels sei gepriesen,
der Gott meines Heils hoch erhoben.
Seinem König verlieh ER große Hilfe,
Huld erwies ER seinem Gesalbten.

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GOTT lasse sein Angesicht über uns leuchten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 67 (66),2-3.5.7-8.

Gott sei uns gnädig und segne uns.
ER lasse über uns sein Angesicht leuchten,
damit auf Erden sein Weg erkannt wird
und unter allen Völkern sein Heil.

Die Nationen sollen sich freuen und jubeln.
Denn du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker nach Recht
und regierst die Nationen auf Erden.

Es segne uns Gott, unser Gott.
Alle Welt fürchte und ehre ihn.

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GOTT erbarmt sich über alle, die ihn fürchten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 103 (102),6-7.8-9.10-11.12-13.

Der HERR vollbringt Taten des Heiles,
Recht verschafft ER allen Bedrängten.
ER hat Moses seine Wege kundgetan,
den Kindern Israels seine Werke.

Der HERR ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
ER wird nicht immer zürnen,
nicht ewig im Groll verharren.

ER handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.
Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.

So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt ER die Schuld von uns.
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der HERR über alle, die ihn fürchten.

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HERR, dein Knecht bin ich, Sohn deiner Magd

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 116 (115),12-13.15-16ab.17-18.

Wie kann ich dem HERRN all das vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des Herrn.

Kostbar ist in den Augen des HERRN
das Sterben seiner Frommen.
Ach HERR, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des HERRN.
Ich will dem HERRN meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.

.


GOTT hat Moses seine Wege kundgetan

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 103 (102),1-2.3-4.6-7.

Lobe den HERRN, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den HERRN, meine Seele,
und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat:

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Der HERR vollbringt Taten des Heiles,
Recht verschafft ER allen Bedrängten.
ER hat Moses seine Wege kundgetan,
den Kindern Israels seine Werke.


Es begegnen einander Huld und Treue

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 85(84),9-10.11-12.13-14.

Ich will hören, was Gott redet:
Frieden verkündet der HERR seinem Volk
und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen.
Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten.
Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.

Es begegnen einander Huld und Treue;
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sprosst aus der Erde hervor;
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der HERR dann Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her,
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

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Jutta: So fand ich aus dem Irrweg der Esoterik

Ich habe mich bei meiner Mutter entschuldigt, dass ich sie einmal als Versuchskaninchen für eine Hausaufgabenübung in Reiki benutzt habe, nachdem ich in dieser esoterischen „Energiearbeit“ den zweiten Grad erlernt hatte.

Mir war damals überhaupt nicht klar, was ich ihr damit angetan habe. Sie hat mir auch rückgemeldet, dass das nicht so gut getan hat – und auch sie war Gott sei Dank beschirmt.

Übrigens sagte sie mir, als ich sie um Vergebung bat, dass ich da nicht sehr gut beieinander gewesen sei, als ich den Reiki-Kurs gemacht habe! Und ich selber fand mich so toll, weil ich glaubte, an meiner „Weiterentwicklung“ zu arbeiten.

Während ich das Buch „Lichtarbeit, der Weg ins Dunkel“ gelesen habe, wurde mir nochmal und vielleicht tatsächlich erst in vollem Ausmaß bewusst, wie gefährlich und falsch das alles ist.

Ich war auch eine Suchende, ich wollte mehr vom Leben als nur Arbeiten, Geldverdienen, in einer Partnerschaft sein, Anerkennung. Und ich hatte immer schon furchtbare Lebensangst und wollte sie loswerden.

Die Kirche hatte mir – wie mir schien – nicht viel zu geben und ich war mit 22 aus der katholischen Kirche ausgetreten, danach erst einmal beim Kartenlegen gelandet, bei einer von einer Freundin empfohlenen Wahrsagerin und bei einem Astrologen. Das Perfide war, dass so vieles tatsächlich „gestimmt“ und mein Problem scheinbar auf den Punkt gebracht hat.

Und doch war es nicht die Lösung. Aber es ging weiter.

Esoterische Bücher über Engel, Kurs in Wundern, Ramtha (höchste Alarmstufe!), Alexa Kriele (ebenfalls), weiterhin Kartenlegen, Astrologie, Bruno Gröning, Transzendentale Meditation (TM), sodann Reinkarnationslehre, zwei „misslungene“ Rückführungen, Lichtzeitschriften, Reiki, Tai Chi, Bachblüten, Aura Soma, das Gedankengut über eine Geheimlehre (Gnosis) im Christentum, Jesus und Maria Magdalena, Feminismus, Göttinnenglauben, Überbewertung des Weiblichen, Matriarchat, Katharer, Feen, Elfen, Anderswelt, Mystizismus, Buddhismus, Meditation – so ziemlich das ganze Programm.

Auch da habe ich wiederum aber immer nur reingeschnuppert, es nie vertieft und nie weitergegeben bis auf die eine Ausnahme – siehe oben.

Ich hatte nie viel Geld und das war mein Glück, und ich hätte mir auch bei niemandem Geld leihen können – natürlich war ich damals unglücklich darüber, denn wie heisst es doch so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg… und ich dachte: ich will doch, wieso kann ich den Weg nicht finden bzw. mir den Weg nicht leisten?

Und ganz besonders das Abscheulichste: man ist immer selber schuld, wenn etwas nicht funktioniert: „Karma, schlechte Ausstrahlung, dann will man eben nicht richtig, „Spiegeltheorie“ – aber trotzdem auch nicht zu vergessen, meine eigene Hybris, mein Stolz, meine Sucht danach, etwas Besonderes sein zu wollen, besser, spiritueller, nicht so dem Alltäglichen, Oberflächlichen verhaftet….

Mit der Zeit wurde ich trotzdem misstrauischer.

Als dann eine gute Bekannte auf den Trip mit Drunvalo Melchizedek und der Blume des Lebens kam, was scheinbar so „wissenschaftlich“ aufgebaut ist, da gab es bei mir die erste Abgrenzung.

Nachdem ich den Anfang gelesen hatte (meine Bekannte meinte es gut mit mir, sie wollte, dass ich auch „gerettet“ werde!) und nach einer Rückenbehandlung bei einer Heilpraktikerin, die einen unglaublichen Stuss über den bevorstehenden Aufstieg von sich gegeben hatte, dachte ich, bzw. „schrie“ es in mir: nein, das ist alles nicht wahr.

Und diese ganze Beschäftigung damit hat mir nicht geholfen, ich war nur noch verwirrter. Auch „normale“ Therapien waren nicht die Lösung, obwohl ich denen wenigstens so manche Selbsterkenntnis über Zusammenhänge zu verdanken habe.

Geholfen hat mir aber damals in meiner niedergeschlagenen Phase eine Erfahrung – als ich wirklich am Ende war und Schluss machen wollte, die ich heute als Hilfe von Gott verstehe.

Es floss mir eine unendlich liebevolle, helle Kraft zu, weiterzumachen und in meinem Leben durchzuhalten. Einfach so, als Geschenk – und danach ging es weiter, ganz ganz langsam.

Bis ich dann ein paar Jahre später meinen Neuanfang als Christ erleben durfte. Komischerweise hat Jesus in meinem Leben, wie verzerrt auch immer, immer eine Rolle gespielt- und es wurde mir klar: Heil, Heilung und Heiligung kann nur von Gott kommen durch den Glauben an Jesus Christus. Nur Gott kann mir geben, was ich brauche. Und da muss ich es auch suchen – bei IHM.

ER hat mich von Anfang an beschützt, und so bin ich nie ganz schlimm in den Sumpf abgerutscht, obwohl ich heute erahne, dass einige Erfahrungen, die ich noch durchmachen musste, damit im Zusammenhang standen. Ich weiß nicht, womit ich den Schutz von oben verdient habe, aber ich bin unendlich dankbar dafür. Es gäbe mich heute sonst nicht mehr.

Meine Lebensangst hat sich beruhigt, ist aber noch nicht ganz weg. Nur weiß ich heute, an wen ich mich wenden kann und dass Jesus Christus mit mir geht. Dass es nicht darum geht, etwas „wegzumachen“, sondern mich vom lebendigen Gott verwandeln zu lassen. ER kennt mich ganz genau.

Ich wünsche allen, dass sie das auch erkennen mögen und Hilfe und Gnade in Anspruch nehmen, dass sie sich beschenken lassen von Christus.

Hinweis: Die Autorin Jutta S. ist Leserin des Christlichen Forum und unserer Redaktion mit Namen und voller Anschrift bekannt.

Gemälde (1,2,3): Evita Gründler