Hirnforscher Illing: Bedürfnis nach Religion gehört zur Natur des Menschen

Der Freiburger Hirnforscher Prof. Robert-Benjamin Illing ist der Meinung, dass das Bedürfnis nach Transzendenz angeboren ist. „Wenn wir die Idee eines Göttlichen nicht fassen könnten, wären wir der Sinnkrise ausgeliefert, unsere Lebensfähigkeit würde unterhöhlt. Wir brauchen den Glauben an ein irgendwie geartetes Jenseits und eine höhere Instanz“, sagte der Wissenschaftler in einem Interview mit der Tageszeitung „Märkische Allgemeine“. media-390606-2

Die Hoffnung, dass ein Gott angesichts drohender Sinnlosigkeit letzten Endes für Sinn und Gerechtigkeit sorge, bestehe nach wie vor. Nach Ansicht des Neurobiologen ist Religion noch immer das dominierende Modell der Sinngebung.

Auf seinen eigenen Glauben angesprochen, äußerte Illing, mit dem Begriff Gott könne er „nur in einem abstrakten Sinn etwas anfangen, aber das ist viel mehr als nichts und hilft mir, Lebensfreude und Lust auf Zukunft zu finden.“

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/glaube/detail/hirnforscher-wir-brauchen-den-glauben-an-ein-jenseits-96614.html


Lesern von Bücher und Zeitungen bleibt unverzichtbar vor allem für die Jugend

Damit Kinder den Inhalt von Texten begreifen, brauchen sie gedruckte Medien. Diese Ansicht vertritt der Hirnforscher Hans-Georg Häusel (Zürich) im Branchendienst für Medienmacher, turi2. 0016

Beim Gebrauch einer Zeitung, einer Zeitschrift oder eines Buches schalte das Gehirn auf den sog. „Flanier-Modus“: „Es ist entspannter und nimmt Inhalte anders auf.“

Die Nutzung digitaler Medien verursache dagegen Stress, weil es hier nur darum geht, möglichst schnell an Informationen zu kommen. Ein häufiger Gebrauch des Internets führe dazu, dass es immer schwerer falle, längere Texte durchzuarbeiten und Zusammenhänge zu verstehen.

Häusel kritisiert von daher Eltern, die ihren Sprösslingen nicht mehr Bücher oder Zeitschriften geben, sondern nur noch einen Tabletcomputer: „Mit dem Tablet werden keine vertiefenden Informationen aufgenommen, es dient nur zur schnellen Bedürfnisbefriedigung.“

Wo Bücher zu Hause seien, herrsche ein ganz anderer Anspruch, über die Welt nachzudenken, so der Wissenschaftler. Allerdings seien für Kinder trotzdem alle Medien wichtig. Häusel empfiehlt Eltern daher, ihre Kinder bei der Mediennutzung sorgsam zu begleiten und gebraucht dazu einen Vergleich mit dem Essen: „Wenn ich Kinder sich selbst überlasse, werden sie Hamburger und Süßkram in sich reinfressen und davon irgendwann krank werden.“

Eltern sollten ihre Kinder zu einer gesunden Kost anhalten, und das bedeute im Blick auf die Medien, ihnen vor allem Bücher und andere gedruckte Medien anzubieten.

Quelle: http://www.idea.de


Hirnforscher kritisiert Patientenverfügungen als „nicht selten voreilig“

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Die „Rheinische Post“ berichtet am 13. Mai 2014  in ihrer Online-Ausgabe von den schwerwiegenden Bedenken eines bedeutenden Neurobiologen hinsichtlich der heute weitverbreiteten Patienenverfügungen.   Dein Gehirn weiß mehr, als du denkst - Niels Birbaumer
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In einem bemerkenswerten Artikel schreibt Wolfram Goert, der renommierte Hirnforscher Niels Birbaumer habe darauf hingewiesen, daß Patienten auch in „grenzwertiger Lage“ durchaus noch Zufriedenheit und Glück erfahren könnten.
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Daher handle es sich bei Patientenverfügungen „nicht selten um vorschnelle Entscheidungen“, die sich dann, wenn der Ernstfall eintritt, nicht mehr rückgängig machen lassen.
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Professor Goert   –  er ist einer der angesehensten Gehirnforscher der Welt  –  sei überzeugt, so der Autor, daß „viele Betroffene diese Korrektur in einer solchen Situation als Patienten aber gern vornähmen“.
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In seinem neuen Buch „Dein Gehirn weiss mehr, als du denkst“ (Ullstein-Verlag) berichtet er von ermutigenden Erfahrungen, die er z.B. mit Schlaganfall-Patienten gemacht habe. (Buch-Infos siehe hier: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/dein-gehirn-weiss-mehr-als-du-denkst-9783550080319.html)
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HINWEIS unserer Redaktion: Eine Vorsorgevollmacht ist empfehlenswerter als eine Patientenverfügung