Bombendrohung gegen die Kirche von Pfarrer Hendrick Jolie

Die hessische Zeitung ECHO berichtet:

Pfarrer Hendrick Jolie wurde am Samstagnachmittag bedroht. Der Unbekannte soll gegenüber dem Priester angekündigt haben, eine Bombe zu zünden. Polizei-Sprecherin Andrea Löb bestätigte, daß es zu einer „Bedrohungslage“ gekommen sei. Die Polizei habe Räume nach Sprengkörpern abgesucht und die Besucher des Samstag-Abendgottesdienstes in der Modauer Gemeinde am Eingang kontrolliert. 
Die vier Gemeinden Liebfrauen (Ober-Ramstadt), St. Pankratius (Modau), St. Michael (Mühltal) und Verklärung Christi (Roßdorf) werden von Pfarrer Jolie betreut

Weitere Nachricht vom heutigen Montag aus  diesem kath. BLOG:

„Gestern hatten wir eine Bombendrohung in einer unserer Kirchen pünktlich zum Abendgottesdienst über das Telefon unseres Landpfarrers. Es hat also offenbar jemand erst in den Pfarrbrief geschaut und sich schlau gemacht.

Die Polizei hat die Kirche durchsucht und die Heilige Messe konnte mit einer halben Stunde Verspätung beginnen.

Heute stand vor einer anderen von unserer Pfarrkirchen plötzlich der Hessische Rundfunk mit einem Aufnahme-Wagen. Die kamen aber keineswegs, um sich wegen der Bombendrohung zu erkundigen, sondern wollten wissen, ob wir meinen, daß unser Pfarrer noch zu halten sei.

Sagt mal, geht’s noch?“

Weitere Überlegungen hier: http://www.kybeline.com/2012/12/03/bombendrohung-gegen-hessischen-landpfarrer-mit-wissen-des-hessischen-rundfunks/


Volker Becks ganz neues und erstaunliches Feingefühl für innerkirchliche Stilfragen

Der grüne Politiker attackiert gerne den Papst, aber wehe, ein Priester kritisiert einen Bischof…

Volker Beck, bekannter Parlamentarier und bekennender Homosexueller, ist nicht gerade als Vertreter einer sanften Tonlage bekannt, sondern gilt selbst in seiner Partei eher als der „Mann fürs Grobe“, der selten um eine neue Provokation verlegen ist.

So war der Bundes-Geschäftsführer der Grünen beispielsweise von vornherein strikt dagegen, daß Papst Benedikt im Bundestag sprechen darf  –  in diesem Punkt mochten ihm selbst Angehörige seiner eigenen Fraktion nicht unbedingt folgen, von antikirchlichen Politikern wie Trittin und Co. abgesehen.

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Weil sich der römische Pontifex getreu der katholischen Lehre, die er zu verkünden hat, gegen die Gleichstellung von homosexuellen „Paaren“ mit der normalen Ehe aussprach, warf ihm der rabiate Bundestagsabgeordnete Beck nichts weniger als einen „Angriff auf den säkularen Verfassungsstaat“ vor.

Hinsichtlich der Annäherungsversuche und Gespräche, die der Vatikan mit der traditionsverbundenen Priesterbruderschaft St. Pius führte,  erklärte der grüne Abgeordnete,  der Papst dulde damit zugleich auch eine „Ideologie der Ungleichwertigkeit innerhalb der katholischen Kirche, die Juden, Muslime, Homosexuelle und emanzipierte Frauen zu Menschen zweiter Klasse degradiert“.

Selbst Erzbischof Woelki aus Berlin widersprach seinerzeit den Rundumschlägen Becks und erklärte, es stehe diesem frei, den Papst zu kritisieren, aber: „Ein wenig mehr an Differenzierung und weniger an Polemik wären aber angemessen“.

Von den noch extremeren Entgleisungen gegen katholische Bischöfe,  für die seine umtriebige Parteivorstandskollegin Claudia Roth ebenso berühmt wie berüchtigt ist, einmal ganz zu schweigen.

Doch man lese und staune, wie feinsinnig sich der eifrige Polemiker Beck plötzlich um den innerkirchlichen Umgangsstil besorgt zeigt, wenn es nicht um seine eigenen provokanten Äußerungen, sondern um einige flapsige Bemerkungen des konservativen Priesters Hendrick Jolie geht.

Gegen diesen hessischen Priester zieht Beck gemeinsam  mit dem „schwulen Theologen“ Dr. David Berger schon seit Wochen eifrig zu Felde, wobei der Geistliche durch seinen leichtfertigen Umgang mit dem unseriösen Radauportal „kreuz.net“ sicher einen ernsten Fehler begangen hat, sich hierfür aber auch klar entschuldigt hat.

Der für Jolie zuständige Bischof Karl Lehmann nahm die Entschuldigung des Geistlichen an und dankte ihm ausdrücklich „für seine Bereitschaft zur selbstkritischen Umkehr“. Der bußfertigte Priester wurde daher von der Kirche zwar gerüffelt, aber nicht amtsenthoben  – und das ist auch gut so.

Volker Beck hält die Causa Jolie weiter am Köcheln

Damit könnte das Thema abgehakt sein, müßte man meinen, aber Hustekuchen!

Jetzt berichtete „Spiegel-online“, Volker Beck habe  die Kardinäle Lehmann und Zollitsch in Briefen zur Causa Jolie aktuell aufgefordert, „doch kirchen- und arbeitsrechtliche Konsequenzen aus diesem Fehlverhalten zu ziehen“.

Zudem heißt es dort: „Jolie habe andere Nutzer von kreuz.net mehrfach in Kommentaren als „Spacko“ und „Gehirngnome“ bezeichnet, also eine „diffamierende und diskriminierende Sprache“ verwendet. Zudem habe er sich in Richtung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz unflätig geäußert.“

Welch neue Sensibilität des Volker Beck wir hier bestaunen dürfen!

Der grüne Geschäftsführer selber attackiert gerne öffentlich den Papst und will ihn nicht einmal im Bundestag sehen und hören.

Aber wenn sich ein katholischer Pfarrer im Chat-Kommentarbereich zwischen Tür und Angel des Internets in einer vielleicht  flapsigen bis unangemessenen Sprache artikuliert, dann findet dies Herrn Becks scharfe Mißbilligung  –  und ausgerechnet der bewährte Herr Polemiker verteidigt den „Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz“ vor den angeblich „unflätigen“ Meinungsäußerungen des Gemeindegeistlichen.

Viele Katholiken sehen sicherlich ganz hoffnungsfroh der weiteren Entwicklung des Beckschen Feingefühls entgegen und erwarten gerne den Tag und die Stunde, wo er diese lobenswerte Tugend auch in eigener Sache und Person anzuwenden gedenkt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster