Zweigstelle des Bernardus- und Patrimonium-Verlags zieht jetzt nach Aachen

Das Büro des Bernardus- und des Patrimonium-Verlages, das jahrelang in der Trappisten-Abtei Mariawald untergebracht war, zieht jetzt nach Aachen. Wir erhielten vom Verlag folgende Mitteilung:

Ab kommenden Montag, dem 5. Februar 2018, werden wir das Zweigbüro des Bernardus- und Patrimonium-Verlages in der Abtei Mariawald schließen und in unsere Zentrale nach Aachen verlegen.

Dies geschieht einerseits aufgrund der traurigen Entwicklungen in Mariawald, andererseits möchten wir aber auch die Synergieeffekte des Standorts Aachen besser nutzen, um unsere Buchprojekte effizienter betreuen und umsetzen zu können.

Unter dem Dach der Verlagsgruppe Mainz freuen wir uns in diesem Zusammenhang auf die Erweiterung unserer hauseigenen Druckerei, die unlängst sogar mit dem PSO-Siegel zertifiziert wurde und damit in unserer Region zum kleinen Kreis der Qualitätsdruckereien gehört.

Wir danken Dom Josef Vollberg OCSO sehr herzlich für seine große Gastfreundschaft über viele Jahre und wünschen ihm, seinem Konvent und allen treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seiner Abtei, die sich erfolgreich und mit großer Einsatzbereitschaft für den Erhalt und die Förderung der wirtschaftlichen Betriebe eingesetzt haben, Gottes Segen und alles erdenklich Gute für die Zukunft!

Bitte notieren Sie die neue, Ihnen aber bestimmt schon bekannte Anschrift:
Verlagsgruppe Mainz, Bernardus- und Patrimonium-Verlag
Süsterfeldstraße 83 in 52072 Aachen

Internetseite mit Verlagsprogramm: https://www.bernardus-verlag.de/image/catalog/banner/verlagsprogramm-fruehjahr-2018.pdf


Heimbach in der Eifel mit traditionsreicher Wallfahrt zur Pieta-Madonna

Seit über 500 Jahren pilgern Menschen zum Wallfahrtsbild der „Schmerzhaften Gottesmutter“ nach Heimbach in der Eifel. Es handelt sich um eine sog. „Pieta“, also um eine Madonna, welche den toten Christus betrauert, dessen Leichnam auf ihrem Schoß liegt. heimbach-005

Wie so viele Pilgerorte geht auch diese Stätte auf den frommen Sinn eines einfachen Gläubigen aus dem Volke zurück:

Der Strohdecker Heinrich Fluitter aus Heimbach entdeckte 1460 bei einem Besuch in Köln eine spätgotische Marien-Pieta, die ihn so sehr ergriffen hat, daß er sich eine entsprechende Summe geliehen hat, um die Statue kaufen zu können. 

Im Kermeter in der Eifel  –  im Wald zwischen Heimbach und Gemünd  – stellte er das Bild auf. Bald darauf errichtete er eine kleine hölzerne Kapelle sowie eine einfache Unterkunft für sich selbst. Von nun an lebte der Handwerker dort als Einsiedler.

Schon bald kamen Leute von nah und fern, um in dem kleinen Kapellchen zu beten. Viele Gläubige erfuhren Gebetserhörungen oder jedenfalls Trost und Stärkung.

Dem damaligen Heimbacher Pfarrer gelang es, Zisterzienser aus Bottenbroich für die Betreuung der Pilger zu gewinnen. Die Ordensbrüder bauten neben der Wallfahrtskapelle ein Kloster. heimbach-clemens-dsc_0360

1487 wurde dieses Kloster Mariawald (http://www.mariawald.de) offiziell begründet. Die Marienstatue fand nun dort ihren Platz in dem kostbaren Antwerpener Schnitzaltar, in dem sie sich bis heute befindet (siehe Foto).

Das Kloster Mariawald war über viele Jahrhunderte das Ziel der Pilger, deren Zahl stetig zunahm. Im Jahre 1760 waren es zB. bereits 25.000 Wallfahrer. 1795 wurde das Kloster Mariawald im Zuge der Säkularisation (antikirchliche staatliche Enteignungspolitik) aufgehoben. Die Mönche mußten das Kloster verlassen; das Inventar wurde geraubt oder verkauft.

Der kostbare Schnitzaltar mit dem Gnadenbild wurde 1804 in die Heimbacher Pfarrkirche überführt, so daß sie nun das Ziel der Wallfahrer wurde. Diese St. Clemens-Kirche erwies sich allmählich als zu klein für die großen Pilgerscharen.

1981 wurde die neue Salvator-Kirche geweiht, die direkt neben die alte Kirche angebaut wurde (siehe Foto oben). Der Schnitzaltar und das Gnadenbild fanden dort in der Salvator-Kirche ihren Platz.

Ausführlicher Artikel über die Entstehung und Entwicklung der Wallfahrt hier: http://st-clemens-heimbach.kibac.de/geschichte

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz