Indien: Hinduisten-Mob greift katholische Schule an: sechs verletzte Lehrerinnen

Über 200 Hindu-Extremisten verwüsteten in Indien am 26. März 2019 eine katholische Schule in Tamil Nadu und griffen die anwesenden Ordensschwestern an. 

„Anlaß“ für den Überfall war der Selbstmord eines 15-jährigen Hindu-Mädchens, das die Schule besuchte. Wie Pfarrer Arputharaj, Sekretär der Erzdiözese Pondicherry, mitteilte, drang eine Gruppe mit teils gewaltbereiten Dorfbewohnern in die„Little Flower High School“ in Chinnasalem ein.

Die Schülerin hatte sich am 25. März in ihrem Dorf Kallakurichi das Leben genommen, worüber ihre Eltern die Polizei informierten. Das Mädchen habe gegenüber Schulkameradinnen die Befürchtung geäußert, die Schulprüfungen nicht bestanden und sich vor der Reaktion ihrer Eltern gefürchtet zu haben.

Mitglieder der hinduistischen Bewegung „Rashtriya Swayamsevak Sangh“ (RSS) begleiteten die Eltern zur Schule und griffen die dort tätigen Franziskanerinnen an. Vier Ordensfrauen und zwei Angestellte der Schule mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Schule befindet sich in der Nähe einer Polizeistation, doch die Beamten griffen nicht ein. Nun sollen Rechtsanwälte die Angelegenheit untersuchen.

Die Eltern sollen von den Schwestern die Zahlung von „Schmerzensgeld“ gefordert und gewaltsame Hindus zum Sturm auf die Schule beauftragt haben. Die Ortskirche will Protestkundgebungen organisieren, sollte der Überfall ungestraft bleiben.

Quelle: Fidesdienst


Christen und Juden sind in Deutschland am beliebtesten, Muslime weniger

92 Prozent der Deutschen denken eher oder sehr positiv über Christen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der „Antidiskriminierungsstelle des Bundes“ (Berlin) hervor. image

Niedriger sind die Werte bei anderen Religionsgemeinschaften: Juden (84 Prozent) rangieren in der Beurteilung vor Buddhisten (81 Prozent), Hinduisten (73 Prozent) und Muslimen (64 Prozent). Während fünf Prozent der Befragten Christen „eher negativ“ einschätzen, sagen dies gegenüber Muslimen 25 Prozent.

Quelle und Fortsetzung der Meldung bei IDEA: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/92-prozent-der-deutschen-denken-positiv-ueber-christen-96373.html


Nepal: Radikale Hinduisten gegen Christen

Die verfassungsgebende Versammlung Nepals hat am 14. September mehrheitlich dafür gestimmt, den weltlich-neutralen Status des Landes beizubehalten. Im Vorfeld der Abstimmung hatten hinduistische Gruppierungen vehement gefordert, ihre Religion offiziell als Staatsreligion Nepals festzuschreiben. 7e5988847c

Die extreme Hindugruppierung „Hindu Morcha Nepal“ kündigte jetzt in einer Presseerklärung an, das Christentum aus Nepal auslöschen zu wollen.

Für die christliche Minderheit Nepals ist die neue Version der Verfassung insofern positiv zu bewerten, als dass sie Nepals seit 2007 offiziell gültiges Selbstverständnis als „säkularer Staat“ aufrechterhält. Der Beschluss definiert „Säkularismus“ allerdings als „religiöse und kulturelle Freiheit, die den Schutz der überlieferten Religionen und Kultur beinhaltet“.

Dies schließt neben dem Hinduismus auch den Buddhismus und – mit Einschränkungen – den Islam ein, nicht jedoch den christlichen Glauben. Zudem wird die „Bekehrung anderer“ unter Strafe gestellt, was in der Praxis vor allem die Christen treffen dürfte.

Am Abend nach Bekanntgabe des Beschlusses detonierten in mehreren Kirchen Bomben. Betroffen waren die Jyoti-Kirche in Damak, die Immanuel-Kirche in Khajurgachi sowie eine Kirche in Gauradaha, wo der Sprengsatz allerdings nicht explodierte. Kreuzkuppel

Verantwortlich für die Anschläge ist mutmaßlich die radikale Hindugruppe „Hindu Morcha Nepal“. Sie veröffentlichte jetzt eine Presseerklärung, in der „ausländische Einflüsse“ für den Beschluss der verfassungsgebenden Versammlung verantwortlich gemacht werden. Die Entscheidung basiere maßgeblich auf der Meinung von nur 2% der nepalesischen Bevölkerung, heißt es dort. Diese Zahl entspricht in etwa der Anzahl einheimischer Christen im Land.

Im weiteren Verlauf der Presseerklärung wird die Gruppe noch deutlicher: „Das Christentum ist der größte Störfaktor der nationalen Einheit. Deshalb beginnen wir jetzt mit unserer Mission, das Christentum auszurotten, und rufen das nepalesische Volk auf, unser Land vom christlichen Glauben reinzuhalten.“

Christliche Leiter werden aufgefordert, das Land zu verlassen; jeder, der sich Christentum bekehrt habe, solle wieder zu seiner alten Religion zurückkehren. Hindu Morcha Nepal ist ein Sammelbecken zahlreicher extremistischer Hindu-Kleinparteien.  

Quelle: Open Doors


Indien: 4000 Fälle anti-christlicher Gewalt

Über 4000 Fälle anti-christlicher Gewalt wurden allein im Jahre 2013 in Indien registriert, wobei in den meisten Fällen hinduistisch-nationalistische Gruppen verantwortlich sind. 
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Im Einzelnen geht es z.B. um Morde an 7 christlichen Gläubigen, darunter ein Minderjähriger; Mißbrauch und Mißhandlung von rund 1000 Frauen, 500 Kindern und ca 400 Priestern bzw. Pastoren verschiedener Konfessionen, sodann Übergriffe auf über 100 christliche Kirchen, Gebetshäuser und Kultstätten.

Gewalt gegen Christen setzt sich in beängstigendem Ausmaß fort: durch Bibelverbrennungen, Zerstörung von Kirchen, Verhaftungen, Schläge und Morde. Die Angreifer werden selten gerichtlich belangt.

Die meisten Gewalttaten werden von Mitgliedern einer der 30 nationalistischen Hindu-Organisationen begangen, die sich einer extremen Ideologie namens Hindutva verschrieben haben. Deren Anhänger wollen alle Nicht-Hindus aus Indien vertreiben.

Sechs indische Bundesstaaten haben Gesetze gegen erzwungene religiöse Bekehrungen erlassen. Wer Inder durch Gewalt, Täuschung oder „Verführung“ bekehrt, wird mit Gefängnis bestraft und muß hohes Bußgeld zahlen. Dieses Gesetz wird oft mißbräuchlich gegen Christen angewandt.

Quelle (Text/Foto): Hilfsaktion Märtyrerkirche HMK

Weitere INFOS zur Christenverfolgung in INDIEN hier: http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/wo-christen-taeglich-verfolgt-werden-1025.html