Israel: Staatspräsident Rivlin wünscht Christen und Juden ein segensreiches Jahr

Aus der Neujahrsansprache des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin:  1403634115528

„Es gibt viel, auf das wir im vergangenen Jahr zurückblicken können. Ich hatte die Gelegenheit, Indien zu besuchen, wo ich israelische Erfindungen sehen konnte, die zur Weiterentwicklung von Wasser und Landwirtschaft genutzt werden und dabei helfen, die Geißeln des Hungers und Dursts auf der Welt zu bekämpfen…

Man kann nicht ignorieren, dass 2016 ein sehr schwieriges Jahr war. Blutvergießen und Terror im Namen von Politik und Religion haben viel Leid und Elend verursacht. Wir mussten uns auch von einigen großen Persönlichkeiten verabschieden. Wir betrauerten den Verlust von Shimon Peres, Israels neuntem Präsidenten, der half, den Staat Israel und dessen Zukunftsvision aufzubauen….

Nach einen Jahr mit so vielen Höhen und Tiefen lasst uns das Jahr 2017 zu einem Jahr des gegenseitigen Respekts zwischen Menschen und Nationen machen.

Ich wünsche Ihnen allen, der christlichen Gemeinschaft in Israel und weltweit frohe Feiertage und ein sehr glückliches, gesundes neues Jahr; und all unseren jüdischen Brüdern und Schwestern wünsche ich ein frohes Chanukka. Gott segne Sie und Shalom aus Jerusalem.“


Sklaverei ist auch heute millionenfache Realität

Der Welttag zur Abschaffung der Sklaverei am 2. Dezember erinnerte an die 1949 verabschiedete Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto):Steinbach

„Sklaverei ist leider kein Phänomen der Vergangenheit – auch heute werden Millionen Menschen unter unwürdigsten Verhältnissen zur Arbeit gezwungen und wie Ware gehandelt.

Die Verschleppung und Versklavung tausender jesidischer Frauen und Mädchen durch die Terroristen des sog. Islamischen Staates im Irak und in Syrien ist ein besonders grausames Beispiel. Nach Angaben der UN-Sonderbotschafterin gegen Menschenhandel, der Jesidin Nadia Murad, befinden sich noch immer 3400 Frauen und Kinder in der Hand der Terrormiliz.

Nordkorea, China, Indien und islamische Staaten

Laut dem Global Slavery Index der australischen Menschenrechtsorganisation Walk Free Foundation werden über 45 Millionen Menschen in modernen Formen der Sklaverei ausgebeutet.

Im Verhältnis zur Größe der Bevölkerung sind offenbar die meisten Menschen in Nordkorea mit 1,1 von 25,1 Millionen Einwohnern betroffen. Viele sind dem Bericht zufolge in Arbeitslagern eingesperrt, zahlreiche Frauen werden in Nachbarländer wie China zwangsverheiratet und dort sexuell ausgebeutet.

Die meisten der versklavten Menschen, rund 58 Prozent, leben danach in nur fünf Ländern: in Indien, China, Pakistan, Bangladesch und Usbekistan.

Der Internationale Tag zur Abschaffung der Sklaverei mahnt Politik und Gesellschaft in allen Regionen der Welt, weiterhin mit Nachdruck gegen die Sklaverei  –  auch in ihren modernen Formen wie Zwangsprostitution und Kinder- oder Zwangsarbeit  –  vorzugehen. Insbesondere müssen wir weitere Anstrengungen zur Befreiung der entführten Jesidinnen unternehmen.“


Indien: Kommunistische Rebellen mißhandeln evangelischen Pastor Maraiah zu Tode

Die Christen in Indien beklagen den brutalen Mord an einem unschuldigen Pfarrer: Am 29. Juli wurde der evangelische Pastor Yohan Maraiah im Distrikt von Ost-Godavari im Staat Andhra Pradesh gnadenlos solange mißhandelt, bis er starb. P1020947 - Kopie

„Das ist nicht der erste Anschlag auf den Pfarrer: Bereits andere Male war er geschlagen und seine Kirche niedergebrannt worden, aber er hatte seinen festen Glauben an Christus und hat nie aufgegeben“, berichtet Sajan K. George, der Vorsitzende des „Gesamtrates der indischen Christen“ (GCIC), der den Mord scharf verurteilt und daran erinnert hat, dass „die Religionsfreiheit von der Verfassung garantiert ist“.

Der Lokalpolizei zufolge sind vor drei Tagen mehr als 100 maoistische Naxaliten-Anhänger ins Dorf eingedrungen, haben den Pfarrer mitgenommen und in den Wald gebracht. Dort haben sie ihn schrecklich mißhandelt  – und drei Stunden später wurde Maraiahs Leiche mit auf den Rücken gebundenen Händen am Dorfrand gefunden.

In einem Brief, der neben der Leiche lag, bezeichnen die kommunistischen Rebellen den Pastor als „Polizeispitzel“ und „Ausbeuter“.

Quelle: Vatikanische FIDES-Nachrichtenagentur


Kath. Frauenbewegung für weltweites Verbot geschäftlicher Leihmutterschaft

Eine globale Perspektive auf das Thema  „Leihmutterschaft“ und internationale Solidarität im Kampf gegen die expandierenden Geschäfte damit  fordert die Katholische Frauenbewegung Österreichs anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März: UNO

„Als älteste entwicklungspolitische Frauenorganisation Österreichs haben wir unseren Blick auf Partnerinnenorganisationen etwa in Indien gerichtet, von wo uns alarmierende Nachrichten über die Ausbreitung kommerzieller Leihmutterschaft erreichen, aber auch Informationen über den wachsenden Widerstand dagegen“, erklärt die Vorsitzende Veronika Pernsteiner.

Die Kath. Frauenbewegung ruft daher dazu auf, weltweit Bemühungen auf allen entscheidenden Ebenen zu bündeln, um ein globales Verbot der kommerziellen Leihmutterschaft zu erwirken: shutterstock_114300748-140x94

„Wie insbesondere die Situation in Indien zeigt, verstößt geschäftsmäßig betriebene Leihmutterschaft nicht nur gegen die Kinderrechtskonvention, sondern vor allem gegen die Menschenwürde von Frauen: Frauen werden Opfer ökonomischer Vorgänge, die in erster Linie der Medizinindustrie Gewinne bescheren und sich dabei das Gefälle zwischen Armen und Reichen dieser Welt zunutze machen.“

In mehr als 3000 Kliniken werden derzeit von indischen Frauen Kinder vornehmlich ausländischer Paare ausgetragen, der jährliche Umsatz dieser Kliniken liegt nach Schätzung der indischen Nichtregierungsorganisation CSR (Center for Social Research) bei insgesamt knapp zwei Milliarden Euro. Die Leihmutter erhält zwischen 10 und 30 Prozent der Summe, die ein Paar für ein Kind bezahlt  – in Indien sind das zwischen 5.000 und 10.000 Dollar -, sofern es keine Komplikationen gibt und ein gesundes Kind geboren wird.

Quelle und Fortsetzung der Pressemitteilung hier: http://www.kfb.at/kfb/de/presse/aussendungen/2016/article/1826.html


Indien: Entsetzen wegen Mordanschlag auf Nonnen und kirchliche Helfer in Jemen

Am Rande ihrer Vollversammlung in Bangalore bringen die indischen Bischöfe “Sorge, Entsetzen und Trauer nach dem niederträchtigen Anschlag” zum Ausdruck, bei dem am vergangenen 4. März in Aden (Jemen) 16 Menschen, darunter vier Ordensfrauen (Mutter-Teresa-Schwestern), ermordet wurden.   _SITE_MUNDO_4d95e5470607b

Eine der vier ermordeten Schwestern aus der „Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe“, Schwester Anselma, stammt aus der indischen Diözese Gumla im Unionsstaat Jharkhand.

Die rund 180 versammelten Bischöfe der Katholischen Bischofskonferenz in Indien (CBCI) beteten gemeinsam für die Opfer und bringen der von Mutter Teresa von Kalkutta gegründeten Kongregation ihr Beileid zum Ausdruck.

Die Oberhirten wünschen sich auch eine baldige Freilassung des indischen Paters Tom Uzhunnalil, der bei dem Attentat verschleppt wurde und sich noch in den Händen der mutmaßlich islamischen Terroristen befindet.

Die Ordensgemeinschaft der Mutter-Teresa-Schwestern bekräftigen in einer offiziellen Verlautbarung, dass sie auch nach dem Massaker in Jemen ihre Tätigkeit im Land fortsetzen und „Armen und Bedürftigen dienen“ werden. Im Mutterhaus des Ordens in Kalkutta fand ein Trauergottesdienst für die ermordeten Mitschwestern statt.

Quelle: Fidesdienst


Indien: Situation der Christen problematisch

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hat in den vergangenen Tagen Indien besucht. Wie zuvor in Vietnam war auch in Indien die Religionsfreiheit zentrales Thema in den Gesprächen der Delegation. Zu den Ergebnissen seiner Reise erklärt Kauder: 7e5988847c

„Die Wahrung der Religionsfreiheit und vor allem die Situation der Christen in Indien muss uns weiter Sorgen bereiten. Vertreter der Kirchen haben die Darstellung der Regierung in Zweifel gezogen, dass die Religionsfreiheit uneingeschränkt gelte und Übergriffe auf Gläubige – Christen wie Muslime – eine absolute Ausnahme seien.

Christen sprachen vielmehr von vermehrten Übergriffen radikaler Hindus, die von der Polizei zum Teil geduldet würden. In den Medien werde darüber oft nicht berichtet. Von Seiten der Kirchenvertreter wurde davon gesprochen, dass schwierige Zeiten für die religiösen Minderheiten angebrochen seien.

Angesichts solcher alarmierenden Erklärungen werde ich mich dafür einsetzen, dass die Lage der Religionsfreiheit bei den deutsch-indischen Regierungskonsultationen, die Anfang Oktober in Indien stattfinden, angesprochen wird. Die Wahrung der Religionsfreiheit ist sicher nicht die einzige Frage, die auf dem Treffen erörtert werden sollte.

Zwischen Deutschland und Indien gibt es noch eine Vielzahl von anderen Themen. Doch sollte uns die Entwicklung in Indien in diesem Bereich nicht egal sein. Indien hat als größte Demokratie der Welt hier eine Vorbildfunktion. Hass und religiöse Intoleranz dürfen dort nicht Platz greifen.

Wir haben leider schon genügend Regionen auf der Welt, wo das der Fall ist – mit den bekannten Auswirkungen auch auf Deutschland und Europa. Bereits jetzt registrieren die Behörden in Deutschland steigende Asylbewerberzahlen aus Pakistan, wo die Religionsfreiheit jedoch in wesentlich stärkerem Maße bedroht ist als in Indien.1643619043

Bedenklich waren die Schilderungen aus den Kirchen, wonach radikale Hindus in der Regierungspartei BJP anstreben, dem Hinduismus auf Kosten der religiösen Minderheiten eine noch größere Rolle in der indischen Gesellschaft zu verschaffen.

Diese betrieben in manchen Regionen eine Verdrängung von Menschen anderen Glaubens. Ziel sei es, Dörfer mit rein hinduistischer Bevölkerung zu schaffen. Berichtet wurde auch von Vergewaltigungen und Tötungen von Christen auch aus religiösen Motiven.

Zurückgewiesen hat meine Delegation die Haltung von Teilen der Regierungspartei, wonach von außen Fragen der religiösen Toleranz nicht angesprochen werden dürften. Menschenrechte sind universal. Ihre Einhaltung geht jeden an.

Es ist zu hoffen, dass in der indischen Regierung die Position der indischen Minderheitenministerin Najma Heptulla maßgeblich ist. Sie trat mit großer Herzenswärme überzeugend dafür ein, dass Indien immer ein Land der Vielfalt war und bleiben muss.“

Hintergrund:
An dem Indienteil der Reise des Fraktionsvorsitzenden nehmen auch der Parlamentarische Geschäftsführer Bernhard Kaster und die umweltpolitische Sprecherin Marie-Luise Dött teil.

In Neu Delhi traf die Delegation am Mittwoch zunächst den Generalsekretär der Regierungspartei BJP, Ram Madhav. Der BJP wird vorgeworfen, dass ein Flügel radikal-hinduistische Positionen vertritt. Weitere Gesprächspartnerin war Minderheitenministerin Najma Heptulla. Dem schloss sich ein intensives Gespräch mit dem katholischen Erzbischof von Neu Delhi, Anil Joseph Thomas Couto, und seinen Mitarbeitern an.

Am Donnerstag besuchte die Delegation Orissa. Dort war es 2008 in der Region Kandhamal zu pogromartigen Übergriffen auf Christen mit zahlreichen Toten gekommen. Nach seiner ersten Reise im Jahr 2011 wollte Kauder das Gebiet erneut besuchen, um sich darüber zu informieren, ob sich die Lage verbessert hat. Gesprächspartner waren hier der Ministerpräsident des Bundesstaates Naveen Patnaik sowie Vertreter von Hilfsorganisationen und wiederum von Kirchenvertretern.

Fotos: HMK


Indien: Selbstmord bei Bauern weit verbreitet

Zusammenhang mit genverändertem Saatgut?

In den vergangenen 20 Jahren begingen rund 300.000 Bauern in Indien Selbstmord. Dies teilt das Statistikamt des Landes mit. Allein in den ersten Monaten des Jahres 2015 nahmen sich in Maharashtra 257 Bauern das Leben. Hier ist das Phänomen am weitesten verbreitet. HMK-Foto

Nach Angaben von Beobachtern ist die Wirtschaftskrise der Hauptgrund für diese Selbstmorde: Bauern sehen keine Zukunft für sich.

In Indien wird vor allem Baumwolle angebaut, doch die sinkenden Preise auf dem Weltmarkt und ein Rückgang bei der Nachfrage erscheinen trostlos. Die meisten Bauern haben Schulden bei Banken und vielen gelingt es nicht, die hohen Zinsen zu bezahlen.

Menschenrechtsaktive machen auch internationale Unternehmen, darunter die Firma Monsanto, verantwortlich, weil sie Bauern zum Kauf genveränderten Saatgutes animiert: wenn diese nicht das versprochene Ernte-Ergebnis bringen, führe das bei vielen Bauern zum Selbstmord.

Die katholische Kirche bezeichnete das Phänomen als “eine tiefe Wunde in der indischen Gesellschaft” und erklärt sich solidarisch mit den Bauern, die von Hilfsprogrammen der Caritas unterstützt werden, in deren Rahmen Berufsbildung und Mikrokredite gefördert werden.

Quelle: Fidesdienst