Israel: Ministerpräsident Netanyahu spricht dem Vater des ermordeten Araberjungen sein Beileid aus

Die israelische Polizei und die Israelische Sicherheitsagentur (ISA) haben am Sonntagmorgen (6.7.) mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit der Entführung und Ermordung von Muhammad Abu Khdeir (siehe Foto) aus dem Jerusalemer Stadtteil Shuafat festgenommen.  mkhdeir_jpg

Am heutigen Montag (7.7.) sprach der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu mit Hussein Abu Khdeir, dem Vater des ermordeten Jungen Muhammad Abu Khdeir.  Er übermittelte sein Beileid und sagte:

„Ich möchte in meinem und im Namen der Bürger Israels meine Empörung über die verachtenswerte Ermordung Ihres Sohnes aussprechen.

Wir haben sofort gehandelt, um die Mörder zu fassen. Wir werden ihnen den Prozess machen und sie mit der ganzen Härte des Gesetzes behandeln.

Wir verurteilen jede Brutalität; der Mord an ihrem Sohn ist abscheulich und kann von keinem Menschen toleriert werden.“

Der Ministerpräsident äußerte sich zudem während eines Besuches in Nof Ayalon bei einer der drei Familien der am 12. Juni ermordeten jüdischen Jungen. Er sagte dabei zur Ermordung des Palästinenserjungen:

„Der Familie Abu Khdeir möchte ich mein Beileid aussprechen. Ich versichere Ihnen, dass wir mit der ganzen Härte des Gesetzes gegenüber den Tätern dieses abscheulichen und verdammenswerten Verbrechens vorgehen werden. IMG_1016

Diese Mörder haben keinen Platz in der israelischen Gesellschaft. Das unterscheidet uns von unseren Nachbarn  –  dort werden Mörder wie Helden gefeiert und Plätze werden nach ihnen benannt.

„Jeden Ruf nach „Tod den Arabern“ werde ich ebenso verurteilen wie den Ruf „Tod den Juden“

Es ist nicht der einzige Unterschied zwischen uns. Wir werden den Aufwieglern den Prozess machen, während die Aufwiegelung in der Palästinensischen Autonomiebehörde über offizielle Kanäle und das Bildungssystem verbreitet wird…

Wir machen keinen Unterschied zwischen Terror und Terror und gegen beide werden wir mit harter Hand vorgehen. Jeden Ruf nach „Tod den Arabern“ werde ich ebenso verurteilen wie den Ruf „Tod den Juden“.

Wir werden nicht zulassen, dass die Extremisten diese Region in Brand setzen und mit Blutvergießen überziehen…Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln das Gesetz durchsetzen.

Ich rufe alle Seiten dazu auf, sich der Verantwortung zu stellen und nichts vorschnell zu unternehmen, das die Lage verschärfen könnte.

Ich bitte darum anzuerkennen, dass der Mord an Muhammad Abu Khdeir schnell aufgeklärt wurde. Ich habe die Polizei unmittelbar nach dem Mord angewiesen, dem Fall höchste Priorität zu geben und versprochen, dass wir neue Erkenntnisse umgehend veröffentlichen werden…

„Die Stärke des Gesetzes muß gewahrt sein“

Die Stärke des Staates Israel liegt darin, dass in ihm das Gesetz gewahrt wird, und dass jeder, der das Gesetz überschreitet, zur Rechenschaft gezogen wird. Mord ist Mord, Aufwiegelung ist Aufwiegelung, und beiden werden wir entschieden entgegen treten.

Ich glaube, dass sich alle Bürger Israels im Klaren darüber sind, dass die Ereignisse der vergangenen Tage die ohnehin komplizierten Verhältnisse, in denen wir leben, noch komplizierter machen.

Es ist in dieser Situation wichtig, die Kräfte zu vereinen, unseren Werten als jüdischer und demokratischer Staat entsprechend zu handeln, und gemeinsam jeden Versuch, die Ruhe und Sicherheit aller Bürger Israel zu gefährden, zu unterbinden.“

Quelle: Amt des israelischen Ministerpräsidenten / Israelische Botschaft in Berlin