Strebt nach der Heiligung, ohne die keiner den HERRN sehen wird

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Brief an die Hebräer 12,4-7.11-15:

Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden,
und ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet:
„Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn,
verzage nicht, wenn er dich zurechtweist.“                                                    Apollinaris-DSC_0408-2-4 - Kopie
Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er;
er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.
 
Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet.
Gott behandelt euch wie Söhne.
Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?
Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick
keine Freude zu bringen, sondern Schmerz;
später aber schenkt sie denen,
die durch diese Schule gegangen sind,
als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit.
 
Darum macht die erschlafften Hände wieder stark
und die wankenden Knie wieder fest,
und ebnet die Wege für eure Füße,
damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt, sondern geheilt werden.
 
Strebt voll Eifer nach Frieden mit allen und nach der Heiligung,
ohne die keiner den HERRN sehen wird.
Seht zu, daß niemand die Gnade Gottes verscherzt,
daß keine bittere Wurzel wächst und Schaden stiftet und durch sie alle vergiftet werden,
 

„Wir heißen Kinder Gottes – und wir sind es!“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: 1. Johannesbrief 2,29.3,1-5:

Wenn ihr wißt, daß ER gerecht ist, dann erkennt auch,
daß jeder, der die Gerechtigkeit tut, von Gott stammt.
 
Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat:
Wir heißen Kinder Gottes  –  und wir sind es.
Die Welt erkennt uns nicht, weil sie IHN nicht erkannt hat.
 
Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes.
Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden.
Wir wissen, daß wir IHM ähnlich sein werden, wenn ER offenbar wird;
denn wir werden IHN sehen, wie ER ist.
 
Jeder, der dies von IHM erhofft, der heiligt sich, so wie Er heilig ist.
Jeder, der die Sünde tut, handelt gesetzwidrig;
denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit.
Ihr wißt, daß ER erschienen ist, um die Sünde wegzunehmen  – 
und ER selbst ist ohne Sünde.