SPD und Grüne fordern die „Ehe für alle“ – Unionsparteien halten an klassischer Ehe fest

Mathias von Gersdorff

Die SPD hat bei der Koalitionsrunde mit der Union die Forderung gestellt, das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Der Gesetzentwurf lautet: „Die Ehe wird zwischen zwei Personen gleichen oder verschiedenen Geschlechts geschlossen“.

Erfreulicherweise erteilte die CDU diesem grotesken Ansinnen eine Absage. Fraktionschef Volker Kauder erklärte, es gäbe keine Notwendigkeit hierfür. Interessanterweise vermied er das Wort „homosexuell“. Denn in der Tat ist es laut dem Gesetzentwurf unerheblich, ob die Partner bei der Eheschließung homo- oder heterosexuell sind. Der Staat darf aufgrund des Datenschutzes gar nicht fragen, welche „sexuelle Identität“ die Beiden haben.

Die Grünen reagierten mit der gewohnten Aggressivität. Der grüne Volker Beck bezeichnete die CDU als „Diskriminator“. Und die SPD würde die „Diskriminierungspolitik“ des Koalitionspartners mit Nibelungentreue befolgen

Die Begründung des Abgeordneten Beck wirkt recht einfältig: „Alles andere als Gleichberechtigung ist Diskriminierung.“

Meint der grüne Politiker tatsächlich, die Bürger würden den Unterschied zwischen einer Ehe zwischen Mann und Frau oder einem Paar von gleichem Geschlecht nicht erkennen? Sieht er nicht, dass die Natur dieser beiden Beziehungen unterschiedlich ist und sie deshalb auch rechtlich unterschiedlich zu behandeln sind?

Will man die Aussagen der Grünen verstehen, so gibt es nur zwei mögliche Erklärungsansätze:

1. Den Grünen ist die Realität egal und sie quatschen das, was ihre Wähler hören wollen, unter anderen die sog. Homo-Community. In diesem Falle würden die Grünen billigste Klientelpolitik betreiben und könnten dann bedenkenlos als eine linkspopulistische Partei bezeichnet werden.

2. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Grünen zwischen einer Ehe von Mann und Frau einerseits und einer Homo-Partnerschaft andererseits tatsächlich keinen Unterschied sehen. Relevant ist lediglich, dass es zwei Menschen sind. Dann muss man sich aber fragen, wieso sie überhaupt für die Ehe in irgendeiner Form eintreten – und wenn ja, wieso nur zwischen zwei Personen und nicht zwischen vielen?

Wenn die Fortplanzug bei der Definition dessen, was eine Ehe ist, tatsächlich bedeutungslos sein sollte, dann wäre es konsequenter, die Abschaffung der Zivilehe zu fordern.

Doch die Grünen wollen dies aus ideologischen Gründen nicht. Sie wissen nämlich, dass die Ehe die Keimzelle einer bürgerlichen und vor allem einer christlichen Gesellschaft ist. Beides hassen sie. Für sie ist es deshalb besser, die Ehe zu entstellen und zu einer grotesken Karikatur ihrer selbst umzugestalten.

Die gesamte Politik der Grünen ist getrieben von dieser Ideologie und strebt die Auflösung der bürgerlichen Gesellschaft an. Um das zu erreichen, muss vorher die Zerstörung von Ehe und Familie vollbracht werden.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und publiziert regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


„Ehe für alle“-Initiative von Dirk Ludigs will „Druck auf die Politik“ erhöhen

Von Felizitas Küble

Eine aktuelle Pressemitteilung der schwul-lesbisch-„queeren“ Initiative „Ehe für alle“ wartet jetzt mit dem bombastischen Titel auf: „Größtes Bündnis der LSBTI-Geschichte in Deutschland gegründet: Initiative EheFürAlle erhöht den Druck auf die Politik“ 159481-3x2-teaser296

Nach der Irland-Abstimmung hätten sich, so heißt es weiter,  bislang 22 Gruppen, Vereine und Verbände in Deutschland zur Initiative „EheFürAlle“ zusammengeschlossen.“

Der Sprecher dieses Bündnisses, Dirk Ludigs, erklärt dazu: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit koordinierten Aktionen den gesellschaftlichen Druck auf den Bundestag und die Kanzlerin zu erhöhen, bis die Ehe endlich auch in Deutschland für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird.“

Man darf sich aber wundern, denn mit Dirk Ludigs steht jetzt ausgerechnet jener schwule Publizist und Aktivist an vorderster Front pro „Ehe für alle“, der sich bislang ganz anders positionierte:

Ludigs schrieb in den letzten Jahren mehrfach gegen eine Einführung der „Homo-Ehe“, weil ihm diese Vorstellung viel zu verbürgerlicht bzw. zu wenig „queer“ und „bunt“ etc. erschien.

Dirk Ludigs contra Ehe für Homosexuelle

So äußerte er sich z.B. in diesem Artikel vom 13.11.2013 auf der homosexuell orientierten Webseite „Siegessäule“ eindeutig ablehnend zum Thema gleichgeschlechtliche Ehe:

„Es wird sie schon alleine deshalb nicht geben, weil jeder der sie fordert, das Wesen der LGBTI*-Welt von Grund auf verkennt. Sie ist eben queer, bunt, verschieden und bis zum Platzen voll mit unterschiedlichsten Individuen.

Sie ist in sich schon eine fragile Koalition der Andersartigen, die weder durch eine Religion, noch politische Überzeugung und schon gar nicht durch einen gemeinsamen Lebensentwurf zusammengehalten wird. Sie ist polymorph, pervers und in ihr streiten queere Studierende um Genderfragen, outen sich lesbische Verlegerinnen als Ehegegnerinnen und streiten Transgender sich mit Transsexuellen um das Für und Wider von Anpassungs-OPs.“

Ähnlich argumentierte Ludigs im schwulen Portal „Du & Ich“, als er dort in einem Artikel u.a. den grünen Politiker Volker Beck kritisierte:

„Vielen vor allem linken und alternativen Bewegten war seine Fixierung auf die Homo-Ehe zutiefst suspekt, sein Bild des „normalen Schwulen“, das er so sehr abgab wie propagierte, drohte in deren Augen alternative Lebensentwürfe wie den des promisken Szeneschwulen erneut an den gesellschaftlichen Rand zu drängen, von dem aus man sich für sein Verhalten erneut zu rechtfertigen hätte.“ pressefotoberger11

David Berger übt Kritik an Äußerungen Ludigs

Der homosexuelle Philosoph und bekannte Publizist Dr. David Berger (siehe Foto) äußerte sich in einem Beitrag vom 15.4.2015 im Debattenmagazin „The European“ kritisch über problematische Äußerungen dieses umtriebigen Aktivisten:

„Ludigs war einst Chefredakteur der inzwischen eingegangenen Homo-Magazine „Du&Ich“ und „Front“ und ist heute als Kolumnenautor bei dem bereits erwähnten Magazin „Siegessäule“ tätig.

Der Autor forderte noch vor gut einem Jahr in einem schwulen Lifestylemagazin, die heutigen Schwulen mögen doch bitte wieder mehr Verständnis für Pädosexuelle aufbringen. Denn: „Die heute gängige Pawlow’sche Distanzierung der Grünen und der Schwulenbewegung“ von der gemeinsamen Vergangenheit mit den Pädosexuellen sei „unanständig“ und leiste „der Dämonisierung einer sexuellen Minderheit Vorschub“.

„Waldschlösschen“ gehört ebenfalls zur Aktionseinheit

Zudem erstaunt es, daß die neue Initiative „Ehe für alle“ ausgerechnet das sog. „Waldschlösschen“ in die Schar seiner Unterstützer aufgenommen hat.

Zu dieser  –  auch mit Steuergeldern finanzierten  –  Gruppierung  schrieb Dr. Berger in dem zuvor erwähnten Artikel:

„Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte im vergangenen November in einem großen Beitrag auf die „unklare Positionierung“ der schwulen Tagungsstätte im Hinblick auf Sympathien für Pädosexualität hingewiesen.

Daraufhin erfolgt vonseiten des Stiftungsrats der Volkshochschule, zu dem auch der Grünen-Politiker Jürgen Trittin gehört, – wohl auf dessen Betreiben – eine Stellungnahme, nach der die Strafbarkeit von sexuellen Handlungen mit Kindern für die Akademie „außer Frage stehe“.

Interessanterweise wurde die Stellungnahme offensichtlich, nachdem der Presserummel verstummt war, wieder aus dem Netz genommen. (…) Die einzige nennenswerte Aktion des BLSJ der letzten Jahre trägt bezeichnenderweise den Titel „Waldschlösschenappell“.

Felizitas Küble leitet beruflich den KOMM-MIT-Jugendverlag und ehrenamtlich das Christoferuswerk eV in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Die EHE besteht zwischen Mann und Frau – Nein zur Einführung der „Ehe für alle“

Hedwig von Beverfoerde

Wer die Ehe umdefiniert, raubt dem Kind sein natürliches Recht auf Vater und Mutter. Birgit Kelle, die Vorsitzende von „Frau 2000plus“, sagt mit Recht: 

Foto: Blog "Freie Welt"„Wer die „Ehe für Alle“ fordert, wird sich bald noch wundern, was dann alles gern Ehe sein würde. Wer einmal glaubt, Ehe umdefinieren zu können, der wird es auch ein zweites, drittes oder vielfaches Mal tun.“

Motiviert durch das Votum der Iren zur „Homo-Ehe“ versuchen jetzt auch bei uns gut vernetzte Gruppen den Durchmarsch. Zigtausend Unterzeichner fordern von Bundeskanzlerin Merkel die „Ehe für alle“. Mehrere rot-grün regierte Bundesländer haben eine Bundesratsinitiative zur „Öffnung“ der Ehe angekündigt.

Jedes Kind hat ein Recht auf Vater und Mutter. Denn es ist unsere Natur, daß der Mensch aus dem Liebesakt eines Mannes mit einer Frau gezeugt wird. Die Ehe bildet dafür seit jeher den verbindlichen Rahmen – in allen Gesellschaften, Kulturen und Religionen.

EHE: Keimzelle der FAMILIE  – Familie: Keimzelle des STAATES

Die Ehe ist Keimzelle der Familie und damit Keimzelle des Staates. Allein aus diesem Grund stellt unser Grundgesetz Ehe und Familie unter den besonderen staatlichen Schutz und nicht um andere Lebensgemeinschaften zu diskriminieren. P1000834

Das Grundgesetz hat die Ehe nicht geschaffen und nicht definiert. Das Wesen der Ehe als Lebensbund zwischen Mann und Frau ist vorstaatlich und kann weder von Parlamenten noch von zeitgeistigen Strömungen verändert werden.

Selbstverständlich können auch nichteheliche Partner, gleichgeschlechtliche Personen, besondere Gemeinschaften, Freunde, die Großfamilie oder gute Nachbarn Verantwortung füreinander übernehmen.

In Deutschland hat Rot-Grün im Jahr 2001 eigens für homosexuelle Partnerschaften, in Abgrenzung zur Ehe, ein neues Institut, die Eingetragene Lebenspartnerschaft, geschaffen. 14 Jahre später genügt dies offenbar nicht mehr. Jetzt fordern sie plötzlich die „Ehe für Alle.“

Das staatliche Institut Ehe für gleichgeschlechtliche Verbindungen zu „öffnen“ wäre ein gigantischer Etikettenschwindel. Dort wo „Ehe“ drauf steht, wäre nicht mehr Ehe drin. Es wäre nur eine Frage der Zeit, wann die Ehe für weitere Konstellationen des Zusammenlebens „geöffnet“ würde, wenn sich dafür nur eine Lobby findet.

Die Ausbreitung der Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in zahlreichen  Bildungsplänen unseres Landes zeigt anschaulich, wohin die Reise gehen würde.

Eine „Öffnung“ der Ehe hätte in jedem Fall gravierende rechtliche Konsequenzen. Da auch gleichgeschlechtliche „Ehepartner“ ein Recht auf eigene Kinder geltend machen, wären Volladoption, künstliche Befruchtung und – besonders verwerflich – Legalisierung der bei uns strafbaren, da zutiefst menschenunwürdigen Leihmutterschaft zwingende Folge.

Das natürliche Recht des Kindes auf Vater und Mutter würde damit abgeschafft. Dies dürfen wir nicht zulassen!

Hier geht es zur Unterschriften-Petition EHE BLEIBT EHE: http://www.citizengo.org/de/24468-ehe-bleibt-ehe?m=5&tcid=13097272


Katholikenprotest: Empörung über maßlose Forderungen des ZdK-Papiers hält an

Mathias von Gersdorff Dieser Blog zeigt, zu welchem Irrsinn Grüne, Gender-Ideologen, Linkskatholiken usw. fähig sind.

Das jüngste ZdK-Papier hat offenbar das Fass zum Überlaufen gebracht. Die maßlosen Forderungen nach Segnungen für nicht-eheliche und homosexuelle Partnerschaften, nach Akzeptanz außerehelicher Sexualität, nach einer moralischen Neubewertung von künstlichen Verhütungsmittel usw. trieben viele Katholiken auf die Barrikaden. 

Im Internet kannte die Empörung über die arroganten ZdK-Funktionäre keine Grenzen. Die Blogosphäre kochte vor Wut.

Am Montag (11. Mai) protestierte der Bischof von Passau, Stephan Oster, gegen das ZdK-Papier. Oster bekam heftigen Widerspruch vom ZdK. Doch damit gaben sie der Protestwelle noch mehr Treibstoff hinzu.

Am 13. Mai 2015 versuchte Bischof Overbeck von Essen, die Gemüter zu besänftigen und erklärte, Segnungen von homosexuellen und sonstigen nicht-ehelichen Partnerschaften seien unmöglich. Zudem sagte er, man solle von der Familiensynode im Herbst 2015 „keine Wunder erwarten“. IMG_20140601_122952

Am Donnerstag begann die Synode des Bistums Trier zu tagen. Auch dort standen homosexuelle Partnerschaften und Familie auf der Tagesordnung. In Twitter wurde über Kardinal Burke und Bischof Oster gewitzelt.

Am 15. Mai lancierte Kardinal Marx (siehe Foto) seine Rüge gegen das ZdK: „Forderungen theologisch nicht akzeptabel“.

Am 16. Mai solidarisieren sich fünf Bischöfe mit Bischof Oster: Konrad Zdarsa (Augsburg); Gregor Hanke (Eichstätt), Wolfgang Ipolt (Görlitz), Rudolf Voderholzer (Regensburg) und Friedhelm Hoffmann (Würzburg):

„Deinen Ausführungen zur Lehre über das christliche Menschenbild hinsichtlich seiner Bedeutung für das Frausein und Mannsein, vor allem in seiner Bedeutung für die christliche Ehe, schließen wir uns voll und ganz an, gründen sie doch in der Lehre Jesu in der Schrift und in der Tradition der Kirche.“ 

Am Ende der Synode des Bistums Trier spricht sich Bischof Ackermann gegen Segnungen und Akzeptanz homosexueller und sonstiger Partnerschaften aus.  bischof

Der neue Erzbischof von Freiburg, Stephan Burger, erklärt am 15. Mai 2015 in einem Gespräch mit der Badischen Zeitung, Bistümer dürften keine Sonderwege gehen und die Familiensynode im Oktober 2015 hätte einen rein beratenden Charakter. Die endgültigen Entscheidungen liegen beim Papst.

Diese Stellungnahmen steht in scharfem Kontrast mit der Ankündigung von Kardinal Marx, einen eigenen Pastoralen Weg zu wählen („Wir sind keine Filiale von Rom“).

Nach dieser Woche zeigt sich die deutsche Delegation für die Familiensynode im Oktober 2015 noch isolierter, als sie es im Weltepiskopat ohnehin schon war. Nun kann sie nicht einmal behaupten, dass ein relevanter Teil des deutschen Episkopats hinter ihr steht.

Die deutsche Delegation ist im Grunde völlig delegitimiert. Aus heutiger Sicht ist nicht zu erblicken, wie sie irgendeinen Einfluss entfalten kann.

Sie könnte das Themenspektrum ganz eng auf die Problematik der wiederverheirateten Geschiedenen zu reduzieren versuchen.

Doch das ist schwierig: Zu viele im Weltepiskopat haben gemerkt, dass diese Frage ein Trojanisches Pferd der sexuellen Revolution in die Familiensynode war. Gerade deshalb wurde der Widerstand gegen Marx & Co. so heftig. Die Maßlosigkeit des ZdKs war geradezu die Bestätigung dieses Manövers. Es bleibt spannend.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die katholische Webseite „Kultur und Medien online“

Bischof Stefan Oster widerspricht dem ZdK

Passauer Oberhirte verteidigt biblische Sexualethik

Bischof Stefan Oster hat einen Vorstoß des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) scharf kritisiert, der u.a. eine Segnung von homosexuellen Paaren und von Partnerschaften nach einer Scheidung fordert. Bischof-Stefan-Oster-2481mk

Mit dieser Erklärung habe das ZdK „wesentliche Aspekte des biblischen Menschenbildes“ hinter sich gelassen, schrieb Oster auf seiner Facebook-Seite. Das Papier verlange „eine dramatische Veränderung von vielem bisher Gültigen im Blick auf die Themen Ehe und Sexualität“.

Das ZdK hatte in dem Papier „die vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und eine klare Positionierung gegen noch bestehende Ausgrenzungen und Abwertungen homosexueller Menschen“ gefordert. Der Kirche wurde „eine Weiterentwicklung von liturgischen Formen, insbesondere Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, neuer Partnerschaften Geschiedener und für wichtige Weichenstellungen im Familienleben“ empfohlen. BILD0230

Der Bischof kritisierte den Vorstoß des ZdK, eine Segnung von sozialen Beziehungen an „Werten des Zusammenlebens“ festzumachen. Diese gebe es schließlich zwischen allen anderen Menschengruppen, „sogar zwischen den Mitgliedern einer Gangsterbande“. Tatsächlich ginge es dem ZdK wohl eher darum, „die praktizierte Sexualität in nichtehelichen Beziehungen endlich gutheißen“ zu können, schrieb der Geistliche.

Dann aber stelle sich die Frage, warum der „geschützte Rahmen“, in dem die gelebte Sexualität aus Sicht des ZdK eingebettet sein solle, „eben nur von genau zwei Leuten, egal welchen Geschlechts“, ausgefüllt werden dürfe. Warum nicht auch von mehreren, „wenn sie sich sexuell und auch sonst gut verstehen?“

Schlußendlich sei nicht nachzuvollziehen, „warum vollzogener Sex außerhalb der Ehe nun neuerdings ein Segen sein soll, wo er 2000 Jahre lang aus der Sicht des Glaubens das Gegenteil davon war“.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de

Fotos: Bistum Passau / Evita Gründler


Rüstzentrum Krelingen: Evangelikale üben scharfe Kritik am EKD-(Anti-)Familien-Papier

Vernichtende Kritik an der umstrittenen „Orientierungshilfe“ der EKD zu Ehe und Familie üben Leitungspersonen des Geistlichen Rüstzentrums Krelingen bei Walsrode.

Das im Juni veröffentlichte Papier rückt von der traditionellen Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein Familienbild, das auch andere dauerhafte Lebensgemeinschaften, etwa homosexuelle Partnerschaften oder sog. Patchwork- bzw. „Flickenteppich-Familien“ einschließt. IMG_1468 (2)

„Was eine Orientierungshilfe sein sollte, sorgt bei vielen für Verwirrung“, schreibt der Leiter dieser größten pietistischen Einrichtung Norddeutschlands, der evangelische Pastor Martin Westerheide, im Informationsblatt „Krelinger Briefe“. Anpassung an die Lebenswirklichkeit sei für eine Kirche keine angemessene Reaktion.

Pfr. Westerheide hierzu: „Christen erwarten von ihrer Kirchenleitung, dass sie theologisch begründet Position bezieht.“

Christus bestätigt Ehe als Stiftung Gottes

Gerade in dieser Hinsicht ist das EKD-Papier aus Sicht des Leiters des Krelinger Studienzentrums, Pastor Manfred Dreytza, so irreführend, dass er rät, das Werk einzustampfen.

Als ein Beispiel aus dem theologischen Abschnitt des Papiers führt er die Aussage an, dass „ein normatives Verständnis der Ehe als ‚göttliche Stiftung’ und eine Herleitung traditioneller Geschlechterrollen aus der Schöpfungsordnung“ nicht „der Breite des biblischen Zeugnisses“ entspreche.

Pfr. Dreytza hält dem die Aussage des biblischen Schöpfungsberichtes entgegen, dass Gott den Menschen in der Polarität von Mann und Frau und die Ehe als ihre Verbindung erschaffen habe. Diese „Norm“ bestätige auch Christus: „Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau“ (Matthäus 19,4). Beim Apostel Paulus sei derselbe Ton zu hören, so Dreytza.

EKD-Familienpapier zündet „Nebelkerzen“

Ferner ist in der Orientierungshilfe zu lesen, dass die Ehe zwar „eine gute Gabe Gottes“ sei, aber  –  wie das Neue Testament angeblich zeige  –  „nicht als einzige Lebensform gelten kann“. An dieser Stelle zünde das Papier „Nebelkerzen“.

Pfr. Dreytza: „Denn mit der Begründung, Familie sei überall dort, wo Gemeinschaft in Fürsorge und Liebe gelebt wird, plädiert man für die Trauung oder Segnung auch homosexueller Partnerschaften.“   –  Dem könnten Christen in Bindung an Gottes Wort nicht zustimmen: „Wir können nicht segnen, was Gott nicht gesegnet hat.“

Eine Kirche, die das tue, werde an dieser Stelle „zum falschen Propheten“. Freilich stehe außer Frage, dass man homosexuell empfindenden Menschen vorurteilsfrei und offen begegne.

Quelle: http://www.idea.de


Dubiose Studie über „Homo-Kinder“ von 2009 ist weder repräsentativ noch wissenschaftlich

Weit über 90% der Befragten urteilten in eigener Sache

Die Befürworter der Freigabe des Fremd-Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Partner zitieren oft eine Studie von 2009. Sie wird nicht nur vom Deutschen Familienverband stark infrage gestellt.(…)

Die linksliberale Sozialdemokratin Zypries gab bei der Universität Bamberg und dem Bayerischen Staatsinstitut für Frühpädagogik in München eine bundesweite Studie über die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Verbindungen in Auftrag.

2007 und 2008 waren 1059 Eltern in homosexuellen Gemeinschaften (866 davon lebten in eingetragenen Lebenspartnerschaften) befragt worden. Das Resultat lautete: Das Kindeswohl (worauf es bei der Adoption entscheidend ankommt) sei bei einem homosexuell lebenden Frauen- oder Männerpaar ebenso gut gewährleistet wie in einer Familie mit Mutter und Vater.(…)

Nur 95  –  zudem ausgewählte  –  Betroffene wurden befragt

Neben den 1059 homosexuellen Erwachsenen wurden seinerzeit 95 Kinder und Jugendliche (Durchschnittsalter: 14) zu zentralen Aspekten ihrer Entwicklung telefonisch befragt. iMA00238801

Hier setzt die Kritik an der Studie an. Sowohl der Deutsche Familienverband als auch das Institut für Jugend und Gesellschaft bemängeln, dass die befragten Kinder und Jugendlichen von ihren homosexuellen Eltern ausgewählt worden seien. 78 Prozent stammten aus einer früheren heterosexuellen Verbindung und hatten durchweg ihre ersten fünf Lebensjahre gemeinsam mit Mutter und Vater verbracht.

Dr. Christl Vonholdt (siehe Foto), Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin beim Institut für Jugend und Gesellschaft, wendet ein, dass die meisten befragten Kinder ihre leiblichen Eltern kannten. Die Stichproben seien somit nicht übertragbar auf Adoptivkinder, die von Geburt an bei einem fremden, homosexuellen Frauen- oder Männerpaar aufwüchsen.

Siegfried Stresing vom Dt. Familienverband sprach von einer „dubiosen“ Studie, die nicht dem Anspruch wissenschaftlicher Neutralität genüge.

Im „Spiegel“ wurde zuletzt ein Artikel einer internationalen Fachzeitschrift zitiert, wonach Studien wie diejenige von 2009 auf mehrdeutigen Daten beruhten, oft kurzfristig erhoben seien und zudem meist von homosexuell veranlagten Forschern stammten.

Quelle und vollständiger Text von Reinhold Michels in „Rheinische Post-online“: http://nachrichten.rp-online.de/politik/homo-ehe-streit-ums-kindeswohl-1.3464361

Foto: Bistum Regensburg