Frankfurt: Progressive Sonderpastoral mit kirchlicher Segnung homosexueller Paare

Mathias von Gersdorff

Der Rektor der Jesuiten-Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/Oberrad, Prof. Ansgar Wucherpfennig S.J., sagte, „er habe schon homosexuelle Paare gesegnet, so wie andere Priester auch“, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am 11. Dezember 2015. 0653a-bildungsplan-demo-1-2-1448b12b252812529

Die Philosophisch-Theologische Hochschule der Jesuiten ist bekannt für ihre extravaganten theologischen Ansätze. Eingrenzend erklärte Wucherpfennig, die Segnungen hätten nicht in öffentlichen Gottesdiensten stattgefunden.

Die katholische Kirche in Frankfurt verstärkt derzeit ihre Seelsorge an homosexuellen Personen. Zuständig sind die Provinzoberin der Pallottinerinnen, Helga Weidemann, und eben Pater Ansgar Wucherpfennig.

Der Frankfurter Stadtdekan, Johannes zu Eltz, der mit seinen Attacken gegen Bischof Tebartz-van Elst weltweit bekannt wurde, steht offenbar einer moraltheologischen Neubewertung der Homosexualität offen. Die FAZ berichtet, Dekan Eltz sei der Auffassung, dass „das neue Seelsorge-Angebot eine Segnungsfeier für Homosexuelle nicht präjudiziere“. Darüber werde aber beim im Januar stattfindenden Stadtkirchenforum gesprochen. 

An diesen traurigen Stellungnahmen zeigt sich einmal wieder, wie gewisse Kirchenkreise in Deutschland gewillt sind, das katholische Lehramt und die Praxis der Weltkirche zu ignorieren, um einen „deutschen Sonderweg“ einzuschlagen. Die Tatsache, dass die letzte ordentliche Bischofssynode es abgelehnt hat, sich mit dem Thema Homosexualität zu beschäftigen, ist für den deutschen Progressismus unerheblich; er ist entschlossen, seine Agenda durchzusetzen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Webseite „Kultur und Medien online“


Bischof von Limburg gegen Ausdehnung des Ehegatten-Splittings auf Homo-„Paare“

Während sich der Hamburger Weihbischof Jaschke im wesentlichen hinter den  – selbst  für CDU-Verhältnisse ungewöhnlichen  –  Vorstoß von 13 Unions-Abgeordneten zugunsten einer steuerlichen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften stellte, hat sich der Oberhirte des Bistums Limburg hierzu völlig anders geäußert und sich damit zugleich von Bundesfamilienministerin Schröder distanziert, die jenen 13 homobewegten Parlamentariern zugestimmte.120505288_BV_July und Mike

Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hält konsequent am Ehegattensplitting für verheiratete heterosexuelle Paare fest. Er ist Vorsitzender der Familien-Kommission der Dt. Bischofskonferenz und erklärte hierzu:

„Nach katholischem Verständnis ist die Ehe ein Bund zwischen Mann und Frau in gegenseitiger Verantwortung, der für die Weitergabe des Lebens offen ist. Der Ehe gilt der in Artikel 6 des Deutschen Grundgesetzes rechtlich verbürgte besondere Schutz der staatlichen Gemeinschaft. Daraus ergeben sich Rechtsnormen, zu denen auch die Regelung des so genannten Ehegattensplitting gehört.“

Dies sei durchaus „keine ungerechte Benachteiligung anderer Lebensentwürfe“.

Bischof Dr. T. van Elst betont:

„Es hat gute Gründe, dass die auf Ehe gegründete Familie auch heute faktisch die Form menschlichen Zusammenlebens darstellt, die den meisten Menschen einen stabilen Rahmen für ihr Zusammenleben in Partnerschaft, Elternschaft und Kindheit bietet. Dieser Lebensentwurf wird so auch von der großen Mehrzahl junger Menschen als Lebensperspektive gewünscht. Aufgrund dieser besonderen Bedeutung der Ehe ist es sinnvoll und der staatlichen Gemeinschaft selbst förderlich, wenn der Staat Ehe und Familie besonders schützt und fördert. Dies stellt deshalb auch keine ungerechte Benachteiligung anderer Lebensentwürfe dar.“