Der Immunitätsausweis ist keine gute Idee

Von Felizitas Küble

Der eher linksliberal ausgerichtete „Tagesspiegel“ aus Berlin, im allgemeinen kaum rebellisch gegenüber der Bundesregierung eingestellt, spricht sich in einem heutigen Artikel entschieden gegen den „hochgradig problematischen“ Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Spahn aus, das Volk mit einem Immunitätsnachweis zu behelligen: https://www.tagesspiegel.de/politik/debatte-um-den-immunitaetsausweis-stoppt-spahns-gefaehrlichen-vorschlag/25797916.html

Unter dem Titel „Spahns gefährlichen Vorschlag!“ wird kritisiert, daß ein solcher Ausweis das Virus „zum Problem für die machen, die es noch nicht hatten“, denn immun sind nur jene, die schon Corona-infiziert waren.

Somit könnte ein solcher Nachweis für manche Leute eine Versuchung darstellen, sich absichtlich oder leichtfertig anzustecken, weil ihnen nach der Gesundung mehr Freiheitsrechte und Möglichkeiten zuständen (Reisen, Konzerte etc).

Dieses Vorhaben könne allenfalls für Fachpersonal in Kliniken oder Pflegeheimen erwogen werden, aber nicht für die ganze Bevölkerung, so der „Tagesspiegel“.

Dieser Immunitätsnachweis soll ab kommenden Donnerstag „möglichst schnell durch den Bundestag gepeitscht werden“.

Der Zeitungsbericht verweist zudem darauf, daß die Corona-Epidemie in Deutschland „recht moderat verläuft“  – und zwar vor allem „dank des vernünftigen Verhaltens weiter Teile der Bevölkerung“ sowie die staatl. Beschränkungen.

Tatsächlich sinkt die Infektionsrate kontinuierlich seit Mitte März – worüber wir im CHRISTLICHEN FORUM von Anfang an berichten, teils mit den Pressemeldungen der Mainzer Universitätsmedizin oder der Max-Planck-Gesellschaft oder mit eigenen Recherchen.