Birnau-Wallfahrt der Heimatvertriebenen und Aussiedler am 7. Juni 2020

Die barocke Basilika Birnau am Bodensee ist auch in diesem Jahr wieder das Pilgerziel von Heimatvertriebenen und Aussiedlern. 

Für Sonntag, den 7. Juni 2019, lädt der Bund der Vertriebenen (Bodenseekreis) Aussiedler, Heimatvertriebene und ihre Nachkommen sowie alle Interessierten in die prächtige Wallfahrtskirche (siehe Foto) ein.

Diese 49. Birnau-Wallfahrt beginnt mit einem Hochamt um 10,45 Uhr in der Basilika. Es  wird vom Alt-Abt Pater Gregor Henkel von Donnermarck  0Cist  und den  Heimatpriestern zelebriert.

Danach gibt es die Möglichkeit zu Gesprächen mit schlesischen Priestern und anderen Pilgern auf dem Platz vor der Basilika.

Um 13 Uhr beginnt ein gemeinsamer Treffpunkt im „Pilgerhof am See“.


Wir trauern um Pater Lothar Groppe SJ

Von Felizitas Küble

Der katholische Priester und Jesuitenpater Lothar Groppe ist am heutigen Sonntagmorgen mit 92 Jahren von Gott in die Ewigkeit heimgerufen worden.

Der Geistliche (siehe Foto) starb am 17. November  –  dem Volkstrauertag  –  nach längerer Krankheit im Peter-Faber-Haus, der Seniorenresidenz des Jesuitenordens in Berlin-Kladow.

Dies erfuhr ich durch die freundliche Familienmutter Mechthild Truthmann, die Pater Groppe seit langem gemeinsam mit ihrem Mann Burkhard regelmäßig besuchte.

Wir waren mit diesem glaubensstarken, geistreichen, humorvollen und herzensguten Geistlichen seit ca. 30 Jahren befreundet. Er hat uns gerne in unserer Redaktion in Münster besucht und wir hatten fast immer dieselbe „Wellenlänge“.

Er fühlte sich unserem KOMM-MIT-Jugendverlag und unserem Christoferuswerk sowie dem CHRISTLICHEN FORUM eng verbunden. Nach dem Tod unseres Verlagsgründers Günter Stiff am 10.9.2002 zelebrierte er das Sechswochen-Seelenamt in Münster und hielt eine kraftvolle Predigt.

Am 31. Juli dieses Jahres konnte Pater Groppe sein 60-jähriges Priesterjubiläum feiern – direkt einen Tag davor erlebte er seinen 92. Geburtstag.

Der bekannte Jesuitenpater und Schriftsteller hat noch vor drei Jahren ein fundiertes Sachbuch veröffentlicht, das sich vor allem mit der Rettung von Juden und „nichtarischen Katholiken“ in Wien befaßt.

Der Titel lautet: „Kirchlicher Einsatz für Juden im Dritten Reich“. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/28/wie-jesuitenpater-ludger-born-und-sr-verena-buben-bedrohte-juden-retteten/)

Lothar Groppe kam am 30. Juli 1927 im westfälischen Münster als Sohn des späteren Generalleutnants Theodor Groppe zur Welt. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Westfalen, Ostpreußen, Oberschlesien, Pommern, Hessen und Bayern.

Nach Kriegsende studierte er Rechtswissenschaft und trat am 7. September 1948 in die „Gesellschaft Jesu“ ein. Es folgte das Lizenziat der Philosophie, am 31. Juli 1959 empfing er die Priesterweihe.

P. Groppe wirkte jahrzehntelang als Krankenhausseelsorger in Bad Pyrmont und als Schriftsteller, zeitweise auch als Gemeindepfarrer in Österreich, als Dozent und Militärdekan an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie als Leiter der deutschen Sektion von Radio Vatikan.

Von 1973 bis 1987 hielt er Vorlesungen und Seminare für die österreichischen Generalstabs-Lehrgänge.

Der Geistliche ist nicht nur Sohn des Widerstandskämpfers Theodor Groppe, sondern bezog selber schon mit 12 Jahren deutlich Stellung gegen Hitler. Er war daher mehrfach „Gast“ der Gestapo (Geheimen Staatspolizei). Nach dem Krieg wurde er von der Besatzungsmacht als „politischer Verfolgter“ anerkannt.

Sein Vater Theodor Groppe war Generalleutnant und Divisionskommandeur am Westwall. Man nannte ihn wegen seiner grundkatholischen Haltung den „Schwarzen General“. Im 1. Weltkrieg erhielt er zahlreiche Tapferkeitsauszeichnungen, darunter den höchsten Orden Pour le Mérite, der nur 687 mal vergeben wurde. (Im Vergleich dazu wurden im 2. Weltkrieg 6 bis 8 Millionen „Eiserne Kreuze“ verliehen.)

In der Stadt Hanau, wo Theodor Groppe einige Zeit gewirkt hatte, wurde eine Straße nach ihm benannt (siehe Foto).

Weil der mutige General den NS-Schergen widerstand, insbesondere SS-Reichsführer Himmler widersprach, wurde er 1942 militärisch degradiert, aus der Wehrmacht ausgestoßen und im August 1944 von der Gestapo verhaftet. Durch Flucht aus der Festung Küstrin entging er der geplanten Hinrichtung und konnte die Kriegszeit überleben.

Der Generalleutnant verhinderte durch seinen Schießbefehl gegen Judenverfolger eine von der NSDAP befohlene „Volkskundgebung gegen die Juden“. Vor allem bei Juden im Saarland war er als „Retter“ bekannt und bewundert.

Sein Sohn Lothar hielt sich auch selber an die geradlinige und unbeugsame Art seines Vaters. Er widerstand dem braunen ebenso wie später dem roten Zeitgeist und orientierte sich an christlichen Prinzipien und der katholischen Glaubenslehre.

Seine Predigten und Vorträge waren gehaltvoll, mitreißend, schwungvoll und manchmal auch etwas humorvoll-scherzhaft.

Der Pater publizierte jahrzehntelang in dutzenden Zeitungen und Zeitschriften von „Theologisches“ über die „Junge Freiheit“ oder die „Preußische Allgemeine Zeitung“ bis zu „Soldat im Volk“ oder Schriften des BdV (Bund der Vertriebenen). Insgesamt hat P. Groppe rund 1800 Artikel veröffentlicht.

Besonders für die Belange der deutschen Heimatvertriebenen setzte sich der Jesuit durch Wort und Tat wirkungsvoll ein.

Seine klare katholische Ausrichtung hinderte ihn keineswegs daran, eine vernünftige Ökumene mit theologisch konservativen Protestanten zu pflegen. So schrieb er z.B. regelmäßig für die Zeitschrift „Erneuerung und Abwehr“ der Evangelischen Notgemeinschaft und hielt Reden vor evangelikalen Initiativen. 

Bis zuletzt stand der Geistliche im freundschaftlichen Kontakt mit evangelischen Christen.

So half ihm z.B. der Unternehmensexperte und Publizist Dr. Bernd F. Pelz (siehe Foto) sachkundig beim Lektorat und der Erstellung des Groppe-Buches über „Kirchlichen Einsatz für Juden im Dritten Reich“. Außerdem unterstütze Dr. Pelz seinen priesterlichen Freund tatkräftig bei mehreren Umzügen.

Pater Groppe SJ gehörte zu dem vom deutschen Juden Gerhard Löwenthal („ZDF-Magazin“) mitgegründeten „Konservativen Büro“ in Bielefeld. 

Ähnlich wie der  –  ebenfalls NS-verfolgte  –  Löwenthal setzte sich Groppe stets für einen gesunden Patriotismus und entschieden für die deutsche Wiedervereinigung ein; zudem würdigte er die Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten und erinnerte immer wieder an ihr tragisches Schicksal, was oftmals wütende Schmähkritik von links hervorrief.

Der Geistliche hatte guten Kontakt mit Erzbischof Johannes Dyba, dem am 23. Juli 2000 plötzlich verstorbenen Oberhirten von Fulda.

Im Dyba-Gedenkband „Der Löwe von Fulda“ aus dem KOMM-MIT-Verlag (siehe Foto) ist ein fundierter Beitrag von Pater Groppe enthalten. Darin würdigt er den unerschrockenen Bischof von Fulda sowohl als Bischof wie auch als Mensch und Mitbruder. (Hier die Besprechung der „Tagespost“ über diesen Sammelband: https://charismatismus.wordpress.com/2016/04/01/loewe-von-fulda-wuerdigung-unseres-dyba-gedenkbandes-in-der-tagespost/)

Pater Groppe wirkte von 1982 bis 2007 als Krankenhauspfarrer in Bad Pyrmont. Einige Zeit später war er als Seelsorger an einer Mutter-Kind-Klinik in Timmendorfer Strand tätig.

Seit August 2015 lebte der unbeugsame Geistliche im Seniorenheim des Jesuitenordens in Berlin-Kladow.

Wir bewahren sein geistiges Vermächtnis in unserem Herzen und sind weiter durch Gebet und Gedenken mit ihm verbunden.

VORTRAG von Pater Groppe über das Priestertum: https://charismatismus.wordpress.com/2017/12/30/ueber-gnade-und-auftrag-wuerde-und-buerde-des-priestertums/


Friedensnobelpreis für deutsche Vertriebene!

Von Felizitas Küble

Der Deutschlandfunk erklärte in einer Sendung über unsere vertriebenen Landsleute aus den Ostgebieten:

„Das Thema Flüchtlinge gehört zu unserem Land seit 1945. Allein bis 1950 waren schätzungsweise 12 Millionen Deutsche auf der Flucht vor Vertreibung. Später kamen die Ungarn-Flüchtlinge hinzu.“  (Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/erinnerung-fluechtlinge-und-vertriebene-nach-dem-krieg.862.de.html?dram:article_id=343211)

Wohlgemerkt: Über 12 Millionen deutsche Heimatvertriebene ab 1945, etwa zwei Millionen von ihnen fanden den Tod durch Ermordung, Hunger, Ertrinken, Erschöpfung, Folter in polnischen Nachkriegs-KZs usw.

Trotzdem hat niemand von unseren Landsleuten aus dem Osten jemals zu politischer Gewalt aufgerufen oder gar Terrorismus betrieben.

Stattdessen wurde bereits in der „Charta der Heimatvertriebenen“ von 1950  –  bei allem berechtigten Bekenntnis zum „Recht auf die Heimat“  –  ausdrücklich auf jede Gewalt und Vergeltung verzichtet.   (Infos hier: https://www.bund-der-vertriebenen.de/charta-der-deutschen-heimatvertriebenen.html)

Wer nun meint, solche Friedensliebe und Verständigungsbereitschaft seien doch selbstverständlich, der irrt sich sehr, bedenkt man etwa den Terror und die Aggressionen von Palästinensern oder Kurden.

Faire Geschichtswissenschaftler wie der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn haben mehrfach betont, daß die Verbrechen der NS-Diktatur keineswegs als Rechtfertigung oder Verharmlosung für die Vertreibung von Millionen Deutschen herhalten dürfen.

Es ist überfällig, daß die einzigartige Friedensleistung unserer deutschen Landsleute aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern, dem Sudetenland etc. entsprechend gewürdigt wird und sie dafür den wohlverdienten Friedensnobelpreis erhalten  –  solange noch Menschen aus dieser Generation leben!

Übrigens ist diese Idee nicht ganz neu: Ende der 90er Jahre hat auch Erzbischof Johannes Dyba (siehe Foto) – der katholische Oberhirte aus Fulda – mehrfach diesen Vorschlag in die Öffentlichkeit gebracht.

Der am 23. Juli 2000 im Alter von 71 Jahren verstorbene Bischof von Fulda wußte das schwere Schicksal unserer Heimatvertriebenen zu würdigen und hat ihre herausragende Friedensliebe anerkannt.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Versöhnungswege: Deutsche Vertriebene – Traumatisierte in Burundi und Ruanda

Von Stefan P. Teppert

Dass die Kette von Hass und Vergeltung durch verzeihende Liebe durchbrochen werden muss, war die Grundeinsicht katholischer deutscher Vertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg.

Eine Tagung versuchte, deren Lösungsansätze mit jenen im Afrika der Großen Seen nach den dort verübten Gräueltaten zu vergleichen.

Getragen und organisiert war die Veranstaltung von der sudetendeutschen „Ackermann-Gemeinde“ und dem afrikanischen Netzwerk „Rapred Girubuntu“, gefördert durch Mittel des Landes Baden-Württemberg und der „Stiftung Entwicklungszusammenarbeit“ (SEZ).

Im Bildungszentrum der Caritas in Freiburg i. Br. trafen sich am 21. September 2019 Referenten, Diskussionsteilnehmer und Interessierte aus Afrika und Deutschland.

Im Namen der SEZ begrüßte deren stellv. Vorsitzender Philipp Klein (siehe Foto) die Teilnehmer. Von einem Besuch in Ruanda kam er beeindruckt vom Mut und der freudigen Kraft der Menschen zurück. Ihre Haltung bei der Lösung ihrer vielschichtigen Probleme sei mustergültig. Bei den schweren seelischen Verletzungen könne die Lösung nur darin bestehen, alle Aspekte zu beleuchten.

Als Ehrengast hielt Bischof Mgr. Joachin Ntanhondereve (siehe Foto), der Präsident der Katholischen Bischofskonferenz in Burundi, das Eröffnungsreferat.

Er nannte eine Agenda von sechs sich gegenseitig ergänzenden und sogar aufeinander aufbauenden Aufgaben seiner Kirche, um in Burundi, dieser kleinen Nation des ehemaligen Deutsch-Ostafrika, dieVersöhnung mit Gerechtigkeit und Vergebung in Verbindung zu bringen.

Um die mit tiefen Wunden und großem Misstrauen nebeneinander lebenden Minderheiten, insbesondere jene der Hutu und Tutsi, ins Gespräch zu bringen, müsse die Kirche bei aller Notwendigkeit, einig im Geiste Christi zu bleiben, ihre Aktionen über die Konfessionen hinaus ausdehnen, sich im weltlichen Bereich für Wahrheit und Gerechtigkeit einsetzen; das sei die Voraussetzung dafür, dass die Konfliktparteien ihre Sichtweise ändern.

Zweitens müsse die Kirche einen pastoralen Dienst, in allen Diözesen eine Synode in Gang setzen, die eine Kultur des Friedens und der Versöhnung fördern. Drittens bedürfe es einer gründlichen Analyse der Ursachen für Spaltung und Konflikte. Dazu gehören Fragen der sozialen Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Freiheit.

Die vierte Herausforderung bestehe in der Erziehung der Burundianer zur geschichtlichen Wahrheit in der Schul- und Hochschulbildung, wobei die gemeinsame Korrektur der bisherigen Historiographie nicht fehlen dürfe.

Eine katholische Universität solle sich fünftens dem Auftrag widmen, ein dem Gemeinwohl, der Subsidiarität und Solidarität dienendes Menschenbild zu befördern, in dem die unveräußerliche Würde jedes Einzelnen gewahrt ist.

Die sechste und letzte Verpflichtung sei es, Traumata zu heilen. Dies sei nur möglich, zitierte der Bischof Bundespräsident Richard von Weizsäcker, wenn alle gemeinsam, ob schuldig oder nicht, alt oder jung, die Vergangenheit und ihre Konsequenzen annehmen. Wer sich weigert, sich an die geschehene Unmenschlichkeit zu erinnern, sei neuen Infektionsrisiken ausgesetzt.

Dr. Martina Bär (siehe Foto), Gastprofessorin für Systematische Theologie an der Freien Universität Berlin, sprach zum Thema Vergebung, Verantwortung und Versöhnung aus christologischer Perspektive.

Jesus habe Feindesliebe nicht nur gepredigt, sondern unabhängig von der Schwere der Schuld bestürzend konsequent und langmütig auch vorgelebt, selbst noch in seinem Leiden am Kreuz, indem er als unschuldiges Opfer für seine Peiniger und Verräter um Vergebung bat.

Im Unterschied zu der an der Tora orientierten Umkehrpredigt Johannes des Täufers sei für Jesus der Heilsraum durch Gott selbst und seine bedingungslose Zuwendung zu allen Menschen schon eröffnet. Die Menschen müssten weder heilswirksame Opferkulte noch Sühnerituale einhalten, es bedürfe keiner ethischen Vorleistung.

Was allein zählt, sei die Umkehr und der Glaube an die frohe Botschaft Jesu. Das Kreuz lade, befreiungstheologisch verstanden, zum Kampf gegen die Herrschaft todbringender Mächte ein, die Auferweckung Jesu sei ein Triumph der Gerechtigkeit.

Doch nicht seine Wunden, sondern dahinter die Liebe Gottes wirken heilend und rettend. Wenn Gott Barmherzigkeit vor Gerechtigkeit walten lässt, könne dies jedoch nicht heißen, dass der Prozess der Schuldvergebungohne zwischenmenschliche Versöhnungsprozesse in Gang kommt.

Ein Opfer kann nach einer Aussprache über seine Verwundungen freiwillig zur Vergebung geneigt sein, sofern dies beim Täter vom Eingeständnis seiner Schuld und Reue, der Bitte um Gnade und dem Versprechen der Wiedergutmachung flankiert wird.

Versöhnung sei also kein Automatismus, sondern brauche Wahrheit, müsse von Täter- wie von Opferseite ausgehen und beruhe beiderseits auf freien Entscheidungen.

Arbeiten Nach(bürger)kriegsgesellschaften ihre Vergangenheit nicht auf, um zukunftsfähig zu werden, kann ein zerbrechlicher Friede von extremistischen Kräften missbraucht werden. Opfer und auch Täter dürften aber auf die durch Jesu Opfer bezeugte Empathie Gottes vertrauen. Das sei der Beginn eines Vergebungs- und Erlösungsgeschehens, schloss die Theologin.

Prof. Dr. Rainer Bendel (siehe Foto) aus Tübingen widmete sich in seinem Vortrag den langfristigen Folgen der Vertreibung in der deutschen Erlebnisgeneration, die kaum ein anderer so umfassend reflektiert habe wie P. Paulus Sladek OESA, der sich in den 1950er Jahren mit tiefenpsychologischen Studien auseinandersetzte, um das Problem des Heimatverlustes und Heimatfindens zu verstehen.

Sladek gehörte zu den ersten, die ihre Verblendung eingestanden, dazu aufforderten, sich der Situation zu stellen und Mischverhältnisse zwischen Tätern und Opfern wahrzunehmen.

Wichtige konsolidierende Elemente waren für ihn die Seelsorge und karitative Maßnahmen, Multiplikatorenarbeit, die Pflege gewohnter religiöser Formen, sozialer Ausgleich, Verständigung zwischen Vertriebenen und Einheimischen, Verzicht auf Rache- und Hassgefühle gegenüber den Vertreibern durch christliche Feindesliebe, letzteres auch als eine Forderung der Selbstachtung.

Aber keineswegs wollte Sladek damit politisches Unrecht sanktionieren, Besänftigungspolitik decken oder die legitime Forderung nach Gerechtigkeit und Wiedergutmachung ausschließen, hegte er doch die Hoffnung, dass auch die Verbrechen der Alliierten gegen die Menschlichkeit nach Kriegsende vor einem internationalen Gerichtshof verhandelt würden.

Der Kampf für das Recht auf die Heimat ist eine Konstante der Forderungen Sladeks, er hat auch den Kampf für Freiheit und Menschenwürde der Nachbarvölker im Osten zur Konsequenz. Den Vertriebenen dachte er dabei als Brückenbauern eine große Verantwortung zu.

Seine Überzeugung, man müsse unbeirrt der ganzen Wahrheit nachforschen, sollte allerdings nicht zu einer gegenseitigen Aufrechnung oder Relativierung von Schuld führen. Dennoch betrachtete er Versöhnung immer als ein zweiseitiges Geschehen.

Erinnerung an vergangenes Unrecht dürfe jedoch nicht Versöhnungsbereitschaft zerstören, das Verhältnis von Völkern dauerhaft belasten und zu Feindseligkeiten führen. Notwendig sei es, die Schuldfrage zu versachlichen. Langer Atem sei notwendig, um in zähem Ringen zu Aussöhnung ohne Revanchismus zu gelangen und Baustein für etwas Neues zu werden.

Dr. Adome Blaise Kouassi (siehe Foto), der an verschiedenen Universitäten Afrikas lehrt, nahm sich des Beitrags an, den Mediation bei der Suche nach Gerechtigkeit, Vergebung und Versöhnung leisten kann.

Mediation ist weltweit anerkannt als Methode zur Lösung oder Aufarbeitung von Konflikten, sowohl an traditionellen wie auch modernen Gerichten. Sie kann generell als das Führen eines streitlosen Verfahrens mit Hilfe von neutralen Personen beschrieben werden.

Diese können im traditionellen Recht ausgewiesene Persönlichkeiten der Dorfgemeinschaft oder im modernen Recht gut ausgebildete Rechts- und Sozialwissenschaftler sein. Dabei soll ein für beide Parteien günstiges Ergebnis, eine sog. Win-win-Lösung erzielt werden.

Bestimmte Aspekte der Mediation hat das Europäische Parlament am 23. April 2008 angenommen und den Mitgliedsstaaten für die jeweilige Durchführung grünes Licht gegeben. Der deutsche Gesetzgeber hat bereits 1999 die gerichtliche Mediation in das Zivilprozessrecht eingeführt.

Auch Österreich und Frankreich, die Niederlande, England und Wales kennen den Mediator als neutralen Dritten bei Verhandlungen.

Auch in afrikanischen Ländern wie Gabun, Marrokko und Algerien ist Mediation gesetzlich normiert. Länder wie Togo, Madagaskar oder Elfenbeinküste lehnen sie im modernen Gerichtswesen ab und überlassen sie dem traditionellen Recht, mit dem bei den zahlreichen Konflikten und sozio-politischen Krisen bessere Erfahrungen zum Schutz und der Sicherstellung des sozialen Gleichgewichts und der Harmonisierung zwischen einzelnen Dorfbewohnern bzw. der gesamten Gemeinschaft gemacht worden sind als mit moderner Justiz, die mangels Personal und Finanzmitteln häufig überfordert ist.

In vielen anglo- wie auch frankophonen Ländern Afrikas südlich der Sahara existieren im traditionellen Recht ähnliche Formen der Mediation, deren zentrales Element die Gerechtigkeit ist. Der Mensch wird mit Respekt und Fingerspitzengefühl behandelt, es herrscht kollektive Verantwortlichkeit. Dr. Kouassi konzentrierte sich auf das Beispiel der Elfenbeinküste, um die dortige Mediation mit ihren Organen (wie Familie, Dorfrat und Stamm) und Inhalten (wie Wahrheitssuche, Strafe und Wiedereingliederung) darzustellen.

Pater Dr. Déogratias Maruhukiro (siehe Foto) aus Freiburg wollte anschließend kein Referat halten, sondern einen Impuls geben, indem er fragte, ob die Gerechtigkeit Voraussetzung sein muss für Vergebung und Versöhnung. Er beantwortete die Frage mit den Worten, die Jesus an den Apostel Petrus richtete, man müsse nicht nur 7 Mal, sondern 77 Mal vergeben.

„Wir als Kirche müssen verzeihen“, betonte er und fragte, was zuerst existiert: Verzeihung oder Gerechtigkeit? Die Justiz sei nicht in erster Linie wegen der Strafe da, sondern solle die Wahrheit aufdecken, Klärung und Differenzierung herbeiführen, um den Frieden der Gemeinschaft zu wahren, sei es mit traditioneller oder moderner Vorgehensweise.

Die Justiz gebe den Opfern ein Gesicht, sonst hätte es nie existiert, und sie schaffe Rehabilitation durch Erinnerung.

Zum Abschluss der Tagung erzählten bei einer Podiumsdiskussion, bei der Dr. Bendel die Fragen stellte, vier Personen von ihren Traumatisierungen und den Beweggründen ihres jeweiligen Engagements.

Im Alter von 19 Jahren musste Bischof Ntanhondereve 1972 bei einem Massaker in Ruanda den Verlust von vier befreundeten Priesterseminaristen hinnehmen, die von Sicherheitskräften unter der Beschuldigung ermordet wurden, Rebellen zu sein. Unter großen Schmerzen und unbeschreiblicher Angst habe er sich zunächst nur noch wie ein wandelnder Kadaver gefühlt, bis Freunde ihm zu einer Wiedergeburt verhalfen, er nach Burundi zurückkehren konnte und seither nach Wegen zur Versöhnung sucht.

Erzbischof em. Dr.Robert Zollitsch (siehe Foto), der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, berichtete als Betroffener eines Genozids am Ende des Zweiten Weltkriegs. Der heimatvertriebene Donauschwabe, geboren im heutigen Serbien –  damals Jugoslawien – erlebte im Alter von sechs Jahren den Einmarsch der Sowjets in sein Heimatdorf Filipowa, die Übernahme der Herrschaft durch Titos Partisanen, die Enteignung und Entrechtung der Deutschen des Landes, ihre Internierung in Arbeits- und Vernichtungslager.

Erst nach 60 Jahren konnte er seinen Heimatort und sein Elternhaus wieder aufsuchen. Er plädiert dafür, einerseits nichts zu verschweigen, man dürfe aber auch nicht unnötig daran erinnern oder Aufrechnung betreiben. Nur über das Geltenlassen des Anderen lassen sich Brücken bauen und Wege in die Zukunft finden. Wer verzeihen kann, erlebe eine Befreiung, das Erlebte verliere an furchtbarer Last.

Dr. Marie Louise Baricaco (siehe Foto) aus Ruanda musste den Tod zweier unschuldiger Minderjähriger miterleben, woraufhin sich ihre Leidenschaft entzündete, etwas zu verändern und Hilfe für vergewaltigte Frauen zu leisten. Sie gründete 1995 in Burundi den „Le Mouvement des Femmes et des Filles pour la Paix et la Sécurité“.

Diese Bewegung der Frauen und Mädchen tritt mit den Mitteln des gewaltlosen Protests und des Dialogs nicht nur für Frieden und Sicherheit, Aufklärung, Toleranz und Versöhnung ein, sondern auch für die Respektierung der durch Präsident Pierre Nkurunziza gebrochenen Verfassung, wodurch zahlreiche Menschen getötet und vertrieben wurden, sowie die Rückkehr zur Legalität und Beachtung des Abkommens von Arusha.

Aline Ndenzako (siehe Foto) gründete 2017 in Paris zusammen mit Beate Klarsfeld die Vereinigung „Mémoires communes, Avenir commun“ (Gemeinsame Erinnerung, gemeinsame Zukunft), eine Plattform der burundischen Opposition im Exil, die sich zum Ziel gesetzt hat, die interethnischen Konflikte zu beenden.

Damit eines Tages Gerechtigkeit geschehen kann, werden nach dem Vorbild der Opfer der Shoa die Namen der Toten und Vermissten gesammelt. Die Enkelin des ehemaligen Königs von Burundi, Mwambutsa IV., wurde schon früh auf die Ungerechtigkeit aufmerksam, die ihre Familie zu erdulden hatte; ihre beiden Onkel wurden ermordet, einer davon ein Held im Kampf gegen das koloniale Joch.

Als Angehörige der Aristokratie und einer vierten ethnischen Gruppe neben den Twas, Hutus und Tutsis hat Aline Ndenzako einen neutralen Status, der es ihr ermöglicht, die Vorurteile zwischen den Gruppen abzubauen und nach Eintracht zu streben.

Die sowohl in deutscher wie französischer Sprache gehaltenen Referate und Redebeiträge wurden von zwei jungen, aus Afrika stammenden, aber in Freiburg beheimateten Lehrerinnen simultan in die jeweils andere Sprache übersetzt.

Vergleichende und vertiefende Betrachtungen zu kriegsbedingten Traumata aus verschiedenen Epochen und Zonen und das Sprechen über sie sind sinnvoll und hilfreich; so kann das Fazit dieser Tagung lauten – und dies nicht nur, weil sie solidarische Sorge um und Verantwortung für das Thema gegenüber Tätern wie auch Opfern signalisieren, sondern auch, weil sie aufklärend und als Dialog therapeutisch wirken und gegenseitig den noch anfänglichen oder schon fortgeschrittenen Versöhnungsprozess bestärken können.

 

 


48. Heimatvertriebenen-Wallfahrt am 19. Mai in Birnau mit Bischof Walter Mixa

Die barocke Basilika Birnau am Bodensee ist auch in diesem Jahr wieder das Pilgerziel von Heimatvertriebenen und Aussiedlern. 

Für Sonntag, den 19. Mai 2019, lädt der Bund der Vertriebenen (Kreisverband Bodensee) und die regionale Landsmannschaft der Oberschlesier nicht allein die Vertriebenen und ihre Nachkommen, sondern alle Interessierten in die prächtige Wallfahrtskirche (siehe Foto) ein.

Unter dem Leitwort „Maria, Königin des Friedens“ beginnt diese 48. Birnau-Wallfahrt mit einem Hochamt um 10,45 Uhr, das von Bischof em. Walter Mixa mit Predigt gefeiert wird.

Nach der feierlichen hl. Messe gibt es die Möglichkeit zu Gesprächen mit Bischof Mixa, einigen schlesischen Priestern und anderen Pilgern auf dem Platz vor der Basilika.

Danach können sich Interessierte zu einen gemeinsamen Treffpunkt um 13 Uhr im Pilgerhof am Bodensee zum Mittagessen begeben: 20 € mit alkoholfreiem Getränk. Danach Offenes Singen im Pilgerhof.

 

 


Deutschjüdischer Historiker Wolffsohn erhält den Franz-Werfel-Preis in Frankfurt

Der Geschichtswissenschaftler und Schriftsteller Prof. Dr. Michael Wolffsohn aus München hat am heutigen Sonntag (21.10.) den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis in Frankfurt am Main erhalten.

Die Ehrung wird alle zwei Jahren vom „Zentrum gegen Vertreibungen“ in der Paulskirche verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis geht u.a. auf eine Initiative von Erika Steinbach zurück, frühere CDU-Parlamentarierin und ehem. Präsidentin des BdV (Bund der Bertriebenen).

Gewürdigt werden mit dem Franz-Werfel-Preis besonders jene Persönlichkeiten, die sich gegen Vertreibungen und sonstige Völkerrechtsverletzungen aussprechen und für Menschenrechte einsetzen.

Der deutschjüdische Historiker Wolffsohn (siehe Foto) hat in seinen Publikationen stets betont, daß die Verbrechen der NS-Diktatur nicht als Rechtfertigung oder Verharmlosung für die Vertreibung von Millionen Deutschen aus dem Osten herhalten dürfen.

Zudem lobte er die deutschen Heimatvertriebenen für ihre Gewaltlosigkeit und Friedensliebe, die nicht selbstverständlich ist, bedenkt man etwa Terror und Aggression von Palästinensern oder Kurden.

Der bekannte Schriftsteller Franz Werfel war ein deutscher Jude, der vor den Nazi-Schergen floh und dem Christentum nahestand (siehe sein Roman „Das Lied der Bernadette“ über Lourdes). Durch seine Buch „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ erinnerte er an den Völkermord, den das türkische Regime an den christlichen Armeniern verübte.

HIER geht es zur Dankrede Wolffsohns anläßlich der Preisverleihung: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article182440456/Menschenrechte-sind-in-Deutschland-in-der-Defensive.html

Foto: Michaela Koller

 

 

 

 


Beseitigung der Unrechtsdekrete schafft Verständigung über Grenzen hinweg

Von Felizitas Küble

Wie bereits gestern im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, wurde am Sonntag der „Tag der Heimat“ im Rathaus von Münster begangen.

Roswitha Möller (siehe Foto), die Vorsitzende des BdV (Bund der Vertriebenen) in Münster, äußerte sich in ihrer Begrüßungs-Ansprache zum BdV-Leitwort dieses Jahres „Unrechtsdekrete beseitigen – Europa zusammenführen“.

Es geht dabei um die Beschlüsse und Verordnungen kommunistischer Diktaturen in Mittel- und Osteuropa, welche die Vertreibung von Millionen Deutschen aus ihrer angestammten Heimat anstrebten und vollzogen:

„Wir erinnern uns an die Bierut-Dekrete, unter denen  besonders die Deutschen aus Ost- und Westpreußen, Danzig, Pommern, Ostbrandenburg, Schlesiern zu leiden hatten, indem man sie aus der Heimat verjagte, enteignete, mit der bekannten innerstaatlichen Unrechtsakte, d. h. dass die Verursacher dieser Taten nicht belangt werden konnten und können  – bis heute.“

Frau Möller  – selber in Danzig geboren  –  erinnerte daran, daß Völkermord nicht verjährt. Allerdings gibt in einigen östlichen Ländern inzwischen auch positive, deutschfreundliche Ansätze:

„Als ich im Juli dieses Jahres zum „Welttreffen der Danziger“ in  Danzig war, zu dem der polnische Bürgermeister von Danzig alle 4 Jahre einlädt, hatte ich zu meiner großen Überraschung festgestellt, dass die Verwaltung von Danzig  – Gdansk  –  die deutsche Vergangenheit, Geschichte und Kultur nicht mehr leugnet, im Gegenteil, darauf aufbaut.

In den 4 Tagen wurde u. a. ein Gedenkstein für einen ehemaligen deutschen Danziger Bürgermeister errichtet, der viel für die Stadt getan hatte. Wir, die deutschen Danziger wurden in das Uphagenhaus, einem alten Patrizierhaus am langen Markt, der guten Stube Danzigs eingeladen, um einer Ausstellung und einem Vortrag über alte Danziger Gartenkultur beizuwohnen. Wir waren alle angenehm überrascht.“

Ein weiteres Vertreibungsdekret ist der Avnoy-Ratsbeschluß – die Münsteraner BdV-Chefin erklärte hierzu:

„Schauen wir auf das ehemalige Jugoslawien, das sich mit dem Avnoj-Ratsbeschluss vom 21. November 1944 ebenfalls der deutschen Bewohner entledigte.  Damit wurden die „Rechtsgrundlagen“ geschaffen, die es ermöglichten, das Eigentum der deutschen Zivilbevölkerung zu konfiszieren.“

Ganz zu schweigen von den berüchtigten Benes-Dekreten, von denen vor allem die Sudetendeutschen betroffen waren:

„Erinnern wir an die Benes-Dekrete in Tschechien und das Straffreiheitsgesetz vom Mai 1946, das nicht nur den Menschen Hab und Gut raubte, sondern sie auch auf brutalste Art und Weise auf den Brünner Todesmarsch schickte oder sie von der Aussiger Brücke in den Tod stürzte.“

Zum Stichwort „Europa zusammenführen“ im diesjährigen BdV-Motto erklärte Möller: „Ein friedliches Leben unter den Völkern ist nur möglich, wenn von allen die Rechts- und Werteordnung anerkannt und gelebt wird.“

Die Rednerin berichtete weiter, sie sei dieses Jahr in Brünn (Tschechien) gewesen und habe dort immerhin „leise Versuche einer Annäherung“ erlebt:

„Ich habe in einer Kirche einen Gedenkstein mit der Aufschrift gelesen: 

„Zur Erinnerung an die historischen Tage 1945, als die Deutschen diese Stadt verlassen mussten. Wir gedenken der Opfer.  – Bruna, Heimatverband der Brünner 1992.“

Frau Möller erwähnte ein weiteres Beispiel:

„An der Stelle an der Landstraße, wo sich die Deutschen zur Austreibung sammeln mussten, hat das Österreichische Schwarze Kreuz und die Kriegsgräberfürsorge, folgende Gedenktafel erstellt:

„Nach Ende des II. Weltkrieges im Jahre 1945 sind viele deutschsprachige Einwohner aus Brünn und Umgebung ums Leben gekommen. 890 Opfer sind hier bestattet.“

Das sei zwar „alles sehr vorsichtig und verharmlosend ausgedrückt“, aber immerhin ein Zeichen des Gedenkens.

Sodann erinnerte die Gastgeberin daran: „Wir, die deutschen Heimatvertriebenen, haben in der Charta von 1950 Rache und Gewalt abgeschworen und unseren ehemaligen Feinden die Hand gereicht.“

Besonders zu würdigen sei die Erinnerungs-Kultur in Ungarn, wo sogar ein Gedenktag für die deutschen Vertriebenen eingeführt wurde.

Gemeinsam mit der IGFM (Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte) gehe die Reise noch in diesem Jahr dorthin: „Auch in Ungarn gab es zum Ende des 2. Weltkrieges Enteignungen und Vertreibungen der Deutschen. Zwischenzeitlich gibt es dort 10 Denkmäler, die an diese Zeit erinnern und am 19. Januar seit 2012 gedenkt man in jedem Jahr der Vertreibung der deutschen Bevölkerung.“

Die Rednerin fügte konsequent hinzu: „Mögen nicht nur die Steine erinnern, mögen sich die Völker und Politiker besinnen und Unrechtsdekrete ein für alle mal aufheben und für null und nichtig erklären. Gott schütze unsere ostdeutsche Heimat, er bewahre unser westdeutsches Zuhause.“