Evangelist Parzany beklagt Glaubensverlust bei evangelischen Kirchenvertretern

Die Bibel wird innerhalb der evangelischen Kirchen und Theologie immer stärker hinterfragt. Das kritisiert der Leiter und Gründer des Netzwerks „Bibel und Bekenntnis“, der bekannte Pro-Christ-Evangelist, Autor und Pfarrer Ulrich Parzany aus Kassel.

Die Folge sei, dass viele kirchliche Mitarbeiter das Apostolische Glaubensbekenntnis nicht mehr für wahr hielten, sagte er in einem Vortrag am 11. März in der Landeskirchlichen Gemeinschaft Würzburg.

Darin nannte er die Bibel eine Urkunde der Selbstoffenbarung Gottes. Es sei eine der wichtigsten Entscheidungen, ob man ihr glauben wolle oder nicht. Er kritisierte, dass die Heilige Schrift vielfach mit Märchen oder den Schriften anderer Religionen auf dieselbe Stufe gestellt werde.

Er riet den 90 Besuchern davon ab, aus Protest gegen diese Fehlentwicklungen aus der Kirche auszutreten. Die Kirche lebe nicht von den Kirchensteuern derer, die sonntags die Gottesdienste besuchen, sondern von der Masse derer, die zwar Mitgliedsbeiträge zahlen, aber kein Interesse am Evangelium hätten.

Deshalb sähen die Verantwortlichen in den Kirchen keinen Grund, bei Kirchenaustritten von Gläubigen etwas zu ändern. Wichtig sei es vielmehr, Gott zu vertrauen, die Bibel zu lesen sowie ihre Botschaft zu leben.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/glaube/detail/parzany-die-bibel-wird-in-der-kirche-immer-staerker-hinterfragt-100229.html


Warum erschöpft sich das „Wort zum Sonntag“ in substanzloser Sozialkritik?

OFFENER BRIEF an Beauftragte der evang. und kath. Kirche über das „Wort zum Sonntag“

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Jahrzehnten gehört das „Wort zum Sonntag“ zu den Garanten im deutschen Fernsehen: Weiterhin sind jeden Samstag hunderttausende Zuseher vor den Geräten, mittlerweile auch an den digitalen Empfängern, um das „Wort zum Sonntag“ als einen Impuls für den bevorstehenden Feiertag mit in die Nacht zu nehmen. Riehle, Dennis_5

Auch ich gehöre zu diesen Interessierten, die sich regelmäßig einen christlichen Blick auf unser Zeitgeschehen wünschen. In einem ansprechenden Format, kurz und prägnant, modern und doch seriös – das sind die wesentlichen Eckpunkte einer mehrminütigen Sendung, die zeigen soll, welche Kultur und welche religiösen Traditionen unser Land auch im 21. Jahrhundert fortdauernd prägen.

Die Gedanken, die uns die evangelischen und katholischen Sprecher mit auf den Weg geben, sollen persönlich, aber auch für die Zuschauer in ihr jeweiliges Leben übertragbar sein. Sie sollen wirklichkeitsnah, aber eben nicht dem Zeitgeist hinterherrennend sein. Und sie sollen fundamental im besten Sinne, nämlich den Wurzeln lebendigen Christentums nah, sein.

Das geschieht am sinnvollsten durch die Bibel. Als Heilige Schrift ist sie das wesentliche Instrument, um Menschen zu erklären, was unsere Religion ihnen sagen möchte. Sie ist Grundlage für eine Existenz nach all unseren Werten, den Überzeugungen und den klaren Botschaften christlicher Verkündigung, die die Sendung sein soll:

Keine Kurzpredigt im dogmatischen oder belehrenden Verständnis, sondern ein ganz vitaler Anstoß, der freudig, aber eben nachdenklich machen soll, sich mit dem eigenen Glauben wieder neu kritisch und ermahnend gleichsam auseinanderzusetzen.

Doch wo ist dieses Werk geblieben? Wie oft fragte ich mich in der letzten Zeit, wodurch sich das „Wort zum Sonntag“ noch von dem Kommentar unterscheidet, den ich kuchristusrz davor in den „Tagesthemen“ sah. Denn von der Bibel war keine Rede. Viel eher ein recht weicher Meinungsbeitrag zu aktuellen Themen, dem es an jedwedem christlichen Inhalt fehlte.

Nein, Sozialkritik ist in einem Sendungsformat, das sich explizit mit dem religiösen Verständnis unserer Gegenwart befassen möchte, nicht möglich, solange es an einem Bezug zu einer biblischen Stelle fehlt. Friedensappelle werden in einem solchen Rahmen wertlos, wenn nicht Gottes Vergebung ihre Erwähnung findet. Und finanzpolitische Einordnungen bleiben dann unglaubwürdig, wenn sie im „Wort zum Sonntag“ ohne ein Gleichnis aus dem „Buch der Bücher“ auszukommen vermögen.

Standpunkte, Gutdünken oder Besserwisserei – für sie brauchen wir keine drei Minuten des Samstags. Sie können wir täglich in den sozialen Netzwerken, aber auch im Alltag erleben.

Das „Wort zum Sonntag“ ist viel zu wertvoll, um zu einem Sendeplatz zu verrohen, an dem substanzlose Einordnung dessen geschieht, was ohnehin schon jeder von uns weiß. Die Themen der Bibel, sie sind genauso präsent wie unser Heute – nutzen wir doch dieses Alleinstellungsmerkmal, das „Tagesschau“, Wissensmagazine und Talksendungen eben nicht zu bieten haben:

Die Betrachtung aus diesem Blickwinkel des Religiösen, des Christlichen, der eben doch einzigartig ist, wenn man die Chance nicht vergibt, ihn mit  geistlicher Nahrung jeden Samstag neu zu füttern und in Erinnerung zu rufen, wozu wir uns bekennen und worauf wir uns beziehen dürfen.

Mit dieser Ermutigung und den besten Segenswünschen
grüße ich Sie herzlich

Dennis Riehle, Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
Webpräsenz: http://www.Dennis-Riehle.de

 


Bad Mergentheim: Ausstellung über Bibel-Illustrationen aus sechs Jahrhunderten

Die Ausstellung „Botschaft im Bild“ im Deutschordens-Museum in Bad Mergentheim (Baden Württemberg) läuft noch bis 6. Januar 2017; sie präsentiert ca. 140 Bibelillustrationen aus rund sechs Jahrhunderten. 

Foto: Evita GründlerDie frühesten Werke sind die detailgenau restaurierten Kupferstiche Martin Schongauers (ca. 1450 – 1492), der in seinen Arbeiten mit einem Bein immer noch im Mittelalter und der Gotik steht.

Die Spannbreite reicht bis hin zu den großen Surrealisten des 20. Jahrhunderts wie Marc Chagall und dessen verträumt poetischen Lithografien zum Alten Testament. Hier wird Chagalls feste Verwurzelung in seinem jüdischen Glauben mit ihren Traditionen und Symbolen deutlich.

Foto: BIBEL-Gemälde der Künstlerin Evita Gründler (Regensburg)

Meisterhaft im Ausdruck sind die Holzschnitte von Gustav Doré. Aus seinem Gesamtwerk wird die Leidensgeschichte Christi gezeigt.

Einen weiteren Höhepunkt bilden die farbigen Radierungen von Salvador Dalí zu Altem und Neuem Testament. Hier wird auf einzigartige Weise die gesamte Spiritualität eines der genialsten Künstler des 20. Jahrhunderts deutlich.

Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Stile, graphische Techniken und den kulturellen und historischen Hintergrund der Künstler. Einzig gleich bleibt eine tiefe Frömmigkeit, die jeweils unterschiedlich zum Ausdruck gebracht wird. Die Exponate wurden aus dem Fundus eines süddeutschen Privatsammlers eigens für das Deutschordensmuseum zusammengestellt.

Quelle und weitere Infos hier: http://www.deutschordensmuseum.de/sonderausstellung/


Standhaft im Glauben, gerettet durch Christus, überzeugt von Gottes Wort

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Tim 3,14-17.4,1-2:

Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast; denn du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften, die dir Weisheit verleihen können, damit du durch den Glauben an Jesus Christus gerettet wirst. Tagesimpuls

Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit; so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein.

Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich:

Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob gelegen oder ungelegen; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.

 


Evangelikaler „Bibelbund“ distanziert sich von Michael Dieners jüngsten Äußerungen

Der Bibelbund mit einem Freundeskreis von 4000 evangelikalen Christen stimmt einigen Aussagen Dieners weitgehend zu:Bibelbund

1. Es gibt keine biblische Legitimation für die in den meisten evangelischen Landeskirchen praktizierten Segnungs- und Trauungs- Gottesdienste für homosexuelle Paare, so Diener. Kirchlicherseits dürfe es keine vollkommene Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe zwischen Mann und Frau geben.

2. Evangelikale Christen sollten nach Diener im Umgang mit ihren Gegnern auf Polemik und Selbstgerechtigkeit verzichten. Menschen von denen man sich abgrenzt oder die man für Gott gewinnen will, sollte man in Klarheit und Liebe begegnen.

3. Im Gegensatz zur offiziellen Haltung der EKD hält Diener die Mission unter Juden und Muslimen auch heute noch für geboten. Große Teile der biblischen Urgemeinde waren Juden, die zum christlichen Glauben konvertierten.

Kritik an Aussagen Dieners zu Bibel und Islam

Auf der anderen Seite distanziert sich der Bibelbund deutlich von den relativierenden Aussagen Michael Dieners. Es steht im offenen Gegensatz zu evangelikalem Selbstverständnis, wenn einer ihrer prominenten Vertreter zwar die eindeutigen Aussagen der Bibel nennt, sie dann aber sofort wieder als subjektive Meinung einschränkt.

1. Christen müssen keine „gespaltenen Persönlichkeiten“ sein. Evangelikales, bibelorientiertes Leben ist nicht in erster Linie das Ergebnis einer pietistischen Sozialisation in einer gesellschaftlichen Subkultur, wie Diener suggeriert. Der Heilige Geist verändert das Denken, Reden und Handeln des Menschen, der sich Gott ganz ausliefert (vgl. Röm 12, 2).

Eine fromme Erziehung produziert keine an der Bibel orientierten Gläubigen. Nur die Umkehr zu Gott und die bewusste Unterstellung unter seinen Willen, machen einen Menschen zum lebendigen Christen. bild-jesus-oben

2. Evangelikale Christen sind in erster Linie Gott und seiner in der Bibel mitgeteilten Wahrheit verpflichtet und nicht, wie Diener behauptet, der Evangelischen Kirche. In einer von Meinungs- und Religionsfreiheit geprägten Demokratie sind evangelikale Christen glücklicherweise nicht auf das Wohlwollen der großen Kirchen angewiesen. Statt der Akzeptanz unstrittig bibelkritischer Positionen um des theologischen Friedens willen, haben evangelikale Christen der Kirche immer dann am meisten geholfen, wenn sie deren Defizite benannten.

3. Christen sollen sich eindeutig und unverschnörkelt zu den Aussagen Gottes in der Bibel stellen, gerade auch in Gesprächen mit den Vertretern anderer Religionen. Eine aktive Förderung islamischen Glaubens gehört nicht zu den Aufgaben eines gläubigen Christen. Dieners Werbung für die Beteiligung des EKD- Ratsvorsitzenden Bedford- Strohm an der Gründung einer Münchener Großmoschee kann aus Sicht des Bibelbundes nicht als Meinung „der Evangelikalen“ angesehen werden. Nach den eindeutigen Aussagen der Bibel führen andere Religionen den Menschen in die Irre und nicht zu Gott.

Im Gegensatz zu einem evangelikalen Glaubensverständnis verteidigt Diener den Münchener Bischof, wenn dieser äußerte, die „Begegnung mit dem Reichtum anderer Glaubenstraditionen“ mache ihn zu „einem glücklicheren Menschen“ und, es könne „berührend und bereichernd sein (…), wenn man sich vom Ruf des Muezzins mit hineinnehmen lässt in dessen Gottesdienst“. Solche Meinungsäußerungen führen nicht zu einem klaren Bekenntnis des christlichen Glaubens, sondern weit eher zu einer fatalen Religionsvermischung. 0018

4. Nicht alle Interpretationen der Bibel sind gleich gültig und akzeptabel, wie in Dieners Äußerungen vorausgesetzt. Es ist falsch, jede subjektive und häufig interessengeleitete Deutung der Bibel als legitim und gleichwertig zu betrachten. Zwar treten durch einen solchen Umgang mit Wahrheit Konflikte und Differenzen in den Hintergrund. Gleichzeitig aber führt diese Auffassung zu einer generellen Relativierung göttlicher Aussagen.

Die Bibel mit ihrem absoluten Wahrheitsanspruch wird hier ohne Not dem Diktat der Postmoderne und des Konstruktivismus ausgeliefert. Gottes Massstäbe entstehen eben nicht erst in der jeweils subjektiven Interpretation des Menschen, wie Diener nahelegt. Biblische Aussagen sind auch losgelöst von eigenen Prägungen und Meinungen erkennbar.

Ob Gott beispielsweise Homosexualität ablehnt oder gutheißt, darf nicht auf die Ebene persönlicher Meinungen oder unterschiedlicher Lebensumstände reduziert werden. Pluralität und Meinungsvielfalt sind, im Gegensatz zu Dieners Äußerungen, keine christlichen Werte an sich.

Gottes Botschaft nicht verwässern

Der Bibelbund fordert Christen auf, sich eindeutig von einer weiteren Relativierung der Bibel zu distanzieren. Gottes Mitteilungen bieten nicht nur die Grundlage für subjektive, religiöse Meinungen und randständige Lebensweisen. Gottes Wort hat eine überzeitliche Gültigkeit, die über alle privaten Interpretationen und Prägungen hinausgeht.

Gerade darin liegt die außerordentliche Kraft der Bibel, dass sie ideologiekritisch jedem vorläufigen Zeitgeist und jeder Modetheologie korrigierend entgegentritt. Es ist unzulässig und anmaßend, Gottes biblische Aussagen zu verwässern oder durch strategische Kompromisse einzuschränken nur um einen vorläufigen kirchlichen Konsens zu erreichen.

„Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.“ (3. These der Barmer Theologischen Erklärung 1934)

Michael Kotsch (Vorsitzender des Bibelbundes)

Quelle: http://agwelt.de/2015-12/bibelbund-stellungnahme-zu-michael-diener-keine-weitere-relativierung-der-bibel/


Die Evangelische Allianz äußert sich zu aktuellen Kontroversen um ihren Kurs

Unter dem Titel „Die Heilige Schrift ist die verbindliche Norm“ nimmt  der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Evangelischen Allianz jetzt Stellung zu den jüngsten Auseinandersetzung um Äußerungen ihres Vorsitzenden Dr. Michael Diener: 

„Auch bei Kontroversen beieinander bleiben“ P1020947

Der Geschäftsführende Vorstand der Deutsche Evangelische Allianz (DEA) bedauert die eingetretene öffentliche Auseinandersetzung aufgrund eines Artikels in der Zeitung „Die Welt“ am 14. Dezember 2015, in dem der Erste Vorsitzende der DEA, Dr. Michael Diener, in seiner neuen zusätzlichen Funktion als Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland porträtiert wurde.

Wir begrüßen intensive, sachliche und, soweit erforderlich, auch kontroverse Diskussionen zu Sachfragen, z.B. im Blick auf Fragen der Homosexualität, distanzieren uns aber von zum Teil in Inhalt und Form völlig unsachgemäßer und Persönlichkeitsrechte verletzender Kritik, wie sie insbesondere in sozialen Netzwerken zu lesen war und ist. Wir ermutigen stattdessen zur weiteren Versachlichung des Diskussionsprozesses unter folgenden Grundsätzen, die uns sehr wichtig sind: 

1.  Die Heilige Schrift ist die „Norm der Normen“ für Lehre und Leben der Christen und darum auch verbindliche Grundlage für inhaltliche Diskussionen. 

2.  Gleichzeitig müssen wir unsere hermeneutischen Grundentscheidungen diskutieren, die maßgeblich unser Verständnis der Heiligen Schrift bestimmen. Wir erkennen an, dass unsere menschliche Erkenntnis begrenzt ist, was zu unterschiedlichem Verständnis biblischer Aussagen führen kann.  131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

3. Wir wollen sorgfältig aufeinander hören und die Intentionen von Aussagen zu verstehen suchen, gerade dann, wenn sie in inhaltlicher Spannung zu eigenen Auffassungen stehen. 

4.  Wir wollen beieinander bleiben um der gemeinsamen geistlichen Ziele willen, gerade dann, wenn wir sachlich kontrovers diskutieren. 

5.  Wir wollen mit- und füreinander beten, damit der HERR der Kirche uns SEINEN Weg weist. 

Der Artikel greift eine ganze Reihe zentraler Themen auf. Wir sind unserem Vorsitzenden Dr. Michael Diener dankbar für viele eindeutige Aussagen, etwa zum missionarischen Zeugnis gegenüber jedermann, auch gegenüber Muslimen und Juden. Wenn er im Interview Mission als „einen Akt der Liebe“ bezeichnet, der gleichzeitig „keine Bedrängung oder Abwertung anderer Religionen“ sein dürfe, dann stimmen wir dem ausdrücklich ebenso zu wie seiner Kritik an einer Haltung, die suggeriert, „Mission sei von gestern und müsse durch einen interreligiösen Dialog ersetzt werden, bei dem man alle Religionen für gleichberechtigte Heilswege erklärt“. 

Seine Aufforderung zur Selbstkritik an die eigene, die evangelikale Bewegung, zeigt zu Recht an, dass wir nicht vor allem im Blick auf andere, sondern zuerst im Blick auf uns selbst kritisch bleiben müssen.  DSC05485

Er hat im Gespräch mit dem Redakteur der „Welt“ im Hinblick auf Fragen der Homosexualität auch persönliche Auffassungen vertreten, die nicht den bisherigen öffentlichen Verlautbarungen der DEA entsprechen. Er und wir haben neu gelernt, dass solche Meinungsäußerungen immer auch einer Bewegung als Ganzes zugerechnet werden und zu vermeidbaren öffentlichen Auseinandersetzungen führen können.

Die Deutsche Evangelische Allianz hat sich im größeren Kontext unter dem Titel „Sucht der Stadt Bestes“  im Jahr 2009 so positioniert:

„Wir wenden uns ebenso gegen die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der geschlechtlichen Orientierung… Wir begegnen Vertretern einer anderen geschlechtlichen Orientierung mit Respekt und Würde, sehen allerdings praktizierte Homosexualität – wie andere Formen der außerehelichen Sexualität – grundsätzlich als unvereinbar mit der für den christlichen Glauben maßgebenden biblischen Ethik an.

Wir wenden uns außerdem gegen Versuche, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften der im Grundgesetz herausgehobenen klassischen Ehe gleichzustellen…“ (www.ead.de/fileadmin/daten/dokumente/arbeitskreis_politik/SuchtDerStadtBestes2014_WEB.pdf)                                                               

Mit der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz bekräftigen wir, dass die Bibel auch in unserer Zeit die verbindliche Grundlage für Lehre und Leben der Christen ist. Wir sind uns dessen bewusst, dass sie nicht direkt alle aktuell sich stellenden Fragen beantwortet.

Aber wir wollen weiter und immer wieder in ihr die Leitlinien suchen, die dem Geist Jesu Christi entsprechen. Das tun wir als Netzwerk unterschiedlich geprägter Christinnen und Christen miteinander und nicht gegeneinander. Dabei wollen wir auch bei Kontroversen beieinander bleiben, aufeinander hören und einander vertrauen.

Ekkehart Vetter, Zweiter Vorsitzender

Quelle: http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/deutschen-evangelischen-allianz-auch-bei-kontroversen-beieinander-bleiben.html


Diener der Wahrheit: Auch der Papst ist an die Offenbarung Gottes gebunden

Glaubenspräfekt Müller über die Sendung des Petrusamtes

Kardinal Gerhard Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, hat gerade von einer Konferenz über die „theologische Natur der Doktrinkommission und die Rolle des Bischofs als Glaubenslehrer“ berichtet, die er am 13.1.2015 in Esztergom (Ungarn) geleitet hat. RadioVatikan

Dabei stellt er jede Sache an ihren Platz, zB. die zusätzliche Macht der Bischonfskonferenzen und ihrer Organe. Eine ganz andere Ebene ist die Macht göttlichen Rechts der Apostel-Nachfolger (Bischöfe) in Gemeinschaft mit dem Papst als Oberhirten.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt in Rom die folgende Passage, die das Lehramt des Pontifex Maximus (größten Brückenbauers, Papst) betrifft:

„In ihren Überlegungen über den Primat des Nachfolgers Petri bestätigt die Glaubenskongregation, daß der Primat des Nachfolgers Petri  –  wie alle Gläubigen  – dem Wort Gottes unterworfen ist, dem katholischen Glauben, und Garant des Gehorsams der Kirche ist und  – in diesem Sinne – servus servorum (Diener der Diener Gottes).
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Er entscheidet nicht nach seinem eigenen Willen, sondern spricht den Willen des HERRN aus, der zum Menschen durch die Schrift spricht, die durch die  Tradition interpretiert wird.
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Mit anderen Worten: das Bischofsamt des Primats hat seine vom göttlichen Recht und der unantastbaren göttlichen Konstitution der Kirche  –  die in der Offenbarung enthalten sind  –  gegebenen Grenzen. Der Nachfolger Petri ist der Fels, der – gegen Willkür und Konformismus –  die unbeugsame Treue zum Wort Gottes garantiert.“
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Quelle und vollständiger Text hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/03/kardinal-muller-das-fundament-fur-die.html#more
Foto: Radio Vatikan