Kinofilm über Pedro Poveda: Mutiger Priester – Pädagoge – Heiliger und Märtyrer

Von Felizitas Küble

Es ist zu hoffen, daß dieser Spielfilm mit dem Titel POVEDA auch bald den Weg in die deutschen Kinos findet, denn im Mittelpunkt steht ein Held, der zugleich katholische339701r Priester war  –  und der vor 13 Jahren (am 4. Mai 2003) heiliggesprochen wurde.

Der im Jahre 1874 in Linares (Spanien) geborene Pedro Poveda Castroverde wurde mit 23 Jahren zum Priester geweiht. Er war als Lehrer und Seelsorger tätig, errichtete zudem pädagogische Werke und Schulen für Kinder und Jugendliche, die er dem Herzen Jesu weihte.

Er kümmerte sich auch um die Erwachsenenbildung besonders der ärmeren Bevölkerungsschichten. Vor allem die Förderung von Mädchen und Frauen war ihm sehr wichtig, ebenso die Verbesserung der Lehrerausbildung, wobei er  –  im guten Sinne   –  fortschrittliche Ansichten vertrat.

Poveda gründete die Akademie der hl. Theresia von Avila und später die „Theresianische Vereinigung“ zur Ausbildung von Lehrerinnen und zur allgemeinen spirituellen und intellektuellen Förderung der Frauen. Das Institut ist heute bereits in 34 Ländern tätig. Er kooperierte dabei mit der gebildeten Katholikin Pepita Segovia.

Später leitete er das Zentrum „Los Operaios“ für die Katechese (Glaubensunterweisung) des Kirchenvolks. Zudem setzte er sich intensiv für eine gegenseitige Durchdringung und Zusammenarbeit von Glaube und Wissenschaft ein.
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1914 eröffnete der Priester das erste Studentinnen-Heim Spaniens in Madrid  – auch mit dieser Residenz wirkte er als Pionier des gesellschaftlichen Fortschritts. Eine von ihm gegründete Kongregation (ordensähnliche geistliche Gemeinschaft) wurde 1924 von Papst Pius XI. als Säkularinstitut anerkannt.

1921 zog Poveda in die spanische Hauptstadt Madrid; dort wurde er zum „Kaplan des Königlichen Palastes“ ernannt. Ein Jahr später wurde er Mitglied des Zentralvorstands gegen den Analphabetismus. (Damals konnten über 2/3 des spanischen Volkes weder lesen noch schreiben.)

Zudem war der glaubensstarke Kleriker als Schriftsteller aktiv und brachte mehrere Zeitschriften heraus. Er stand überdies in Kontakt mit deutschen katholischen Bildungswerken.

Der ebenso gebetseifrige wie einsatzfrohe Priester wurde am 28. Juli 1936 nach der Feier einer hl. Messe durch Truppen von General Franco hingerichtet, nachdem er bei seiner Festnahme erklärt hatte: „Ich bin ein Priester Christi.“

Der 61-jährige Märtyrer ist nicht der einzige Kleriker, den die faschistischen Milizen während des Spanischen Bürgerkrieges ermordeten; es gab vor allem im Baskenland über ein dutzend weitere Priester. Allerdings war die Zahl der Todesopfer, die auf das Konto der kommunistischen Untergrundkämpfer gingen, noch weitaus höher (bezogen auf Kleriker). Auf beiden Seiten kam es zu jedenfalls zu zahllosen Grausamkeiten und Exzessen.

Pedro Poveda wurde 1974 anläßlich der 100-Jahr-Feier seines Geburtstages von der UNESCO als großer Pädagoge und Humanist gewürdigt und als „eine der berühmtesten Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Bildung, Kultur und Wissenschaft“ geehrt, wobei dieser Priester die „Weltkultur“ positiv geprägt habe. 

Weitere Infos mit Fotos (auf spanisch) hier: http://www.pedropoveda.org/

 

 


Neues Pallotti-Porträt von Michael Triegel

Das neue Porträt von Vinzenz Pallotti ist am vergangenen Freitag im Provinzialat der Pallottiner in Friedberg feierlich präsentiert worden. Rund 200 Gäste aus Kirche, Gesellschaft und Politik waren gekommen, um das Gemälde von Michael Triegel zu sehen.index

Gemeinsam mit dem Künstler enthüllte der Provinzial der Pallottiner Pater Helmut Scharler im Rahmen der Feier das neue Bildnis.

Anläßlich des 50. Jahrestags der Heiligsprechung Vinzenz Pallottis (2013) hatte die Gemeinschaft der Pallottiner den angesehenen Leipziger Künstler Michael Triegel damit beauftragt, ein Porträt ihres Gründers anzufertigen.

Nach der Präsentation stellte Dr. Hermann Reidel, Leiter der Kunstsammlungen im Bistum Regensburg, den Gästen das Gemälde vor und sprach von einem großen Verdienst der Gemeinschaft „durch die Neuanfertigung eines bedeutenden neuen Porträts ihres Gründers auf diese Lichtgestalt der Kirche in all ihrer Aktualität aufmerksam zu machen.“

Schließlich sprach auch Michael Triegel ein paar Worte zu seinem neuen Gemälde. Der 1968 in Erfurt geborene Künstler erläuterte, dass er kein typisches Heiligenbild malen wollte; sein Ziel sei es vielmehr, durch sein Bildnis die Ideen Vinzenz Pallottis zu transportieren. index (2)

Bei der Aufgabe stand er zudem vor der Herausforderung, einen Mann zu malen, der sich zu Lebzeiten gewährt hatte, porträtiert zu werden. So hatte er lediglich die Totenmaske sowie längere Aufenthalte in den Räumen Pallottis in Rom für die Studien zur Verfügung.

Für ihn selbst fiel die Arbeit an dem Werk in eine bewegende Zeit: „Ich habe an dem Porträt gearbeitet, als ich mich auf meine Taufe an Ostern 2014 vorbereitet habe.“

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein hatten die Gäste die Möglichkeit, den „neuen Pallotti“ genau unter die Lupe zu nehmen, sowie mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.

Musikalisch umrahmt wurde die Nachmittagsveranstaltung von dem Klassiktrio Galina Gembler, Karsten Brandt und Rainer Oberauer, die u. a. Stücke von Mendelssohn, Bach und Mozart spielten.

Zu sehen ist das neue Pallottigemälde in Kürze im Provinzialat in Friedberg

Kontakt-Daten:
Herz-Jesu-Provinz der Pallottiner, Vinzenz-Pallotti-Straße 14 in 86316 Friedberg (Bayern)
Tel.: 0821.600 52-520  / Fax: 0821.600 52-506
info@pallottiner.org  / http://www.pallottiner.org
Fotos: Eva Djakowski

6. Dezember – Namensfest des heiligen Bischofs Nikolaus

Am 6. Dezember feiert die katholische Weltkirche den Gedenktag des Hl. Nikolaus von Myra aus dem Gebiet der heutigen Türkei. Der glaubensstarke Bischof gilt als Vorbild der Nächstenliebe und Freund der Kinder. bischof

Er verteilte sein Vermögen an Arme und setzte sich für Benachteiligte ein. Zudem bewies er diplomatisches Geschick und er setzte sich gegen religiöse Irrlehren ein. 

Die Verehrung des hl. Nikolaus entwickelte sich bereits in der spätantiken Zeit. Kaiser Justinian weihte ihm Mitte des 6. Jahrhunderts eine Kirche in Konstantinopel – dem heutigen Istanbul.

Der Kult verbreitete sich auch in Griechenland, wo Nikolaus hochverehrt und als „Hyperhagios“, gleichsam als Überheiliger, angesehen wird – danach gelangte die Verehrung auch in die slawischen Länder.

Über die byzantinische Tradition wurde Nikolaus einer der am meisten geschätzten Heiligen Rußlands, er folgt im Osten in der Verehrung unmittelbar nach Maria.

In Rom wurde Nikolaus ab dem 8. Jahrhundert verehrt, der Kult verbreitete sich anschließend in Süd- und Mitteleuropa. Um 980 entstand in Deutschland die erste Nikolauskirche in Brauweiler. Zwischen dem 11. bis zum 16. Jahrhundert wurden diesseits der Alpen mehr als 2.200 Kirchen nach dem heiligen Bischof benannt.

 Als Gabenbringer für Kinder ist Nikolaus ab dem Jahr 1555 belegt. Seit dem 17. Jahrhundert wurden dem gütigen Nikolaus furchteinflößende Begleiter zur Seite gestellt, die seine Schützlinge zu rechtem Verhalten anhalten sollten: In Deutschland ist das Knecht Ruprecht, in Frankreich Père Fouettard, in der Schweiz Schmutzli usw.

Ursprünglich gab es die Geschenke am Nikolaustag  –  und nicht an Weihnachten; in einigen Ländern ist dies heute noch der Fall.

Die katholische Kirche legt in der Weihnachtszeit besonderen Wert darauf, daß der heilige Nikolaus mit all den christlichen Idealen verehrt wird, für die er steht. Dies kann der von Geschäftemacherei, Kitsch und Werbung geprägte sog. „Weihnachtsmann“ nicht bieten. 

Quelle: Radio Vatikan, ökumen. Heiligenlexikon