Umfrage: Obama verdrängt Christus auf Platz 2

Der ehem. US-Präsident Barack Obama ist für die Deutschen das größte männliche Vorbild. Auf Platz zwei folgt Jesus Christus.

Das ergab eine Umfrage im Auftrag des „Playboy“. Demnach würde mehr als ein Fünftel der Befragten (21,9 Prozent der Frauen und 21,4 Prozent der Männer) Obama ihren eigenen Söhnen heute als Vorbild empfehlen.

Für Jesus Christus stimmten 11 Prozent der Frauen und 14,1 Prozent der Männer.

Auf den weiteren Plätzen folgen Microsoft-Gründer Bill Gates und Fernsehmoderator Günther Jauch.

Als wichtigste Eigenschaft eines Vorbilds geben die Deutschen Ehrlichkeit (83 Prozent), Hilfsbereitschaft (69,7 Prozent), Freundlichkeit (59 Prozent) und Loyalität (58,2 Prozent) an.  

Für die Umfrage wurden 1.066 repräsentativ ausgewählte Frauen und Männer aus Deutschland befragt. 36 bekannte Männer standen als Vorbilder zur Auswahl.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/vorbilder-fuer-deutsche-barack-obama-vor-jesus-christus-107106.html


Die judenchristliche Urgemeinde von Jerusalem war ein Herz und eine Seele

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 4,32-37:

Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.

Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des HERRN, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen.

Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.

Auch Josef, ein Levit (Tempeldiener) aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas –  das heißt übersetzt Sohn des Trostes –  genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

 


Chinas Katholiken helfen den Opfern von Naturkatastrophen

Insgesamt chinesische 21 Diözesen schließen sich dem Spendenaufruf zum “Tag der Kollekte für die Opfer von Naturkatastrophen” an. Wie der kath. Nachrichtendienst Faith mitteilt, fand die vom kath. Hilfswerk Jinde Charites auf den Weg gebrachte Initiative am Palmsonntag, dem 25. März, statt und wurde von Bischöfen, Priestern und Laien mit Begeisterung begrüßt.

Das erzielte Spendenergebnis ist ermutigend: Im vergangenen Jahr wurden umgerechnet 157.000 Euro gesammelt, die dann von Jinde Charites für materielle Hilfe und gesundheitliche Versorgung, psychologische Unterstützung und Wiederaufbau in den Regionen Hu Nan, Ji Lin, Hua Lian, Taiwan und Gui Zhou verwendet wurden.

Wie Prälat Yao aus der Mongolei betont, „ist es wichtig, die Herzen zu vereinen und die Hilfsbereitschaft der Gläubigen zu würdigen. So weit es in unseren Möglichkeiten liegt, schließen wir uns im Zeichen der Nächstenliebe karitativen Initiativen unter bedrängten Brüdern an“.

Quelle: Fidesdienst – Foto: HMK


Unions-Fraktionschef besuchte den Libanon, der eine Million Flüchtlinge aufnahm

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hat in den vergangenen Tagen den Libanon besucht. Zum Abschluss seiner Reise erklärt Kauder:

„Deutschland muss der Entwicklung im Libanon in Zukunft noch mehr Beachtung schenken. Der Libanon ist als unmittelbarer Nachbar mit über einer Millionen registrierten Flüchtlingen bei vier Millionen Einwohnern besonders vom Krieg in Syrien betroffen. Deutschland und Europa müssen ein elementares Interesse haben, dass das Land weiter stabil bleibt. 02a1c5407f

Trotz aller Probleme in Vergangenheit und Gegenwart ist der Libanon ein Beispiel eines Staates, in dem die Angehörigen der verschiedenen Religionen friedlich zusammenleben. Der Libanon ist ähnlich wie Jordanien ein Vorbild, das die internationale Gemeinschaft stärker würdigen sollte.

Nach den Beschlüssen der Londoner Geberkonferenz besteht nun die Chance, dass sich die Lage der Flüchtlinge im Land verbessern kann. Die Situation in den provisorischen Unterkünften ist  allerdings momentan noch sehr bedrückend. Immerhin ist nach Gesprächen mit Vertretern des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zumindest die Grundversorgung der Flüchtlinge mit Nahrung und Trinkwasser gesichert.

Offen scheint, ob genügend Gelder zur Verfügung stehen, die medizinische Versorgung zu verbessern. Außerdem wäre es zu begrüßen, dass die Flüchtlinge einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt bekämen, um sich besser selbst versorgen zu können.

Bei den Begegnungen mit Flüchtlingen wurde immer wieder betont, dass nur ein Frieden in Syrien die Situation aller Betroffener grundlegend verbessern könnte: Die der Flüchtlinge, aber auch der Länder in der Region, die sie aufgenommen haben. Mit meinen politischen Gesprächspartnern in Beirut war ich mir einig, dass nun mit Hochdruck an einer Friedenslösung für Syrien gearbeitet werden muss.

Nach zwei Jahren der Vakanz muss endlich ein Präsident gewählt werden. Hier sind auch die politischen Parteien der Christen gefordert. Eventuell muss es aber auch Hilfe von außen geben, um einen geeigneten Kandidaten zu finden, der von der Mehrheit das Parlaments akzeptiert wird.

Malteser-Orden leistet aktive Hilfe im Libanon

Sehr beeindruckt haben mich insbesondere die Projekte des Malteser-Ordens im Libanon. Sie sind ein wahrer Ausweis christlicher Nächstenliebe. In einem Heim für Schwerbehinderte, das ich am Freitag besuchen konnte, leistet auch eine Gruppe von jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich für 10 Monate einen Dienst am Mitmenschen.

Sie werden vom Malteser-Orden ausgewählt und sehr stark unterstützt. Auch mit seinem mobilen Einsatzteam leistet der Orden Vorbildliches bei der medizinischen Versorgung in entlegenen Gebieten.

Es sind Beispiele dafür, wie Christen auch weit entfernt von der Heimat anderen helfen – ohne nach der Religion zu fragen, sondern einfach, weil es Menschen sind. Die jungen Leute in dem Schwerbehindertenheim und der Orden sind Botschafter christlicher Werte.“

Hintergrund:

Der Fraktionsvorsitzende hatte am Freitag in Beirut zahlreiche Spitzenpolitiker des Libanon getroffen – darunter Ministerpräsident Tammam Salem und Parlamentspräsident Nabih Berry. Volker Kauder begegnete auch dem geistlichen Oberhaupt der Maroniten, Kardinal Beshara Rai. Am Samstag besuchte er das Flüchtlingslager in Taanayel in der Bekaa-Ebene sowie eine Altenzentrum des Malteser-Ordens.

Zuvor war Volker Kauder in Ägypten, wo er unter anderem mit Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi über die Lage im Orient gesprochen hatte.


Auch wir Christen wollen unsere religiöse und kulturelle Identität wahren

Von Lucia Tentrop

In unserem christlich geleiteten Berliner Mehrgenerationenhaus habe ich mich kürzlich bereit erklärt, ehrenamtlich an einem Projekt teilzunehmen, in dem Flüchtlinge Deutsch lernen können. tentrop_neu

Bei aller Hilfsbereitschaft wehre ich mich aber dagegen, das allgemeine Unverständnis für die Ungarn mit christlich erscheinenden Argumenten zu begründen. Es ist für Außenstehende bequem, die Freiheit des Christen vorwurfsvoll in die Pflicht zu nehmen, weil man zu wissen glaubt, was man als Christ tun hat.

Kultur setzt Kultus voraus

Laut Medienberichten schützen sich die Ungarn schon seit längerer Zeit durch stark kontrollierte Begrenzung fremder Einflüsse und Maßstäbe unter wörtlicher Berufung auf ihre christliche Kultur. Kultur ist ja mehr als politisch geordnetes Zusammenleben. Kultur im klassischen europäischenVerständnis setzt Kultus voraus. Das Christentum ist eine kultische Gemeinschaftsreligion, deren Kraft sich aus einer gemeinsamen geistig-seelischen Mitte nährt und der daraus entstehenden gegenseitigen Liebe ihrer Mitglieder bezieht.

„Einer trage des Anderen Last“ (Gal 6,2)

Echte Christen sind nicht nur eines Geistes in der Liebe, sondern betrachten sich und ihre Gemeinschaft, als den Leib ihrer kultischen Mitte, d.h. sie verwirklichen Christi Liebe in Zeit und Raum. In dieser Intention gehen sie in die Welt hinaus nach außen, um Menschen aller Lebensrichtungen in Wort und Tat ihre Botschaft der Hoffnung der Liebe zu bringen. Das ist ihr Auftrag, den sie – wenn man von manchen Entgleisungen und Oberflächlichkeiten des Christentums mal großzügig absieht – seit über 2000 Jahren zu erfüllen suchen. flyerstralsund2

Dieses christliche Ideal ist in seiner verbürgerlichten Gestaltung nicht gut zu erkennen. Und wo es gelebt wird, ist es für die Öffentlichkeit uninteressant. Wer weiß denn, wie viele Angehörige unserer Ordensgemeinschaften u.a. sich nicht nur im Orient, sondern überall auf der Welt für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige aller Weltanschauungen engagieren? Auch wenn sie dafür verschleppt, gefoltert oder getötet werden, erfährt man das in der Regel nur in speziell christlichen Medien.

Auch der Christ schätzt seine eigene Gemeinschaft

Mit der Aufnahme nichtchristlicher Menschen und Maßstäbe in ihren Kreis hinein tut sich das Christentum aber schwerer als mit dem Hinausgehen in die Welt, weil es seinen gemeinschaftlichen Geist wahren und sich bzw. diese Kraftquelle nicht zugunsten fremder Denkweisen aufgeben möchte.

Welcher moslemische, jüdische oder atheistische Flüchtling hätte denn auch Lust, sich wirklich in eine christliche Gemeinschaft zu integrieren, um kein Fremdkörper zu sein? Er möchte bleiben, was er ist. Und genau das möchte der Christ ebenfalls. Warum sollte er sich und seine Gemeinschaft aufgeben? Würde er den Hilfsbedürftigen unserer Welt damit nützen?

Der barmherzige Samariter tut, was nötig ist

Und was den oft zitierten mitleidigen Samariter in der Bibel als Vorbild des Christen anbetrifft, so gibt auch er sich für den von mörderischen Räubern überfallenen Fremden nicht selber auf. In mitfühlender Liebe versorgt der Samariter notdürftig die Wunden des Hilfsbedürftigen und hebt ihn auf sein Tier –  aber nicht, um ihn zu sich nach Hause zu bringen und zeitlebens in seine Wohnung aufzunehmen.

Er tut das, was nötig ist, bringt ihn in eine Herberge und pflegt ihn dort bis zum nächsten Morgen. Dann zahlt er für sich und den Verwundeten die Rechnung für Kost und Logis und garantiert dem Wirt zusätzlich die Kostenübernahme ggfls. weiterer erforderlicher Hilfeleistungen für den Fremden. Dann geht er wieder seines Weges (vgl. Lk 10,30-37).

Vielleicht könnten die Ungarn sich ja in diesem Sinne Jesu an der Aufnahme von hilfsbedürftigen Flüchtlingen in die europäische Gemeinschaft beteiligen. Das wäre eine positive Alternative zur Gewalt. Hat man sie schon mal gefragt?

Unsere Autorin Lucia Tentrop ist Theologin, Musikerin, Malerin und Pädagogin; sie lebt in Berlin; hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de


Der gerechte Tobit und seine Nächstenliebe selbst unter einer Diktatur

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Tob 1,3.2,1b-8:

Anfang der Geschichte Tobits: Ich, Tobit, habe mich mein ganzes Leben lang an den Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit gehalten und ich habe den Brüdern aus meinem Stamm und meinem Volk, die mit mir zusammen in das Land der Assyrer nach Ninive gekommen waren, aus Barmherzigkeit vielfach geholfen. Tagesimpuls

Man veranstaltete mir zu Ehren am Pfingsttag  –  dem Fest der Sieben Wochen  –  ein Festmahl. Ich setzte mich zu Tisch; als ich aber die vielen Speisen sah, sagte ich zu meinem Sohn: Geh zu unseren Brüdern, und wenn du einen Armen findest, der dem HERRN treu geblieben ist, bring ihn her; ich warte auf dich.

Er kam zurück und sagte: Auf dem Marktplatz liegt einer von unserem Volk, den man erdrosselt hat. Ich sprang auf, noch ehe ich etwas gegessen hatte, und verbarg den Toten bis zum Sonnenuntergang in einer Hütte.

Nach meiner Rückkehr wusch ich mich und aß voll Trauer mein Mahl. Ich erinnerte mich an das Wort des Propheten Amos: Eure Feste sollen sich in Trauer verwandeln und alle eure Freudenlieder in Totenklage. Und ich begann zu weinen.

Nach Sonnenuntergang ging ich hinaus, um ein Grab zu schaufeln, und begrub den Toten. Meine Nachbarn aber sagten hämisch: Er hat schon gar keine Angst mehr, wegen dieser Tat hingerichtet zu werden. Eben erst hat er fliehen müssen und schon begräbt er wieder die Toten.

 


Italienischer Pfarrer Longobardi ermordet: „Märtyrer der Nächstenliebe”

Als “diskreten und bescheidenen Märtyrer der Nächstenliebe” bezeichnete Bischof Nunzio Galantino von Cassano all’Jonio Pfarrer Lazzaro Longobardi, Gemeindepfarrer der Pfarrei “San Raffaele Arcangelo” in Sibari, der am vergangenen 3. März in der Nähe des Pfarrhauses tot aufgefunden wurde. BILD0167

Bei der Leiche wurde eine Eisenstange gefunden, mit der er wahrscheinlich bereits am Abend des 2. März 2014 ermordet wurde.

Der 1945 geborene Geistliche empfing 1971 die Priesterweihe. Seit 1987 war er Gemeindepfarrer in Sibari, und als solcher bei der Gemeinde beliebt, in der er sich vor allem für Jugendliche und Ausgegrenzte, darunter tausende Zuwanderer, die in der Gegend leben und Arbeit suchen, einsetzte.

Nach Angaben der zuständigen Behörden wurde einer seiner Schützlinge festgenommen, der versuchte, Geld von dem Priester zu erpressen. In der Vergangenheit soll der Priester ihn auch dabei ertappt haben, wie er Geld aus dem Opferkasten nahm, wofür er ihn aber nicht anzeigte, sondern auf eine Besserung hoffte.

“Wie aus den Ermittlungen hervorgeht, handelt es sich traurigerweise um einen Mord, der von zu viel Güte und Vertrauen in die Mitmenschen verursacht wurde”, erklärte Bischof Galantino. Er fügte hinzu:

„Doch bezeichnend ist auch, dass bei den Ermittlungen ein jugendlicher Zuwanderer mitarbeitete, einer den vielen denen Pfarrer Lazzaro auf ihrem Weg der Integration geholfen hat: dies ist ein Zeichen dafür, dass das Gute immer über das Böse siegt. Und dies ist wahrscheinlich auch die wichtigste Lektion, die wir von einem Mann und einem Priester lernen können, der sich selbst ganz in den Dienst Christi, der Mitmenschen, der Schwachen und Wehrlosen gestellt hatte”.

Quelle: Fidesdienst