Heinrich Heine: „Spätherbstnebel“

Spätherbstnebel, kalte Träume
überfloren Berg und Tal,
Sturm entblättert schon die Bäume,
und sie schaun gespenstisch kahl.

Nur ein einz’ger, traurig schweigsam,
einz’ger Baum steht unentlaubt,
feucht von Wehmutstränen gleichsam,
schüttelt er sein grünes Haupt.

Ach, mein Herz gleicht dieser Wildnis,
und der Baum, den ich dort schau,
sommergrün, das ist dein Bildnis,
vielgeliebte, schöne Frau!

Heinrich Heine (1797 – 1856)


Heinrich Heine: Der Himmel, das Meer und der Heiland der Welt

Hoch am Himmel stand die Sonne,
Von weißen Wolken umwogt,
Das Meer war still,
Und sinnend lag ich am Steuer des Schiffes,
Träumerisch sinnend, – und halb im Wachen
Und halb im Schlummer, schaute ich Christus,
Den Heiland der Welt.
Im wallend weißen Gewande
Wandelt er riesengroß
Über Land und Meer;
Es ragte sein Haupt in den Himmel,
Die Hände streckte er segnend
Über Land und Meer;
Und als ein Herz in der Brust
Trug er die Sonne,
Die rote, flammende Sonne,
Und das rote, flammende Sonnenherz
Goß seine Gnadenstrahlen
Und sein holdes, liebseliges Licht,
Erleuchtend und wärmend,
Über Land und Meer.

Heinrich Heine

Fortsetzung des Gedichts von Heine hier: https://www.staff.uni-mainz.de/pommeren/Gedichte/BdL/Nordsee-12.html

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


NEIN zu Kulturverfall und Dekadenz – JA zur Schöpfungsordnung Gottes!

Von Klaus Schmidt

Überhandnehmende Homosexualität und Lesbentum bilden keine Errungenschaft der Moderne, sondern waren schon im Hellenismus wie im ausgehenden Römerreich Symptome von Dekadenz und Kulturverfall. So geschieht nichts Neues unter der Sonne, was bereits der weise Salomo feststellte. 

Dass aber Mann mit Mann und Frau mit Frau hochoffiziell und mit allen staatlichen Privilegien versehen eine „Ehe“ eingehen können, ist in der gesamten Menschheitsgeschichte noch nie dagewesen.

Etwas Derartiges fiel nicht einmal primitivsten und heidnischsten Kulten ein, wogegen im Land der Reformation und im Lutherjahr dieses Novum aus der Traufe gehoben wird – obgleich aus einer solchen Verbindung keine Kinder resultieren, die den Fortbestand der Nation garantieren und die Renten der Altgewordenen sichern.

Rational ist ergo nicht zu begreifen, wofür eine Bundestagsmehrheit inbrünstig votiert hat. Eine Erklärung findet sich nur im Geist der Zeit, der nach dem Apostel Paulus der Sphäre der Finsternis entstammt. Und die jetzige Generation stellt überaus blind und arrogant allen Vorausgegangenen bis Adam das Attest aus, in Fragen geschlechtlicher Zuordnung intolerant, diskriminierend und „homophob“ gewesen zu sein.

Letztlich aber bedeutet dieser einschneidende Tabubruch einen Griff nach dem Thron des Schöpfers, in dem dessen unantastbar gültiges Gesetz von Mann und Frau aufgelöst wird.

Gott aber lässt sich nicht verspotten, und was der Mensch sät, das wird er ernten. Deshalb greift der Reim von Heinrich Heine heute mehr denn je: „Denk ich an Deutschland bei der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“.

Unser Autor Klaus Schmidt ist evangelikaler Prediger und Publizist; er wohnt in Crailsheim (Baden-Württemberg)


Deutsch-jüdischer Dichter Heinrich Heine: Würde und Bürde des deutschen Idealismus….

Deutschland  –  ein Wintermärchen

Ich ging nach Haus und schlief, als ob
Die Engel gewiegt mich hätten.
Man ruht in deutschen Betten so weich,
Denn das sind Federbetten.

Wie sehnt ich mich oft nach der Süßigkeit
Des vaterländischen Pfühles,
Wenn ich auf harten Matratzen lag,
In der schlaflosen Nacht des Exiles!

Man schläft sehr gut und träumt auch gut
In unseren Federbetten.
Hier fühlt die deutsche Seele sich frei
Von allen Erdenketten.

Sie fühlt sich frei und schwingt sich empor
Zu den höchsten Himmelsräumen.
O deutsche Seele, wie stolz ist dein Flug
In deinen nächtlichen Träumen!

Die Götter erbleichen, wenn du nahst!
Du hast auf deinen Wegen
Gar manches Sternlein ausgeputzt
Mit deinen Flügelschlägen!

Franzosen und Russen gehört das Land,
Das Meer gehört den Briten,
Wir aber besitzen im Luftreich des Traums
Die Herrschaft unbestritten.

Hier üben wir die Hegemonie,
Hier sind wir unzerstückelt;
Die andern Völker haben sich
Auf platter Erde entwickelt.

Heinrich Heine


Die schleichende Aushebelung der Grundrechte und das Versagen der Politik

Von Peter Helmespeter-helmes-227x300

“Wo man Wahlplakate zerstört, da bewacht man eines Tages auch Büchereien.” (Heinrich Heine)

70 Prozent der Plakate der AfD (Alternative für Deutschland) wurden im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf zerstört, gestohlen oder beschädigt, bei der AfD-Kandidatin Karina Weber gar 90 Prozent. Ein Symptom? Ja!

Was in Hamburg passierte, ist symptomatisch für eine lethargische Gesellschaft und einen maroden Linksstaat, wie es ihn nicht einmal zu APO-Zeiten gegeben hat.

Hier wird die Gesellschaft zunehmend ihrer Grundrechte beraubt, und der Staat, also die Politik, schaut weg oder fördert dies sogar  –  gewissermaßen eine staatlich geförderte Recht(s)zerstörung, deutlich zu erkennen z. B. an dem Entzug der Meinungs- und Versammlungsfreiheit bzw. der Bevorzugung linker – will heißen: politisch korrekter – Gruppelogo-afd-smalln.

Das ist eine durchgängige Linie, in linken Landen stärker, in gemäßigten schwächer ausgeprägt – noch. Denn „die Bewegung marschiert“, ob bei Wahlkämpfen oder bei Pegida etc. Es geht um die Eroberung des Luftraumes über der FDGO  –  der „freiheitlich demokratischen Grundordnung“, die von bewährten Axiomen bestimmt ist.

Genau hier setzen die Systemzerstörer an: Sie stellen Axiome nicht nur in Frage, sondern sie wollen sie ersetzen durch ihre Theorien. Ungeist ersetzt Geist. Klassische Staatsdenker hätten heute keine Chance mehr. Die Libertinage hat von der Gesellschaft in weitem Maße Besitz ergriffen, keine Norm von gestern gilt mehr.

Medienexperte: Andersdenkende werden zum Schweigen gebracht

Der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Norbert Bolz, einer der wenigen Intellektuellen, die noch nicht der politischen Korrektheit erlegen sind, bringt die Brutalität und Verkommenheit der linken Gesinnungsdiktatur auf den Punkt:

„Der Politischen Korrektheit geht es nicht darum, eine abweichende Meinung als falsch zu erweisen, sondern den abweichend Meinenden als unmoralisch zu verurteilen. Man kritisiert abweichende Meinungen nicht mehr, sondern hasst sie einfach. Wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern zum Schweigen gebracht.“ pc_pi

Dank der 68er- und ihrer Nachfolge-Generation hat sich unsere Gesellschaft immer negativer verändert. Weite Teile der Bevölkerung merken dies nicht oder – schlimmer – wollen es nicht sehen.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, können sie sich nicht vorstellen, daß sie getäuscht werden. Sie glauben der einseitigen Berichterstattung linksgleichgeschalteter Medien und nehmen die Bedrohung nicht wahr.

Falsche Toleranz führt dazu, daß dieser Staat hemmungslos ausgebeutet werden kann. Das ist die offenbar unaufhaltsame Zerstörung unseres Landes in moralischer und ethischer Hinsicht.

Wachsende Verunglimpfung von „politisch Unkorrekten“

Was leider zu wenig Beachtung findet: Jeder ist fortan moralisch gerechtfertigt, der sich an der Verunglimpfung aller Politisch Unkorrekter beteiligt. Dahinter stecken, das ist keine Überraschung, stets „gesellschaftspolitisch aktive Gruppen“ aus SPD, Jusos, Grünen, Grüner Jugend, DGB(-Jugend), ver.di (und ver.di-Jugend), der SED-Linke, Kommunisten, Antifa usw. Ein breites Bündnis „fortschrittlicher Gruppen“.

Man lese einmal das Handbuch der ver.di-Jugend: „Ideologie. Macht. Nazis. – Gegen Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus“.  – Hierzu ein Zitat (aus dem Vorwort): 0022

„Wir sagen ja zu Vielfalt und Offenheit. Wir wollen eine moderne, aufgeklärte, freie und demokratische Gesellschaft. Deshalb ist es unsere Aufgabe, jegliche Form von Diskriminierung zu bekämpfen. Von der Wurzel an. Das bedeutet: Vorurteilen, Feindbildern und falschen Weltdeutungen klar und deutlich entgegenzutreten. Wo auch immer wir damit konfrontiert werden. Das bedeutet auch: Die Ursachen in den Blick zu nehmen. Zu analysieren, wie Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus entstehen. Wie Rechtsextremismus funktioniert.

Dabei muss der Fokus notwendig auch in die Mitte der Gesellschaft gelegt werden (…) Die Existenzbedingungen, die der Kapitalismus den Menschen aufzwingt – Konkurrenz, Unsicherheit, Lohnabhängigkeit, Ausbeutung usw. – , sind ein guter Nährboden für ausgrenzendes Denken (…)

Letztlich streiten wir deshalb auch dafür, alle gesellschaftlichen Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch unterdrückt und ausgebeutet wird…“ 

Das ist der Geist, der aus diesen Organisationen weht, mit den gleichen Vokabeln, die schon im alten Sozialismus galten: „gesellschaftliche Verhältnisse umwerfen“.

„PC trägt in Deutschland Züge der Unterdrückung“

Leider lesen wir Bürgerliche solche Pamphlete nicht oder zu selten. Noch so ein klares „ver.dikt“: „Nährboden für ausgrenzendes Denken“ wirft ver.di uns ins Gesicht. „Ausgrenzendes Denken“? – Gegenüber Pegida oder AfD wird ohne jede Scham „ausgegrenzt“. Bei vielen dieser Linksaußen-Leute gilt fast jeder als Nazi, der kein Sozialist ist!

Der frühere langjährige Ministerpräsident Baden-Württembergs, Erwin Teufel, sagt es deutlich:

„Viele sprechen von Mut, wenn man seine Meinung sagt, obwohl diese politisch nicht korrekt ist. Denn politische Korrektheit trägt in Deutschland bereits Züge der Unterdrückung. Wer seine Meinung sagt – vor allem, wenn sie nicht linksextrem oder aber zumindest links ist -, der ist in Deutschland gleich ein Rechtsextremist.“

Die Tyrannei beginnt dort, wo Meinungen kriminalisiert und tabuisiert werden. Ich darf nicht mehr sagen, was ich denke. Vergessen der kluge Satz von Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst. Aber ich werde mein Leben dafür geben, daß Du es sagen darfst.“ 

Ein solcher Imperativ ist vielen Linken unserer Gesellschaft ein Greuel. Eine eigene Meinung zu vertreten, die einer selbsternannten Wächterliga nicht paßt, ist tabu.

Warum fällt mir gerade jetzt der Satz von Ignazio Silone (ital. Schriftsteller und Sozialist) ein?  – Er lautet: „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“   

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der Jungen Union; er betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com


„Du bist wie eine Blume…“

Du bist wie eine Blume

so hold und schön und rein;

ich schau‘ dich an, und Wehmut

schleicht mir ins Herz hinein.a (1)

Mir ist, als ob ich die Hände

aufs Haupt dir legen sollt‘,

betend, dass Gott dich erhalte

so rein und schön und hold.

Heinrich Heine


Frühlingslied: Leise zieht durch mein Gemüt…

Leise zieht durch mein Gemüt
liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied.
Kling hinaus ins Weite.

Kling hinaus bis an das Haus,
wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
sag, ich laß sie grüßen.

Heinrich Heine

(Foto von unserem Leser Dr. Bernd Pelz)