Wo bleibt der Schutz für ungeborene Kinder?

Der evangelische Theologe Helmut Matthies (siehe Foto) ist Vorstandsvorsitzender der evangelikalen Nachrichtenagentur IDEA. Der lutherische Pastor war zudem jahrzehntelang Redaktionsleiter des Wochenmagazins idea-SPEKTRUM. Der Journalist lebt heute in Brandenburg an der Havel.

Sein Buch „GOTT kann auch anders“, das in zweiter Auflage im Fontis-Verlag erschienen ist, enthält bewegende Lebenserinnerungen und ist auch kirchenpolitisch sehr aufschlußreich.

Mit seiner freundlichen Erlaubnis dokumentieren wir hier vollständig seine Ansprache, die er am Samstag (18.9.) in Berlin bei der Kundgebung zum „Marsch für das Leben“ vor 4500 Teilnehmern gehalten hat:

Liebe Freunde des Lebens von Anfang bis zum letzten Atemzug!

Wir stehen hier an einem der historischsten Orte unseres Landes: am Brandenburger Tor. Wer heute – am 18. September – vor 32 Jahren gesagt hätte: „Die Mauer wird fallen!“ wäre in West-Berlin zum Psychiater geschickt worden. Auf der östlichen Seite hätte man ihn sofort verhaftet.

Dass die Todes-Mauer dann am 9. November 1989 wider Erwarten fiel, verdanken wir neben der Gnade Gottes besonders dem Mut vieler Christen in der DDR. Sie sind es gewesen, die vor allem gegen 40 Jahre Unrechtsregime aufgestanden sind.

DDR: Jedes 2. Kind wurde abgetrieben

Schweres Unrecht war in der DDR auch, dass fast jedes 2. Kind am Weiterleben gehindert wurde. Es wurde abgetrieben. So hieß es in der frei gewählten Volkskammer 1990. Auf jede der jährlich rund 200.000 Geburten kam eine Abtreibung. Für den atheistischen SED-Staat ist eben der Mensch vor der Geburt kein Mensch gewesen. Abtreibung gehörte zur sozialistischen Familienplanung.

Im Westen war Abtreibung zwar verboten, aber bei Notlagen – Indikation – erlaubt. So gab es sie auch dort hunderttausendfach.

Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 vollzog sich ein erbitterter Kampf in unserem Volk: Soll die Fristenlösung à la DDR oder die westliche Indikationslösung gelten?
1995 entschied sich dann der Bundestag für eine modifizierte Fristenlösung: Abtreibung ist rechtswidrig, bleibt aber in den ersten drei Monaten straflos, wenn sich eine Schwangere beraten ließ.

Eine unlogische Entscheidung

Was für eine unlogische Entscheidung! Wer falsch parkt, wird bestraft. Wer aber sein Kind im Mutterleib töten lassen will, darf das – unter bestimmten Bedingungen.

In der Präambel unseres Grundgesetzes steht: Alle Politik soll in Verantwortung vor Gott und den Menschen erfolgen! Wenn das nicht geschieht, wenn sich nicht jeder vor Augen führt, dass er einmal vor Gott Rechenschaft ablegen muss für das, was er getan und gelassen hat, dann sind beim Thema Lebensschutz dies die Folgen:

Es fehlen 2,5 Millionen Geschöpfe Gottes

Seit 1995 fehlen uns offiziell mehr als 2,5 Millionen Geschöpfe Gottes, weil sie abgetrieben wurden. Unser Staat hat diese schwerste Menschenrechtsverletzung mit bisher über 1.000 Millionen Euro – einer Milliarde Steuergeldern – subventioniert: Jedes Jahr 40 Millionen Euro.

Doch damit nicht genug: Ab nächstem Jahr sollen vorgeburtliche Bluttests sogar von den Krankenkassen bezahlt werden. Das wiederum dürfte zum Tod von noch mehr Kindern mit genetischen Besonderheiten führen.

Das Leben eines kleinen Menschen ist in unserem Volk mittlerweile weniger wert als das eines männlichen Eintagskükens! Das nämlich darf ab nächstem Jahr nicht mehr getötet werden.

Doch nicht nur an seinem Beginn ist der Mensch in Gefahr, auch an seinem irdischen Ende. So wurde im letzten Jahr vom Bundesverfassungsgericht auch die Beihilfe zum Suizid für rechtmäßig erklärt.

Welche Partei ist noch gegen Abtreibung?

Am 26. September ist Bundestagswahl. Alle Parteien im Parlament – außer CDU/CSU und AfD – fordern in ihren Programmen: Abtreibungen sollen noch mehr erleichtert werden.

Und was sagen die C-Parteien konkret? – Leider erwähnen sie nicht einmal mehr das Thema Lebensschutz.

Seit der Wiedervereinigung ist es also mit dem politischen Schutz des Lebens ständig weiter bergab gegangen. Doch resignieren hilft nie! Wenn es dunkel ist, ist es besser, ein kleines Licht zu entzünden, als die Dunkelheit zu bejammern.

Rufen Sie also Ihre Wahlkreiskandidaten für den Bundestag an! Jetzt hören sie Ihnen mehr zu als nach der Wahl.

Informieren Sie Ihre Freunde, Bekannten und Ihre Gemeinden über Abtreibung und über Hilfen für Schwangere und Mütter. Unterstützen Sie Lebensrechtsorganisationen!

Und genauso wichtig: Bieten Sie selbst an, zu helfen. Je mehr glaubwürdige Botschafter für ungeborene Kinder es gibt, umso eher bessert sich die Situation für sie.

Vom Segen eines Down-Syndrom-Kindes

Auf einer Familienfreizeit erlebte ich eine Mutter mit ihrer Tochter. Sie hat Down-Syndrom. Nach einer Woche reisten sie vorzeitig ab. Ich konnte die Mutter noch nach den Gründen fragen.

Der Leiter ihrer Gruppe in der heimatlichen Lebenshilfe hatte angerufen: „Bitte kommen Sie zurück. Wir brauchen unter den Schwerstbehinderten einen, der lächelt. Uns fehlt das strahlende Gesicht Ihrer Tochter. Sie ist unser Sonnenschein.“

Ja, alle Kinder sind wert-voll! Alle Kinder sind Ebenbilder Gottes!

Bitte kämpfen wir alle noch mehr für sie!

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Starkes Signal: Tausende Teilnehmer beim Marsch für das Leben in Berlin

…….Foto: Axel Nickolaus

Jugendgruppen, Familien, Senioren, Gemeinden, Busgemeinschaften, Gäste aus dem In- und Ausland:

Vor dem Brandenburger Tor, umrahmt von Ständen der Mitgliedsvereine im Bundesverband Lebensrecht, nahmen 4.500 Menschen aller Altersgruppen am Marsch für das Leben teil.

Seit Jahren sind Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft dabei, darunter die Bischöfe Voderholzer aus Regensburg (siehe Foto) und Ipolt aus Görlitz, der Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter, Vertreter der orthodoxen Kirchen oder Johannes Singhammer (CSU), ehem. Bundestagsvizepräsident.

Viele weitere Persönlichkeiten unterstützen den Marsch durch Grußworte, u.a. Christine Lieberknecht (CDU), frühere Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen.

„Kinder wurden am Weiterleben gehindert.“ – So bezeichnete man in der DDR-Diktatur die Abtreibung. Über die Folgen sprach Helmut Matthies, Journalist und Vorsitzender von IDEA als Auftakt zum einstündigen Podium vor dem Demonstrationszug durch die Stadt.

Wie wichtig eine zugewandte Palliativversorgung ist und wie unmenschlich das Angebot von assistiertem Suizid, verdeutlichte Dr. Eissing von der Hospizbewegung Papenburg.

Die Lebensrechtsbewegung ist jung und kreativ. Sabina Scherer berichtete über ihre Motivation, den Podcast „Zellhaufen“ ins Leben zu rufen, die Jugend für das Leben wächst stetig, u.a. mit Pro-Life-Touren und -Kongressen.

Eine junge Studentin trug einen selbstverfassten, tiefgehenden Poetry Slam aus Sicht eines Kindes vor der Geburt vor.

Und die Lebensrechtsbewegung ist international: So wurde eine Fahne vorgestellt, die mit der pink-blauen Abbildung von kleinen Füßen, schon lange ein Symbol der Lebensrechtsbewegung, Verbreitung findet.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Band Gnadensohn und der blinden Sängerin Bernarda Brunovic begleitet. Im Anschluss an das Podium folgte ein zweistündiger, friedlicher Demonstrationszug durch die Berliner Innenstadt.

Die Botschaft an die Politik: Bei allem, was Sie entscheiden, prüfen Sie, ob diese Entscheidung mit der Menschenwürde jedes Menschen von der Zeugung bis zum Tod vereinbar ist. Mit einem Aufruf, dies auch den eigenen Bundestagskandidaten in Erinnerung zu rufen, und der Einladung zum nächsten Marsch für das Leben am 17.09.2022 endete eine große, mutmachende Veranstaltung.

Ein Mitschnitt kann auf der Facebook-Seite „Bundesverband Lebensrecht e.V.“, bei EWTN und auf YouTube abgerufen werden.

Quelle: Pressemeldung des Bundesverband Lebensrecht e.V.
www.bundesverband-lebensrecht.de


17. Marsch für das Leben und 20 Jahre BVL

Bereits zum 17. Mal findet am kommenden Samstag, dem 18.9.2021, der Marsch für das Leben in Berlin statt, der 2002 als „1000 Kreuze für das Leben“ begann.

Über die Jahre wurde aus dem Bundesverband Lebensrecht (BVL) eine der wichtigsten Stimmen für das Lebensrecht aller Menschen von der Zeugung bis zum Tod, aktuell mit 15 Mitgliedsvereinen und über 20.000 direkten Mitgliedern.

Das traditionelle „Pro Life-Wochenende“ im September wird am Freitag, dem 17.9.2021, mit einer Fachtagung eingeläutet, diesmal zum Thema Reproduktionsmedizin. Die Fachtagung wird auch im Livestream übertragen (https://youtu.be/4pfpTXIQzHU).

Der Marsch für das Leben am Samstag beginnt um 13 Uhr auf dem Platz des 18. März (vor dem Brandenburger Tor) mit Musik der Band Gnadensohn und der Sängerin Bernarda Brunovic.

Der Leiter der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, Helmut Matthies, wird auf der Kundgebung ebenso sprechen wie junge Menschen mit beeindruckenden Ideen und Initiativen, ein Vertreter der Hospizbewegung und eine Hebamme, die über die wirkliche Lage von Frauen im Schwangerschaftskonflikt berichtet.

Auch diese Veranstaltung, zu der etwa 5.000 Teilnehmer erwartet werden, wird zusätzlich im Livestream (https://youtu.be/tkRoNm0rHWA) und bei EWTN übertragen.

Nach dem anschließenden Marsch für das Leben, dem Demonstrationszug durch Berlin, wird ein Ökumenischer Gottesdienst angeboten. Zelebranten sind der katholische Bischof von Görlitz, Ipolt, und Erzpriester Gačić von der serbisch-orthodoxen Kirche in Berlin.

„Eine Woche vor der Bundestagswahl ist ein guter Zeitpunkt, um auf die Bedeutung und Gefährdung der Basis unseres Grundgesetzes aufmerksam zu machen“, sagte Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des BVL, heute in Berlin:

„Viele Themen stehen auch im neuen Bundestag zur Debatte an: Abtreibung und das Werbeverbot für Abtreibung, der assistierte Suizid, die Reproduktionsmedizin. Gemäß Artikel 1 Grundgesetz muss die Würde des Menschen an oberster Stelle stehen – und zwar aller Menschen, auch der Kinder vor der Geburt und der Menschen am Lebensende oder in suizidalen Lebenssituationen.“

Unterstützung erfahren die Anliegen des Marsches für das Leben durch die Teilnehmer aus Gesellschaft, Kirche und Politik sowie durch viele Grußworte.

So widerspricht Bischof Bätzing, Vositzender der Deutschen Bischofskonferenz „mit allem Nachdruck der Auffassung des EU-Parlaments, dass die Abtreibung ungeborener Kinder ein Menschenrecht darstellt“.

Metropolit Augoustinos, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, schreibt: „Viele [unserer Mitglieder] haben einen Migrationshintergrund und bringen aus ihren Heimatländern insbesondere auch die Botschaft von der unabdingbaren Heiligkeit des menschlichen Lebens von seiner Entstehung bis zum physischen Tod mit.“

Ansgar Hörsting, Präses der FeG (Freien evangelischen Gemeinden), verweist auf die Kultur des Lebens: „Eine Kultur für das Leben teilt Menschen nicht ein in solche, die es wert sind, und andere, die es nicht wert sind zu leben.“

„Hierzu gehört, denen eine Stimme zu geben, die der Macht anderer ausgeliefert sind, ohne dass sie gehört werden können“, betont der Apostolische Nuntius Eterović in seiner Grußbotschaft.

Eine Auswahl der Stellungnahmen findet sich auf www.marsch-fuer-das-leben.de.


Pakistan: Über 30 Islamkritiker in Todeszellen

Angeklagtes Ehepaar freigesprochen

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) begrüßt den Freispruch des pakistanischen Ehepaars Shafqat Emmanuel und Shagufta Kausar durch den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof in Lahore, der am Donnerstag bekannt wurde.

Das Gericht ordnete zudem die Freilassung der beiden Christen an, die bislang noch nicht erfolgt ist. Die Eheleute saßen sieben Jahre in Erwartung der Todesstrafe hinter Gittern:

Ein Richter in der Stadt Toba Tek Singh (Provinz Punjab) hatte am 4. April 2014 wegen des Vorwurfs der Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed und der Verunglimpfung des Koran die Todesstrafe verhängt.

Sie sollen am 18. Juli 2013 SMS-Mitteilungen, die den Propheten Mohammed und den Koran verunglimpfen, an den muslimischen Geistlichen Mohammed Hussain verschickt haben.

Der inzwischen 50-jährige Shafqat Emmanuel war seit einem Unfall im Jahr 2004 ab der Hüfte gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Der Hausmeister sei kaum des Lesens und Schreibens mächtig, argumentierte sein Verteidiger. Seine Frau Shagufta arbeitete als Putzfrau. Das Paar hat vier Kinder im Alter zwischen zwölf und 20 Jahren.

Die SMS-Mitteilungen gingen vom Mobiltelefon der Frau aus, das sie einen Monat zuvor verloren hatte. Beobachter hielten es für möglich, dass jemand die in gutem Urdu – der Amtssprache – verfassten Botschaften gesendet hat, um dem Ehepaar zu schaden. Die beiden Verurteilten können aber nicht Urdu schreiben.

Die IGFM benannte die Eheleute zusammen mit der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA im Mai 2014 zu Gefangenen des Monats.

Mehr als 30 Menschen sitzen zurzeit wegen Blasphemie in pakistanischen Todeszellen. Bisher wurde kein wegen Blasphemie Verurteilter vom Staat hingerichtet. Allerdings gehen verschiedene Quellen von über 75 (seit 1987) außergerichtlich Getöteten aus.

Die zitierte EU-Resolution erwähnt den diesbezüglichen Lynchmord an dem muslimischen Studenten Mashal Khan – angeblich ein Ahmadiyya-Moslem – im April 2017. Ahmadiyya-Muslime werden in Pakistan besonders häufig Opfer religiös motivierter Gewalt und der Blasphemie beschuldigt.

Im April dieses Jahres kritisierte das Europäische Parlament in einer Resolution Pakistan wegen seines Umgangs mit religiösen Minderheiten, insbesondere die Instrumentalisierung der drakonischen Blasphemie-Gesetze. Es forderte die sofortige und bedingungslose Aufhebung des skandalösen Urteils gegen Emmanuel und Kausar.

„Der Fall zeigt, dass internationale Appelle ihre Wirkung nicht verfehlen. Wir fühlen uns ermutigt, weiter energisch für die unschuldig wegen Blasphemie Inhaftierten einzutreten“, sagt Michaela Koller (siehe Foto), Referentin für Religionsfreiheit in der IGFM.

Weitere Infos zur Arbeit der IGFM


Evangelikale Kritik an Charismatiker Hinn

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Der Wolf im Maßanzug“ befaßt sich die evangelische, theologische konservative Zeitschrift IDEA mit dem bekannten Starprediger Benny Hinn (siehe Titelfoto).

Der US-amerikanische Vertreter eines „Wohlstandsevangeliums“ habe – so die evangelikale Zeitschrift in ihrer Ausgabe Nr. 8/2021 – mit seinen „Heilungskreuzzügen“ ein finanzielles Vermögen geschaffen (laut Wirtschaftsmagazin „Forbes“ besitzt er 42 Millionen US-Dollar).

Hinn behauptet, durch seine euphorischen Massenveranstaltungen seien tausende Kranke geheilt worden, wobei er sich auf die Kräfte des „Heiligen Geistes“ und angebliche biblische „Verheißungen“ beruft.

Allerdings widerspricht sein Neffe Costi Hinn diesem Selbstlob und erläutert in einer Neuerscheinung, dem Prediger sei es vor allem um seinen persönlichen Gewinn und Vorteil gegangen. Näheres dazu schreibt der Autor in seinem Buch „Gott, Gier und Geld“ aus dem evangelischen CLV-Verlag.

Er wirft seinem Onkel vor, arme Menschen ausgebeutet zu haben, um selber reich zu werden – und dies mit Verweis auf das von ihm propagierte „Wohlstandsevangelium“, das in einem erheblichen Teil der charismatischen Bewegung seit Jahrzehnten weit verbreitet ist.

Vor über einem Jahr, am 7. Januar 2020, haben wir in unserem CHRISTLICHE FORUM über die skeptischen Äußerungen von Costi Hinn berichtet: https://charismatismus.wordpress.com/2020/01/07/costi-hinn-neffe-eines-charismatischen-star-predigers-findet-zum-nuechternen-glauben/

Nach Erscheinen seines Buches liegen nun weitere Informationen vor.

Vor rund 10 Jahren erschien im CHRISTLICHEN FORUM ein Artikel, in dem wir uns mit Benny Hinn befaßt und hierbei das von ihm – wie von vielen Charismatikern – praktizierte „Ruhen im Geist“ kritisiert haben: https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/08/benny-hinn-der-charismatische-starprediger/

Unser damaliger Untertitel lautete daher ironisch: „Benny Hinn – und Du bist hin!“

Gemeint ist damit ein tranceartikes Rückwärtsfallen nach einer „Segnung“ mit Handauflegung (oder mittels vermeintlicher „Geistaussendung“) durch einen Heilungsprediger. Das Phänoment ist auch als sog. „Toronto-Segen“ bekanntgeworden, weil es in Toronto während der 90er Jahre zu zahlreichen schwarmgeistigen Manifestationen kam.

Wir bezeichnen diesen Vorgang recht anschaulich als „Hammersegen“ und bestreiten die pfingstlerische Behauptung, es handle sich hierbei um eine „Taufe im Geist“ oder eine sonstige himmlische Gnadenbezeugung. Aus unserer Sicht wirkt der wahre Geist Gottes nicht ohne oder gar gegen den Verstand und auch nicht am menschlichen Bewußtsein vorbei.

Der Heilige Geist macht uns geistig wach – und legt uns nicht flach.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


7 Jahre Haft wg. Mordplan gegen Islamkritiker

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat ein mutmaßliches Mitglied einer IS-Terrororganisation zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Gerichts hervor.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 30 j. gebürtige Tadschike aus Wuppertal zusammen mit anderen IS-Anhängern die Ermordung des zum Christentum konvertierten Islamkritikers Amir Arabpour geplant hatte.

Der Angeklagte hatte 2019 zusammen mit Komplizen eine islamische Terrorzelle gegründet. Von einem IS-Führer aus Afghanistan erhielten sie den Auftrag, Arabpour zu ermorden, weil dieser in YouTube-Videos den Koran angezweifelt hatte.

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: https://www.idea.de/spektrum/gericht-is-terrorzelle-wollte-islamkritiker-ermorden

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Pakistan: Christ von Todesstrafe bedroht

Zum „Gefangenen des Monats November 2020“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die evangelische Nachrichtenagentur IDEA den pakistanischen Christen Asif Pervaiz benannt. 

Der 37-jährige Fabrikarbeiter sitzt seit 2013 hinter Gittern und wurde am 8. September 2020 von einem Gericht in Lahore zum Tode verurteilt, weil ihn sein ehemaliger Vorgesetzter in der Strumpfwarenfabrik am 2. Oktober 2013 wegen Blasphemie („Gotteslästerung“ = Islamkritik) angezeigt hatte.

Sein ehemaliger Chef wirft Pervaiz vor, sich in mehreren Textnachrichten per Handy herablassend zum Islam – insbesondere über Mohammed – geäußert zu haben. Der Christ wehrt sich gegen diese Vorwürfe und schildert sie als Revanche.

Er habe sich vielmehr gegen das Ansinnen seines Chefs zur Wehr setzen müssen, zum Islam überzutreten. Weil ihm das Drängen zusetzte, habe er sogar seinen Job aufgegeben. Erst daraufhin habe der ehemalige Vorgesetzte ihn der Blasphemie bezichtigt.

Für die Beleidigung Mohammeds ist gemäß des pakistanischen § 295 C die Todesstrafe vorgesehen. Nachdem die Blasphemievorwürfe gegen ihn bei der Polizei bekannt geworden waren, floh Asif Pervaiz und versteckte sich. Laut Schilderungen aus dem Familienkreis prügelten Polizisten schließlich so lange auf einen Freund des Gesuchten ein, bis er dessen Versteck preisgab.

HIER die Quelle und wichtige Aktionstips, um Asif zu helfen: http://www.akm-online.info/


NORDKOREA: Evangelischer Missionar aus Südkorea seit Ende 2014 inhaftiert

Als „Gefangenen des Monats Juni“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die evangelische Nachrichtenagentur IDEA den in Nordkorea inhaftierten Pastor Kim Kuk-gi benannt.

Der Südkoreaner (siehe Foto), der zur reformierten Presbyterianischen Kirche gehört, ist bereits seit Dezember 2014 inhaftiert.

Erst am 26. März 2015 gab die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA bekannt, dass er und der Geschäftsmann Choe Chun-gil verhaftet wurden. Die Umstände der Festnahmen sind ungeklärt. 

Die kommunistischen Machthaber warfen beiden Männern vor, „ruchlose Terroristen“ zu sein, die auch für den südkoreanischen Geheimdienst spioniert und große Mengen Falschgeld in Umlauf gebracht hätten. Darüber hinaus hätten sie sich an einer Schmutzkampagne gegen Nordkorea beteiligt. Kim hielten die Behörden ferner vor, religiöse Propaganda einer Untergrundkirche verbreitet zu haben. 

Der IGFM zufolge entbehren die Vorwürfe jeglicher Grundlage.

Nach ihren Angaben wurde der Pastor so stark unter Druck gesetzt, dass er sich im Mai 2015 auf einer inszenierten Pressekonferenz selbst der Spionage bezichtigte. Der staatliche Fernsehsender KCTV berichtete im Monat darauf, dass Pastor Kim vor dem Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt Pjöngjang zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Er wirkte seit 2003 als Missionar in der chinesischen Grenzstadt Dandong. Dort half er auch nordkoreanischen Flüchtlingen, insbesondere obdachlosen Kindern. Er versandte zudem Hilfsgüter nach Nordkorea. Diese ostasiatische Diktatur gilt als das Land, in dem Christen am schärfsten verfolgt werden. 

Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Briefen zur sofortigen Freilassung des Pastors aufzufordern. 

Quelle und weitere Infos hier: http://www.akm-online.info/

Fotos: IGFM


Vietnam: Evang. Pastor von sozialistischem Staat zu 12 Jahren Haft verurteilt

Als „Gefangenen des Monats Juni“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den vietnamesischen Pastor Nguyen Trung Ton benannt. Sie rufen dazu auf, für ihn einzutreten und zu beten.

Der evangelische Christ (siehe Foto) setzt sich seit vielen Jahren unter persönlichen Opfern für umfassende Religionsfreiheit in seinem Heimatland ein, das sozialistisch-kommunistisch regiert wird.

Seit dem 30. Juli 2017 sitzt er zum zweiten Mal hinter Gittern.

Bereits im Jahr 2011 war er zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher „Propaganda gegen den Staat“ verurteilt worden. Während dieser Haftzeit im März 2011 war er erstmals „Gefangener des Monats“.

Nach seiner Haftentlassung drohten ihm Sicherheitskräfte. Dennoch setzte er sich weiter beharrlich für die Menschenrechte ein. Im April vorigen Jahres kam es zu einer erneuten Verurteilung, diesmal zu zwölf Jahren Haft. Das Urteil wurde bereits im Juni 2018 durch eine höhere Gerichtsinstanz bestätigt.

Insbesondere wegen seines Engagements für Religionsfreiheit werden dem Pastor „umstürzlerische Aktivitäten“ vorgeworfen. Die kommunistischen Ermittlungsbehörden verweigerten Nguyen Trung Ton die Verteidigung durch einen Anwalt. Erst ein halbes Jahr nach der Inhaftierung durfte er seine Familie sehen.

Inzwischen befindet er sich in einem Straflager, wo ihm trotz ernsthafter gesundheitlicher Probleme medizinische Versorgung vorenthalten wird.

Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Pastor Ton zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben an die genannten Stellen schicken. – Näheres siehe HIER: http://www.akm-online.info/index2.html


Linksradikale verhindern Lebensrechts-Vortrag des Gynäkologen Dr. Kiworr

Muslimischer Gastronom von Ultralinken bedroht

Linke Randalierer haben einen für den 8. Mai geplanten Vortrag des Mannheimer Gynäkologen Dr. Michael Kiworr in Göttingen durch massive Störungen verhindert. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur IDEA.

Dem Bericht zufolge sollte Kiworr, der auch Mitglied der „Ärzte für das Leben“ ist, auf Einladung der christlichen Hochschulgruppe „Reformatio 21“ über das Thema „Ein Baby im Bauch – ein Recht auf Leben?“ sprechen.

Wie ein Sprecher der Hochschulgruppe, Friedhelm Appel, IDEA mitteilte, habe es bereits im Vorfeld Proteste gegeben. So habe die „Alternative Linke Liste Göttingen“ die Universität aufgefordert, keinen Raum für den Vortrag zur Verfügung zu stellen.

Wie IDEA weiter berichtet, lehnte die Präsidentin der Universität Göttingen, Prof. Ulrike Beisiegel, eine Raum-Anfrage der christlichen Gruppe mit der Begründung ab, sie gehe davon aus, dass es bei der Veranstaltung „vornehmlich um persönliche Wertungen, Vorstellungen und Sichtweisen des Referenten“ gehe.

Reformatio 21 schrieb daraufhin in einem Offenen Brief, es sei problematisch, „wenn bestimmte Gruppen einer Universität auf dem einen oder anderen Auge blind sind und dann entsprechend ihrer Ideologieversessenheit Rundumschläge austeilen“. Reformatio 21 biete darüber hinaus Veranstaltungen zu vielen Themen an, etwa zu Flucht und Migration und zur Finanzwirtschaft.

Auch Kiworr wandte sich mit einem Offenen Brief an die Universitätspräsidentin und verwies darauf, dass „der Einsatz für einen besseren Lebensschutz noch nicht geborener Kinder Verfassungsauftrag ist und zukunftsgewandt“.

Angesichts des großen öffentlichen Drucks habe Reformatio 21 nach der Absage der Universität zunächst keinen Raum für die Veranstaltung gefunden. Ein muslimischer Gastronom habe schließlich seine Bar zur Verfügung gestellt.

Obwohl der Ort erst kurz vor Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben wurde, hätten laut Appel etwa 80 Aktivisten in und vor der Bar „blockiert, geschrien und randaliert“. „Wir haben die Veranstaltung dann abgesagt, auch aus Rücksicht auf den Wirt.“Wie IDEA weiter berichtet, sei der muslimischer Wirt im Vorfeld der Veranstaltung telefonisch bedroht worden.

Quelle: ALFA-Newsletter