Der Papst verteidigt energisch den besonderen Wert von Ehe und Familie

„Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen!“

Zwischen der französischen Kirche und der neuen sozialistischen Regierung zeichnet sich eine Kontroverse um das Thema Ehe und Familie ab  –  und der Papst stärkt den Bischöfen dabei den Rücken.

„Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen“, sagte er am heutigen Freitag zu Bischöfen aus Frankreich, die zum ad-limina-Besuch in Rom weilen.

Die Regierung von Präsident Francois Hollande will vollgültige Ehen auch für zwei Partner desselben Geschlechts einführen.

Lyons Kardinal Philippe Barbarin warnte daraufhin am Wochenende, der nächste logische Schritt sei etwa die Legalisierung von Polygamie oder Inzest. Eine heftige öffentliche Debatte war – und ist immer noch – die Folge.

An diesem Freitag erfolgte nun diese klare Wortmeldung des Papstes von seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo aus:

„Die Familie ist das Fundament des sozialen Lebens; sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben. Das Existenzrecht der Familie in der Gesellschaft zu verteidigen, ist überhaupt nichts Rückwärtsgewandtes, sondern ist vielmehr prophetisch!

Hier geht es nämlich um die Förderung der Werte, die die volle Verwirklichung des Menschen betreffen. Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen!“

Die Gleichstellung von Partnern gleichen Geschlechts mit „klassischen“ Ehen gehört zu den Wahlversprechen von Präsident Hollande. Den entsprechenden Gesetzesvorstoß will er noch dieses Jahr vorlegen. Benedikt XVI. sagte den Bischöfen außerdem:

„Was die Kirche und die ganze Gesellschaft von der Ehe und Familie erwarten, ist zu wichtig, als dass man dafür nicht das volle Engagement aufwenden könnte. Ehe und Familie sind Institutionen, die gefördert und bewahrt werden müssen vor jedem Missverständnis über ihre Wahrheit. Jeder Schaden, den man Ehe und Familie zufügt, fällt auf das menschliche Zusammenleben überhaupt zurück!“

Quelle: Radio Vatikan