Verfassungsgericht in Italien: Weiter keine künstliche Befruchtung für Homo-Paare

Das Verbot künstlicher Befruchtung (IVF = In-Vitro-Fertilisation) für homosexuelle Paare ist nach Ansicht des italienischen Verfassungsgerichts nicht verfassungswidrig. Das berichtet die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ unter Berufung auf eine Mitteilung des Gerichts.

Wie die Zeitung schreibt, stehe das Urteil zwar noch aus, die abschließenden Beratungen der Richter tendierten aber in diese Richtung. Anlass der Beratungen seien Anfragen aus zwei unterschiedlichen Gerichtsverfahren in Bozen und Pordenone.

Darin heißt es, das entsprechende Gesetz zur Regelung künstlicher Befruchtung aus dem Jahr 2004 verstoße gegen verfassungsrechtliche Grundsätze. Demgegenüber erachte das Verfassungsgericht die Anfragen als unbegründet. Das kritisierte Verbot stehe nicht in Widerspruch zu den Verfassungsprinzipien, auf die sich die örtlichen Gerichte bezögen.

Im Artikel 5 des „Gesetzes für die medizinisch unterstützte Fortpflanzung“ heißt es: „Volljährige Paare, die unterschiedlichen Geschlechts sowie in potenziell fortpflanzungsfähigem Alter sind, verheiratet oder zusammenlebend, und bei denen beide Partner noch leben, können Zugang zu medizinisch unterstützten Fortpflanzungstechniken erhalten.“ Verstöße können mit Geldstrafen zwischen 200.000 und 400.000 Euro geahndet werden.

Quelle: ALfA-Newsletter


Evangelikales „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ lehnt homosexuelle Segnung/Trauung ab

.
Das evangelikale „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ wurde von dem bekannten Pastor und Evangelisten Ulrich Parzany gegründet, der jahrzehntelang sehr eindrucksvoll als Prediger bei den PRO-CHRIST-Veranstaltungen wirkte.
.
Die theologisch konservative Initiative plädiert für das Festhalten an der Heiligen Schrift und an den christlichen Grundwahrheiten. Deshalb wird eine Segnung oder gar Trauung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften nicht akzeptiert.
.
Bis Ende März 2019 kann diese folgende Erklärung durch evangelische Gemeinden bzw. Amtsträger/Pastoren unterzeichnet werden:

Aus gegebenem Anlass erklären wir:
Das Evangelium gilt jedem Menschen. In Verkündigung und Seelsorge wollen wir allen offen und wertschätzend begegnen und die Liebe Gottes mitteilen. Das gilt selbstverständlich auch für gleichgeschlechtlich empfindende Menschen. Dennoch erkennen und bekennen wir gemeinsam, dass die Heilige Schrift homosexuelle Praxis als Sünde einstuft und dementsprechend strikt untersagt. In keiner Weise ermächtigt uns der Herr der Kirche dazu, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen oder sogenannte gleichgeschlechtliche Ehen zu trauen. Da Gottes Wort Richtschnur, Norm und lebensfördernde Wegweisung für alle christlichen Gemeinden und Kirchen ist, werden wir bei uns solche Segnungen oder Trauungen nicht durchführen und keine Gesetze oder Ordnungen akzeptieren, die das vorsehen.

HIER geht es zum Unterzeichner-Formular: https://www.bibelundbekenntnis.de/erklaerung-bekennender-unterzeichen/

Eine genaue Begründung für die Ablehnung von Segnungsgottesdiensten für Homosexuelle hat Pastor Dr. Tobias Eißler vom süddeutschen Pfarrer-Netzwerk CONFESSIO veröffentlicht: https://www.bibelundbekenntnis.de/aktuelles/nein-zum-segnungsgottesdienst-fur-gleichgeschlechtliche-paare/


Bayern: Evangelikaler ABC kritisiert evangelische Segnung homosexueller Paare

Erklärung des ABC (Arbeitskreis bekennender Christen) zur Entscheidung der evangelischen Kirchenleitung, öffentliche Segnungen homosexueller Paare zuzulassen:

Der ABC stellt fest:

„Mit der Entscheidung der Kirchenleitung, öffentliche Segnungen homosexueller Paare zuzulassen, ist das Bekenntnis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern verletzt, da es bei dieser Thematik ganz wesentlich um das Verständnis und die Auslegung der Heiligen Schrift geht.

Evangelische Kirche in Augsburg

Die Einschätzung, dass es sich hier um eine Bekenntnisfrage geht, war bis vor wenigen Jahren Allgemeingut in der evangelischen Kirche – es ist in der jüngsten Debatte nicht deutlich geworden, was sich hieran geändert haben sollte.

Eine Bekenntnisfrage lässt sich nicht mit Mehrheit entscheiden, sondern nur durch einen Magnus Consensus – dies ist im konkreten Fall nicht geschehen. Ein Konsens lässt sich nicht erzwingen, sondern nur feststellen.

Für eine juristische Prüfung dieser Entscheidung im Rahmen eines Normen­kontrollverfahrens vor dem Verfassungsgericht der VELKD fehlt dem ABC die Antragsberechtigung. Auch ist davon auszugehen, dass Kirchenjuristen aktuelle theologische Debatten nicht klären würden.

Die Entscheidung dokumentiert einen Riss innerhalb der Landeskirche: Die Kirche ist in dieser Frage gespalten.

Der ABC bittet darum, weiterhin in der Landeskirche zu bleiben und in Treue für die Achtung von Schrift und Bekenntnis einzustehen, hat aber zugleich Verständnis für diejenigen, die angesichts dieser Situation aus Gewissensgründen die Landeskirche verlassen und wird weiter in geistlicher Gemeinschaft mit ihnen verbunden bleiben.“

Weitere Infos: www.abc-bayern.de


„Diversity-Revolution“ von oben: Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik

Mathias von Gersdorff

In den letzten Monaten mußte die Union oft den Vorwurf hören, sie ließe sich in der Gestaltung der Politik der Großen Koalition von der SPD über den Tisch ziehen. stuttgart 009a

Tatsächlich: Egal, ob es um die Rente mit 63, die Erweiterung der Frauenquote, den Mindestlohn oder andere Themen, die in den letzten Monaten regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt haben, geht: Die SPD ist federführend.

FOTO: M. von Gersdorff als Redner der Stuttgarter Elternrechts-Demonstration

Es lohnt sich aber auch ein Blick auf die Nebenschauplätze der Politik, denn dort sieht es nicht besser aus.

Vor allem Manuela Schwesig (SPD), die neue Familienministerin, vollzieht einen ungeheuren Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik, der selbst für SPD-Verhältnisse atemberaubend ist. Der Union scheint das egal zu sein  –  oder sie stellt sich dumm.

In einem Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten erklärt Schwesig, was aus ihrer Sicht Familie ist:

„Die Familien heute sind bunt, sie sind vielfältig. Familie ist für mich da, wo Menschen füreinander partnerschaftliche Verantwortung übernehmen. Das können Paare sein mit Trauschein oder ohne, das sind Alleinerziehende, aber auch die Patchwork- und Regenbogenfamilien. Zu Familien zählen auch Singles und diejenigen, die pflegebedürftige Angehörige haben.“ BILD0222

Wahrlich eine krude Definition dessen, was Familie bedeutet.

Diese Definition ist nicht nur von jener der Union weit entfernt („Familie ist überall dort, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern dauerhaft Verantwortung tragen“), sondern sogar von jener der SPD:

Für die SPD ist Familie dort, ‘wo Kinder sind und wo Lebenspartner oder Generationen füreinander einstehen’. Diese Definition ist zwar nicht richtig, aber akzeptiert immerhin noch die Tatsache, daß Familie irgendetwas mit Fortpflanzung und Erziehung zu tun hat.

Laut Schwesig soll man sich aber definitiv von der Vorstellung befreien, Familie sei auf der Grundlage der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründet.

Wie New-Age-Geschwafel hört es sich an, wenn sie sagt: „In einer Familie kommt es darauf an, daß man mit Liebe und Respekt miteinander umgeht und Zeit füreinander hat –  egal, ob Paare heterosexuell sind oder homosexuell. Die Beziehung zu Kindern basiert auf Liebe und Vertrauen, und das können alle Menschen geben.“ SDC12294

Besonders glücklich scheint Manuela Schwesig zu sein, wenn sie nette Worte an Homosexuelle richten kann. In dieser Kolumne wurde schon thematisiert, daß sie die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare forderte, nachdem sich ein Fußballer outete.

Während der Koalitionsverhandlungen mit der Union drohte sie mit dem Abbruch der Gespräche, falls man die homosexuellen Partnerschaften nicht voll der Ehe gleichstellte. Darauf konnten sich die Christdemokraten natürlich auf keinen Fall einlassen.

Dennoch ist es erstaunlich, daß sie sich unter diesen Umständen mit der Ernennung Schwesigs zur Familienministerin abgefunden haben.

Das Volk bejaht die Ehe, Schwesig hofiert Randgruppen

Aufgrund ihrer Sympathie für die politischen Forderungen der Homosexuellenverbände kann sie es nicht lassen, immer wieder gegen die Gegner des baden-württembergischen „Bildungsplanes 2015“ zu wettern.

Mitte März dieses Jahres, als die Debatte um den Bildungsplan hohe Wellen schlug, bezeichnete sie in einer Veranstaltung des Bundesfamilienministeriums zusammen mit dem Lesben- und Schwulen-Verband Deutschland (LSVD) die Vorstellungen der Bildungsplangegner als „absurd“.

In einer Videobotschaft zur „Europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien“ zeigte sie sich „fassungslos“ über die Homophobie in Deutschland und sagte:

„Gerade in bezug auf die Ausbildung unserer Kinder in den Schulen gibt es viele verstörende Diskussionen – auch hier in Deutschland. In einem Bundesland gibt es aktuell doch tatsächlich eine Debatte darüber, ob das Thematisieren von sexueller Vielfalt im Rahmen des Sexualkundeunterrichts dazu führen könnte, daß man Jugendliche zu Homosexuellen ‘erzieht’.“ DSC03298a

Schwesig behauptet im Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten, heute würden die Menschen eben gerne in unterschiedlichen „Familienformen“ leben. Doch das stimmt nicht, wie Statistiken zeigen.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen glaubt an die Ehe. 98 Prozent der Männer und 95 Prozent der Frauen würden gerne verheiratet sein. Ihre Vorgängerin, Kristina Schröder, erklärte mit dem Familienreport 2012 am 1. Januar 2013 in Berlin, daß drei Viertel aller jungen Deutschen sich eine Familie wünschen. Für 80 Prozent gehört Familie zum persönlichen Glück dazu.

Die Politik müßte eigentlich dafür sorgen, daß stabile echte Ehen und Familien entstehen. Doch das will Schwesig aus ideologischen Gründen nicht.

Inzwischen versucht sie den Begriff „Diversity“ fest in der Politik zu verankern. „Diversity“ ist zum Überbegriff der neuen linken Gesellschaftspolitik geworden. Die linken Gesellschaftsingenieure streben nämlich nicht nur an, die „sexuelle Vielfalt“ als Norm zu etablieren, sondern Vielfalt in jeglicher Hinsicht, was einer kompletten Dekonstruktion traditioneller Normen entspricht.

Linke Strategie: Traditionelle Werte zersetzen

Dahinter steckt die Idee, daß Identität nicht fix sei, sondern ein Fluidum  –  ein Modegedanke bei Linken. Die Identität sei einem nicht gegeben, sondern sei in ständiger Bewegung, durch äußere Einflüsse und eigene Lebensentscheidungen beeinflußbar.

Gegenüber der Frankfurter Rundschau sagte die Familienministerin:

„Kein Mensch läßt sich mit einer einzigen Eigenschaft beschreiben. Wir alle fühlen uns mehreren Gruppen zugehörig und definieren uns von Zeit zu Zeit neu. Identitäten entwickeln und verändern sich.“

Ihrer Meinung nach müssen wir unsere Mentalitäten verändern, eben um diese Realität  –  die „Diversity-Realität“  –  erfassen zu können.

Sie kommt geradezu ins Schwärmen, wenn sie ausführt: DSC03269a

„Dabei hilft es, Diversity und Partizipation als Querschnittsaufgabe zu verstehen: im Kindergarten, im Stadtteil, im Mehrgenerationenhaus, in den Vereinen, in Ministerien – überall. In Unternehmen und Organisationen sind folgende Fragen hilfreich: Passen unsere Angebote für alle unsere Zielgruppen oder vergessen wir ganze Gruppen, schließen sie gar aus? Wen nehmen wir überhaupt wahr? Sind wir in unserer eigenen Perspektive gefangen? Erkennen wir die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gruppen? Nehmen wir Vielfalt als Chance? Die Antworten auf diese Fragen müssen zu strukturellen Veränderungen führen. Gleichzeitig muß jede und jeder von uns immer wieder das eigene Verhalten prüfen.“

Im Christentum hat man ein Wort für diese Übung: Gewissenserforschung. Ständig sollen wir unser Denken und unser Handeln prüfen, ob wir die „Diversity“ angemessen erkennen und entsprechend darauf eingestellt sind. In den nächsten Jahren werden wir dieses Modewort immer öfter hören.

Gleichgültigkeit begünstigt Narrenfreiheit

Auch andere Felder ihrer Tätigkeit gestaltet Schwesig offenbar völlig nach linkem Gutdünken.

So plädiert sie im Rahmen einer „Plattform für Frauenrechte in Europa“ für die paritätische Besetzung der Europäischen Kommission und aller Schlüsselpositionen in der EU mit Männern und Frauen, eine Kommissarin beziehungsweise ein Kommissar mit einer ausdrücklichen Zuständigkeit auch für Frauenrechte, die Verankerung von Gleichstellungszielen in der wirtschaftlichen Steuerung der EU sowie die Umsetzung der Gleichstellung als Leitprinzip in allen Politikbereichen der EU durch einen ambitionierten Aktionsplan.

Manuela Schwesig genießt im Bundeskabinett offenbar Narrenfreiheit. Die Bundeskanzlerin weiß entweder nicht, was sie tut, oder es ist ihr egal.

Jedenfalls ist es erschütternd, daß eine Person mit solchen Ansichten überhaupt Familienministerin ist. Das ist wohl nur möglich, weil die große Öffentlichkeit nicht genug Notiz nimmt von ihrer skrupellosen Klientelpolitik.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und das Webmagazin „Kultur und Medien online“

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“