Unser neues SOMMER-Plakat mit der Bibel

POSTER aus dem ECCLESIA-Plakatdienst in Münster:

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag evtl. vorweg in Briefmarken beilegen). – Per Tel. 0251 – 616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Foto: Dr. Edith Breburda


„Jesuskind“-Visionen in Sievernich fordern zu Sühnegebeten am 11. Juni 2021 auf

Von Felizitas Küble

Der katholische Publizist und Historiker Michael Hesemann betätigt sich seit Jahrzehnten als Sprachrohr angeblicher Erscheinungen und wundersamer Mirakel – ob es dabei um die kirchlich abgelehnten, einstigen Phänomene von Heroldsbach geht oder um etwas ungewöhnliche Wolkenbildungen, die flugs als Madonnenfigur gedeutet werden usw.

Nun hat der Autor am heutigen Tage (9. Juni) auf dem charismatisch bewegten Portal „Kath.net“ ein besonders dringliches Anliegen vermeldet, denn es geht ihm in seinem Artikel um einen Gebetsaufruf der „Seherin“ Manuela Strack aus Sievernich, die seit über 20 Jahren übernatürlicher Gnaden gewürdigt wird (glaubt man ihrer Fangemeinde).

Dazu heißt es im Hesemann-Bericht, die „Christuserscheinungen“ in der Voreifel-Gemeinde „dauern an“.

Es wird zwar erwähnt, daß Christus der Visionärin „in Gestalt des Prager Jesuskindes“ erscheint, allerdings wird wohlweislich nicht dazugeschrieben, daß Manuela das Christkind in einer Hostie schaut. Wie bereits früher hier im CF klargestellt, handelt es sich dabei von vornherein um ein – gelinde gesagt – merkwürdiges Phänomen:

Warum sollte denn unser Erlöser ausgerechnet im Sakrament des Altares, in dem ER als das „Lamm Gottes“ gegenwärtig ist – somit als der Geopferte und verklärte Auferstandene, so wie ER heute im Himmel lebt – in Form eines kleinen Kindes erscheinen? – Der theologische Unsinn einer solchen Schau ist offenkundig für jeden, der katholisch noch bis drei zählen kann.

BILD: Eines der Bücher über die Phänomene von Sievernich: „Alle Nationen rufe ich zu mir!“

Nun zurück zu dem besonderen Sühneanliegen für den 11. Juni 2021. Die Seherin hatte – so Hesemann – am 13. Mai „während der Eucharistischen Anbetung eine erneute Christuserscheinung“.

Später habe sie „die Worte des Herrn“ notiert, darunter folgende: „Liebt das Gebet der Wiedergutmachung; denn in diesen Tagen wurde gegen den Vater im Himmel gesündigt.“ – Dabei soll es um jene Homopaar-Segnungen gehen, die einige Tage zuvor in etlichen Kirchen abgehalten wurden.

Wir wissen auch ohne Jesuskind-Visionen allein schon aufgrund der Heiligen Schrift und der kirchlichen Lehre, daß derlei Praktiken abzulehnen sind. Aber wer vom Glauben zum Aberglauben“ fortschreitet“, braucht hierfür vielleicht auch noch eine himmlische „Botschaft“ aus Sievernich.

Es stellt sich ohnehin die Frage, warum denn nur „in diesen Tagen“ gegen Gott „gesündigt“ worden sein soll. Dies ist in Wirklichkeit seit Adam und Eva der Fall und wird sich aufgrund der Erbsünde und ihren Folgen auch nicht ändern.

Nach dem in derlei Visionen üblichen Lamentos (z.B. „Wie wird Mir Meine Liebe vergolten?“) wünscht sich der Erscheinungs-„Jesus“ für den 11. Juni ein weiteres „Gebet der Wiedergutmachung“: „Seht, mit eurem Beten und Opfern erreicht ihr das Erbarmen des Ewigen Vaters.“

Es sind wieder einmal die speziellen „Sühneseelen“, die den Himmel besänftigen – obwohl Katholiken wissen müßten, daß bei aller Wichtigkeit persönlicher Gebete der Gläubigen vor allem die heilige Messe ein besonders wirksames Heilsmittel der Kirche ist.

Weiter heißt es: „Betet und leistet Sühne! Dass Ich zu euch spreche, ist ein Akt Meiner Barmherzigkeit; denn Ich will euch nicht verloren sehen, sondern erretten.“

Hat Christus etwa nicht seit 2000 Jahren durch Bibel und apostolische Tradition zu uns „gesprochen“? – Weiß der Verfasser nicht, daß die Offenbarung Gottes – laut amtlicher kirchlicher Lehre – mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist?!

Abschließend schreibt Hesemann, in der „größten Krise“ unserer Kirche in Deutschland „seit der Reformation“ bekämen diese Botschaften eine „ganz eigene Brisanz“, denn nichts könne sie mehr retten „als Gottes Barmherzigkeit“.

Von daher sei es auf jeden Fall „notwendig“ (!), auch dem himmlischen Aufruf zum Wiedergutmachungs-Gebet am 11. Juni „Beachtung zu schenken„, denn – so der Autor – „nichts befreit und heilt uns alle mehr als das Gebet.“

Welcher gläubige Leser mag solch einem frommen Ansinnen widersprechen?!

Allerdings sollte noch bedacht werden, daß unser Beten durchaus frei gewählt werden kann und nicht auf Zuruf einer (noch dazu kirchlich nicht anerkannten) „Erscheinung“ auf ein bestimmtes Datum hin erfolgen muß.

Zudem ist es mit dem Gebet allein nicht getan, das gilt auch für „Sühnegebete“. Zum echten Glauben gehören auch gute Werke, Nächstenliebe, die Einhaltung der göttlichen Gebote und ein Leben aus den Sakramenten der Kirche.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Christus kam nicht, um das jüdische Gesetz abzuschaffen, sondern um es zu erfüllen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 5,17-19.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

So hielt Christus auf dreifache Weise am Gesetz fest:

Erläuterung des Kirchenvaters Johannes Chrysostomus (345 – 407 n. Chr.) zu dieser Bibelstelle:

Wollt ihr wissen, wie Jesus Christus, weit davon entfernt das Gesetz und die Propheten aufzuheben, diese vielmehr bestätigt und ergänzt hat?

Die Propheten hat er erfüllt, indem er alles, was sie über ihn gesagt hatten, durch seine Taten bestätigte. Deshalb sagte der Evangelist auch jedes Mal: „Damit erfüllt würde das Wort des Propheten“ (Mt 5,17; Joh 19,28). […]

Das Gesetz hat der HERR nicht nur auf eine, sondern auf zwei und dreifache Weise erfüllt. Einmal dadurch, dass ER keinen einzigen Punkt des Gesetzes übertrat. Dass ER es nämlich in allem erfüllt, kannst du aus den Worten entnehmen, die er zu Johannes sprach: „So geziemt es uns, jegliche Gerechtigkeit zu erfüllen“ (Mt 3,15). Und zu den Juden sagte er: „Wer von euch kann mir eine Sünde vorwerfen?“ (Joh 8,46). […]

Die zweite aber ist die, dass er es auch durch uns erfüllen lässt. Das ist ja das Wunderbare an der Sache, dass er nicht nur selbst das Gesetz erfüllt, sondern es auch für uns erfüllte. Das offenbart uns auch der hl. Paulus mit den Worten: „Der Zweck des Gesetzes ist Christus, zur Rechtfertigung für jeden, der an ihn glaubt“ (Röm 10,4).

Und von der Sünde sagt der HERR, er „habe sie im Fleische gerichtet, damit die Rechtfertigung durch das Gesetz [in Christus] in uns erfüllt würde, wenn wir nicht nach dem Fleische leben“ (Röm 8,4); und ein anderes Mal sagt er: „Heben wir also das Gesetz durch den Glauben auf? Durchaus nicht! Im Gegenteil, wir bestätigen das Gesetz“ (Röm 3,31).

Der Zweck des Gesetzes war nämlich, den Menschen gerecht zu machen. Doch fehlte es ihm an der Kraft dazu. Da kam Christus selbst, führte die neue Art der Rechtfertigung durch den Glauben ein, und erfüllte so den Zweck des Gesetzes.

Was dieses durch die bloße Vorschrift nicht vermochte, das hat ER durch den Glauben bewirkt. Darum sagt ER: „Ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben.“ Wer aber genau zusehen will, wird noch eine dritte Art finden, wie ER das Gesetz erfüllte.

Und welches wäre diese? Die Art und Weise, wie ER sein neues Gesetz gab, das ER eben zu verkünden im Begriffe stand. Durch seine Worte hat ER nämlich das Frühere nicht aufgehoben, sondern nur bestätigt und erfüllt.


Der Rechtschaffene darf Gottes Antlitz schauen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche
Psalm 11 (10),4.5.7.

Der HERR weilt in seinem heiligen Tempel,
der Thron des Ewigen ist im Himmel.
Seine Augen schauen herab,
seine Blicke prüfen die Menschen.

Der HERR prüft Gerechte und Frevler;
wer Gewalttat liebt, den verabscheut ER aus tiefster Seele.
Denn der HERR ist gerecht, ER liebt gerechte Taten;
wer rechtschaffen ist, darf sein Angesicht schauen.

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ENGEL: starke Helden im Auftrag des HERRN

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 103 (102),1-2.11-12.19-20ab.

Lobe den HERRN, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den HERRN, meine Seele,
und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat:

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.
So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt ER die Schuld von uns.

Der HERR hat seinen Thron errichtet im Himmel,
seine königliche Macht beherrscht das All.
Lobt den HERRN, ihr seine Engel,
ihr starken Helden, die seine Befehle vollstrecken.

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ER, der im Himmel thront, lachet ihrer!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 2,1-3.4-6.7-9.

Warum toben die Völker,
warum schmieden die Nationen vergebliche Pläne?
Die Könige der Erde stehen auf,
die Großen haben sich verbündet
gegen den HERRN und seinen Gesalbten.
«Lasst uns ihre Fesseln zerreißen
und von uns werfen ihre Stricke!»

Doch ER, der im Himmel thront,
lachet ihrer!
Dann aber spricht Er zu ihnen im Zorn,
in seinem Grimm wird ER sie erschrecken:
«Ich selber habe meinen König eingesetzt
auf Zion, meinem heiligen Berg.»


Himmlischer Ursprung der Menschenrechte

Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht:
Wenn der Gedrückte

nirgends Recht kann finden,
wenn unerträglich wird die Last – greift er
hinauf getrosten Mutes in den Himmel
und holt herunter seine ewigen Rechte,
die droben hangen unveräußerlich
und unzerbrechlich wie die Sterne selbst.

Erklärung eines Schweizer Freiheitshelden in
Friedrich Schillers Drama „Wilhelm Tell“

Bild: Evita Gründler


Gottes Wort bewirkt das, was es besagt!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jes 55,10-11:

So spricht der HERR: Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt:

Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.

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Christus und die Geister der schon vollendeten Gerechten im Himmel

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 12,18-19.21-24.

Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden.

Ja, so furchtbar war die Erscheinung, dass Mose rief: Ich bin voll Angst und Schrecken.
Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes, und zum Blut der Besprengung, das mächtiger ruft als das Blut Abels.

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Gottes Heil ist nahe denen, die ihn fürchten; auch spendet uns der HERR dann Segen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 85 (84),8.10.11-12.13-14.

Erweise uns, HERR deine Huld,
und gewähre uns dein Heil!
Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten.
Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.

Es begegnen einander Huld und Treue;
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sprosst aus der Erde hervor;
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der HERR dann Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her,
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

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