Holland: Einwanderungsminister tritt zurück

Meldung der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT:

Der niederländische Einwanderungsminister Mark Harbers (VVD) ist nach Vorwürfen, einen Bericht zur Flüchtlingskriminalität manipuliert zu haben, zurückgetreten.

Darin waren vergleichsweise harmlose Delikte wie Ladendiebstahl separat ausgewiesen, während Taten wie Mord oder Vergewaltigung unter der Rubrik „Andere“ versteckt wurden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Verweis auf de Telegraaf.

Er übernehme die „volle Verantwortung“ dafür, das Parlament „nicht korrekt informiert“ zu haben, erklärte er seine Demission am Dienstag. Eine absichtliche Fälschung des Berichts bestritt er hingegen.

Der Vorsitzende der islamkritischen Partei für die Freiheit (PVV), Geert Wilders, hatte Harbers laut Nachrichtenagentur AP vorgeworfen, Dinge „unter den Teppich zu kehren“. Er bezeichnete den Rücktritt als „einzig richtige Schlußfolgerung“.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2019/vertuschte-fluechtlingskriminalitaet-hollands-einwanderungsminister-tritt-zurueck/


Niederlande: Personenstatus für totgeborene und abgetriebene Kinder jetzt amtlich

Im Februar 2019 wurde das niederländische Gesetz formal so geändert, dass es inzwischen weitaus bedeutender ist, als viele ursprünglich erwartet hatten.

Als Reaktion auf eine von 82.000 Menschen unterschriebene Petition erlaubt die Regierung nun den Bürgern, ihre totgeborenen Kinder als juristische Personen in die Personal Records Database (amtliches Personenregister) einzutragen, was zuvor nicht erlaubt war.

Der Vorstoß für diese Veränderung war von Müttern angeführt worden, die wünschten, dass ihre totgeborenen Söhne und Töchter vollständig als Personen anerkannt würden.

Was die Regierung nicht erwartet hatte, war nun folgendes Geschehnis:

Eine junge Frau, die ihre Abtreibung zutiefst bedauerte, ließ ihr Baby jetzt als juristische Person registrieren, da es vor seiner Geburt gestorben war. Yaras winziges Kind starb nach 14 Wochen in einer Abtreibungsklinik in Amsterdam.

Jede Mutter (oder Vater) kann ein in der Schwangerschaft verstorbenes Kind unabhängig von dessen Alter melden. Es wird dann neben den Informationen des Elternteils in die niederländische Personenliste aufgenommen. Dies bedeutet, dass der Name des Kindes auch auf der offiziellen Regierungswebsite sowie im Bevölkerungsregister für Personen erscheint.

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: https://www.lifesitenews.com/blogs/dutch-mothers-can-now-register-their-aborted-babies-as-persons-helping-the-grieving-process


Hintergründe der Entkirchlichung in den Niederlanden und ihre Auswirkungen

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Die Illusion der Homogenität“ überschreibt Dr. Hubert Wissing, der Leiter der Arbeitsgruppe Kirche und Gesellschaft in ZdK-Generalsekretariat seinen Beitrag zur „Pluralisierung im katholischen Milieu“ (vgl. „Salzkörner“, 24. Jg. Nr. 6, Dez. 2018, S. 2/3)

Wissing geht von der Katholischen Kirche in den Niederlanden aus, die er als eine „Versäulung mit streng getrennten Lebenswelten“ schildert. Die Katholiken hatten katholische Schulen, eigene Zeitungen, ein eigenes Radio, Fußballclubs, eine politische Partei und eine eigene Gewerkschaftsvertretung. Das katholische Leben der 50er Jahre blühte in Caritas, Priesterberufungen und hohem Gottesdienstbesuch.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Konkret: Vor dem 2. Vatikanum besuchten rund 85% der Katholiken die Sonntagsmesse. Die Zahl der Priester- und Ordensberufungen lag bei rund 400 pro Jahr (St.-Athanasius Bote, 12/2018, S.5).

Am 2. Vatikanischen Konzil nahmen 66 Missionsbischöfe aus den Niederlanden teil. Insgesamt galt die holländische Kirche in den 50er Jahren als Hochburg des „reichen römischen Lebens“ (righe Romschee leven), ein Stützpfeiler von Papst und Kirche (vgl. Wikipedia)

Das änderte sich in den 60er Jahren. Dr. Wissing dazu: „Die Konfession oder Weltanschauung hatte in den 60er Jahren nicht mehr eine alle Lebensbereiche durchdringende und formatierende Prägekraft“. 

Das lässt sich wieder am niederländischen Beispiel gut demonstrieren: „Die niederländischen Katholiken hatten extrem hohe Erwartungen vom 2. Vatikanischen Konzil. Vor allem progressive Theologen betrachteten die Konzilsdokumente nicht als abschließende Akten, sondern als Startpunkte für eine Weiterentwicklung, die Priester und Laien der niederländischen Kirche aktiv mitgestalten sollten. Tatsächlich wurde in vielen Pfarrgemeinden mit neuen Formen der Liturgie experimentiert“ (Wikipedia).

„Von 1968 bis 1970 fand in Noordwijkerhout das sogenannte Provinzialkonzil statt… die Versammlung wurde als ein großartiges demokratisches Experiment verstanden… die Zölibatspflicht für Priester wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Die progressiven und basisdemokratischen Ideen dieses Pastoralkonzils schlossen lückenlos an die damalige Generaltendenz in der niederländischen Gesellschaft an… Der niederländische Katholizismus transformierte in kürzester Zeit und wurde … der weltoffenste, zügelloseste und vehementeste Kritiker der traditionellen hierarchischen Kirchenordnung“ (Wikipedia).

1983 wurde die Marienburgverenigung ein „Verein kritischer Katholiken“ gegründet, der sich „regelmäßig als Wortführer kritischer Stimmen gegenüber der Kirchenleitung meldete“. Anlässlich des Besuchs von Johannes Paul II. wurde die „Achte Mai-Bewegung“ als „Plattform fortschrittlicher katholischer Gruppen und Institutionen ins Leben“ gerufen.

Als Rom mit Bischofsberufungen wie Simonis (1970), Jo Gijsen, Wim Eijk (1972) Korrekturen versuchte, war es bereits zu spät. Diese Bischöfe fanden kaum noch ein Gehör.

Solche Entwicklungen haben ihren geistigen Hintergrund und ihre Wortführer. Ein solcher war u.a. der Dominikaner Schillebeeckx.

Er war „1958 zum Professor für Dogmatik an die Katholische Universität Nijmegen berufen… Auf dem 2. Vatikanischen Konzil wirkte er als persönlicher Berater des niederländischen Kardinals Bernard Alfrink. Für ihn und die anderen niederländischen Konzilsväter verfasste er Entwürfe für deren Stellungnahmen in den Konzilsdebatten… In den Jahren 1968/69 kam Schillebeeckx in Konflikt mit der Kongregation für die Glaubenslehre“.

Sie rügte Inhalte des von Schillebeeckx mitverfassten Holländischen Katechismus: „Die Umdeutung der Transsubstantion in eine Transsignifikation, die vom Dogma abweichende Lehre über die Erbsünde, seine Haltung zur unbefleckten Empfängnis Mariens, seine Aussagen über Engel und Dämonen. Schillebeeckx verweigerte auch die Zustimmung zur Enzyklika Humanae Vitae und war gegen den verpflichtenden Zölibat für Priester“.

Trotzdem konnte Schillbeecks bis zu seiner Emeritierung 1983 in Nijmegen weiter lehren.

Das Ergebnis der Entsäulung der niederländischen katholischen Kirche lässt sich mit Massenaustritten aus der Kirche, dem Niedergang der Priesterberufungen (1964 271; 1970: 47; 2000 26), dem Rückgang des sonntäglichen Kirchenbesuchs auf 5%, den kirchlichen Eheschließung auf 4% und in der geringen Zahl von 10% Kindertaufen beschreiben.

Der Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung ging von 40,5% (1970) auf 23,3% (2014) zurück.

Der geistige Hintergrund der „Entsäulung“ und der sog. Pluralisierung wird von Hubert Wissing für die Niederlande sowie für die deutsche Ortskirche nicht entsprechend gewürdigt. Wissing konstatiert zwar „die Konfession oder Weltanschauung hatte in den 60er Jahren nicht mehr alle Lebensbereiche durchdringende Prägekraft“. Er sieht für die heutige „Pluralität in der Kirche zwei Gründe: Den Rollenwechsel von der Mehrheit zur Minderheit und die innerkirchliche Pluralisierung“.

Bezüglich des Wandels zur Minderheit meint Wissing: „Das hat nicht nur mit dem Schwinden der Plausibilität des Glaubens in einer von wissenschaftlicher Rationalität geprägten Kultur zu tun. Auch die verbreitete Kritik an der Institution Kirche sind noch keine hinreichenden Gründe für das allmähliche Abbröckeln. Soziologisch wiegt in einer „Gesellschaft der Singularitäten“ (Andreas Reckwitz) die Rückläufigkeit einer lebenslangen Bindung an Organisationen ebenso schwer“.

Dr. Wissing spricht davon, man könne nicht mehr von „den Katholiken“ reden:

„Längst gibt es eine innerkirchliche Pluralität… Eine wichtige Markierung in diesem Prozess war… die Enzyklika Humane Vitae mit dem päpstlichen Verbot der künstlichen Empfängnisverhütung… Eine große Mehrheit auch der mit der Institution Kirche verbundenen katholischen Christen steht in dieser und in anderen die Lebensführung betreffenden Fragen in Opposition zu lehramtlichen Festlegungen…

Innerkirchliche Pluralität beschränkt sich nicht auf mehrheitlichen Ungehorsam der katholischen Basis gegenüber der Chefetage… In den großen ethischen Debatten ist… nicht selten zu erfahren, dass die von der Katholischen Kirche vertretene politische Position für den unbedingten Schutz des Lebens von vielen katholischen Christen nur bedingt gelebt wird, zum Beispiel, wenn es um das Ende des Lebens geht…weil von ihnen eine andere politische Haltung als barmherzig und der christlichen Botschaft entsprechend angesehen wird. Die Deutungshoheit der Institution über höchstpersönliche Fragen – was ist ein gutes Leben, wen darf ich lieben? Wie will ich sterben – wird nicht mehr anerkannt. Die Homogenität des katholischen Teils der Bevölkerung ist eine Illusion“.

Das klingt wie eine unumkehrbare Entwicklung, die sich wie von selbst, entsprechend dem gesellschaftlichen Mainstream, so ergeben habe. Tatsächlich wurde sie in heftigen Diskussionen in den Laiengremien und Diözesansynoden herbei getrommelt – unter dem Beifall der Medien und dem beredten Schweigen der meisten Bischöfe.

Wer den Weg zur „innerkirchlichen Pluralität“ in den katholischen Laienräten und Verbänden mitverfolgen mußte, hat auch die Gründe dafür beobachten können: Den Tiefstand des Glaubenswissens, das Verlangen nach Glaubensautonomie, das sich aus den Evangelien das herauspickt, was gefällt, die Anpassung von Bischöfen, Religionslehrern und Priestern an die vorherrschende Meinung.

Die Sprache verrät dich  – so heißt eine bekanntes Sprichwort. Die Kirche ist wesentlich mehr als „Institution“ und „Organisation“, nämlich der Leib Christi. Und wer, als Nachfolger Christi, feststellt, ob Forderungen der „Basis“ der Lehre Christi entsprechen, sitzt nicht in der „Chefetage“ und trifft „Lehramtliche Festlegungen“ um die „Deutungshoheit“ zu behalten.

Wenn sich das oberste Lehramt zum Schutz des Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Ende und zu sonstigen die „Lebensführung betreffenden Fragen“ äußert, dann geht es nicht um „politische Positionen“, sondern darum, ob solche Forderungen dem Evangelium entsprechen oder nicht.

Wer wissen will, warum moralische Grundfragen für eine humane Gesellschaft existenziell und mehr sind als Interessen, sollte bei dem kürzlich verstorbenen Philosophen Robert Spaemann in die Schule gehen, bevor er sich äußert.

Die eigentliche Frage des Lebensschutzes lautet nach Spaemann:  „Wann beginnt der Mensch Person zu sein“?

Die Antwort bestimmt, ob Abtreibung, Stammzellforschung, Praeimplantation, Invitrovertilisation erlaubt sind oder nicht. Robert Spaemann beantwortet die Frage so:

„Das Personsein ist nicht eine Eigenschaft, sondern das Sein des Menschen. Sie beginnt mit der Zeugung. Jemand Person zu nennen, heißt ihm den Status des Selbstzwecks zuzuerkennen. Das ungeborene Kind entwickelt sich nicht zum Menschen sondern als Mensch… Die Abkoppelung der Weitergabe des Lebens vom Zeugungsakt eröffne ein grauenerregendes Feld, das durch Stichworte wie Handel mit Embryonen, Experimente mit Embryonen, Leihmutter usw. gekennzeichnet ist.“

Mit deutlicher Klarheit äußert sich Prof. Spaemann:

„Das Angebot des assisitierten Selbstmordes wäre der infamste und billigste Ausweg, um sich der Solidarität mit den Schwächsten zu entziehen Die richtige Antwort für Schwerkranke und Sterbende ist nicht die Euthanasie, sondern sondern die Hospizbewegung. (vgl. M. Spieker Ad Memoriam – Spaemann)


Niederlande: „Tötung auf Verlangen“ nimmt bei jungen Menschen zu

In den Niederlanden haben sich im vergangenen Jahr sieben Menschen unter 30 Jahre auf Verlangen töten lassen. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“. Laut Angaben der Regionalen Kontrollkommissionen für Euthanasie litten die meisten der Patienten an psychischen Erkrankungen.

Damit hat sich die Zahl der Unter-30-Jährigen, die auf Verlangen getötet wurden, binnen eines Jahres mehr als verdreifacht.

Im Jahr 2016 habe es in dieser Altersklasse zwei Tötungen auf Verlagen gegeben. Wie das Ärzteblatt weiter schreibt, habe es weit mehr Anfragen gegeben. Diese seien jedoch in der Mehrzahl abgelehnt worden.

Quelle: ALfA-Newsletter


Holland: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ärztin wegen Tötung ohne Verlangen

Zum ersten Mal seit der Legalisierung der Tötung auf Verlangen“ im Jahr 2002 wird in den Niederlanden ein solcher Fall von der zuständigen Staatsanwaltschaft strafrechtlich untersucht. Das berichtet KNA unter Berufung auf niederländische Medien.

In diesem Fall hatte eine Demenzpatientin eine tödliche Spitze erhalten, obwohl sie sich körperlich dagegen wehrte. Die niederländische Sterbehilfe-Überprüfungs-Kommission (RTE) hatte die verantwortliche Ärztin bereits gerügt.

Die 74-jährige Demenzpatientin hatte vorher vermerkt, dass sie nicht in ein Pflegeheim für Demente wolle. Zudem verfügte sie, dass sie euthanasiert werden wolle, wenn sie die Zeit dafür als „reif“ erachte. Schließlich kann die Frau doch in ein Pflegeheim, wo sich ihr Zustand verschlechterte.

Die Ärztin gab bislang an, nach ein paar Wochen beobachtet zu haben, dass die Frau unerträglich leide. Sie habe daraus geschlossen, dass die Seniorin nun die Zeit für „reif“ zum Sterben erachtete, obwohl sie geistig nicht mehr in der Lage war, eine solche Entscheidung zu treffen. Vor der tödlichen Injektion mischte die Ärztin der Frau allerdings heimlich ein Beruhigungsmittel in den Kaffee. Als sie ihr später die tödliche Injektion verabreichen wollte, soll sich die Patientin so heftig bewegt haben, dass Familienmitgliedern sie festhielten, damit die Ärztin ihr die Spritze setzen konnte.

Die Prüfungskommission hatte bei der Prüfung des Falles kritisiert, dass es keinen eindeutigen Hinweis darauf gegeben hätte, dass die Patientin die Zeit als „reif“ ansah, um zu sterben. Zudem sei es unzulässig gewesen, das Beruhigungsmittel heimlich in den Kaffee zu mischen. Auch hätte die Ärztin die „Tötung auf Verlangen“ abbrechen müssen, als sich die Frau gegen die Injektion wehrte.

Ärzte in den Niederlanden müssen die Durchführung der „Tötung auf Verlangen“ erst nach dem Tod des Patienten der zuständigen Kommission melden. Diese besteht aus einem Mediziner, einem Juristen und einem Ethiker. Die Kommission prüft die Rechtmäßigkeit der Sterbehilfe und zeigt diese gegebenenfalls der Staatsanwaltschaft an. Die entscheidet dann, ob sie Ermittlungen aufnimmt.

Quelle: Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA)


Dokument: Die Glaubenskongregation zur „Frau aller Völker, die einst Maria war“

Jahrzehntelang haben sich die zuständigen Bischöfe in Holland gegen die Glaubwürdigkeit der „Marienerscheinungen“ von Amsterdam gestellt, ebenso der Vatikan mit der seinerzeit von Kardinal Joseph Ratzinger geleiteten Glaubenskongregation (dies geschah freilich auch bereits unter seinen Vorgängerpräfekten).

Dennoch trieb die Verehrung der „Frau aller Völker“ nicht nur in Europa, sondern weltweit reichliche Blüten bzw. Sumpfblüten.   

Trotz eindeutiger kirchlicher Ablehnungen hat der niederländische Bischof Punt im Jahre 2002 diese offensichtlich irrgeistige Privatoffenbarung approbiert (genehmigt).

Als Bischof Luis A. Tagle von Imus (Philippinen) am 25. Oktober 2004 bei der römischen Glaubenskongregation u.a. anfragte, was von der Verehrung dieser „Frau aller Völker“ zu halten ist, erhielt er am 20. Mai 2005 von der Glaubenskongregation (CONGREGATIO PRO DOCTRINA FIDEI  = CDF) bzw. Erzbischof Amato eine Antwort, in der kirchliche Besorgnis ausgedrückt wird hinsichtlich jenes bekannten Amsterdamer Gebets, das sich an die sogenannte „Frau aller Völker, die einst Maria war“ wendet. (Einen Monat vor der Briefabfassung war Kardinal Ratzinger zum Papst gewählt worden; sein Nachfolger als Glaubenspräfekt war Kardinal Levada, dessen Sekretär hieß Erzbischof Amato, der Verfasser des erwähnten Schreibens.)

Unsere holländische Gastautorin Hildegard Alles hat diesen Vorgang und seine irreführende Auslegung durch FaV-Anhänger bereits im CHRISTLICHEN FORUM geschildet: https://charismatismus.wordpress.com/2017/09/02/der-vatikan-und-die-anhaenger-der-frau-aller-voelker-die-einst-maria-war/

Wir dokumentieren hier zudem vollständig das Schreiben der Glaubenskongregation (soweit es die Causa Amsterdam betrifft) in einer deutschen Übersetzung von Hildegard Alles; eine autorisierte vatikanische Übersetzung liegt nicht vor. (Linien zur Hervorhebung von uns). Darunter setzen wir den englischen Originaltext:

Eure Exzellenz,

… Hinsichtlich der Verehrung der “Frau aller Völker“ und der Marienerscheinungen, die die verstorbene Seherin Ida Peerdeman erfahren hat, möchte ich Eurer Exzellenz mitteilen, dass, obwohl die genannten Erscheinungen von Seiner Exzellenz, Hochwürden  Joseph Maria Punt, Bischof von Haarlem (Holland) in einer Mitteilung vom 31. Mai 2002 gebilligt wurden, die Kongregation für die Glaubenslehre ihre Besorgnis ausgesprochen hat bezüglich  eines bestimmten Aspekts dieser Verehrung, wobei im öffentlichen Gebet die Heilige Jungfrau Maria angerufen wird als “Frau aller Völker“, „die einst Maria war”.

In der Tat, dieses  Dikasterium hat in einem Brief an Seine Exzellenz, Hochwürden François Bacqué, Apostolischer Nuntius in den Niederlanden, darauf hingewiesen, dass die marianische Verehrung genährt und entwickelt werden muss in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Heiligen Vaters in „Redemptoris Mater“ und „Rosarium Virginis Mariae“ und nicht infolge von Privatoffenbarungen bzw. der Hervorhebung  eines ‘neuen’ Namens, wie ‘Frau aller Völker, die einst Maria war´.

Deshalb wird Eure Exzellenz gebeten, die oben genannten Ratschläge zu berücksichtigen und die Mitglieder der Katholischen Bischofskonferenz der Philippinen darüber zu informieren, dass die Glaubenskongregation keiner katholischen Gemeinschaft Christgläubiger erlaubt, zur  Gottesmutter zu beten unter dem Titel „Frau aller Völker“ mit dem Zusatz „die einst Maria war“. (…)

Ich nehme diese Gelegenheit wahr, um Ihnen meine aufrichtige Hochachtung auszusprechen und verbleibe mit brüderlichen guten Wünschen, 

Mit freundlichen Grüßen im Herrn
Angelo Amato, SDH, Titular-Erzbischof von Sila, Sekretär

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Englisch-sprachiger ORIGINAL-Text:

CONGREGATIO
PRO DOCTRINA FIDEI, 00120 Cita del Vaticana
20 May 2005
Prot. N. 511/93. 242/06 – 21006

Your Excellency,

…With regard to the devotion known as „Lady of all Nations“ and the Marian apparitions experienced by the late visionary Ida Peerdeman, I wish to advise your Excellency that although the said apparitions have received approval from His Excellency, the Most Reverend Joseph Maria Punt, Bishop of Haarlem (Holland), in his communication of 31 May 2002, the Congregation for the Doctrine of the Faith has expressed concern regarding one particular aspect of that devotion whereby official prayers invoke the Blessed Virgin Mary as „Lady of All Nations“ „who once was Mary“.

In fact, this Dicastery, in a letter to the His Excellency, The Most Reverend François Bacqué, Apostolic Nuncio to the Netherlands, has indicated that Marian devotion must be nourished and developed in accordance with the indications given by the Holy Father in „Redemptoris Mater“and „Rosarium Virginis Mariae“ and not according to private apparitions nor according to the emphasis on a „new“ name, such as „Lady of All Nations who once was Mary“.

Therefore, your Excellency is requested to take into consideration the above mentioned advisory and inform the members of Catholic Bishop’s Conference of the Philippines that the Congregation for the Doctrine of the Faith does not permit any Catholic community of Christ’s Faithful to pray to the Mother of God under the title of „Lady of All Nations“ with the added expression „who once was Mary“.

I take this opportunity to express my sincere respect and with fraternal good wishes,
I remain Yours cordially in the Lord
Angelo Amato, SDH, Titular Archbishop of Sila, Secretary

 


Neueste grüne Sumpfblüte: Staatlich bezahlter Sex-Service für Pflegebedürftige

Politikerin Scharfenberg wünscht Sex-Assistenz auf Rezept

Die grüne Abgeordnete Elisabeth Scharfenberg ist der Meinung, Pflegebedürftige und Behinderte sollten in Zukunft Sex mit Prostituierten bezahlt bekommen. Bündnis_90_-_Die_Grünen_Logo.svg
„Eine Finanzierung für Sexualassistenz ist für mich vorstellbar“, erklärte die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen gegenüber der Wochenzeitung „Welt am Sonntag“. Die Städte und Gemeinden könnten“über entsprechende Angebote vor Ort beraten und Zuschüsse gewähren“.
 
Scharfenberg verweist auf Holland, wo es dieses Modell bereits gibt. Pflegebedürftige können sich dort sog. Sexualassistent/innen staatlich bezahlen lassen. Erforderlich ist ein ärztliches Attest, sich nicht anders befriedigen zu können sowie der Nachweis, den „Service“ nicht selber bezahlen zu können.
Die abtreibungsfreundliche Organisation „Pro Familia“ wirbt in Deutschland schon seit längerem für derartige Modelle von staatlicher geförderter „Sexual-Assistenz“.

Die „Deutsche Stiftung Patientenschutz“ lehnt den Vorschlag der grünen Politikerin ab. Den Betroffenen sei damit nicht geholfen, sagte deren Vorstandsvertreter Eugen Brysch, denn diese hätten in ihrem Alltag „ganz andere Sorgen“. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wandte sich gegen den „abwegigen“ grünen Vorstoß: „Wir brauchen keine bezahlte Prostitution in Altersheimen, schon gar nicht auf Rezept.“