Pakistan: Radikal-islamische Prediger rufen zur Gewalt gegen Christen auf

Die wegen Islamkritik (sog. Blasphemie bzw. „Gotteslästerung“)  zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi (siehe Foto) wartet in Pakistan auf den Berufungsprozess vor dem Obersten Gerichtshof; ihre Hinrichtung forderten die radikal-islamischen Gruppen „Tehreek-e-Labbaik Ya Rasool Allah Pakistan“ und „Sunnitischer Tehreek“ bei einer Kundgebung gegen die pakistanische Regierung auf den Straßen von Islamabad. 

Zudem verlangten sie den Rücktritt von Justizminister Zahid Hamid und die Freilassung der inhaftierten islamistischen Anführer.

Bereits am vergangenen Freitag sollen muslimische Prediger dreitausend Demonstranten zu gewalttätigen Anschlägen aufgefordert haben – und zwar auch gegen Familienangehörige des Justizministers oder gegen Angeklagte, die der „Blasphemie“ beschuldigt werden.

Bereits im vergangenen Jahr, so der christliche Menschenrechtsanwalt Sardar Mushtaq Gill, der selbst persönlich bedroht wurde, „hatten rund etwa 150 radikal-islamische Religionsführer vor der Verhandlung des Falles von Asia Bibi die Regierung aufgefordert, das Todesurteil zu vollstrecken.“ – Gill stellt fest: „Islamismus ist in der Öffentlichkeit zunehmend präsent.“

Quelle: Fidesdienst

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Libyen: Massengrab von IS-Opfern gefunden?

Die libysche Generalstaatsanwaltschaft bestätigte am 6. Oktober das Auffinden der Leichen von 21 koptischen Christen, die 2015 von Kämpfern des Islamischen Staates (IS) in der Küstenregion bei Sirte hingerichtet wurden.

Diese Gläubigen waren Anfang Januar 2015 in Libyen entführt worden. Islamistische Internetportale veröffentlichten das Video von der Hinrichtung am 15. Februar 2015. Bereits eine Woche nach der barbarischen Tat nahm der koptische Patriarch Tawadros II. die 21 Christen in das so genannte “Synaxarium”, das Buch der Märtyrer der koptischen Kirche auf. Das Fest der Märtyrer wird am 15. Februar gefeiert.

Foto: Koptischer Gottesdienst in Münster – Bischof Damian segnet die Gläubigen

Wie Medien der ägyptischen Staatsanwaltschaft berichten, wurden die Leichen im Küstengebiet am Rande der Stadt mit auf dem Rücken zusammengebundenen Händen und der in einem Video zu sehenden orangefarbigen Kleidung gefunden. Man habe Verfahren zur Identifizierung der Opfer durch eine DNA-Analyse in die Wege geleitet.

Nach Bekanntwerden von der Nachricht haben die Angehörigen der ermordeten koptischen Christen, die vorwiegend aus der ägyptischen Region Minya stammen, das ägyptische Außenministerium um eine Bestätigung der Nachricht und die Rückführung der sterblichen Überreste ihrer Angehörigen gebeten, die bereits als Märtyrer gewürdigt werden.

Doch in den vergangenen Tagen beklagten die Angehörigen, dass eine Bestätigung durch die Behörden der beiden Länder nicht stattgefunden habe, während die Medien widersprüchliche Nachrichten verbreiteten.

Quelle: Fidesdienst

 


Der IS enthauptete zwei koptische Priester

Die radikal-islamische Terrormiliz Islamischer Staat hat  –  eigenen Angaben zufolge  –  in Ägypten zwei ältere koptische Priester geköpft. Vielleicht fand die Enthauptung  auch auf der Sinai-Halbinsel statt, denn auf den betreffenden Schock-Bildern des IS sieht man deutlich eine Wüstenregion. weisselberg_memoriam

Der IS-Ableger ist schon seit längerem im Sinai und an der dortigen Grenze zum Gazastreifen aktiv und wird dort vom ägyptischen Militär bekämpft. Der IS unterhält enge Beziehungen zur israelfeindlichen Hamas.

Ein selbsternannter „Richter“ beschuldigte die entführten Geistlichen, sie seien „Spione“. Unter diesem Vorwand wurden sie hingerichtet, wobei sie ihren Kopf auf einem Baumstamm ablegen mußten, worauf ein schwarz gekleideter Henker sie mit einem Krummsäbel enthauptet hat. Im Hintergrund sieht man vermummte Mitglieder des IS als Zuschauer.

Quellen: Kronenzeitung, Bild (online)


Ägypten: Vier christliche Schüler wg. Islam-Beleidigung zu fünf Jahren Haft verurteilt

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, verurteilte ein ägyptisches Gericht in Minya am 25. Februar 2016 vier koptische Schüler zu fünfjährigen Haftstrafen wegen „Missachtung des Islams“. RTEmagicC_logo_Homepage_quad.gif

Albert Ashraf, Bassem Amgad Hanna, Muler Atef Daoud und Clinton Magdi Youssef hatten am 7. April 2015 mit ihren Mobiltelefonen einen Film von nur 37 Sekunden aufgenommen und über Facebook geteilt, der eine Hinrichtung durch den „Islamischen Staat“ satirisch parodiert.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, verurteilte das Urteil gegen die Jugendlichen als „grotesk unangemessen“. Die Frankfurter Menschenrechtsorganisation tritt für die Abschaffung des Blasphemie-Gesetzes ein.

Drei der Schüler sind bereits 18 Jahre alt und sollen ihre Haftstrafe in einer gewöhnlichen Haftanstalt antreten, der noch minderjährige Clinton Magdi soll seine Strafe in einer Jugendhaftanstalt verbüßen.

Artikel 98 f. des ägyptischen Strafgesetzbuches stellt die Missachtung oder Abwertung der „himmlischen Religionen“ unter Strafe  –  gemeint sind Islam, Christentum und Judentum. Religionslosigkeit und alle anderen Religionen sind in Ägypten de facto verboten.
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Das mögliche Strafmaß bewegt sich zwischen einer Geldstrafe von mindestens 500 ägyptischen Pfund, umgerechnet rund 60 Euro, etwa einem niedrigen örtlichen Monatslohn, und einer Haftstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.

Die IGFM fordert die sofortige und bedingungslose Aufhebung der Urteile. „Die Schüler haben nichts weiter getan, als ihr Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung auszuüben. Sie deshalb zu einer langjährigen Haftstrafe zu verurteilen, verletzt internationale Menschenrechtsverträge. Das Urteil ist ein neuer Beweis für den Missbrauch der Blasphemie-Gesetzgebung“, so Lessenthin.

Die IGFM fordert die Regierungen der EU-Staaten auf, die kulturübergreifenden Menschenrechtsstandards der Vereinten Nationen offensiver zu verteidigen. Weltweit würden die Rechte von Millionen von Menschen durch Islamisten ausgehöhlt und verletzt.

Wer Symbole des Islam oder das islamische Recht kritisiert, dem drohen lange Haftstrafen oder Hinrichtung wegen „Beleidigung des Islams“ oder „Blasphemie“. Die weltweite Abschaffung aller „Blasphemie-Gesetze“ wäre ein Meilenstein für den Schutz von Minderheiten und Andersdenkende, erklärte die IGFM.

Medhat Klada, der Vorsitzende des koptischen Dachverbandes European Union of Coptic Organizations for Human Rights (EUCOHR), fordert die Abschaffung dieses Gesetzes, das in seiner Umsetzung ganz klar die koptische Minderheit Ägyptens diskriminiert. „Das Gesetz wird nahezu ausschließlich gegen Christen und andere Nicht-Muslime angewandt“, erläuterte Klada. CIMG0825

Hintergrund: Rechtliche Grundlagen:
Artikel 98f des ägyptischen Strafgesetzbuches wird umgangssprachlich auch als Ägyptens „Blasphemie-Gesetz“ bezeichnet. Es wurde 1982 in das ägyptische Strafgesetzbuch aufgenommen. Obwohl das Gesetz eigentlich für alle Religionen Gültigkeit hat, wird es in der Praxis nahezu ausschließlich gegen Atheisten, Christen oder Andersgläubige, jedoch kaum gegen Muslime angewandt. Bereits unter dem früheren Diktator Mubarak wurde der Art. 98f von den Behörden dazu benutzt, religiöse Minderheiten und unbequeme Dissidenten und Künstler zu diskriminieren und zu unterdrücken.

Art. 98f [Ägyptisches Strafgesetzbuch]
Eine Haftstrafe von mindestens 6 Monaten und längstens 5 Jahren, oder eine Geldstrafe von mindestens 500 Pfund und höchstens 1000 Pfund soll die Strafe für denjenigen sein, der die Religion dazu benutzt, mündlich, schriftlich oder auf andere Art und Weise extremistisches Gedankengut zu verbreiten, mit dem Ziel, Aufruhr und Zwiespalt zu stiften, die himmlischen Religionen oder eine der Rechtsschulen zu missachten und abzuwerten, oder die nationale Einheit und den sozialen Frieden zu gefährden.

Infos zur Menschenrechtslage in Ägypten: http://www.igfm.de/Aegypten

Weitere Infos zum Thema Blasphemie bzw. Islamkritik: www.igfm.de/blasphemie-und-beleidigung-des-islam


Deutsche Polizei hilft IGFM gegen Anfeindungen aus dem iranischen Konsulat

Aggression und Anfeindungen schlugen am heutigen Mittwoch den Frankfurter Aktiven der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) vor dem iranischen Generalkonsulat in der Raimundstraße entgegen.
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Die Menschenrechtsorganisation will auf die drohende Hinrichtung eines hochrangigen islamischen Geistlichen hinweisen und zeigte dabei auch eine Karikatur des iranischen „Führers“ Ajatollah Ali Khamenei. 

Das Konsulat sah in dem Protest eine „Beleidigung“ des iranischen Staatsoberhauptes und versuchte, die Menschenrechtler zum Abbruch der Aktion zu zwingen.

Die Polizei musste zum Schutz der IGFM Kräfte von der Frankfurter Buchmesse abziehen. Durch das besonnene Eingreifen der Beamten konnte die Mahnwache schließlich weitergeführt werden.

Das Konsulat drohte mit Strafverfahren wegen Beleidigung. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin erklärte:

„Irans ‚Führer’ Khamenei ist der eigentliche Machthaber eines Regimes, dass Andersdenkende systematisch einschüchtert, foltert un033_30d sie durch Hinrichtung zum Schweigen bringt. Er bräuchte Kritik nicht zu fürchten, wenn er diese Verbrechen beenden würde.“

Die IGFM will den Protest fortsetzen und berief sich auf die Meinungs- und die künstlerische Freiheit.

Der Anlass der Protestaktion ist die bevorstehende Hinrichtung des im Iran sehr bekannten islamischen Geistlichen Ajatollah Borudscherdi. Er kämpft seit Jahren friedlich für die Trennung von Staat und Religion und gegen die radikal-islamische Herrschaft.

Für seine Kritik an der Islamischen Republik ist Borudscherdi seit Jahren in Haft und vielfach gefoltert worden. Ein Sondergericht für Geistliche verurteilte ihn 2007 zum Tod, der in Kürze vollstreckt werden soll.

Zur Lage der Menschenrechte im Iran: www.igfm.de/iran


IRAN: Kritischer islamischer Geistlicher akut von Hinrichtung bedroht

Der im Iran sehr bekannte, hochrangige islamische Geistliche Ajatollah Borudscherdi kämpft seit Jahren friedlich für die Trennung von Staat und Religion und gegen die Herrschaft eines radikalen Islam. DSC00254

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, steht seine Hinrichtung unmittelbar bevor.

Am Morgen des 1. Oktober wurde er bereits aus seiner Zelle im Teheraner Evin-Gefängnis an einen unbekannten Ort gebracht. Ein Sondergericht für die Geistlichkeit verurteilte ihn 2007 zum Tode, wandelte das Urteil aber aufgrund seiner Bekanntheit und internationaler Proteste in eine elfjährige Haftstrafe um.

Die IGFM kritisiert scharf, dass die internationale Gemeinschaft nur in Fällen extremer Gewalt tatsächlich beginne, gegen islamische Extremisten vorzugehen. Doch „Extremisten sind nicht erst dann gefährlich, wenn Hunderttausende vor ihnen auf der Flucht sind und westliche Geiseln enthauptet wurden“, erklärte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Die Herrschaft von islamischen Extremisten im Iran und in Saudi-Arabien werde seit Jahren verharmlost, die Opfer dieser Regierungen in ihren eigenen Ländern wirtschaftlichen und diplomatischen Interessen geopfert.

Sondergerichte und Folter für Systemkritiker

Im Iran sei mehr als ein Jahr nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Hassan Rohani, die Hoffnung auf eine Verbesserung der Menschenrechtslage tief enttäuscht. Das Regime in Teheran verfolgt nach Angaben der IGFM Andersdenkende, Demokratieaktivisten, Frauenrechtlerinnen und Angehörige von Minderheiten. Folter und willkürliche Haft werde weiter systematisch eingesetzt.  RTEmagicC_logo_Homepage_quad_gif

„In der islamischen Republik sind schiitische Geistliche die herrschende Kaste. Staatsoberhaupt ist offiziell der im ‚Verborgenen lebende Mahdi‘, der eines Tages die Weltherrschaft des Islam errichten soll. Doch schon seit der Machtergreifung der Mullahs im Jahr 1979 gibt es namhafte Kritiker aus den eigenen Reihen. Ajatollah Borudscherdi ist der wahrscheinlich bekannteste noch lebende unter ihnen“, erklärt die IGFM.

Im Iran sind alle Schlüsselpositionen vom „Führer“ bis zum Geheimdienstminister in der Hand von islamischen Geistlichen. Säkularismus oder gar Religionslosigkeit ist für sie ein direkter Angriff auf die Fundamente des Staates und ihrer Herrschaft.

Ajatollah Sayyed Hossein Kazemeyni Borudscherdi leidet unter unmenschlichen Haftbedingungen; immer wieder misshandelten Gefängniswärter ihn mit Schlägen.

Im Jahr 2012 verübte das Gefängnispersonal zwei Mordanschläge auf Borudscherdi. Seine Mutter, die sich zur selben Zeit in Haft befand, wurde vergiftet und starb infolgedessen.

Um ihn weiter unter Druck zu setzen, vergewaltigten iranische Strafvollzugsbeamte seine Frau. Trotz eines am 29. September 2013 erlittenen Herzinfarktes verweigerte ihm die Gefängnisleitung jede medizinische Behandlung. Sein Gesundheitszustand hat sich seit Januar 2014 dramatisch verschlimmert. Zeitweise lag er stundenlang bewusstlos am Boden.

Zur Lage der Menschenrechte im Iran: www.igfm.de/iran


Die Hamas richtet 21 Palästinenser hin

Die Hamas hat im Gazastreifen am gestrigen Donnerstag und heutigen Freitag mindestens 21 Palästinenser hingerichtet. Die Männer sollen angeblich mit Israel zusammengearbeitet haben. media-govugWAzfG7-2

Am Donnerstag ließ die radikal-islamische Organisation drei Männer hinrichten. Am Freitagmorgen wurden elf Palästinenser wegen „Kollaboration mit Israel“ im Hauptquartier der Polizei in Gaza hingerichtet.

Nach dem Freitagsgebet wurden sieben weitere Palästinenser öffentlich vor einer Moschee von Männern in Hamas-Uniformen erschossen.

Die Angaben stützen sich auf Nachrichten der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma´an“.

Zudem sind bereits zahlreiche Palästinenser (darunter auch Kinder) von der Hamas ermordet worden, die zuvor als Arbeitssklaven am Bau der Terrortunnel mitarbeiten mußten.

Quellen u.a.: Meldung „Israelnetz“

Weitere INFOs über den Terror der Hamas gegen das eigene Volk: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/17/hamas-terror-gegen-palastinenser-in-gaza-dutzende-arbeitssklaven-ermordet/