Sensationeller antiker Kreuz-Fund belegt uralte Präsenz von Christen in Pakistan

„Das Steinkreuz in den Bergen von Skardu-Baltistan ist ein Beweis für die tausendjährige Präsenz des Christentums in Nordpakistan. Es ist eine wichtige historische Entdeckung und erfordert weitere Ausgrabungen in diesem Berggebiet, in dem es heute keine Christen gibt“, erklärt Pfarrer Bonnie Mendes gegenüber dem Nachrichtendienst Fides zu dem archäologischen Fund, der ein neues Licht auf die Geschichte der christlichen Wirksamkeit in Pakistan wirft.

Ein Team der Universität Baltistan stieß auf Spuren einer alten christlichen Präsenz in Skardu. Ein Forschungsteam unter Leitung von Muhammad Naeem Khan war in der Umgebung der Fundstätte tätig und stieß auf ein antikes Kreuz.

Der Vizekanzler der Universität, Muhammad Naeem Khan, berichtete: „Das riesige Kreuz aus Marmor wiegt etwa 4 Tonnen und ist sechs Meter lang. Es wurde zwei Kilometer von unseren Basislagern in den Bergen rund um das Kardardo-Dorf Skardu in der Region Baltistan gefunden“.

„Nach der anfänglichen Einschätzung“, fügt er hinzu, “könnte dieses Kreuz zwischen 1.000 und 1.200 Jahre alt sein. Es ist die erste Entdeckung eines solchen Fundes in Baltistan, die die Verbindung dieses Landes mit dem Christentum unter Beweis stellt“.

Der Forscher teilt mit, dass „das Dorf Kavardo vor 1500 Jahren entstanden ist und die Möglichkeit besteht, dass der Marmorstein, aus dem dieses Kreuz hergestellt wurde, älter ist”.

“Die Universität wird europäische und nordamerikanische Universitäten und Historiker kontaktieren das genaue Datum des aus dem Gestein gemeißelten Kreuzes mit wissenschaftlichen Methoden bestimmen“, betont er abschließend.

Gulshan Barkat OMI, der als Professor für Kirchengeschichte in Pakistan lehrt, erinnert an die Geschichte des Christentums in Zentralasien an und fügt hinzu: „Es besteht die Möglichkeit, dass sich nestorianische Missionare, die seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Iran, in Afghanistan und China unterwegs waren, auch in dieser Region niedergelassen und hier Spuren ihrer Anwesenheit hinterließen“.

Quelle: Fidesdienst


Der Historiker Dr. Eduard Werner erhielt den August-Benninghaus-Preis 2020

Der Historiker Dr. Eduard Werner (86) hat den diesjährigen August-Benninghaus-Preis erhalten. Damit werde der engagierte Autor (siehe Foto) für sein Wachhalten der Erinnerung an christliche Märtyrer ausgezeichnet, hieß es bei der Verleihung in bayerischen Andechs.

Dr. Werner hat das Zeugnis von Katholiken im Widerstand gegen die Gottlosigkeit in Diktaturen erforscht. Laut Verleihungsurkunde hat er die Glaubenszeugen vor dem Vergessen bewahrt und engagiert christliche Kultur vermittelt.

Der Jesuitenpater August Benninghaus aus Münster (1880 – 1942) starb am 20. Juli 1942 im Konzentrationslager Dachau im Alter von 61 Jahren an den Folgen von Hunger und Misshandlungen.

Der undotierte Preis wird jährlich vom „Freundeskreis P. August Benninghaus SJ verliehen, der sich dem Gedenken des Märtyrers widmet. Mit ihm sollen Personen geehrt werden, „die sich durch Forschung und Veröffentlichungen zu Glaubenszeugen oder durch karitative Tätigkeiten im Sinne von Pater Benninghaus ausgezeichnet haben“.

Auch unser Christoferuswerk gratuliert dem Preisträger herzlich, der zugleich seit Jahren auch als Autor im CHRISTLICHEN FORUM veröffentlicht. Auch wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen Gottes reichen Segen!

Zur Person: Dr. Eduard Werner, geb. 1933 in der Oberpfalz, ist Historiker und Schriftsteller. 1957–1963 Studium der Germanistik, Geschichte und Geographie. 1964 Promotion zum Doktor der Philosophie und Eintritt in das Goethe-Institut München als Dozent.
Auslandsaufenthalte in London, Boston, Madrid und Prag. Gastdozenturen an amerikanischen Universitäten. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand 1997 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Zeitschrift DER FELS. Gründungsmitglied des Forums Deutscher Katholiken.
Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter „Helden und Heilige in Diktaturen“ (Media-Maria-Verlag, Illertissen 2017).

Kontakt: Freundeskreis P. August Benninghaus SJ, Juttastr. 22 in 49413 Dinklage


Historiker Michael Wolffsohn beleuchtet Israelfeindlichkeit von linksliberaler Seite

Von Felizitas Küble

Der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn (siehe Foto) ist als erfolgreicher Autor und Vortragsredner öffentlich bekannt. In diesem Jahr erschien sein neues Buch „Tacheles“ mit dem Untertitel: „Im Kampf um die Fakten in Geschichte und Politik“.

Am 28. April veröffentlichte er in der zeitgeistkritischen NZZ (Neuen Zürcher Zeitung) einen kritischen Aufsatz über das „antisemitisch-antizionistische Muster der Linken“.

Israelfeindlichkeit und Aversion gegen Juden beschränken sich keineswegs auf das rechtsextreme Spektrum, auch nicht auf den politischen Islam; vielmehr gilt dies seit Jahrzehnten auch für das ultralinke Lager und einen erheblichen Teil der selbsternannten „Linksliberalen“.

Man denke beispielsweise an die berüchtigte Israel-Allergie der „Süddeutschen Zeitung“, die selbst vor offen antisemitischen Karikaturen nicht haltmachte: https://charismatismus.wordpress.com/2013/07/03/israelhas-suddeutsche-zeitung-begibt-sich-mit-karikatur-ins-sturmer-abseits/

In seinem NZZ-Artikel befaßt sich Wolffsohn auch mit dem Politologen Achille Mbembe aus Kamerun und seinen anti-israelischen Entgleisungen. Diese Ikone vieler Linksliberaler sollte die Eröffnungsrede zur Ruhrtriennale halten, die zwar wegen Corona abgesagt wurde, was aber nichts am Problem als solches ändert.

Der Verfasser weist darauf hin, daß sich Antizionisten gerne auf linke Juden aus Israel oder sonstwoher berufen, um für ihre Vorurteile gegen Israel eine Art jüdisches Schutzschild zu präsentieren. Daß es diese „israelischen Außenseiter“ gibt und sie unentwegt ihre Bücher produzieren, ist übrigens ein Beleg für die freiheitliche Demokratie dieses jüdischen Staates – und auch für das breite Meinungsspektrum unter Juden (vonwegen „aller unter einer Decke“).

FOTO: Titelbild eines der zahlreichen Bücher Wolffsohns: „Deutschjüdische Glückskinder“

Wolffsohn verweist dabei auf Judith Butler und Noam Chomsky. Frau Butler ist als „Begründerin“ des Genderismus weltbekannt; ihre jüdische Herkunft hindert sie nicht an ihrer Agitation gegen Israel bei gleichzeitiger Vorliebe für die arabische Seite und die islamische „Sache“.

Kein Wunder, daß die israelische Botschaft in Deutschland überhaupt nicht erfreut war, als ihr im Jahre 2012 der Adorno-Preis in Frankfurt verliehen wurde. Wir haben die entsprechende Meldung damals veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2012/08/31/israels-botschafter-in-deutschland-kritisiert-verleihung-des-adorno-preises-an-judith-butler/

Zurück zu Prof. Wolffsohns Aufsatz in der NZZ, in dem der Autor klarstellt, man könne manchen Linksliberalen durchaus zugutehalten, daß sie sich über ihren unterschwelligen Antisemitismus selber nicht so ganz im klaren sind; freilich ändert dies nichts  – auch das schreibt Wolffsohn  – am objektiven Sachverhalt.

Das gilt auch für den bereits erwähnten und in Deutschland gern hofierten Historiker Achille Mbembe, der heute im südafrikanischen Johannesburg doziert.

Wolffsohn hält dessen „philosophische Kost“ für eine „ziemlich dünne Suppe“: „Im Kern ist sie ein postkolonialistischer Um- und Aufguss Frantz Fanons. Wilde Vergleiche von Israel und Nazis oder südafrikanischer Apartheid, wobei Israel, versteht sich, schlimmer sei….Mehr Ideologie als Philosophie oder gar Empirie.“

Der Apartheid-Vorwurf gegen den jüdischen Staat ist ohnehin unsinnig, zumal arabische Israelis dieselben Bürgerrechte wie Juden haben (allerdings eine Pflicht weniger, denn der Wehrdienst bleibt ihnen erspart). Natürlich gibt es auch arabische Parteien und Parlamentarier in Israel – und in der Knesset wird zweisprachig geredet.

Von soviel Freiheitsrechten wie in Israel können Muslime in islamischen Ländern nur träumen, weshalb sich immer mehr Israelo-Araber aus eigenem Interesse mit dem jüdischen Staat identifizieren.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Foto-Quelle und Webseite von Prof. Wolffsohn: http://www.wolffsohn.de/

 


Historiker-Buch zur Vertreibung der Deutschen: „Aufarbeiten statt verdrängen“

Information zur Neuerscheinung: 80 Thesen zur Vertreibung –  Aufarbeiten statt verdrängen – von Professor Dr. Alfred de Zayas und Konrad Badenheuer

Die gewaltsame Entwurzelung von etwa 14 Millionen Menschen aus dem ehemals deutschen Osten und dem Sudetenland nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Landkarte Europas verändert.

Und doch ist es still geworden um diesen historischen Einschnitt. In Medien und Schulbüchern wird seit langem nur noch wenig drüber berichtet. Unwissenheit ist die Folge davon.

Das neue Buch von Alfred de Zayas und Konrad Badenheuer, das unter dem Titel „80 Thesen zur Vertreibung. Aufarbeiten statt verdrängen“ erscheint, versteht sich als Antithese zu Verdrängung und Vergessen.

Es ist ein Appell, historische Fakten zur Kenntnis zu nehmen, sie völkerrechtlich korrekt zu bewerten und dann Schlussfolgerungen zu ziehen: Auch heute könnten mit gutem Willen viele Unrechtsfolgen der Vertreibung überwunden werden.

Die Autoren geben sich überzeugt: Ganz Europa hätte den Nutzen davon.

Der amerikanische Völkerrechtlicher und Historiker Professor Dr. Alfred-Maurice de Zayas hat mit diesem Buch jahrzehntelange Forschungen und menschenrechtliche Tätigkeit für die Vereinten Nationen in Genf in 80 Thesen gegossen.

Die Vertreibung der Deutschen stellt de Zayas in den weltweiten Kontext einer Situation, in der aktuell mehr als 60 Millionen Menschen von Flucht, Vertreibung und erzwungener Migration betroffen sind.

Er weist darauf hin, dass bereits seit Jahren die Vereinten Nationen das Recht auf die Heimat („right to one’s homeland“) als Menschenrecht vertreten – eine Entwicklung, zu der de Zayas durch zahlreiche Veröffentlichungen und seine Arbeit als hochrangiger UNO-Experte beigetragen hat, die aber ausgerechnet in Deutschland nicht allzu viel beachtet wurde.

Das Buch schließt an eine Broschüre aus dem Jahr 2008 an, die „50 Thesen zur Vertreibung“, die im selben Verlag erschienen, aber seit kurzem vergriffen sind.

Die „80 Thesen“ sind freilich ein komplett neues, im Umfang mehr als verdreifachtes Werk, das die einschlägigen politischen und völkerrechtlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre berücksichtigt.

Viele der Thesen sind verglichen mit der Fassung von 2008 noch genauer begründet, noch differenzierter formuliert und noch breiter in den geistesgeschichtlichen Kontext Europas eingebettet. Zu den Neuerungen gehört, dass der alte und aktuelle Verleger Konrad Badenheuer als Co-Autor beteiligt ist.

Der Berliner Publizist mit Insiderkenntnissen der Vertriebenenverbände geht der Frage nach, wie die massive Verdrängung deutscher Schicksale bei der Auseinandersetzung mit dem Megathema Vertreibung überhaupt zu erklären ist.

Wie war es zum Beispiel möglich, dass Begriffe wie „Ostdeutschland“ oder „Ostbrandenburg“ einfach ihre Bedeutung ändern konnten und heute andere Regionen bezeichnen als früher? Was haben die deutschen Bundesregierungen und die Betroffenen selbst durch ihr Tun oder Lassen zu dieser gewiss fatalen Entwicklung beigetragen?

Der Autor unterzieht die Arbeit der Landsmannschaften einer differenzierten, aber in einigen Punkten drastischen Kritik. Wissenschaftliches Neuland erschließt seine Untersuchung der Frage, wie viele Ost- und Sudetendeutsche erst nach ihrer eigentlichen Vertreibung an deren Folgen ums Leben gekommen sind – insbesondere durch hungerbedingte Krankheiten und mangelnde medizinische Versorgung.

Im genauen Vergleich mehrerer bereits vorhandenen Veröffentlichungen aus verschiedenen Herkunfts- und Aufnahmegebieten quantifiziert Badenheuer diesen Verlust auf knapp 3,5 Prozent der Betroffenen oder etwa 410.000 Personen. Die bisherige Forschung hat dieses Thema weitgehend ignoriert.

Das Buch dokumentiert schließlich bedeutsame Entschließungen des Bundestages und des Europäischen Parlaments sowie wegweisende Erklärungen der Vereinten Nationen zur Wiedergutmachung von Vertreibungen. Alle diese Dokumente stammen aus den 1990 Jahren, sind also vergleichsweise jung.

In Faksimile wird das Telegramm eines britischen Diplomaten vom 1. August 1945 wiedergegeben und analysiert, es eröffnet neue Einsichten über die Erwartungen und das Kalkül der damaligen britischen Regierung hinsichtlich der Vertreibung. Landkarten und Fotos runden den Dokumentationsteil ab.

Buch-Daten: Alfred de Zayas/Konrad Badenheuer: „80 Thesen zur Vertreibung – Aufarbeiten statt verdrängen“, Taschenbuch, 184 S., Verlag Inspiration Un Ltd., London/Berlin 2019, ISBN 978-3-945127-292, Preis 14,90 €

Das faktenstarke Buch kann für 14,90 € bei uns oder direkt beim Verlag bestellt werden: http://www.verlag-inspiration.de/home.html


Friedensnobelpreis für deutsche Vertriebene!

Von Felizitas Küble

Der Deutschlandfunk erklärte in einer Sendung über unsere vertriebenen Landsleute aus den Ostgebieten:

„Das Thema Flüchtlinge gehört zu unserem Land seit 1945. Allein bis 1950 waren schätzungsweise 12 Millionen Deutsche auf der Flucht vor Vertreibung. Später kamen die Ungarn-Flüchtlinge hinzu.“  (Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/erinnerung-fluechtlinge-und-vertriebene-nach-dem-krieg.862.de.html?dram:article_id=343211)

Wohlgemerkt: Über 12 Millionen deutsche Heimatvertriebene ab 1945, etwa zwei Millionen von ihnen fanden den Tod durch Ermordung, Hunger, Ertrinken, Erschöpfung, Folter in polnischen Nachkriegs-KZs usw.

Trotzdem hat niemand von unseren Landsleuten aus dem Osten jemals zu politischer Gewalt aufgerufen oder gar Terrorismus betrieben.

Stattdessen wurde bereits in der „Charta der Heimatvertriebenen“ von 1950  –  bei allem berechtigten Bekenntnis zum „Recht auf die Heimat“  –  ausdrücklich auf jede Gewalt und Vergeltung verzichtet.   (Infos hier: https://www.bund-der-vertriebenen.de/charta-der-deutschen-heimatvertriebenen.html)

Wer nun meint, solche Friedensliebe und Verständigungsbereitschaft seien doch selbstverständlich, der irrt sich sehr, bedenkt man etwa den Terror und die Aggressionen von Palästinensern oder Kurden.

Faire Geschichtswissenschaftler wie der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn haben mehrfach betont, daß die Verbrechen der NS-Diktatur keineswegs als Rechtfertigung oder Verharmlosung für die Vertreibung von Millionen Deutschen herhalten dürfen.

Es ist überfällig, daß die einzigartige Friedensleistung unserer deutschen Landsleute aus Schlesien, Ostpreußen, Pommern, dem Sudetenland etc. entsprechend gewürdigt wird und sie dafür den wohlverdienten Friedensnobelpreis erhalten  –  solange noch Menschen aus dieser Generation leben!

Übrigens ist diese Idee nicht ganz neu: Ende der 90er Jahre hat auch Erzbischof Johannes Dyba (siehe Foto) – der katholische Oberhirte aus Fulda – mehrfach diesen Vorschlag in die Öffentlichkeit gebracht.

Der am 23. Juli 2000 im Alter von 71 Jahren verstorbene Bischof von Fulda wußte das schwere Schicksal unserer Heimatvertriebenen zu würdigen und hat ihre herausragende Friedensliebe anerkannt.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 


Historiker Michael Wolffsohn fordert Realitätssinn und mehr Sicherheit für alle

Von Felizitas Küble

Kürzlich berichteten wir im CHRISTLICHEN FORUM über ein aufschlußreiches Interview, das die „Jüdische Rundschau“ mit Hans-Georg Maaßen führte (siehe HIER).

Der amtsenthobene Verfassungsschutzpräsident wies darauf hin, daß Judenfeindlichkeit in Deutschland aus drei Quellen stammt: Dem Islam, dem Rechtsextremismus und dem antizionistischen Linkskartell.

Seit langem vertritt auch der deutschjüdische Bestseller-Autor und Historiker Michael Wolffsohn (siehe Foto) diese Auffassung, wobei er zu Recht seinen Schwerpunkt auf den islamischen Antisemitismus setzt.

Wir haben hier im CF seit Jahren vielfach über seine kompetenten Wortmeldungen berichtet.

In einem BILD-Artikel unter dem Titel „Botschaft an Judenfeinde und Freunde“ vom 12. Oktober fordert Prof. Dr. Michael Wolffsohn mehr Sicherheit für unser Land.

„Das bedeutet: über Sicherheit nicht nur zu reden, sondern für Sicherheit zu sorgen. Die innere und auch äußere Sicherheit (Stichwort: Bundeswehr) wurde seit Langem in Deutschland und Westeuropa (besonders Frankreich) ganz allgemein – Ausnahme vor allem Bayern – sträflich vernachlässigt.“

Der Geschichtswissenschaftler fügt hinzu:

„Halle ist „nur“ ein Beweis von vielen. Wenige Tage zuvor war in Berlin der islamistische Messerstecher, der vor der Synagoge Oranienburger Straße festgenommen worden war, auf freien Fuß gesetzt worden. Diese Laxheit ermuntert Folgetäter jeglicher Herkunft.“

BILD: Eines der zahlreichen Bücher  – und ein Bestseller – von Prof. Wolffsohn: „Deutschjüdische Glückskinder“

Der bekannte Publizist äußert sich hierbei u.a. auch kritisch über die Bundeskanzlerin:

„Wer zudem Angehörige staatlicher Sicherheitsorgane, Polizisten als „Schweine“ oder „Bullen und Soldaten als „Mörder“ beschimpft, schwächt die Sicherheit nach innen und außen. (…) Auch die Bundeskanzlerin hat allzu lange die Sicherheitsbehörden durch demonstrative Missachtung vor den Kopf gestoßen. Ein Synagogenbesuch ist kein Ersatz.“

Dabei kann Deutschland schon aus Eigeninteresse froh sein über seine jüdischen Bürger:

„Deutschlands und Europas Juden sind bereits qualifiziert, weil überdurchschnittlich gebildet. Sie sind Stützen in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie sind (deutsche) Staatsbürger. Ihr Beitrag zum nationalen Wohlstand ist proportional viel größer als ihre winzige Zahl. Ihre Familienstruktur ist fester, ihre Kriminalitätsrate niedriger.

Wer Juden vertreibt, handelt nicht nur unmoralisch, sondern auch dumm. Diese ebenso mörderische wie selbstmörderische Dummheit hat Deutschland schon einmal begangen.“

Außerdem schreibt Professor Wolffsohn folgenden Klartext:

„„Nach Halle“ rückt der alt-neue, mörderische Rechtsextremismus in den Mittelpunkt. Zu Recht. Fakt ist aber, dass Juden in den vergangenen Jahren in ganz Europa noch häufiger von Islamisten und Linken bedroht wurden.

Die diesbezüglichen Statistiken der Landes- und Bundesbehörden vertuschen diese Tatsache. Das ist integrationspolitisch gut gemeint, aber töricht.

Denn: Mit falschen Diagnosen kann man keine Krankheit heilen.“

QUELLE für die Zitate: https://www.bild.de/politik/kolumnen/politik-inland/nach-halle-botschaft-an-judenfeinde-und-freunde-ein-kommentar-65278264.bild.html

 


Historiker Wolffsohn: Linken und islamischem Judenhass nicht weiter ausblenden!

Häufige Einseitigkeit aus Gründen „politischer Steuerung“

Der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn ist seit langem als Buchautor, Vortragsredner und durch TV-Talkrunden bekannt. 2017 wurde er als „Hochschullehrer des Jahres“ ausgezeichnet. 
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Am heutigen 1. Juni 2019 kritisiert er in BILD-online die unsachgemäße Fixierung deutscher Politiker und Medien auf den Antisemitismus von rechtsextremer Seite. 
Der linke Antisemitismus werde hingegen kaum beachtet – und noch weniger der islamische. Das gilt laut Wolffsohn (siehe Foto) auch für Angela Merkel.
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Unter dem Titel „Die Wurzeln des Judenhasses in Deutschland Antisemitismus – hier irrt (nicht nur) die Kanzlerin“ heißt es in einem ausführlichen Artikel des Geschichtsprofessors, die einseitige Betrachtung dieses Themas erfolge „aus Gründen der politischen Steuerung“ und sie sei „gewollt“.
Der Autor sieht diese Problematik auch beim Bundespräsidenten sowie fast der gesamten „politische Klasse“ und auch bei den „meisten nationalen und internationalen Medien„.Bei der amtlichen Antisemitismus-Statistik sei nicht die Zählung der Taten als solche falsch, sondern die politische Zuordnung der Täter:

„Das ist geschichts- und integrationspolitisch gewollt oder zumindest so gesteuert, dass der muslimische Antisemitismus in Gedanken, Wort, Tat und somit in Zahlen verniedlicht wird.“

BILD: Wolffsohns Bestseller mit dem Titel „Deutschjüdische Glückskinder“

Für Judenfeindlichkeit gäbe es – sowohl früher wie heute – drei Quellen bzw. Ursachen: den Rechtsextremismus, den (ultra)linken Antizionismus und vor allem den muslimischen Antisemitismus.
Entgegen dieser offensichtlichen Sachlage gäbe es in der öffentlichen Debatte aber Tabus:
„Benannt wird eigentlich nur der rechte, selten der linke und noch seltener der muslimische. Aus Angst, integrationspolitisches Porzellan zu zerschlagen, wird der muslimische tabuisiert und damit befördert. Doch Angst ist ein schlechter Diagnostiker und ein noch schlechterer Therapeut. Ohne richtige Diagnose keine Heilung.“

Wer sich von „Fake statt Fakten“ leiten lasse, könne Antisemitismus nicht wirksam bekämpfen, betont der Geschichtswissenschaftler.

Ouelle für die Zitate: https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/antisemitismus-hier-irrt-nicht-nur-die-kanzlerin-62329984.bild.html

 


Historiker Wolffsohn kritisiert Abhängung von Nolde-Gemälden als „Tugendhysterie“

Von Felizitas Küble

Zur Zeit wird in Medien viel über den führenden Maler des Expressionismus, Emil Nolde, diskutiert. Obwohl die Nazis seine Kunst als „entartet“ ablehnten, war Nolde ein überzeugter Antisemit und auch ansonsten ein Anhänger der NS-Ideologie.

Dies wird derzeit in einer Berliner Ausstellung breit dokumentiert, ist aber unter Fachleuten längst bekannt.

Bundeskanzlerin Merkel hat jetzt sogar Nolde-Bilder in ihrem amtlichen Büro abgehängt.

Der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn kritisiert die jüngste Debatte und Merkels Abhäng-Aktion als „ein bisschen viel Tugendhysterie“.

Für ausländische Gäste, die das Kanzleramt besuchen, seien Nolde-Bilder keine Zumutung gewesen, sondern ein Bekenntnis zur Gebrochenheit deutscher Geschichte:

„Geschichte ist nicht nur eindimensional. Mich stört ganz schrecklich, dass wir so etwas wie eine korrekte Einheitsmeinung Deutschlands haben. Das ist so antiintellektuell, wie es nur sein kann.“

Gegenüber dem Deutschlandradio stellt der Münchner Geschichtswissenschaftler und Bestseller-Autor gestern (12.4.) außerdem klar: „Auf jeden Fall sind Nolde-Bilder zeigbar“, https://www.deutschlandfunk.de/historiker-zu-antisemitischem-kuenstler-auf-jeden-fall-sind.694.de.html?dram:article_id=446139

Wolffsohn erklärt, die Erwartung sei weltfremd, große Persönlichkeiten müßten eine „vollkommen reine Weste“ haben.

BILD: In seinem Bestseller „Deutschjüdische Glückskinder“ schreibt Prof. Wolffsohn über das Schicksal seiner Familie

Sodann gäbe es zudem jene, „die ganz bewusst leugnen, ignorieren, den Kopf in den Sand stecken. Wir kennen das auch in Bezug auf Günter Grass, der für viele immer noch moralisch auf dem Denkmalsockel steht.“

Doch für den in Israel geborenen Historiker zählt die Kunst als solche – und dazu gehöre die Tatsache, „dass sie von Menschen gemacht wird“. Niemand entspreche aber „dem Idealbild vom perfekten Menschen.“

Wolffsohn erinnert hierbei an das Luther-Jahr: „Wir haben im Jahre 2017 das Luther-Jahr gefeiert. Luther war ein ganz schlimmer Antisemit, der bis hin zur Verbrennung von Juden plädiert hat. Soweit ist Herr Nolde nicht gegangen.“


Warum das 5. Gebot in richtiger Übersetzung „Du sollst nicht morden“ lautet

Von Felizitas Küble

In der Online-Ausgabe der „Jüdischen Allgemeinen“ vom 3. April 2019 befaßt sich der Münchner Historiker Dr. Michael Wolffsohn mit dem Thema „Juden in der Bundeswehr“: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/nach-allem-und-trotz-allem/

Schon vor Jahrzehnten, als es noch eine Ausnahmeregelung für Holocaust-Überlebende der dritten Generation gab, nicht zum „Bund“ eingezogen zu werden, plädierte der deutschjüdische Professor (siehe Foto) für eine Beteiligung jüdischer Soldaten nach der Devise: „Gleiche Rechte, gleiche Pflichten“.

Heute sind Juden in der Bundeswehr samt ihrem Militär-Rabbiner längst eine  Selbstverständlichkeit. 

In seinem Artikel „Nach allem und trotz allem“ äußert sich Wolffsohn auch zur Übersetzung und Auslegung des 5. Gebotes: „Du sollst nicht morden“, das sowohl sprachlich wie inhaltlich oft falsch mit „Du sollst nicht töten“ übersetzt wird.

Doch der überzeugte jüdische Autor kennt sich aus und schreibt:

„In der Tradition Martin Luthers übersetzt die christliche Einheitsbibel nämlich dieses zentrale Gebot aus dem Dekalog irreführend und sinnwidrig mit »Du darfst nicht töten«. Im hebräischen Original heißt es »lo tirzach«, »Du darfst nicht morden«. –  Es heißt nicht »lo taharog«, »Du darfst nicht töten«.   – Das wiederum heißt unausgesprochen »Notfalls darfst du töten« – wenn nämlich dir selbst der Tod droht.“

Er erinnert sodann an das Wort des bekannten Schriftstellers Albert Camus: Manchmal muss man »töten, um den Mord abzuschaffen«.

Auch die Halacha, das jüdische Religionsgesetz, hat sich stets im Sinne eines Notwehr- und Verteidigungsrechts ausgesprochen – sowohl für Personen wie für Nationen.

Das „jüdische Fundamentalgebot“, das den MORD verbietet, gilt hingegen ausnahmslos – und so sieht es auch die katholische Moraltheologie.

Foto: Michaela Koller

 

 


Die Unionsfraktion würdigt den verstorbenen Historiker Arnulf Baring als großen Deutschen

Am vergangenen Wochenende starb der bedeutende Historiker und Buchautor Prof. Dr. Arnulf Baring. Dazu erklärt der vertriebenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Eckhard Pols (siehe Foto):

„Arnulf Baring hat in seiner fast 30jährigen Schaffenszeit als Professor für Zeitgeschichte und Internationale Beziehungen am F.-Meinecke-Institut der Berliner Universität bis heute gültige Standardwerke geschrieben.

Sein hohes Ansehen gründete auf den gründlichen Analysen etwa der Außenpolitik des ersten Bundeskanzlers („Im Anfang war Adenauer“) oder der neuen Ostpolitik in der Ära Brandt-Scheel (Bestseller „Machtwechsel“). Baring zählt damit zu den maßgebenden Chronisten der Bundesrepublik.

Der Autor hat darüber hinaus die aktuelle politische Entwicklung der Bundesrepublik mit seinem immensen publizistischen Wirken stets kritisch – mitunter provokant – begleitet und wurde dadurch zum bekanntesten deutschen Historiker.

Dabei trat Baring, der 1945 den Dresdner Feuersturm überlebt hatte, entschieden für ein demokratisch verfasstes Deutschland ein.

Mit der Wiedervereinigung war das mögliche Scheitern der Berliner Republik sein unermüdlicher Antrieb, auf die bislang – insbesondere von der Politik – nicht verinnerlichte neue alte Mittelage in Europa und notwendige Strukturreformen aufmerksam zu machen, damit der deutsche Staat inneren wie äußeren Krisen gewachsen ist.

Der Konservative Arnulf Baring wurde mit seinen grundlegenden Betrachtungen über den Zustand unserer Nation zum  – so schrieb etwa der SPIEGEL  –  „Praeceptor Germaniae“; aufgrund seiner hervorragenden Leistungen für das Gemeinwesen wurde ihm 2011 das Große Verdienstkreuz verliehen.

Sein eindringlicher Appell an uns Parlamentarier zu offenem Vordenken, die wirklichen Probleme des Landes anzugehen und Führungsbereitschaft neu herauszubilden, hallt nach.

Noch 2014 mahnte Baring auf dem Deutschlandtreffen der Ostpreußen, den Blick nach Osten zu richten. Es sei die historische Aufgabe Deutschlands, auf die außerordentliche Sorge der östlichen Nachbarn zu reagieren, wieder unter russische Vormacht zu fallen. Nur vier Jahre später sind ausgerechnet auf dem Gebiet des ehemaligen Königsbergs atomar bestückbare Raketen mit einer Reichweite bis nach Berlin stationiert worden.

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag würdigt Arnulf Baring als einen bedeutenden Geisteswissenschaftler und herausragenden Verfechter der Republik: Der Patriot Arnulf Baring gehört zu den großen Deutschen.

Seinem Andenken verpflichten wir uns und unser tiefes Beileid gilt seiner Familie.

Wir setzen uns dafür ein, dass das Bundesarchiv, Nachlassverwalter der Unterlagen des Historikers Baring, eine vollständige Dokumentation seiner publizistischen Werke, insbesondere die Berichte seiner legendären Exkursionen in die versunkenen Landschaften Schlesiens oder Böhmens erstellt.“