Erklärung der Osterakademie in Kevelaer

Die zur jährlichen Osterakademie in Kevelaer (24. – 27. April 2019) versammelten Katholiken sehen eine international erschreckende Zunahme der Verfolgung von Christen.

Die nachweisbare Zahl ermordeter Christen ist von 2017 auf 2018 von 2782 auf 4136 gestiegen  – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer.

Das Attentat auf Sri Lanka mit mehr als 400 Toten am Ostersonntag 2019 lässt weitere Eskalation befürchten. Das grundlegende Menschenrecht auf freie Religionsausübung ist durch alle diese Vorgänge massiv verletzt.

Daher unterstützen und bejahen wir nachdrücklich die Forderung von Henryk M. Broder, hier bei und und in Europa einen Beauftragten einzusetzen zur Beobachtung und Aufdeckung der zunehmenden Christenfeidlichkeit, um die Menschenrechte und unsere Demokratie zu schützen.

Kevelaer, im April 2019
Für die Teilnehmer: Kardinal-von-Galen-Kreis e.V. als Veranstalter der Osterakademie

Reinhard Dörner, Vorsitzender

Gemälde: Evita Gründler


„Gemeinsame Erklärung 2018“ erhielt einen Massen-Andrang und wird bald eine Petition

Mitte März starteten prominente Wissenschaftler, Künstler und Schriftsteller mit einer sog. „Gemeinsamen Erklärung 2018“, die eine kurze, aber deutliche Ansage enthielt:

„Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“  

Zu den Erstunterzeichnern gehört z.B. der jüdische Publizist Henryk M. Broder, der Bestseller-Autor Dr. Thilo Sarrazin, der ehem. SPIEGEL-Redakteur Matthias Matussek, die frühere „DDR“-Bürgerrechtlerin und CDU-Politikerin Vera Lengsfeld, der Historiker Dr. Karlheinz Weissmann, der Gründer und Chefredakteur der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT, Dieter Stein, der Journalist Klaus Kelle, die frühere Tagesschau-Sprecherin Eva Herman und viele weitere Persönlichkeiten.

Zunächst war diese Erklärung auf Autoren, Künstler, Wissenschaftler und andere Akademiker begrenzt.

Mit dem 2018-igsten Unterzeichner wurde diese Liste geschlossen  – und zugleich auf vielfachen Wunsch für alle Teilnehmer geöffnet, was zu einem riesigen Massenandrang führte. Schon jetzt sind es rund 114.000 Unterzeichner. Angesichts solcher Dimensionen können die Namen natürlich nicht mehr veröffentlicht, sondern nur noch gezählt werden.

Die Organisatoren wollen die überaus erfolgreiche Stellungnahme nun in eine Massenpetition an den Deutschen Bundestag umwandeln; diese soll, nachdem möglichst viele unterzeichnet haben, folgendermaßen lauten:

Am 15. März gingen 34 Erstunterzeichner mit dieser Erklärung an die Öffentlichkeit: [Es folgt der Text der Gemeinsamen Erklärung 2018]. Nachdem sich XXX.XXX Menschen dem Aufruf angeschlossen haben, fordern wir jetzt vom Bundestag, dass die von Recht und Verfassung vorgesehene Kontrolle der Grenzen gegen das illegale Betreten des deutschen Staatsgebietes wiederhergestellt wird.

Sodann verlangen wir die Einsetzung einer Kommission, die der Bundesregierung schnellstmöglich Vorschläge unterbreitet, wie

  • der durch die schrankenlose Migration eingetretene Kontrollverlust im Inneren des Landes beendet werden kann
  • wirksame Hilfe für die tatsächlich von politischer Verfolgung und Krieg Bedrohten organisiert werden kann und wo dies idealerweise geschehen sollte.

Als Mitglieder des Gremiums können wir uns vorstellen: Udo di Fabio, Rupert Scholz, Barbara John, Seyran Ates, Hamed Abdel-Samad. Weitere Namen können folgen.

Weitere Infos und Unterzeichnungsformular hier: https://www.erklaerung2018.de/index.html

 


„Erklärung 2018“: Immer mehr Prominente kritisieren „illegale Masseneinwanderung“

Im Verlauf der Debatte um die „Erklärung 2018“ haben weitere namhafte Persönlichkeiten das Dokument unterzeichnet. 

„Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, daß die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird“, heißt es in der Stellungnahme.

Initiatorin des Aufrufs ist die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin und Publizistin Vera Lengsfeld. Zu den Erstunterzeichnern der Erklärung gehören u. a. der jüdische Autor Henryk M. Broder, Uwe Tellkamp, Thilo Sarrazin, der Historiker Jörg Friedrich sowie die Publizisten Matthias Matussek, Michael Klonovsky und Klaus Kelle.

Inzwischen gesellten sich weitere Prominente dazu: Der Islam-Experte Bassam Tibi, der Historiker David Engels, der Verleger Wolf Jobst Siedler jun., der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz und die Bürgerrechtlerin Angelika Barbe.

Seit vergangener Woche kamen somit mehr als 100 Unterzeichner hinzu.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/weitere-prominente-unterzeichnen-die-erklaerung-2018/


Henryk Broder kritisiert Friedensnobelpreisverleihung an die EU

Der deutschjüdische Schriftsteller und WELT-Redakteur Henryk Broder hielt kürzlich in Berlin eine Rede, die sich äußerst skeptisch mit der Europäischen Union befaßt, zumal mit der Verleihung des Friedensnobelpreises an diese Institution.  Die „Deutschen Wirtschafts-Nachrichten“ haben den Vortrag dokumentiert, aus dem wir hier Auszüge zitieren:

„Wir erleben die letzten Tage Europas. Nicht im physischen, eher im philosophisch-metaphorischen Sinne. So wie Karl Kraus in seinem 1922 erschienenen Monumentalwerk „Die letzten Tage der Menschheit“ vorhersah, so liegen „Die letzten Tage Europas“ unmittelbar vor uns. Nein, sie liegen nicht einfach da, sie springen uns geradezu an.

Ich habe am letzten Montag die Live-Übertragung der Feier zur Übergabe des Friedensnobelpreises an die Europäische Union gesehen, live im Fernsehen, der ARD sei Dank.

Ich hatte gerade einen Nachtflug von Washington nach Frankfurt hinter mir und war noch ein wenig benommen. Aber diese Art von Benommenheit schärft die Sinne, man sieht zwar alles ein wenig undeutlich, hört aber die feinen Zwischentöne viel klarer.

Ich nehme an, ich bin der einzige in diesem Raum, der diese Feier gesehen hat. Denn sie fand zu einer Zeit statt, da normale Menschen arbeiten und nur allein erziehende Mütter, königliche Hoheiten und die Angehörigen der Brüsseler Bürokratie es sich leisten können, vor dem Fernseher zu sitzen, ohne darüber nachdenken zu müssen, wie sie die GEZ-Gebühr bezahlen sollen.

Also, ich verfolgte die Verleihung des Friedensnobel-Preises an die EU und wusste nicht, ob ich weinen oder lachen sollte.

Die EU auszuzeichnen, weil sie den Frieden in Europa bewahrt habe, ist so albern, als würde man die Heilsarmee dafür auszeichnen, dass sie nicht in das Geschäft mit Alkohol, Drogen, Nutten und Waffen eingestiegen ist. Oder als würde man das Internationale Rote Kreuz dafür ehren, dass es keine Konzentrationslager betreibt.

Im Übrigen ist das friedliche Europa nicht der Garant des Friedens, sondern das Ergebnis einer militärischen Intervention, ohne die wir heute nicht so gemütlich beisammen sitzen würden, und falls doch, dann vermutlich nur, um den letzten erfolgreichen Einsatz der Legion Condor zu feiern.

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU erinnerte mich an irgendwas, das tief in meinem Gedächtnis abgespeichert war. Und weil ich müde war, dauerte es eine Weile, bis die Erinnerung den Weg an die Oberfläche geschafft hatte.

Ja, das war es! Genauso feierte das ZK der Kommunistischen Partei der Sowjetunion sich selbst! Man verlieh sich gegenseitig Orden und bestätigte sich reihum, einen extrem wichtigen Beitrag zum Frieden und zur Sicherheit in Europa und in der Welt geleistet zu haben.“

Quelle und Fortsetzung des Vortrags hier:  deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/16/hendryk-broder-wir-erleben-die-letzten-tage-europas/