Mißbrauchsopfer enttäuscht von Papstbrief

Theologe Büning zieht Pro-Papst-Unterschrift zurück

Dr. Markus Büning (siehe Foto) ist vielen Lesern des CHRISTLICHEN FORUM seit längerem als Gastautor bekannt, teils schreibt er über das Leben von Heiligen und großen Vorbildern, teils äußert er sich pointiert zu aktuellen kirchlichen Themen. Wir haben hier im CF zudem einige seiner Bücher aus dem Fe-Verlag vorgestellt.
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Der Jurist und katholische Theologe aus dem Münsterland hat jetzt seine Unterschrift für die Initiative „Pro Pope Francis“ zurückgenommen. Diese Aktion war von dem liberal-katholischen Theologieprofessor Dr. Paul Zulehner aus Wien gestartet worden, um Papst Franziskus zu unterstützen.
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Dr. Büning erklärte vorgestern gegenüber dieser Initiative, daß er die kürzlich veröffentlichte Papstbotschaft zu den Klerikerskandalen in den USA als „absolut unzureichend“ und als eine „große Enttäuschung“ ansehe, zumal er selber in seiner Jugend von einem Priester mißbraucht wurde.
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Als Betroffener und Theologe verdeutlicht er sodann seine Kritik am Papstbrief:
„Es erschöpft sich in einem weitgehenden unkonturierten „Pastoralsprech“, der letztlich das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen nicht ernst genug nimmt.
Zudem fehlt hier ein klares HANDLUNGSkonzept: Was ist denn nun mit den Bischöfen, die gefehlt und vertuscht haben? Wird der Papst diese aus ihrem Amt entfernen, auch wenn z.B. in Deutschland solche Fälle bekannt werden würden? Nach diesem vagen Schreiben wohl eher nicht.
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Was ist denn mit der Homolobby im Klerus, die ganz offenkundig seit Jahren hier ihre Umtriebe treibt? Kein, aber auch gar kein Wort zu dieser Problematik! Das alles ist schwach und nicht glaubwürdig.
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Und wenn der Papst hier zurecht den Klerkalismus kritisiert, dann soll er gefälligst selbst mit dieser Haltung aufhören, uns Katholiken in dieser vagen Art von oben herab zu belehren. Er muss jetzt handeln! Er muss ein Konzept gegen die Täter und deren Unterstützer entwickeln. Tut er aber offenkundig nicht.“
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Den Appell von Papst Franziskus an das Kirchenvolk zu Fasten und Gebet als Buße für Kleriker-Sünden findet Dr. Büning als Mißbrauchsopfer „geradezu zynisch“.
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Die Kirche müsse die Täter strafen: „Dafür hat sie ein Strafrecht!“ – Er fügt hinzu: „Tut sie dies nicht, macht sie sich noch mehr zur Komplizin unglaublicher Verbrechen.“
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Das Schreiben an Prof. Zulehner endet mit den Worten: „Spätestens jetzt wird klar, dass Franziskus außer vieler Worte seine Verantwortung nicht wahrnimmt. Einen solchen Papst kann ich nur bedauern.“
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Regenbogen-Beflaggung: Manuela Schwesig setzt sich über geltendes Recht hinweg

Mathias von Gersdorff

Obwohl die Beflaggungsvorschriften öffentlicher Gebäude dies ausdrücklich verbieten, hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (siehe Foto) am 12. Juli 2016 die Fahne der LSBTIQ-Bewegung – die Regenbogenfahne – vor dem Ministeriumsgebäude gehisst. Auf diese Weise will Manuela Schwesig ihre Identifikation mit den politischen Zielen der Homo-Bewegung signalisieren.

Diese demagogische Maßnahme verstößt nicht nur gegen die Beflaggungsvorschriften des Bundes, sondern auch gegen die Grundregeln des Rechtsstaates: Es ist widersinnig, dass ein Bundesminister, also ein Mitglied der exekutiven Gewalt, so offen und dezidiert für die politischen Ansichten einer bestimmten politischen Gruppierung Stellung bezieht und dazu noch sein eigenes Ministerium verwendet, als ob es sein Privatbesitz wäre.

Der Staat ist zur Neutralität verpflichtet. Ein Kabinettsmitglied, das systematisch gegen diese Neutralität verstößt, wie es Manuela Schwesig tut, ist für das Amt nicht geeignet. Offensichtlich hat eine solche Person ihre öffentliche Funktion und die mit ihr verbundenen Verantwortungen nicht verinnerlicht.

Konkreter Anlass für die Beflaggung des Bundesfamilienministeriums mit der Regenbogenfahne ist der gerade stattfindende „Christopher Street Day“ in Berlin, eine Art Homosexuellen-Parade, anhand welcher die Homo-Lobby ihre politischen Forderungen in der Öffentlichkeit artikuliert.

Solche Art Veranstaltungen finden in der Bundeshauptstadt täglich statt.Es lässt sich nicht begründen, wieso der Staat Propaganda für bestimmte Lobbygruppen unternimmt und für andere nicht.Das ist der Grund, wieso die Beflaggungsvorschriften die Beflaggung mit nichthoheitlichen Flaggen verbietet.

Das Verhalten Manuela Schwesigs zeigt ein gestörtes Verhältnis zum freiheitlichen Rechtsstaat.Die Grundidee des Rechtsstaates ist, dass alle Menschen dieselben Rechte besitzen, auch im politischen Leben. Schwesig privilegiert aber bestimmte Gruppen und scheint gar nicht zu begreifen, dass sie damit die Neutralität des Staates verletzt und so zur Bildung eines weltanschaulichen Staates beiträgt.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Internetseite „Kultur und Medien online“; zudem schreibt er über aktuelle Themen auf seinem Blog: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
Foto: Dt. Bundestag, Achim Melde

Unfaire Medienkampagnen im Kampf für die Einführung der Homo-„Ehe“

Mathias von Gersdorff

Die beispiellose Schmutzkampagne gegen Saarlands Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) hat manche aufgeschreckt.  0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529
Jacques Schuster von der  Tageszeitung „Die Welt“ kommentierte am 5. Juni 2015: „Die Deutschen leiden an Wahnvorstellungen. Eine von ihnen ist die Gewissheit, sie lebten in einer tabulosen Gesellschaft, in der jeder sagen dürfe, was ihm beliebt. […]
Wer die Schwulenehe infrage stellt und an die klassische Vater-Mutter-Kind-Beziehung erinnert, der steht im Fadenkreuz jener Menschen, die sich sonst wer weiß was auf ihre Liberalität einbilden. […]
Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Gemüter in der Debatte über die Homo-Ehe mit Vergleichen erregt, die viele für anstößig halten.
Nun wird sie dafür so geprügelt, als habe der Teufel selbst überall im Land seine gastrischen Explosionen entfacht. Eine Gesellschaft, die in sich ruht und ihren Orientierungsrahmen besitzt, sieht anders aus.“.

Deutlicher wurde Jasper von Altenbockum von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am 4. Juni 2015:

„Besonders wütend aber reagiert die Schwulen- und Lesben-Lobby auf bedachte Äußerungen. Wer, wie jetzt die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), zu bedenken gibt, dass durch die Homo-Ehe willkürlich gleichgesetzt werde, was nicht gleich sei, der muss gar fürchten, als Volksverhetzer angezeigt zu werden.“
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Die Erschütterung der beiden Journalisten ist verständlich, doch keineswegs neu für den, der seit langem gegen die absurden politischen Forderungen jener Homo-Lobby in der Öffentlichkeit Widerstand leistet. Einschüchterung und Meinungsterror wurden von Anbeginn systematisch für die Durchsetzung der Homo-Agenda eingesetzt. 
Die organisierte Homo-Lobby bediente sich vielfach eines Verbalradikalismus, dem man keiner anderen Lobby erlaubt hätte. Parteien, Gewerkschaften, Kirchen etc: keine relevante gesellschaftliche Gruppe oder Organisation greift ihre politischen Gegner derart hasserfüllt an. Doch die Homo-Lobby besaß von vornherein eine Art Narrenfreiheit.Wer Realist genug war, wunderte sich nicht über diese Vorgehensweise: Die Grundlage für die Einführung sog. Homo-Rechte –  in Wahrheit sind das Privilegien  –  ist schlicht und ergreifend Willkür. Es gibt keinen vernünftigen Grund, wieso Personen gleichen Geschlechts eheähnliche Rechte erhalten sollen.Was bislang von der Homo-Agenda durchgesetzt wurde, geschah lediglich aufgrund des Drucks einer gut organisierten Lobby.b (8) - Kopie

Menschliches Leben entsteht nur durch eine Verbindung zwischen Mann und Frau. Weil es wichtig ist, dass die Nachkommenschaft in stabilen Verhältnissen aufwächst, wird die Ehe gegenüber anderen Partnerschaftsformen privilegiert. 

Eine Partnerschaft zwischen zwei Personen des gleichen Geschlechts  –  ob diese Personen homosexuell empfinden oder nicht, ist dabei völlig unerheblich  –  kann aus offensichtlichen Gründen keine Nachkommenschaft hervorbringen. Wenn eine solche Partnerschaft nun durch dasselbe Gesetz geregelt werden soll wie die eigentliche Ehe, so kommt das im Grunde einer Abschaffung der Zivilehe gleich.

Das Wort „Ehe“ wird damit der staatlichen Willkür zum Opfer fallen und ab diesem Moment nur mehr ein sinnentleerter Begriff, eine Worthülse sein. Das ist aber das Gegenteil dessen, wie ein Rechtsstaat agieren soll.Dies macht sich auch in der öffentlichen Diskussion bemerkbar: Wir erleben seit Wochen eine fanatisierte und irrationale Debatte rund um die Homo-Ehe. Dies kann auch nicht anders sein. Einen anderen Weg, eine sog. Homo-Ehe durchzusetzen, gibt es nicht. Die Vernunft muss erst beiseitegeschoben werden.

Unser Autor Mathias v. Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und schreibt hier regelmäßig aktuelle Kommentare: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Ministerpräsident Kretschmanns Verwirrspiel in puncto „Bildungsplan“

Mathias von Gersdorff

Mit seiner Erklärung vom 8. April 2014 zum Bildungsplan hat es Ministerpräsident Winfrid Kretschmann meisterhaft geschafft, die Öffentlichkeit völlig zu verwirren.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Für den „Humanistische Pressedienst“ steht fest, dass Kretschmann auf den Druck der Gegner reagiert hat: „Kretschmann knickt ein“.

Für die Schwäbische- und die Rhein-Neckar-Zeitung hat sich nichts geändert: „Bildungsplan: Neue Worte, alter Inhalt“ bzw. „Der Bildungsplan wird umformuliert, die Grundideen bleiben“.

Sowohl Pietisten bzw. Evangelikale, also die Gegner der gegenwärtigen Fassung (IDEA: „Pietisten begrüßen geplante Korrekturen beim Bildungsplan“) wie auch die Befürworter, zB. die  linksalternative TAZ sind zufrieden (taz: Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität sollen im Unterricht nach dem neuen Entwurf intensiver und fächerübergreifend behandelt werden).

Jeder interpretiert Kretschmann anders. Möglicherweise weiß er zum gegenwärtigen Zeitpunkt selber nicht, was er will.

Jedenfalls ist er nicht in der Lage, mit klaren Worten seine Absichten hinsichtlich des Bildungsplanes zu erläutern. Konkretes wird man wohl erst erfahren, wenn die Landesregierung schwarz auf weiß den neuen Entwurf veröffentlicht.

Bis dahin muss man weiterhin misstrauisch bleiben. Denn einer ganz bestimmten Lobby-Gruppe schenkte Kretschmann kurz vor der Ankündigung vom 8. April besondere Beachtung.

Queer- und LSBTTIQ-Gruppen im Hintergrund

Wie das Internetportal „Queer“ am 8. April berichtete, sicherte Kretschmann den LSBTTIQ-Gruppen am Abend des 7. Aprils zu, ihre Interessen zu berücksichtigen: bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824

„In einem persönlichen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks LSBTTIQ sicherte der Ministerpräsident am gestrigen Abend die explizite und verbindliche Verankerung der Vielfalt von Geschlecht sowie der Vielfalt sexueller Orientierung im baden-württembergischen Bildungsplan zu“, so Angelika Jäger, Sprecherin des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg, laut „Queer“.

Kretschmann besuchte also ausgerechnet eine Lobby-Gruppe, die nicht unmittelbar mit Schulpolitik zu tun hat.

Das ist keine Lapalie, denn seit langem wird der Landesregierung vorgeworfen, LSBTTIQ-Gruppen hätten die Passagen über „Sexuelle Vielfalt“ praktisch diktiert. Mehrmals hat die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ auf diesen Umstand hingewiesen.

FAZ: Bildungsplan entstand auf „Druck von Lobbyisten“

Schon am 14. Januar 2014 hatte die FAZ auf Seite 1 berichtet, der Entwurf zur Durchsetzung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ an den Schulen Baden-Württembergs sei auf „Druck von Lobbyisten“ entstanden: „Nach Informationen dieser Zeitung stand das Kultusministerium bei der Abfassung des Arbeitspapiers unter Zeitdruck sowie unter großem Einfluss von Lobbyistenverbänden.“

Diese Vorgehensweise wurde damals von der „Evangelischen Lehrer- und Erziehungsgemeinschaft“ in Württemberg kritisiert: „Zum Thema „sexuelle Vielfalt“ sei nur mit drei Interessengruppen gesprochen worden“, so die FAZ im selben Artikel.

Im Artikel „Von der Vielfalt und der Einfalt“  –   ebenfalls am 14. Januar 2014 erschienen  –  berichtet die FAZ:

„Von Seiten der Kirchen sei deutlich Kritik geäußert worden, man sei dann überrascht gewesen, dass dieser Diskussion auf das am 18. November 2013 verfasste Arbeitspapier keinen Einfluss gehabt habe. Man habe angedeutet, dass der Druck der Lobby-Gruppen, also der Lesben- und Schwulenverbände, ausgesprochen stark sei.“

Heike Schmoll schreibt im Hauptkommentar auf der ersten FAZ-Seite vom 24. Januar 2014, wichtige Stellen des Erziehungsschwerpunktes „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ seien maßgeblich von Lobbygruppen bestimmt worden: „Allerdings zeugt es nicht von allzu großer Klugheit in Stuttgart, nahezu wörtlich die Ziele einschlägiger Interessengruppen in den neuen Entwurf für den Bildungsplan zu übernehmen“.

Winfried Kretschmann darf nicht damit rechnen, das Vertrauen der Bevölkerung wieder zu gewinnen, solange er nicht die Öffentlichkeit darüber aufklärt, wie stark er von den LSBTTIQ-Gruppen abhängig ist. Diese Gruppen nutzen die Schulpolitik für ihre eigenen Lobby-Interessen.

Dem Biologielehrer Kretschmann sollte aber klar sein, dass sich Schulpolitik an den Interessen der Eltern und der Schüler orientieren muss.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“


Familienministerin Schwesig (SPD) wettert gegen Kritiker des „Bildungsplans 2015“

Mathias von Gersdorff

Bei einer Veranstaltung des „Lesben und Schwulen Verbands LSVD“ attackierte die amtierende Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) scharf die Gegner des „Bildungsplans 2015“ in Baden-Württemberg, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ am 20. März 2014. Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Die Veranstaltung wurde zusammen mit dem Bundesfamilienministerium organisiert. Schwesig sprach demnach als Bundesministerin und nicht etwa als Privatperson.

Abgesehen von der Tatsache, dass sich eine Bundesfamilienministerin nicht in die Schulpolitik der einzelnen Bundesländer einmischen sollte  –  Erziehung und Schule sind reine Ländersache  –  ist die Stellungnahme bedenklich, weil sie just gegenüber der Lobbygruppe ausgesprochen wurde, die weitgehend die Erziehungseinheit „Akzeptanz Sexueller Vielfalt“ im „Bildungsplan 2015“ definiert und auch redigiert hat.

Manuela Schwesig macht sich so zu einer Anwältin einer maßgeblich involvierten Lobbygruppe. Als Bundesfamilienministerin sollte sie jedoch bemüht sein, die Interessen aller beteiligten Gruppen ernst zu nehmen und nicht Partei für die Interessen einer ganz bestimmten ergreifen.

Schwesig ist der Ansicht, die Gegner des Bildungsplanes hingen an „absurden Vorstellungen“.  Banner_mi

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ belegte mehrmals, wie stark der Einfluss der Homo-Lobby auf den Bildungsplan ist. Heike Schmoll schreibt im Hauptkommentar auf der ersten Seite der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 24. Januar 2014, wichtige Stellen des „Erziehungsschwerpunktes „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ seien maßgeblich von Lobbygruppen bestimmt worden: „Allerdings zeugt es nicht von allzu großer Klugheit in Stuttgart, nahezu wörtlich die Ziele einschlägiger Interessengruppen in den neuen Entwurf für den Bildungsplan zu übernehmen“.

Schon am 14. Januar 2014 hatte die FAZ auf Seite 1 berichtet, der Entwurf zur Durchsetzung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ an den Schulen Baden-Württembergs sei auf „Druck von Lobbyisten“ entstanden: „Nach Informationen dieser Zeitung stand das Kultusministerium bei der Abfassung des Arbeitspapiers unter Zeitdruck sowie unter großem Einfluss von Lobbyistenverbänden.“

Diese Vorgehensweise wurde von der „Evangelischen Lehrer- und Erziehungsgemeinschaft“ in Württemberg kritisiert: „Zum Thema „sexuelle Vielfalt“ sei nur mit drei Interessengruppen gesprochen worden“, so die FAZ auf der ersten Seite vom 14. Januar 2014.

Im Bericht „Von der Vielfalt und der Einfalt“, ebenfalls am 14. Januar 2014 erschienen, berichtet die FAZ: 20f88-demo1-03

„Von Seiten der Kirchen sei deutlich Kritik geäußert worden, man sei dann überrascht gewesen, dass dieser Diskussion auf das am 18. November 2013 verfasste Arbeitspapier keinen Einfluss gehabt habe. Man habe angedeutet, dass der Druck der Lobby-Gruppen, also der Lesben- und Schwulenverbände, ausgesprochen stark sei.“

Unter diesen Umständen ist es ein Skandal, dass Bundesfamilienministerin offen für die Positionen der Homo-Lobby in der Auseinandersetzung um den „Bildungsplan 2015“ wirbt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die neue Bundesfamilienministerin als Lobbyistin der Homo-Lobby engagiert.

Als der Fußballer Thomas Hitzlsperger bekannte, er sei homosexuell, stellte sie die absurde Forderung, das Ehegesetz homosexuellen Paaren zu öffnen. Allein daran lässt sich erkennen, wie wenig sich die Bundesministerin für das Wohl von Ehe und Familie interessiert. Sie will auf Biegen und Brechen ihre ideologische Agenda durchsetzen.

Schwesig ärgert sich darüber, dass es in den sozialen Netzwerken abfällige Reaktionen gegen das Bekenntnis Hitzelsbergers gegeben habe. Wohlgemerkt: In sozialen Netzwerken wie Facebook äußern Bürger ihre privaten Meinungen. Einer Bundesfamilienministerin sollte das egal sein. Doch offenbar scheint Schwesigs Wertschätzung der Meinungsfreiheit nicht besonders groß zu sein.

Für die neue Bundesfamilienministerin ist der Kampf gegen „Homo- und Transphobie“ genauso wichtig wie der Kampf gegen Rechtsextremismus.

Ob für sie die Gegner des Bildungsplanes zu den Homophoben gehören? –  Für die „Grüne Jugend“ sind die Protestler ein „homophober Schlossplatz-Mob“. Der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch (SPD) hat sich bislang nur abfällig über die Gegner ausgesprochen. Die linksorientierte Presse sowie Personen und Informationsdienste aus dem homosexuellen Milieu bezeichneten die Petition systematisch als „homophob“.

Auch wenn Manuela Schwesig die Gegner nicht direkt mit dem neuen Totschlagbegriff „homophob“ angegriffen hat, bedient sie sich des Hassklimas, das gegen Kritiker des „Bildungsplanes 2015“ von vielen Medien erzeugt wird.

Es wird immer deutlicher, dass Manuela Schwesig völlig fehl am Platze ist.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und des Webmagazins „Kultur und Medien online“


Meinungsfreiheit in Europa? Es ist 5 nach 12

Von Peter Helmes

Europa brennt  – und wir merken nichts. Wir leben scheinbar unbeteiligt mit dem Ausverkauf unserer Souveränität und mit einem gigantischen Schuldenberg, der jede Vorstellungskraft übersteigt.

Der deutsche Michel wird jedoch nicht wach, und die Gelddruckmaschine läuft und läuft.

Gegen Schulden kann man in der Tat Geld drucken, wenn man kein Verantwortungsgefühl hat. Aber Freiheit, unser höchstes Gut, kann man nicht „drucken“. Entweder man ist frei oder ist es nicht. Jede Begrenzung der Freiheit trägt zu ihrer Vernichtung bei. Und der deutsche Michel pennt. Notizblock-Stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa

Was sich derzeit im institutionellen Europa tut, müßte alle Alarmsignale schrillen lassen. Durch die Toleranz- und Gender-Hintertür marschieren Bevormundung, Entmündigung und Kampf gegen tradierte Werte unübersehbar ein, festzumachen am „Lunacek-Bericht“ und am Versuch, „intolerante Bürger“ zu überwachen. 

Beides Papiere aus dem Europa-Parlament (EP) und beides Zeitzeugen für die ideologische Brutalität der Gender-Fraktion für die Schaffung eines neuen Menschen, aber auch Zeuge unserer Gleichgültigkeit und eines verquasten Kulturrelativismus. Wir „dulden“ ja so gerne, merken aber nicht, was wir dabei „erdulden“ müssen:

Fahrplan gegen „Homophobie“

Trotz massiver Proteste von rund 220.000 Bürgern hat das Europaparlament am 4.2.2014 mit großer Mehrheit den „Lunacek-Bericht“ beschlossen – benannt nach der österreichischen Grünen Ulrike Lunacek. Er trägt die alarmierende Überschrift: „EU-Fahrplan zur Bekämpfung von Homophobie und Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität“.

Gefordert wird z.B. die Einrichtung eines „Sonderstraftatbestandes“ mit dem Titel „Hass aus Gründen der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität“ mit der Begründung: pc_pi

Die Mitgliedstaaten sollten registrieren, welche Verbrechen aus Hass gegen lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Personen (LGBTI = Lesben, Schwule/Gay, Bi-, Trans- und Intersexuelle) begangen werden, diese untersuchen und strafrechtliche Bestimmungen verabschieden, die die Aufstachelung zum Hass aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verbieten.“

Damit dieser Wahnsinn auch faktisch umgesetzt werden kann, wird weiters die europaweite Anerkennung von Personenstands-Urkunden gefordert. Damit müßten auch EU-Staaten, die selbst keine gleichgeschlechtlichen Ehen erlauben, die Lebensgemeinschaften anerkennen, die in anderen Mitgliedsstaaten geschlossen wurden.

Sonderrechte für Minderheiten

Berufsgruppen wie Polizisten und Journalisten sollten gesondert geschult werden, damit sie „angemessen“ mit der Thematik umgehen können. Hier wird deutlich, daß unter dem Deckmantel der Nichtdiskriminierung Sonderrechte für sexuelle Minderheiten durchgesetzt werden sollen. Fehlt nur noch die Gründung einer LGBTI-Partei! Oder haben wir die schon  –  grünrotschwarzgelb?

Lunacek hatte bisher schon mehrfach versucht, ihren Bericht im EP durchzuboxen, scheiterte aber jeweils an der Parlamentsmehrheit, besonders der EVP, der Konservativen und der Rechten.

Vor wenigen Tagen hat sie ihren „Bericht“ mit kleinen Änderungen erneut ins EP eingebracht und nun eine Mehrheit gefunden, wobei es ein Skandal ist, daß auch einige Stimmen aus der EVP-Fraktion (CDU) ihr halfen; sie wollten wohl ein Zeichen setzen für die „nach vorne offene“ Union.

EU-Marsch in den Gender-Staat

Der Beschluß, einmal umgesetzt, birgt viel schlimmere Gefahren, als uns heute bewußt ist. Zunächst bleibt festzustellen, daß mit „Lunacek“ die Gleichheit vor dem Gesetz nicht mehr gewährleistet wäre.

Denn der Bericht sieht faktisch Sonderrechte für Menschen mit „bestimmten Orientierungen“ vor. Die Sprache ist (bewußt?) schwammig. Was bedeutet „Aufstachelung zum Haß“?

Zählt dazu schon eine kritische Grundhaltung gegenüber „anderen sexuellen Orientierungen“? Verstoße ich schon gegen dieses „Gebot“, wenn ich zeige, daß viele dieser Minderheiten mitnichten tolerant sind und ein offenbar anderes Verständnis von Demokratie haben als ich?

Darf ich mich nicht mehr gegen die Homo-Ehe aussprechen, weil sie meiner christlichen Grundüberzeugung zutiefst widerspricht?

Eine Nebenbemerkung kann ich mir nicht verkneifen:

Wenn Lunacek postuliert: „…Die Mitgliedstaaten sollen dafür Sorge tragen, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit gewährleistet sind“, dann heißt das doch wohl, daß ich meine zutiefst „inkorrekte“ Meinung sagen darf, ohne im Kerker zu landen, und dann heißt das doch wohl auch, daß wie kürzlich in Stuttgart friedlich demonstriert werden kann, ohne daß eine Herde von Gender-Primaten dagegen anstürmt und den Christen „Haß“ vorwirft. Ist das die Toleranz, die Lunacek meint?

„Meinungsfreiheit einschränken“

Tatsächlich meint sie es wohl so, denn im Bericht heißt es, aber kaum einer liest es (unter I. „Versammlungs- und Meinungsfreiheit“, S. 9):

() dass die Mitgliedstaaten, die Rechtsvorschriften erlassen, mit denen die Meinungsfreiheit in Bezug auf die sexuelle Ausrichtung und Geschlechtsidentität eingeschränkt wird, die Werte verletzen…“.

Und unter „J. Hasstiraden“ wird Frau Lunacek ganz konkret: (…) Austausch bewährter Verfahren zwischen den Mitgliedstaaten fördern, und zwar in den Bereichen Ausbildung und Schulung der Polizei, der Strafverfolgungsbehörden, (…)„.

Liebe Pfarrer  –  evangelische oder katholische –  aufgepaßt: Wenn Sie demnächst die Bibel zitieren oder „das Wort Gottes“ predigen, laufen Sie Gefahr, als „Haßprediger“ angeprangert zu werden.

Mit der intoleranten Lunacek-Initiative ist die rechtliche Grundlage für eine europaweite Christenverfolgung geschaffen; denn für Christen ist der Kampf z. B. gegen die Homo-Ehe oder gegen Abtreibung Gottes Gebot und „ein Akt der Liebe“.

Überwachung „intoleranter“ Bürger

In dieselbe ideologische Ecke gehört ein weiterer Vorstoß im EP, der noch viel weitreichender unsere Freiheitsrechte in Frage stellen würde.

Es geht um eine Gefährdung des Grundrechts auf Meinungs- und Redefreit durch einen Entwurf mit dem unverdächtigen Titel “Europäisches Rahmenstatut zur nationalen Förderung der Toleranz“, den der ECTR (European Council on Tolerance and Reconcilation), eine Nichtregierungsorganisation, erarbeitet und dem LIBE (Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments) übergeben hat. Solange das EP (noch) eine linke Mehrheit hat, wird er wohl bald abstimmungsreif sein.

Der Vorschlag des ETCR ist nicht nur alarmierend, sondern wahnsinnig. Er würde, sollte er je beschlossen werden, die EP-Staaten dazu verpflichten, als „intolerant“ eingestufte Bürger zu überwachen.

In der Praxis würde dies nichts anderes als ein Verbot bedeuten, Feminismus oder Islam etc. zu kritisieren. Die Europäer hätten also zu verstummen, sobald über die Scharia oder die Christenverfolgung in aller Welt die Rede wäre – es sei denn, sie würden sie bejubeln.

Wenn man sich das ETCR/LIBE-Papier genauer anschaut, geht es insbesondere darum, Äußerungen zu verbieten, die „antifeministisch“ oder „islamfeindlich“ sind. Schon jetzt ist abzusehen, daß diejenigen, die sich an dieses Gebot nicht halten wollen, als „Volksverhetzer“ gebrandmarkt werden.

So heißt es im Text (Abschnitt 4):Es gibt keinen Grund, tolerant gegenüber intoleranten Menschen zu sein. Dies ist dann besonders wichtig, wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung, Rede- und Meinungsfreiheit berührt ist.“

Religiöse Gruppen unter Generalverdacht?

So könnten religiöse Gruppen, bestimmte Glaubensrichtungen oder Parteien unter Generalverdacht gestellt werden, wenn sie die Postulate nicht erfüllen. Eltern müßten sich dreimal überlegen, ob sie ihren Kindern noch ihre eigenen Überzeugungen und Werte weitergeben wollen, da sie schnell als „intolerant“ abgestempelt würden – weshalb die Kinder ja besser in staatlicher Obhut denn in elterlicher aufwachsen sollten.

Und da wird der ETCR besonders gefährlich: Der Entwurf spricht nämlich auch davon, gefährdete oder benachteiligte Angehörige bestimmter Gruppen neben einem allgemeinen Schutz seitens der Regierungen zusätzlich unter einen „besonderen Schutz“ zu stellen.

Fazit: Da haben wir also zwei „Parade-Beispiele“, wie wir Bürger am Nasenring durch Europa geführt und entmündigt werden sollen. Aber wer wundert sich noch über Europa? Schuld an der Entwicklung haben wir alle, die wir dem Treiben zugeschaut haben. Dazu gehören leider auch die Kirchen und der größte Teil der Parteien. Von unserer Feigheit, die als „ich bin doch tolerant“ camoufliert wird, ganz zu schweigen.

Es ist fünf nach zwölf! – In wenigen Monaten sind Europawahlen.

Unser Autor PETER HELMES gehört zu den einstmals „glühenden Europäern“, die einen europäischen Bundesstaat unter Beibehaltung der nationalen Souveränität befürworteten. Er war u. a. Generalsekretär der „Europäischen J. Christdemokraten und Konservativen“, Kurator des Deutsch-Französischen Jugendwerkes, Mitbegründer des „Europäischen Jugendzentrums“ in Straßburg und ist Träger des „Pour Le Mérite Européen“.

Erstveröffentlichung des Beitrags in http://www.conservo.wordpress.com

1. Foto: IGFM


Ex-Parlamentarier Jörg Tauss beschimpft Mathias von Gersdorff in Twitter

Der ehem. SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss kam 2009 in die Schlagzeilen wegen Besitz von Kinderpornographie. Er verließ die SPD und trat zu den „Piraten“ über.  030

Am 28. Mai 2010 wurde Jörg Tauss nach § 184b StGB wegen „Besitzes kinderpornographischer Schriften u. a. in insgesamt 102 Fällen“ zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Eine Revision wurde als „offensichtlich unbegründet“ zurückgewiesen.

Mathias von Gersdorff (siehe Foto), Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“, verlinkte kürzlich in einem Tweet auf seinen Artikel, in welchem er über den massiven Einfluß der Homosexuellen-Lobby auf den umstrittenen grün-roten „Bildungsplan 2015“ berichtet.

Hierauf twitterte Piraten-Tauss am heutigen 24. Januar folgendes: „Haben Sie etwas dagegen, Sie als durchgeknallt zu bezeichnen? Falls NICHT, mache ich es gerne.“

Nähere Infos über den Vorfall hier: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2014/01/ex-mdb-jorg-tauss-beschimpft-mathias.html