Bedrängnis führt zur Geduld, die Geduld aber zur Bewährung und dies bewirkt Hoffnung

Heutige liturgische Feiertagslesung der kath. Kirche: Röm 5,1-5:

Gerecht gemacht aus dem Glauben haben wir Frieden mit Gott durch unseren HERRN Jesus Christus.
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Durch IHN haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
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Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis führt zur Geduld, die Geduld zur Bewährung  und die Bewährung bewirkt Hoffnung.
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Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

PFINGST-Bitte: „Sende aus deinen Geist und alles wird neu geschaffen“

Heutige liturgische Festlesung der kath. Kirche:
Psalm 104 (103),1-2.24-25.29-30.31.34.

Lobe den HERRN, meine Seele!
HERR, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.
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Wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle erschaffen,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit,
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.
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Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sende aus deinen Geist, so wird alles neu erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.
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Ewig währe die Herrlichkeit des HERRN;
der HERR freue sich seiner Werke.
Möge ihm mein Dichten gefallen.
Ich will mich freuen am HERRN.

Pfingstsequenz: VENI SANCTE SPIRITUS!

Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit sende Deines Lichtes Strahl.
Vater aller Armen Du, aller Herzen Licht und Ruh, komm mit Deiner Gaben Zahll

Tröster in Verlassenheit, Labsal voll der Lieblichkeit, komm, o süßer Seelenfreund!
In Ermüdung schenke Ruh, in der Glut hauch Kühlung zu,  Tröste den, der Tränen weint.

O Du Licht der Seligkeit, mach Dir unser Herz bereit, dring in unsre Seelen ein!
Ohne Deinen Gnadenschein, steht der arme Mensch allein, kann nicht gut und sicher sein.

Wasche, was beflecket ist; heile, was verwundet ist; tränke, was da dürre steht;
beuge, was verhärtet ist; wärme, was erkaltet ist; lenke, was da irre gehtl

Heil’ger Geist, wir bitten Dich: Gib uns allen gnädiglich Deiner sieben Gaben Kraft.
Gib uns Trost in dieser Zeit und dereinst die Seligkeit nach vollbrachter Wanderschaft.


Neues PLAKAT für das PFINGSTFEST

POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen Din-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 € inkl. Versandkosten (Betrag bitte vorweg in Briefmarken beilegen), vier Stück kosten nur 6 € inkl. Porto (gegen Rechnung). – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Plakat-Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Ein zerknirschtes Herz verschmäht GOTT nicht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 51(50),12-13.14-15.18-19.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!
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Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.
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Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, HERR, nicht verschmähen.

Durch die Erlösung in Christus empfangen wir das Siegel des Heiligen Geistes

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Eph 1,3-14:

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: ER hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel.
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Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; ER hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen zum Lob seiner herrlichen Gnade.
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ER hat gerettet in seinem geliebten Sohn; durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade.
Durch sie hat ER uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, wie ER es gnädig im voraus bestimmt hat:
ER hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen, in Christus alles zu vereinen, alles, was im Himmel und auf Erden ist.
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Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt; wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt, die wir schon früher auf Christus gehofft haben.
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Durch ihn habt auch ihr das Wort der Wahrheit gehört, das Evangelium von eurer Rettung; durch ihn habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt.
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Der Geist ist der erste Anteil des Erbes, das wir erhalten sollen, der Erlösung, durch die wir Gottes Eigentum werden, zum Lob seiner Herrlichkeit.

Pfingsten und das Brauchtum in Bayern

Wenn die Wiesen blühen und die Bäume und Sträucher in prachtvollem Grün stehen, dann wird das Pfingstfest gefeiert. „Pentekoste hemera“ lautet der griechische Name, der besagt, dass dieses Fest genau 50 Tage nach Ostern folgt.

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der auf die Apostel herabkam, als sie in Jerusalem versammelt waren. Dies sollte in früherer Zeit den Kirchgängern auch anschaulich gemacht werden  –  und so kam vielerorts während des feierlichen Amtes der Heilige Geist in Gestalt einer echten, später hölzernen Taube aus dem „Heilig-Geist-Loch“ auf die Kirchenbesucher herabgeschwebt.

Drei Tage dauerte früher das Pfingstfest. Nach der religiösen Feier wurden Spiele und Umzüge abgehalten. Da wurde u. a. die „Pfingsthochzeit“ gefeiert, mit Brautwahl, Hochzeitszug, Pferden und Reitern. Die Feier endete schließlich – wie so oft – mit einem Festmahl.

Ein seltsamer Gesang erklingt noch heute am Abend des Pfingstsonntags im Bayerischen Wald. Der Vorsänger singt litaneiartige Verse, die restliche Gruppe gibt immer dieselbe Antwort: „So reisen, so reisen, so reisen wir daher“.

Fast bedrohlich wirkt der Männerhaufen in Regenkleidung, mit hochgeschlagenen Krägen, die Gesichter unter Kapuzen und Hüten kaum erkennbar, die Hände in den Jackentaschen versenkt. So zieht die Gruppe von Haus zu Haus. Einer ist darunter, der mit einem Korb am Arm immer zuvorderst geht und von den Hausbewohnern rohe Eier oder auch Geldspenden in Empfang nimmt. Dabei kräht er wie ein Gockel, der „Moier“ oder „Oakoda“. Dann werden alle von den Hausbewohnern kräftig mit Wasser übergossen. Und nicht selten entsteht dabei ein Kampf um die Wassereimer und Gartenschläuche, denn Revanche ist erlaubt.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://www.bistum-regensburg.de/news/pfingsten-und-pfingstbraeuche-6067/