Negativ-Rekord: Deutschland „erreicht“ die niedrigste Geburtenrate der Welt

In keinem anderen Land bleiben so viele Frauen kinderlos

Wie man’s auch rechnet: Deutschland steht vor der „bestprognostizierten Katastrophe“ (Herwig Birg) seiner Geschichte, der demographischen Überalterung und dem schleichenden Aussterben der Deutschen.

Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat dazu eine neue Studie mit dramatischen Zahlen beigesteuert: Seit mehr als zehn Jahren hat Deutschland die niedrigste Geburtenrate weltweit, noch hinter Japan, dem Paradebeispiel unter den Industriestaaten für Kinderlosigkeit und Vergreisung. DSC_0199

Die Hamburger Wissenschaftler rechnen nicht mit der üblichen Kennziffer der Geburten pro Frau im gebärfähigen Alter von 15 bis 49 Jahren, die in Deutschland seit Jahrzehnten um 1,4 pendelt, ein Drittel unter der als bestandserhaltend geltenden Rate von 2,1, sondern mit der Bruttogeburtenziffer je tausend Einwohnern. Die ist in Deutschland auf 8,28 gesunken, sogar in Japan waren es noch 8,36.

Die Zahl ist aussagekräftiger als die sonst übliche Angabe der Geburtenhäufigkeit in Bezug auf die Frauen, weil sie den Kern des Problems abbildet:

Das Fehlen potentieller Mütter, die wegen der jahrzehntelangen Geburtenverweigerung durch die Generation der „Babyboomer“ und die darauffolgenden Alterskohorten gar nicht erst geboren worden sind. In keinem anderen Land bleiben so viele Frauen  –  mehr als ein Drittel  –  dauerhaft kinderlos: Noch so ein Negativ-Weltrekord.

Frauen in die Betriebe drängen ist keine Lösung

Die Schlußfolgerung von Politik und Medien aus solchen Befunden, wenn sie denn überhaupt zur Kenntnis genommen werden, ist stereotyp ökonomistisch: Frauen zur Berufstätigkeit drängen, um ihr Arbeitskräftepotential zu mobilisieren, und mehr „Willkommenskultur“ für Einwanderer, die die schrumpfenden Reihen der Arbeitskräfte und Beitragszahler auffüllen sollen. DSC_0048

„Familienministerin“ Manuela Schwesig (SPD) findet beides gut und verkündet auch gerne, daß „familienpolitische“ Maßnahmen – da meint sie vor allem „Elterngeld“ und Kita-Ausbau – ja gar nicht in erster Linie der Anhebung von Geburtenraten dienen sollen.

Daß Einwanderung keine Demographieprobleme löst, könnte sich inzwischen herumgesprochen haben. Auch Einwanderer werden schließlich älter, wenn sie – wie hierzulande tatenlos hingenommen – bevorzugt in die Sozialsysteme einwandern, retten sie diese auch nicht, sondern bringen sie noch schneller zum Detonieren.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/deutschlands-negativ-weltrekord/


Buchpräsentation in Berlin: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik“

Der LIT Verlag veranstaltet in Berlin am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, in Berlin eine Vorstellung des neuen Buches von Prof. Dr. Herwig Birg: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik  –  Eine demographische Prognose“ Coverabbildung
 
Die Veranstaltung ist zu Gast im Haus des Familienunternehmens in 10117 Berlin, Pariser Platz 6a (direkt neben dem Brandenburger Tor).

Unter der Moderation von Jürgen Liminski, Redakteur beim Deutschlandfunk, diskutieren über die Thesen des Buches: Der ehem. sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf (CDU) und der Bevölkerungswissenschaftler Prof. Dr. Herwig Birg.

Wegen der begrenzten Plätze wird um Anmeldung gebeten an: LIT-Verlag, Schumannstr. 18 in 10117 Berlin, Telefon: 030 280 40 880 , Fax: 030 280 40 882, E-Mail: berlin@lit-verlag.de

Die Alterung der Gesellschaft gilt in Deutschland als ein zentrales Problem, nicht zuletzt dank Frank Schirrmachers Bestseller „Das Methusalem-Komplott“. Die steigende Lebenserwartung gilt als Hauptgrund. Dies aber entspricht nicht den Tatsachen. Das Durchschnittsalter steigt stärker durch die niedrige Geburtenrate.

Diese Entwicklung kann realistischerweise auch durch Zuwanderung nicht kompensiert werden. Herwig Birg geht diesem Zentralproblem und allen damit zusammenhängenden ausführlich nach.

Er zeigt, daß demographische Prognosen sich als sehr verläßlich erwiesen haben. Das Versagen der Politik wiegt deshalb umso schwerer.

Prof.Dr. Herwig Birg hatte von 1981 bis 2004 den Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft an der Universität Bielefeld inne.

Buch-Daten: Die alternde Republik und das Versagen der Politik. Eine demographische Prognose
Reihe: Wissenschaftliche Paperbacks, Bd. 35, LIT-Verlag 2014, 256 S., 34.90 €, geb., ISBN 978-3-643-12827-0

Bestellmöglichkeit hier: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-12827-0