Hedwigswallfahrt der vertriebenen Schlesier zum Hildesheimer Dom am 20. Oktober

Die heilige Hedwig, auch Hedwig von Andechs (1174 bis 1243) genannt, ist die Schutzpatronin Schlesiens; ihr Namensfest ist der 16. Oktober.

Die Herzogin sorgte für die Verbreitung des christlichen Glaubens und die Bildung des Volkes, gründete Klöster, förderte neue Ordensniederlassungen und setzte sich hingebungsvoll ein für die Armen und Kranken.

Als Landesmutter sorgte sie für ihr Volk, das aus Slawen und Deutschen bestand – und deshalb gilt als erste Brückenbauerin zwischen Polen und Deutschen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Vertriebene und Flüchtlinge aus Schlesien ins Bistum Hildesheim und haben die Verehrung der Heiligen mitgebracht.

Mit der Hedwigswallfahrt pflegen sie diese bis heute und bringen gleichzeitig ihre Anliegen zur Gottesmutter, der Patronin des Bistums.

Hier das Programm:

10 Uhr Festhochamt:
Hauptzelebrant: Großdechant Franz Jung, Visitator em. der Grafschaft Glatz
13 Uhr Rosenkranzgebet mit heimatkirchlichen Marienliedern
14 Uhr Festandacht mit Konsistorialrat Pfarrer Christoph Lindner, Garbsen
Ansprache: Pfarrer Martin Karras, Burgdorf
Beichtgelegenheit ab 9 Uhr im Dom
In der Mittagspause werden in der Cafeteria des Bischöflichen Generalvikariats Essen und Getränke angeboten.

Quelle: https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/veranstaltungen/details/event-title/hedwigswallfahrt-135990/

 


Hildesheim: Peter Hahne erinnerte in der Michaelis-Kirche an die Zehn Gebote

Die Gesellschaft leidet unter einem Verlust grundlegender Werte und einem Mangel an Zukunftskonzepten. Daher verfallen Politik und Kirchen zunehmend in Aktionismus.

Das beklagte der bekannte Fernsehjournalist und Buchautor Peter Hahne am 17. September in einem Vortrag in der mehr als 1000-jährigen Hildesheimer St. Michaelis-Kirche.

Dr. Bernd F. Pelz

Dr. Bernd F. Pelz

Laut Hahne zielen politische Entwürfe etwa zum Bevölkerungswandel, Bildungsnotstand oder Fachkräftemangel zu kurz. Ferner zeugten die zunehmenden gesetzlichen Regelungen in allen Lebensbereichen von einem Verlust ehemals allgemeingültiger Werte.

So sei die Begrenzung unverhältnismäßig hoher Managergehältern nur nötig, weil nicht mehr allen Menschen klar sei: „Das gehört sich nicht!“

Dem daraus entstehenden Vertrauensverlust stellte Hahne christliche Grundüberzeugungen wie die Zehn Gebote gegenüber. Sie seien nicht rückwärtsgewandt, sondern könnten Orientierung geben.

Der Regionalbischof des Sprengels Hildesheim-Göttingen, Landessuperintendent Eckhard Gorka, dankte Hahne im Namen der Michaelis-Stiftung. Sie hat den Zweck, Maßnahmen zum Erhalt der Kirche sicherzustellen. Dafür legten die rund 600 Besucher des Vortrags von Hahne 1.450 Euro zusammen.

Erbaut wurde die Kirche von 1010 bis 1022 unter Bischof Bernward von Hildesheim. Zusammen mit dem katholischen Hildesheimer Dom ist steht sie seit 1985 auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO.

Quelle: http://www.idea.de