Berlin: „Queere“ SPD-Gruppe provoziert mit Postkartenspruch „Du Hetero-Sau“

Wie die „Berliner Zeitung“ berichtete, hat sich die Arbeitsgemeinschaft SPDqueer Pankow anläßlich des 40. Jubiläums des homosexuellen CSD in Berlin etwas Besonderes einfallen lassen, nämlich eine Postkarte mit dem Spruch „Du Hetero Sau“ in fetten Buchstaben, daneben die Regenbogenfahne als Symbol.

Die SPD-Aktion wolle damit provokativ auf „homophobe Beleidigungen“ wie „Schwule Sau“ aufmerksam machen, erklärte Alfonso Pantisano, stellv. Leiter dieser SPD-Initiative. Hinsichtlich der Kritik an dieser Postkartenaktion sprach er von einer „erkrankten Diskussionskultur in Deutschland“. Man arbeite sich an Überschriften ab, „ohne sich mit Inhalten auseinanderzusetzen“.

Auf die Idee, wie auch immer geartete „Inhalte“ seriöser vorzutragen, scheint dieser „queere“ Sozialdemokrat nicht zu kommen.


USA: Projekt zur Bespitzelung der Kardinäle

Von Felizitas Küble

Auf dem neokonservativen und erscheinungsbewegten Nachrichtenportal „Kath.net“ wurde gestern eine neue Initiative aus den Vereinigten Staaten geradezu bejubelt: http://kath.net/news/65343

Der österreichische Chefredakteur Roland Noe´ mit Nicknamen „Gandalf“ erklärt dazu enthusiastisch bei den Leserkommentaren: „Ich sag nur: Die STUNDE der LAIEN hat geschlagen 😉 Auf die USA kann man wirklich stolz sein!“

Die sogenannte „Stunde der Laien“ hat auf Kath.net bereits vor über fünf Wochen geschlagen – siehe damals unsere Kritik: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/23/generalverdacht-gegen-die-priesterschaft/

Der Titel des neuen Artikels klingt zunächst recht seriös: „US-Laien-Organisation kündigt Untersuchung aller Kardinäle an!“

Ja, wer möchte das nicht gutheißen?

Sodann heißt es: „Katholische Laien haben genug von Vertuschungen von Missbrauchsfällen durch Kardinäle. „The Better Church Governance Group“ erstellt bis 2020 einen “Red Hat Report”. Dabei werden etwa 100 Journalisten und ehemalige FBI-Mitarbeiter mitarbeiten.“

Auch erfahrene Geheimdienstler spielen also mit bei diesem Projekt, das 1,1 Millionen US-Doller für „Nachforschungen“ kostet, wobei „alle 124 zukünftigen Papst-Wähler genau unter die Lupe genommen“ werden sollen. 

Der Gründer und Leiter des Projekts ist Jacob Imam, der vor drei Jahren vom Islam zur katholischen Kirche konvertierte. Hierbei stellt sich die Frage, ob eine sage und schreibe dreijährige Erfahrung im christlichen Glauben eine sonderlich gediegene Basis ist, um solch eine ehrgeizige Initiative anzuführen…

Der Ex-Muslim möchte sich zunächst die Kardinäle vorknöpfen, weshalb die Bespitzelungs-Aktion als „Red-Hat-Report“ (Roter-Hut-Bericht) bezeichnet wird. Geht es hierbei schon um die nächste Papstwahl?

Genau das – denn es heißt weiter: „Im Endbericht ist ein Rating für jeden Kardinal vorgesehen.“  – Sollen die Kardinäle beim nächste Konklave erst die „Rating-Liste“ dieser Organisation studieren, bevor sie „ans Werk“ gehen?

Abschließend schreibt „Kath.net“: „Auf die Frage bei der Gründungsveranstaltung, ob auch mögliche homosexuelle Kardinäle bekannt gemacht werden sollen, erklärte der Direktor, dass man bei entsprechenden Gerüchten dies sehr sorgfältig anmerken werde.“

Wie bitte? „Gerüchte“? – Gehts noch?

Wenn dies geschieht, wird nicht einmal das ABC der Fairneß eingehalten, denn das „Hörensagen“ hat für eine gerechte und sorgfältige Wahrheitsfindung nichts zu bedeuten.

Die ganze Aktion scheint zudem auch praktisch gesehen auf Sand gebaut:

Die Initiative wird kaum an brisante Akten und Internas herankommen – mit welchem juristischen Recht auch? Schließlich handelt es sich weder beauftragte Kirchenrechtler noch um Rechtsanwälte bei der Bearbeitung einer Strafcausa. Was bleibt also übrig für eine „Durchleuchtung“? Das Sammeln von Zeitungsberichten (was nichts Neues bringt) und das Einsammeln von Indiskretionen und Spekulationen, was vielleicht etwas Neues, aber wohl kaum etwas Seriöses erbringt.

Auch bei der Erforschung von Mißbrauchsfällen gilt immer noch das sittliche Prinzip: Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

Abschließend eine aufschlußreiche Beobachtung:

Während sich Neo-Konservative wie „Kath.net“ und Traditionalisten wie „Katholisches.info“ ansonsten in Distanz, ja Abneigung gegenüberstehen, sind sich diese beiden so unterschiedlichen Strömungen bei diesem Thema wunderbar einig – denn auch auf der bekanntesten Tradi-Seite wird das Projekt völlig kritiklos, ja betont wohlwollend präsentiert: https://www.katholisches.info/2018/10/alle-kardinaele-werden-durchleuchtet/

Dort ist man freilich insofern ehrlicher, als ausdrücklich zugegeben wird, daß es keineswegs nur um die Erforschung von Mißbrauchsproblemen geht, sondern um eine allgemeine „Durchleuchtung“ von Kardinälen: „Insgesamt sollen Informationen gesammelt werden, um Biographien und Dossiers über die einzelnen Papstwähler zur Verfügung zu stellen.“

 

 


Evangelischer Autor Riehle würdigt die natürliche Familie: Mann, Frau und Kind(er)

Von Dennis Riehle

Wann kann man ein menschliches Konstrukt „Familie“ nennen? Genügt das Prädikat „dort, wo Verantwortung gelebt wird“ bereits aus, um aus einem Miteinander von zwei Personen eine „Familie“ werden zu lassen? 

Zweifelsohne besteht dort, wo Kinder aufwachsen, ein besonders schützenswerter Rahmen, der über den von zwei Erwachsenen hinausgeht. Die homosexuelle Partnerschaft allerdings, wenngleich in ihr Kinder großgezogen werden, erfüllt den Anspruch an eine Familie nur bedingt.

Das Zusammenwachsen der Familie als eine Einheit beginnt mit der Zeugung des Nachwuchses. Denn die leibliche Elternschaft bleibt ein wesentliches Merkmal der Familie, die im Sinne eines mehrheitsgesellschaftlichen Verständnisses die Keimzelle neu entstehenden Lebens darstellt.

Die Bindung von Vater und Mutter an ihre Kleinsten muss schon aus Gründen der Vernunft dort am stärksten sein, wo eine natürliche Verquickung zwischen Herkunft und Heranwachsen gegeben ist. Nicht nur Emotionalitäten bilden sich am authentischsten in der nicht-künstlich geschaffenen Atmosphäre einer Beziehungsebene zwischen dem Kind und seinen Eltern ab.

Der Versuch, die biologische Elternschaft an die soziale anzugleichen und sie zu normieren, muss gleichermaßen so lange misslingen, wie die heterosexuelle Bipolarität von Vater und Mutter Einfluss auf Werte-, Gefühls- und Sozialentwicklung des Kindes hat.

Liebe ist nicht gleich Liebe  –  ein Kind wird um die unterschiedlichen Einflüsse zweier verschiedengeschlechtlicher Eltern schon aus der Sensibilität der Empfindung heraus zu unterscheiden wissen. Vater und Mutter komplettieren mit ihrer Verschiedenheit die Wesensbildung eines Kindes.

Die Startchancen bleiben äquivalent, solange leibliche Elternteile dem Kind mit Geburt an eine mehr oder weniger bewusste Geborgenheit schenken, die sich auch bei gutem Willen nicht nachbilden lässt.

Respektieren wir, dass Familie nach Worten von Papst Franziskus auf heterosexuelle Eltern beschränkt bleibt – ohne dabei die Anstrengungen zu missachten, die all jene aufbringen, die sich dem Wohlergehen von Kindern widmen, egal in welcher Konstellation.

Webpräsenz: http://www.Dennis-Riehle.de

 


ARD-Spielfilm „So auf Erden“ verunglimpft bibeltreue Gemeinden und Ansichten

Von Christa Meves

Wir erleben das nun bereits seit vielen Jahrzehnten: Unsere öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben die Position der vorherrschenden Meinungsmache übernommen. Dass es ein fantastisches Mittel ist, um Zuschauer nachhaltig zu beeinflussen, kennt bereits die uralte dramaturgische Erfahrung – besonders durch das Schauspiel.

Per Identifikation mit einer heldenhaften Schauspielerfigur ist der Mensch besonders nachhaltig beeindruckbar, ja unter Umständen – bei entsprechender Absicht – direkt verführbar. Die Heldenfigur des alten Dramas bildete durch ihre hervorragenden Eigenschaften ein starkes Vorbild für die Menschen, besonders für die jungen in den entsprechenden Gesellschaften.

Am Abend des 4. Oktober, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr, wurde dieses Muster in einer geradezu perfiden Weise mit dem Film „So auf Erden“ in der ARD bedient.

Den Helden dieses Machwerkes verkörperte ein drogensüchtiger schwuler Straßensänger. Er geriet unversehens in den Dunstkreis einer bibeltreuen, freien evangelischen Gemeinde. Hier entlarvte er – allein durch sein So-Sein – im Laufe der Geschichte das Glaubensleben des Leiters.

Dieser – so zeigte es sich – unterlag durch seine unaufgedeckte Lebenslüge einer bedenklichen Selbsttäuschung. Es war unverkennbar, dass die Tendenz dieses Filmes ganz im Sinne des mehrheitlichen Beschlusses im Bundestag vom 27. Juli 2017 zur „Ehe für alle“ war.

Diese durch Mehrheit im Parlament erreichte Maßnahme war zwar bereits schon bisher als Thema in ähnlichen Sendungen erkennbar gewesen, wurde in dieser neuen Sendung aber durch eine Story thematisiert, die jedes Maß des Geschmacks, ja der Toleranz gegenüber streng biblisch Glaubenden vermissen ließ.

Zwischen den Zeilen bildeten die Ausführungen sogar einen Verstoß gegen die bei uns so hoch gepriesene Religionsfreiheit: Die Glaubensstrenge des Leiters dieser erzbibeltreuen freien Gemeinde wurde eingangs markiert, indem er die Taufe eines Kindes als unbiblisch verweigerte. Der missionarische Eifer des Leiterpaares wurde dann durch eine sich lang hindehnende Hilfeleistung an dem hilflos aufgelesenen Straßensänger demonstriert. Sie nahmen ihn bei sich auf.

Doch dadurch wurde das Gastgeberpaar auf eine dramatische Probe gestellt; denn allmählich entwickelte sich in dem Sänger eine große, seiner Art entsprechende Liebe für seinen Wohltäter. Die direkten Zärtlichkeiten des Gastes entfachten bei dem Leiter eine Entlarvung seiner Lebenslüge; denn es wurde offensichtlich – das gestand er seiner Frau dann sogar direkt ein – dass er bereits als junger Mensch mit einem Kumpel ein Leben nach seiner Weise praktiziert hatte.

Zwar versuchte der nun mit sich selbst im Konflikt liegende Leiter durch einen dubiosen Exorzismus der erkannten Selbsttäuschung zu entrinnen. Das misslang. Aber dann war noch der Konflikt mit der Gemeinde zu besiegen. Zunächst versuchten nach paulinischem Muster gute Freunde, ihn auf die traditionelle Schiene zurückzubringen, aber schließlich sah er selbst ein, dass er bei der nun erkannten, ihm gemäßen Wahrheit bleiben müsse. Er trat von seinem Amt zurück.

In der Schlussszene wurde dann Hoffnung auf die neue Offenheit in der Gemeinde angedeutet. Die hochherzige Ehefrau übernahm mithilfe des Versöhnungsgebetes aus dem Evangelium einen Aufruf zu christlicher Toleranz.

Wenn diese bewusst gewollte, verführerische Tendenz mithilfe des als lächerlich dargestellten bibeltreuen Glaubenslebens nicht in so deutlich sichtbarer tendenziöser Absicht erfolgen würde, wäre jedes Wort über dieses Machwerk zu viel. Dann bliebe allein die Trauer über einen hier erkennbaren Verlust unserer einst so hervorragenden Theaterkultur.

Aber in der schamlosen Weise – besonders der unverblümten Darstellung einer Bettszene zwischen den beiden Männern – bleibt allein das Entsetzen über den Verlust der Würde des Menschen, die laut Bundesverfassung als Naturrecht allen, wirklich ALLEN zusteht.

Fazit:
Unsere in dieser Weise neu gesetzlich verstärkte Demokratie billigt zwar jedem Menschen zu, sein Leben nach der eigenen Maßgabe zu gestalten. Aber es ist im höchsten Maße undemokratisch, traditionelle Lebensformen – mögen sie noch so eng anmuten – abschaffen zu wollen, indem man sie  –  mit höhnischen Übertreibungen agierend  – als unecht und veraltet darstellt.


Kiel: Auch CDU für Gebührenabschaffung bei Homo-Ehe – nur die AfD votierte dagegen

Wie das Nachrichtenportal ndr.de berichtet, kam es im Kieler Landtag zu erheblichen Auseinandersetzungen in puncto Homo-Ehe. Dabei ging es speziell um eine kostenlose Umwandlung von eingetragenen Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare in Schleswig-Holstein.

„Sprachliche und rechtliche Unterschiede gehörten der Vergangenheit an und dies sei auch gut so“, so die Fraktionsvize der CDU, Katja Rathje-Hoffmann. Der Norden folge dem Vorbild anderer Länder wie Hessen und Berlin.

Warum man in der CDU nicht dem Vorbild der Heiligen Schrift folgt und wie sich eine Homo-Ehe mit dem christlichen Glauben vereinbaren lässt, konnte die CDU-Politikerin offenbar nicht erklären.

Die AfD stimmte als einzige Partei gegen einen Antrag auf Abschaffung der fälligen Gebühren.

Quelle: http://www.kathnews.de/eingetragene-lebenspartnerschaften-kostenlos-in-ehe-umwandeln


Bundestag pro Homo-Ehe: Irrweg mit schweren Folgen für unser Volk

Pressemitteilung der Initiative NIE WIEDER:

Die heutige Zustimmung des Deutschen Bundestages, die traditionelle Ehe zwischen einer Frau und einem Mann nicht mehr unter dem besonderen Schutz des Staates zu stellen, ist ein Faustschlag ins Gesicht aller Eltern, die oft unter großen Opfern Kinder in die Welt setzen, ihren Nachwuchs schützen, erziehen, einen Beruf erlernen lassen und sie so vorbereiten, damit sie einen entscheidenden Beitrag für die Zukunft und damit für unseren Staat und unser Volk leisten.

Wenn nun durch das neue „Ehe-Gesetz“ dieser Schutz aufgebrochen wird und Personen mit einer unnatürlichen sexuellen Orientierung, die biologisch keine Kinder „in die Welt setzen können“, denselben Schutz erhalten wie Mann und Frau in einer herkömmlichen Familie, so ist es ein schweres Vergehen am Kindeswohl.

Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung Mutter und Vater, an denen sie sich „reiben“ können und von denen sie lernen, natürliche Verbindungen einzugehen und glücklich und erfolgreich zu leben. 

Zu beachten ist auch, daß die gegenseitige „Treue“ von Homosexuellen meist anders verstanden wird und trotz einer vorhandenen „Beziehung“ Sexualkontakte zu anderen Personen recht häufig sind.

Glaubt unser Staat tatsächlich, daß sich in einer solchen „Verbindung“ Kinder gesund entwickeln können, ohne psychischen Schaden zu erleiden?

Der heutige 30. Juni 2017 geht tatsächlich als dunkler Tag in die deutsche Geschichte ein: „Was der Mensch sät, das wird er auch ernten“

Weinheim, 30. Juni 2017
Initiative Nie Wieder!
gez. Günter Annen

 


„Als schwuler Mensch respektiere ich den Vorrang der Ehe aus Mann und Frau“

OFFENER BRIEF von Dennis Riehle

Sehr geehrter Herr Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundesrat,
sehr geehrter Herr Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag,

der Bundesrat hat dem Deutschen Bundestag einen Gesetzesentwurf (18/6665) mit Bitte um Herbeiführung eines parlamentarischen Beschlusses zugestellt, der die „Einführung der Ehe für Personen gleichen Geschlechts“ fordert. Der Bundesrat, der sich auch auf Einschätzungen unterschiedlichster Ministerien des Bundes bezieht, begründet seinen Vorstoß damit, er wolle einer „konkreten und symbolischen Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität“ entgegenwirken.

Riehle, Dennis_5

Ich selbst bezeichne mich als homosexuell, obwohl auch schon hier die Frage zu stellen ist, ob es sich um die passende Beschreibung einer Eigenschaft oder doch um eine Empfindung – und damit eher um ein Adverb als um ein Adjektiv – handelt.

Denn fälschlicherweise schreibt der Bundesrat in seinen Ausführungen von der „sexuellen Identität“, wenn er sich auf gleichgeschlechtliche Liebe beruft. Nein, die sexuelle Identität ist das Geschlecht eines Menschen, die zwar von „Normabweichungen“ beeinflusst werden kann, aber grundsätzlich ein feststehendes (passives) oder sich entwickelndes Verständnis der eigenen sexuellen Wesensmerkmale beschreibt. Es steht in keinem Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung. Denn sie gibt allein das privilegierte Begehren dar, welchem Geschlecht (aktiv) Zuneigung entgegengebracht wird.

Weshalb diese zunächst doch kleinlich anmutende Differenzierung? Sie ist deshalb wesentlich, weil die Argumentation mit der „sexuellen Identität“ viel weitergehende Ansprüche zu formulieren vermag als die mit der „sexuellen Orientierung“.

Dürfte der ersteren nämlich mit Art. 3 (Abs. 3) ein besonderer Schutz durch das Grundgesetz zukommen, ist das bei zweiter nicht zwingend der Fall. Insofern frage ich mich durchaus, ob hinter den verwendeten Begrifflichkeiten der bewusste Versuch der Irreführung versteckt ist, um daraus einer bestimmten Minorität und ihrer Lobbyvertretung zu mehr Einflüssen und Anrechten zu verhelfen. Kaum vorstellbar, dass ein solcher Gesetzentwurf rein zufällig und eher fahrlässig mit Wörtern spielt, die für die letztendliche Konsequenz ihrer Konnotation von ganz erheblicher Bedeutung sind.

Als schwuler Mensch respektiere ich den Vorrang der Ehe aus Mann und Frau – und auch, dass sich daraus das exklusive Bewahren dieser Verbindung ergibt, welche nicht mit einer Diskriminierung anderer Lebensweisen einhergeht. Denn nicht jede durch Verfassungsrang unter Obhut stehende Protektion ist gleichzeitig eine Benachteiligung sonstiger Alternativen, die  –  wie die homosexuelle Liebe  –  allein durch eine Integrität des Privaten, die jedem Menschen in seiner Würde ohnehin bedingungslos zuteilwird, uneingeschränkte Achtung erfährt. DSC_0199

Dass aber die heterosexuelle Verbindung durch die zunächst einmal natürliche Privilegierung zur Fortpflanzung einen herausragenden Anteil am Bestand der Bevölkerung und damit ihrer existenziellen Nachkommenschaft hat, stellt ein unveränderbaren Vorrang dar, den es von mir als Homosexuellem anerkennen zu gilt.

An dieser Prävalenz ändert auch der Umstand nichts, dass gleichsam heterosexuelle Menschen in einzelnen Fällen aufgrund gesundheitlicher Gründe nicht zeugungsfähig sind – oder dass der immer weitergehende Versuch, schwulen und lesbischen Paaren auf künstlichen und sonstigen Wegen zur „Elternschaft“ zu verhelfen, den Eindruck einer angeblichen Gleichrangigkeit vermittelt.

Dass sich Mann und Frau auch im evolutionären Sinne als ideale Verbindung herausstellen, zeigt sich aber nicht nur durch die Zeugungsfähigkeit, sondern auch die als sich symbiotisch ergebende Ergänzung im Geschlechtsverkehr, die – mit Verlaub – in homosexuellen Fällen (aus eigener Erfahrung) nicht selten zu einer funktionalisierten Notwendigkeit der Befriedigung verkommen ist oder durch schmerzhaft und asymmetrisch anmutendes Zusammenspiel einer gewissen Natürlichkeit entbehrt.

Entsprechend ist es für mich als Teil einer Minderheit, die die homosexuell orientierten Mitbürger auch heute weiterhin verkörpern, eine Selbstverständlichkeit an Solidarität, dass ich die Relevanz der heterosexuellen Ehe als für die Gesellschaft unverzichtbares Exempel und lebensnotwendigen Bestandteil der Zukunft mit gewissen Vorteilen fördere.

Damit geht keine Minderung der Wertigkeit schwul-lesbischer Gefühle einher, die ohnehin nicht staatlich klassifiziert werden können. Und auch darüber hinaus ergibt sich durch eine Betonung der Einzigartigkeit des Miteinanders aus Mann und Frau kein gesetzmäßiger Nachrang, da Homosexuellen die universellen Menschenrechte nicht vorenthalten werden. Eine Akzentuierung durch eine Zuordnung eines außerordentlichen Status ist dagegen in unserem Grundgesetz gängig und so lange als legitim anzusehen, wie keine Ungleichbehandlung des Individuums in seiner Redlichkeit erfolgt.

Entsprechend scheint es nicht nur eine beabsichtigte und strategische Vermischung von Definitionen, wenn der Bundesrat mit dem Anspruch zur Einführung der „Homo-Ehe“ die Diskriminierung von Menschen aufgrund deren „sexuellen Identität“ vermindern will. Sie soll offenbar darüber täuschen, dass eine Ausweitung des Ehe-Begriffs eben keine automatische Garantie auf verfassungsgemäße Rechtfertigung erfahren kann, weil Anforderungen auf Basis der „sexuellen Orientierung“ nicht selbstverständlich aus unserem Grundgesetz abzuleiten sind.

Insofern fordere ich Sie auf, den Gesetzentwurf richtig zu stellen und etwaige Verunsicherungen, die durch die ambivalente Nutzung der Formulierungen in Ihrem Papier entstehen können.

Dennis Riehle, Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
Webpräsenz: http://www.Dennis-Riehle.de