Stendal: Lesung mit Chaim Noll über die Wüste

Am Sonntag, dem 4. Juli 2021, liest der israelische Schriftsteller Chaim Noll um 16 Uhr im Winckelmann-Museum in Stendal (Sachsen-Anhalt) aus seinem Buch „Die Wüste“ – Literaturgeschichte einer Urlandschaft des Menschen.

Wüsten, Trockengebiete und Steppen der Erde breiten sich aus – jedes Jahr um eine Fläche, die ungefähr der Größe Deutschlands entspricht.

Die fortschreitende Wüstenbildung führt zur Flucht der ansässigen Bevölkerung, zum Teil mit spürbaren Auswirkungen auf das Leben in Europa. Auch sonst erzwingt Wüste als Landschaft und Schauplatz historischer Entwicklungen immer stärker unsere Teilnahme.

Das Buch des deutsch-jüdischen Schriftstellers Chaim Noll hält anhand literarischer Texte von der Entstehung der Schrift bis zur Gegenwart Themen und Leitmotive einer Urlandschaft des Menschen überblicksartig fest.

Viele der alten Hochkulturen entstanden, wo Wüste auf besiedelbares Land trifft. Als zentrales Motiv erweist sich die Widersprüchlichkeit der Wüste:

Sie steht zugleich für Dürre und Aufblühen, für Mangel an Wasser und Überfülle an Sonne, für Niedergang und Erneuerung, für deprimierende Einförmigkeit und spirituellen Höhenflug, für Tod und Leben, Gut und Böse, Realität und Mythos.

Quelle: Kultur-Newsletter der israelischen Botschaft in Berlin

Weitere Infos dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2020/07/03/israelischer-schriftsteller-noll-ueber-die-wueste-aus-literaturgeschichtlicher-sicht/


Israelischer Schriftsteller Noll über die Wüste aus literaturgeschichtlicher Sicht

Kürzlich ist ein neues Buch des deutsch-israelischen Schriftstellers und ehem. „DDR“-Bürgerrechtlers Chaim Noll (siehe Foto) erschienen: „Die Wüste – Literaturgeschichte einer Urlandschaft des Menschen“.

Wüsten, Trockengebiete und Steppen der Erde breiten sich aus, jedes Jahr um eine Fläche, die ungefähr der Größe Deutschlands entspricht. Die fortschreitende Wüstenbildung führt zur Flucht der ansässigen Bevölkerung, zum Teil mit spürbaren Auswirkungen auf das Leben in Europa.

Auch sonst erzwingt Wüste als Landschaft und Schauplatz historischer Entwicklungen immer stärker unsere Teilnahme.

Das Buch des bekannten Schriftstellers Chaim Noll hält anhand literarischer Texte von der Entstehung der Schrift bis zur Gegenwart Themen und Leitmotive einer Urlandschaft des Menschen überblicksartig fest.

Viele der alten Hochkulturen entstanden, wo Wüste auf besiedelbares Land trifft. Als zentrales Motiv erweist sich die Widersprüchlichkeit der Wüste:

Sie steht zugleich für Dürre und Aufblühen, für Mangel an Wasser und Überfülle an Sonne, für Niedergang und Erneuerung, für deprimierende Einförmigkeit und spirituellen Höhenflug, für Tod und Leben, Gut und Böse, Realität und Mythos.

Buch-Daten: Chaim Noll. Die Wüste – Literaturgeschichte einer Urlandschaft des Menschen. Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 2020, 688 Seiten, mit zahlr. farb. Abb., Hardcover, WGS 1926, ISBN 978-3-374-06357-4

Chaim Noll lebt seit 1997 in der Wüste Negev. Bis 2019 war er Dozent am Center for German Studies an der Ben-Gurion-University, Beer Sheva, Israel, und hatte Gastdozenturen an verschiedenen ausländischen Universitäten inne. Noll hat zahlreiche Buch- und Medienveröffentlichungen aufzuweisen und ist freier Mitarbeiter vieler deutscher Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunksender .

Quelle: Kulturnewsletter der israelischen Botschaft in Berlin