Mainz: Schnellere Identifikation von Krankheitserregern durch neues Verfahren

In Deutschlands Krankenhäusern zählen Infektionen zu den größten Herausforderungen. Ein Großteil hiervon machen die so genannten Sepsen aus –  umgangssprachlich auch als Blutvergiftung bezeichnet.

Laut einer Studie des Universitätsklinikums Jena erkranken bundesweit mehr als 320.000 Menschen – ein Viertel der Betroffenen stirbt an den Folgen.

Somit ist davon auszugehen, dass jährlich nahezu 16.000 Menschen in Rheinland-Pfalz an einer Sepsis erkranken. Umso schneller und effektiver der verantwortliche Keim bekämpft werden kann, umso rascher erholt sich der Patient.

Das bedeutet auch, dass lebensrettende Intensivbetten schneller wieder frei werden – angesichts der aktuellen Corona-Pandemie von maßgeblicher Bedeutung.

„Dank eines neuen Vertrags der Universitätsmedizin Mainz mit dem Software-Unternehmen Noscendo und der Techniker Krankenkasse (TK) kann nun ein neues softwarebasiertes Verfahren, welches aus einem speziellen Test und einer Erreger-Plattform besteht, zur Identifikation von Erregern eingesetzt werden“, freut sich Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung  in Rheinland-Pfalz.

Bislang haben die angewandten Methoden aufgrund von geringer Sensitivität und   Spezifität dem Arzt oft keine andere Möglichkeit gelassen, als den Patienten auf der Basis von Leitlinien, empirischer Therapie und eigenen Erfahrung zu behandeln  – und das, obwohl die richtige Antibiose für den richtigen Keim  lebensrettend ist.

Durch die Verwendung einer neuen Molekülklasse zur Pathogen-Identifikation ist es möglich, in einem ersten Schritt Infektionen im Blut, aber auch in anderen Körperflüssigkeiten höchst spezifisch und sensitiv nachzuweisen.

Dank des neuen Angebots können ansteckende Keime von jenen, die den Patienten nur besiedeln, unterschieden werden.

Quelle: Pressemeldung der Universitätsmedizin Mainz

 


Die Polizeigewerkschaft beklagt mangelnde Identifizierung von Zuwanderern

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat nach der Bluttat von Hamburg durch einen radikalisierten Täter Entsetzen und Trauer geäußert. Der Anschlag sei für die Opfer unvorhersehbar gewesen, ein wirksamer Schutz vor derartigen Gewaltausbrüchen sei nur schwer vorstellbar, sagt Bundesvorsitzender Rainer Wendt (siehe Foto) – und erklärt außerdem:

„Auch wenn der Täter im Visier der Sicherheitsbehörden war, bedeutet dies keinesfalls eine lückenlose Überwachung. Zigtausende Einsatzkräfte wären nötig, alle erkannten gefährlichen Personen zu beobachten, und dann wüssten wir immer noch nicht, ob es nicht weitere gibt…

Allein mit polizeilichen Mitteln und den Möglichkeiten der Verfassungsschutzbehörden sind die Gefahren nicht in den Griff zu bekommen, die von Menschen ausgehen, die sich zu einer solchen grausamen Tat entschließen und allein und unvorhersehbar handeln. Umso wichtiger ist es, im Vorfeld zu handeln.

Dazu zählt die eindeutige Identifizierung aller Personen, die nach Deutschland kommen. Diese Selbstverständlichkeit staatlichen Handelns ist nach wie vor nicht realisiert.

Außerdem erwarten die Menschen zur Gefahrenabwehr die engmaschige Beobachtung und notfalls Ingewahrsamnahme erkannter gefährlicher Personen. Wer ausreisepflichtig ist, hat in der Regel nichts zu verlieren. Kommen psychische Probleme oder radikale Auffassungen hinzu, wird daraus eine gefährliche Kombination, diese Personen dürfen eigentlich nie außerhalb des Blickfeldes der Sicherheitsbehörden sein…

EWer ausreisepflichtig und erwiesenermaßen gefährlich ist, darf nicht in Freiheit unter uns leben bleiben. Es muss Lösungen geben, diese Personen bis zum Wegfall der Abschiebehindernisse in staatlicher Obhut zu behalten. Diese Aufgabe liegt eindeutig bei der Politik, die gemeinsam mit der Justiz rechtsstaatliche und zwecktaugliche Instrumente entwickeln muss. Der Hinweis auf Polizei und Verfassungsschutz reicht dazu nicht.“  

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/neue-loesungen-zur-minderung-von-terrorgefahren-noetig/


Polizeigewerkschaft fordert Zuzugsbegrenzung und Kontrolle bei Migrantenströmen

In der Diskussion, wie mit Terror-Attacken wie der von Würzburg umgegangen werden soll, hat DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt gefordert, den Zuzug zu begrenzen, um wieder Kontrolle darüber zu gewinnen, wer nach Deutschland kommt. _SITE_MUNDO_4d95e5470607b

In der Sendung „Kontrovers“ im Bayerischen Rundfunk sagte Wendt: „Am Anfang sollte immer die Identitätsfeststellung stehen, dann erst kann mit der Integration begonnen werden.“

Über 70 Prozent der Flüchtlinge, die im letzten Jahr zu uns nach Deutschland gekommen sind, hatten keinen Pass dabei oder sind mit mehreren Identitäten unterwegs, erläuterte der Chef der Polizeigewerkschaft: „Das darf der Rechtsstaat nicht zulassen.“

Beitrag „Kontrovers“ im BR

Quelle: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/rainer-wendt-zuzug-begrenzen-um-kontrolle-zu-ermoeglichen/