Kardinal Müller erinnert an die heilige Agnes

„Es ist besser, für Christus zu sterben, als den Glauben zu verraten“, sagt Kardinal Gerhard Müller. Sein Blick richtet sich auf eine Darstellung der heiligen Agnes, einer Blutzeugin aus dem 3. Jahrhundert. Am Ort ihres Martyriums hat man ein Gotteshaus zu ihrem Gedenken errichtet; sie ist Kardinal Müllers Titelkirche in Rom.

Die barocke Kirche Sant’Agnese in Agone liegt im Herzen der Stadt, direkt an der Piazza Navona. Für Kardinal Müller ist besonders wichtig, dass sie einer Märtyrerin geweiht ist: „Das Blut der Märtyrer ist der Hinweis auf Christus, auf das ewige Leben, das uns hoffentlich im guten Sinn, nämlich im Himmel bevorsteht.“

Der hl. Agnes wird am 21. Januar gedacht. Sie war noch ein junges Mädchen, als sie das Martyrium erlitt. Wer heute die ihr geweihte Kirche besucht, kann zentrale Etappen ihres Lebens nachvollziehen.

Vor ihrem Reliquienschrein wird Kardinal Müller nachdenklich: „Viele denken, es kommt allein auf das irdische Dasein an.“ Glaube aber heiße mehr, „seine ganze Hoffnung, sein ganzes Leben, den ganzen Ernst seines Daseins auf Jesus Christus zu setzen.“ 

Auch heute wird eine große Zahl an Christen verfolgt, gibt Kardinal Müller zu bedenken. Da gibt es einerseits physische Bedrohung, z.B. in islamisch oder kommunistisch geprägten Ländern wie auch in Diktaturen, die eine totalitäre Herrschaft über den Menschen beanspruchen.

Aber auch in Europa gebe es Diskriminierung von Christen, nämlich immer dann, wenn ein Mensch „für seine christliche Überzeugung an den Pranger gestellt wird.“ – Insofern sind Märtyrer wie Agnes wichtige Vorbilder: „Sie ermuntern uns im Glauben“, sagt der Kardinal.

Quelle und vollständiger Artikel von Julia Wächter hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/zum-festtag-der-heiligen-agnes-kardinal-muller-fuhrt-durch-seine-titelkirche-santagnese-4184


Am Namensfest der heiligen Agnes segnete der Papst zwei Lämmer

Papst Franziskus hat am vergangenen Mittwochmorgen im vatikanischen Gästehaus „Santa Martha“ Besuch von zwei Lämmern bekommen. Rome%20-%20Around%20Piazza%20Navona_12

Der Papst segnete die beiden jungen Schafe, die anläßlich des Gedenktags der heiligen Agnes gebracht wurden.

Die hl. Agnes ist eine in der katholischen Kirche hochverehrte junge Märtyrerin und Jungfrau aus der Zeit der römischen Christenverfolgung, die auch liturgisch eine große Rolle spielt.

Aus der Wolle dieser Tiere werden traditionsgemäß die Pallien für neue Erzbischöfe hergestellt. Der Papst selber überreicht Ende Juni am römischen Patronatsfest von Peter und Paul die Pallien an die neuen Erzbischöfe.

Das Pallium ist ein liturgisches Zeichen der Ehre und Rechtsprechung, das vom Papst und von Erzbischöfen in ihren Kirchen getragen wird.

Für einen Erzbischof besteht das Pallium aus einem schmalen Stoffstreifen aus Wolle, das mit sechs Kreuzes aus Seide verziert ist.

Quellen: Radio Vatikan / KM