Israels Staatspräsident reiste nach Südkorea

Israel stolz auf Armee, Wirtschaft, Landwirtschaft, Industrie

​Am Montag (15.7.19) traf Staatspräsident Reuven Rivlin den südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in im Blauen Haus in Seoul. 

Die Staatsmänner sprachen während ihres Treffens über die sich ausweitenden Beziehungen zwischen den beiden Ländern und Möglichkeiten weiterer Kooperationen.

Präsident Rivlin betonte die vielen Gemeinsamkeiten zwischen Korea und Israel. Beide Länder verfügen über eine lange Geschichte, haben im selben Jahr ihre Unabhängigkeit erlangt und jede ihrer Herausforderungen in eine Chance verwandelt.

Ferner wünschte sich der Staatspräsident eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern mit Unterstützung der Sonderdelegationen, die diesen wichtigen Besuch von hochrangigen Mitgliedern aus Wirtschaft, Innovation und Wissenschaft begleiten. 

„Wir haben jede Herausforderung in eine Chance verwandelt“, sagte der Staatspräsident. „Und das ist das wahre Geheimnis unseres Wachstums als Nation. Wir haben eine Armee aufgebaut, die uns schützt, und eine starke, wachsende Wirtschaft. Wir haben eine blühende Landwirtschaft entwickelt und Wasser in die Wüste gebracht, und auch Sie haben eine Industrie entwickelt, zu der die Welt aufschaut.“ 

Angesichts der ähnlichen sicherheitspolitischen Herausforderungen beider Länder, hob Staatspräsident Rivlin das Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit und einen gemeinsamen Austausch hervor. Er würdigte auch den Beitrag Südkoreas zur Stabilität im Nahen Osten und zur UNIFIL-Friedenstruppe. 

Präsident Moon Jae-in nannte den Staat Israel eine Inspiration und sagte, dass er mit Begeisterung auf Israels Errungenschaften im Laufe der Jahre blickt: „Ihr Bildungssystem und die berühmte israelische Chuzpe sind für uns ein Vorbild.“ 

Quelle (Text/Foto): https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Staatspr%C3%A4sident-Rivlin-trifft-den-s%C3%BCdkoreanischen-Pr%C3%A4sidenten-Moon-Jae-in.aspx


Der Islam als „Weckruf“ für uns Christen

Christen sollten sich in der Islamdebatte nicht von extremen Positionen vereinnahmen lassen, sondern die persönliche Begegnung mit Muslimen suchen und dabei auch kritische Fragen ansprechen.

Diese Ansicht vertrat der Wissenschaftliche Referent beim Institut für Islamfragen der Dt. Evangelischen Allianz, Carsten Polanz (siehe Foto), am 29. September beim Allianztag im thüringischen Bad Blankenburg.

Polanz zufolge dominieren in der Islamdebatte in Deutschland zwei gegensätzliche Haltungen: Einerseits sehe er „destruktive Pauschalisierungen und lähmende Angst“, andererseits starke Tendenzen der Verharmlosung und Beschwichtigung realer Herausforderungen. Christen sollten jedoch nicht „einen Irrtum mit dem anderen bekämpfen“, sondern sich ausgewogen einbringen.

Für einen zukünftigen Frieden sei es notwendig, einen ehrlichen Dialog zu führen, in dem auch fundamentale Unterschiede im Gottes-, Menschen- und Gesellschaftsbild und gegenseitige Vorbehalte sachlich zur Sprache kämen. Dazu muss die Gesellschaft laut Polanz wieder lernen, zwischen Wahrheits- und Machtanspruch zu unterscheiden: „In unserer Gesellschaft gibt es das seltsame Verständnis, dass derjenige tolerant sei, dem alles gleichgültig ist.

Eine echte Toleranz setze aber immer auch fundamentale Überzeugungen und die sachliche Ablehnung gegenteiliger Überzeugungen voraus: „Wer alles gleichsetzt, verliert jegliches Unterscheidungsvermögen und weiß nicht mehr, an welchen Stellen er mutig und klar Position beziehen sollte.“

Zudem werde das christliche Zeugnis in der Öffentlichkeit heute dringend gebraucht. Auch in Kirchen und Gemeinden nehme er teilweise eine Entfremdung von der Bibel und eine Leichtfertigkeit im Umgang mit christlichen Grundaussagen wahr. Die Begegnung mit Muslimen und die islamische Herausforderung verstehe er daher auch als Weckruf, sich wieder neu auf das Evangelium und die biblischen Grundaussagen zurückzubesinnen.

Quelle (Text/Foto): https://ead.de/aktuelles/


Wütende Reaktion von CDU-Fraktionschef Kauder auf Rede von Andreas Mattfeld (CDU)

Meine Rede zur Flüchtlingspolitik im Bundestag Mattfeldt Rede im Bundestag 26-11-15

Als zuständiger Berichterstatter unserer Fraktion für das Bundeswirtschaftsministerium wollte ich am vergangenen Donnerstag eigentlich nur eine Rede zum Haushaltsplan 2016 halten. Dass unser CDU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder mir hinterher lautstark entgegenhielt: „Du sollst dich was schämen!“, damit hatte ich nicht gerechnet.

Was war geschehen? Neben den guten Wirtschaftsdaten ging ich auch auf die aktuelle Flüchtlingskrise ein, die auch eine große wirtschaftliche Herausforderung für das Land ist. Die Flüchtlingskrise ist die wohl größte Herausforderung für die nächsten Jahre und so warnte ich davor, dass sich Deutschland verhebt und davor, dass Deutschland mit der Geschwindigkeit und großen Anzahl der ankommenden Flüchtlinge nicht fertig werden wird.

Bei der großen Anzahl an Flüchtlingen ist eine Integration in unser gesellschaftliches System und in den Arbeitsmarkt nahezu unmöglich.

Dann sagte ich den Satz, den Kauder zu seinem lautstarken Ausbruch veranlasste: „Das erste Mal habe ich aber als politischer Entscheidungsträger in diesen Monaten den Eindruck, dass wir als Staatsgewalt die Kontrolle in der Flüchtlingskrise  verloren haben – vielleicht auch weil wir uns nicht trauen unpopuläre Dinge auszusprechen und durchzusetzen.“

Außerdem betonte ich, dass die Aufnahmekapazität von Flüchtlingen schon lange überschritten ist und konsequente Rückweisungen kein Tabu mehr sein dürfen, damit Deutschland den wirklich Verfolgten helfen kann. Das Land, Europa und die sich auf den Weg machenden Flüchtlinge brauchen dringend ein solches Signal. (…)

So einen Wutanfall wie von Herrn Kauder habe ich in meiner gesamten politischen Laufbahn noch nicht erlebt, weder in dieser Lautstärke noch in dieser Tonalität. Herr Kauder und auch unser 1. Parlamentarischer Geschäftsführer Grosse-Brömer versuchen ganz offenbar, mich einzuschüchtern.

Als unabhängiger Abgeordneter sehe ich es aber als meine Pflicht an, der Bundesregierung klar zu machen, dass wir in der Flüchtlingspolitik schnell umschwenken müssen. Auch von unserer Kanzlerin erwarte ich schnell ein deutliches Signal.

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Artikel hier: http://www.andreas-mattfeldt.de/


Alfred Adlers Thesen zur Homosexualität: Angst vor der Herausforderung

Von Felizitas Küble

Der berühmte Arzt und Psychologe Alfred Adler ist der führende Vertreter der zweiten „Wiener Richtung der Psychologie“, die sich von Sigmund Freud und dessen Psychoanalyse trennte und einen anderen Weg einschlug: den der sog. Individual-Psychologie.

Der 1870 als Sohn jüdischer Eltern in Wien geborene Mediziner vollzog 1911 den endgültigen Bruch mit Freud, als er aus dessen „Psychoanalytischen Vereinigung“ austrat und 1913 den „Verein für Individualpsychologie“ gründete. Wegen seiner Gefährdung durch den Nationalsozialismus emigrierte er 1935 in die USA.

Während Freud die „Libido“ bzw. den Sexualtrieb als bestimmenden Faktor im menschlichen Leben ansah, steht für Dr. Adler das „Gemeinschaftsgefühl“ im Vordergrund, das im Menschen naturhaft angelegt sei, aber durch pädagogische Bemühungen im Elternhaus und durch eigene Selbsterziehung   –   er nannte es „Selbsttraining“  –  bestärkt werden müsse.

Er räumte der Willensfreiheit einen weitaus höheren Stellenwert ein, als Freuds Theorie vom „psychischen Apparat“ dies vorsah. Aus Adlers Sicht sind schwerwiegende seelische Persönlichkeitsmängel bzw. Neurosen weniger sexuell verursacht als vielmehr eine Folge von Minderwertigkeitsgefühlen, die dann durch übertriebenes Geltungsstreben scheinbar ausgeglichen bzw „kompensiert“ werden.  So entstehen tiefsitzende Minderwertigkeitskomplexe, die zu Störungen im Gemeinschaftsleben führen.

In diesen Zusammenhang betrachtete er auch „Das Problem der Homosexualität“ (so sein Buchtitel).

Für Dr. Adler beginnt dieses „Problem“ mit Minderwertigkeitsgefühlen in der Kindheit, die durch eine fehlgeleitete Erziehung (zB. durch Vernachlässigung oder das andere Extrem der Verwöhnung) begünstigt würden, ebenso durch eine dominante (beherrschende) Mutter, ein fehlendes Vater-Vorbild oder enttäuschende Erfahrungen mit Gleichaltrigen desselben Geschlechts.

Diese Faktoren führen nach Adler aber keineswegs automatisch zu einer homosexuellen Ausrichtung. Ob diese entsteht, hängt aus seiner Sicht davon ab, wie der Mensch auf Niederlagen und Zurückweisungen reagiert  –  und hier kommt nun die Willensfreiheit ins Spiel:

Gelingt es dem „Frustrierten“, dennoch die Herausforderungen des Alltags und der eigenen Geschlechtsidentität“ lebensbejahend aufzugreifen und sich zur Gemeinschaftsfähigkeit durchzuringen  –  oder zieht er sich in seine innere“ Emigration“, gewissermaßen ins seelische Schneckenhaus zurück und verrennt sich so in Selbstmitleid, Überempfindlichkeit und unterschwellige Feindseligkeit gegenüber den anderen  –  im homosexuellen Fall: vor allem gegenüber dem weiblichen Geschlecht.

Hieraus ergibt sich der logische Schluß, daß der Individualpsychologe Adler das homosexuelle Empfinden als eine erworbene Eigenschaft ansah und nicht als genetische Veranlagung. Die These von der „angeborenen Homosexualität“ bezeichnete er in seinem Buch „Das Problem der Homosexualität“ wörtlich als „wissenschaftlichen Aberglauben“ (S. 89).

Er hielt diese damals weitverbreitete Anschauung für unvertretbar, zumal sie die Betroffenen in dem fatalen Irrglauben bestärke, ihre Ausrichtung sei unabänderlich.

Adler bezeichnet die gegenseitige Anziehung von Mann und Frau als das „tragende Prinzip von der Erhaltung der Gesellschaft.“  – Demgegenüber sei Homosexualität durch ein „Ausweichen vor normalen Beziehungen gekennzeichnet, in denen der Homosexuelle eine sichere Niederlage voraussieht“, vor allem gegenüber dem anderen Geschlecht.

Diese „mangelhafte Vorbereitung auf die Geschlechterrolle“ bedeute einen Fehlschlag in der Erziehung zum Mitmenschen“ (S. 87), so Dr. Adler, denn der Betroffene „weicht der normalen Lösung der Liebesfrage aus“. 

„Die Logik des Lebens“ läßt sich nicht verdrängen

Allerdings schlage die „Logik des Lebens“ unterschwellig auch bei ihm durch, wenn er seiner „fixen Idee, seiner Aufwallung nachgeht“, denn letztlich sei er unglücklich mit seiner Orientierung: „Darin bekundet sich die Stimme der Gemeinschaft, die unter allen Umständen der Homosexualität abhold sein muß.“Der „homosexuelle Fehlschlag“ führt nach Adler häufig zu Defiziten bei den sozialen Tugenden:

„Der Homosexuelle zeigt wenig Gemeinsinn und kaum jenes Wohlwollen für andere, wodurch das Band der Einigkeit unter den Mitmenschen geknüpft werden kann; er sucht auch nicht die friedliche Einfügung und Harmonie, sondern eine vorsichtige, aber übertriebene Expansionstendenz führt ihn auf den Weg des fortwährenden, feindlichen Messens und Kämpfens, in dessen Dienst er auch seinen Sexualtrieb stellt. Mit einem Wort: er hat sich nicht zum Mitspieler der Gesellschaft entwickelt.“ (S. 34)

Außerdem schreibt Adler, daß „verdrängte Minderwertigkeitskomplexe bei gleichzeitigem kompensatorischem Überlegenheitsgefühl zu Entwertungstendenzen“ gegenüber den Mitmenschen führen, das bedeutet: Der Komplexbeladene fühlt sich in seinem Ich-Gefühl auf unreife Weise gestärkt, wenn er andere verachtet und mit Mißtrauen behandelt.  –  So dreht sich der Kreis in seinem innerseelischen Gefängnis.

Menschen mit Sexualstörungen zeigen nach Adler auch „Züge verstärkter Überempfindlichkeit, überstiegenen Ehrgeizes und Trotzes“. (S. 28).  – Dies gelte nicht allein für Homosexuelle, sondern allgemein für den „nervösen Charakter“ (der eine Vorstufe zur Neurose darstellt), insbesondere für Angstneurotiker, Zwangsneurotiker oder chronisch Depressive.

Dr. Adler betrachtet Homosexualität grundsätzlich als „heilbar“,wenngleich der Weg dorthin sehr schwierig sei, denn dies erfordere ein „außergewöhnliches Selbsttraining“ der „schwer entmutigten Nervösen“, wie er Homosexuelle auch nennt.  Daher sei es wichtig, ihn zum Gemeinschaftsgefühl zu ermutigen, damit er so sein Selbstmitleid überwindet (vgl. S. 36).

Für Adler besteht das Leben des Menschen  –  auch des heterosexuellen  –  darin, ein „Training für die Liebe“ zu absolvieren, diese Herausforderung tapfer anzupacken und ihr nicht auszuweichen; das gelte vor allem für die Annahme des anderen Geschlechts.

In seinem Buch „Neurosen  –  Zur Diagnose und Behandlung“ schreibt er auf S. 61:

„Liebe ist eine notwendige Lebensaufgabe, die eine frühe Vorbereitung erfordert  –  und Training für die Liebe ist ein integraler Bestandteil der Erziehung zum Leben.“

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks eV. in Münster