Oberhausen: Erfolgreiche Ausstellung „Wunder der Natur“ wurde um ein Jahr verlängert

Astronauten-Blick auf die Erdkugel bis 30. Nov. 2017

Die Erde mit ihren zwanzig Metern Durchmesser scheint über den Besuchern im Gasometer Oberhausen zu schweben, während Wolkenbänder, Tag und Nacht oder auch Regenschauern über ihre Oberfläche ziehen. s143_twf0694_gasometer-oberhausen_20-meter-erde_wunder-der-natur_copy_gasometer_oberhausen_l

Über eine halbe Million Menschen haben die Ausstellung „Wunder der Erde“ bereits besucht und die Schau in dem alten Industriedenkmal zu einer der bestbesuchten Einzelausstellungen dieses Jahres gemacht.

„Die Erdbeobachtung fasziniert die Menschen“, sagt Nils Sparwasser vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit seinem Team hat er aus Satellitenbildern die Animation erstellt, die auf die 20-Meter-Erdkugel im Gasometer projiziert wird:

„Wenn die Besucher im Gasometer Oberhausen auf die künstliche Erde blicken, sehen sie vor allem eines: Wissenschaftliche Daten, mit denen die Erdbeobachtung zum Verständnis und zum Erhalt der Wunder der Natur beiträgt.“

Nun wurde die Ausstellung, die am 30. September 2016 enden sollte, um über ein Jahr bis zum 30. November 2017 verlängert.

Im Inneren des Gasometers zeigen 150 großformatige Bilder international renommierter Naturfotografen sowie mehrere überwältigende Filmausschnitte die schöpferischen Kräfte des Lebens. Sie erzählen von ungewöhnlichen sinnlichen Fähigkeiten und genialen Strategien im Kampf ums Dasein, von sexuellen Ritualen, den sozialen Beziehungen und dem Vermögen, mit anderen Arten zusammen zu leben.

„Der Erfolg zeigt uns, welche Faszination das Leben selbst in seiner Intelligenz und Vielfalt auf die Menschen ausübt – und wie erhaltenswert diese unglaublich genialen biologischen Systeme im Großen wie im Kleinen sind“, sagt Kurator Prof. Peter Pachnicke.

Quelle (Text/Foto) und Fortsetzung des Artikels mit Bildern: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-19353/year-all/#/gallery/22338


Studien bestätigen Intelligenzvorsprung von Kindern, die gestillt wurden

Kinder, die in den ersten drei Monaten ausschließlich gestillt wurden, zeigten eine raschere Entwicklung von Myelinscheiden im Gehirn als Kinder, die frühzeitig mit Babynahrung gefüttert wurden. DSC06370

Schon vor 70 Jahren war den US-Forschern Dr. Carolyn Hoefer und Mattie Hardy aus Chicago aufgefallen, dass gestillte Kinder in den ersten Lebensjahren einen Entwicklungsvorsprung haben (JAMA 1929; 92: 615-619). Spätere epidemiologischen Studien bestätigten diese Erkenntnis.

Dr. Jedrychowski von der Jagiellonen-Universität in Krakau hatte an einer Kohortenstudie gezeigt, dass der Intelligenzquotient steigt, wenn die Kinder gestillt werden, wobei der Vorteil mit der Dauer des Stillens zunimmt (bis zu 3,8 Punkte bei mehr als 6 Monate Brustnahrung; European Journal of Pediatrics 2012; 171: 151-8).

In einer anderen betrug der Vorteil sogar 5,9 Punkte für den Gesamt-IQ und 7,5 Punkte für die verbale Intelligenz (Archives of General Psychiatry 2008; 65: 578-584).

Viele Ernährungsexperten sind von dem prinzipiellen Vorteil der Muttermilch und der mit dem Stillen verbundenen emotionalen Bindung für die Hirnentwicklung überzeugt. Dies bestätigte auch eine Untersuchung der Brown University im US-Staat Rhode Island.

Das dortige Advanced Baby Imaging Lab verfügt über einen Kernspintomographen, der so leise ist, dass Säuglinge und Kleinkinder im Schlaf untersucht werden können, was mögliche Artefaktedurch Bewegungen vermeidet. DSC08203

An der jüngsten Untersuchung nahmen 133 Kinder teil. Alle wurden nach einer normalen Schwangerschaft gesund geboren und waren vergleichbar hinsichtlich des sozioökonomischen Hintergrundes.

Die einzigen Unterschiede betrafen die Art der Nahrung in den ersten drei Monaten. Einige Kinder waren voll gestillt worden, bei anderen hatten die Mütter früh begonnen, zuzufüttern und in der dritten Gruppe hatten die Säuglinge ausschließlich Babynahrung erhalten.

Die Auswirkungen waren auf den kernspintomographischen Aufnahmen erkennbar, das die Myelinbildung anzeigt. Myelin ist eine lipidreiche Biomembran, mit der die Axone der Nervenzellen im Gehirn ummantelt sind und die die Nervenleitgeschwindigkeit verbessert. Die Myelinscheiden werden erst nach der Geburt gebildet, die spezielle Zusammensetzung der Muttermilch beeinflusst dies offenbar.

Auf den Bildern, die im Alter der Kinder von 10 Monaten bis vier Jahrenanfertigt wurden, war ein Vorteil der voll gestillten Kinder erkennbar: Die Entwicklung der Myelinscheiden erfolgte zu 20 – 30 % schneller als bei den teilge stillten oder ausschließlich mit Babynahrung gefütterten Kindern.

Auch in den kognitiven Tests, die bei den älteren Kindern durchgeführt wurden, erzielten die gestillten Kinder die besten Ergebnisse.

Fußnoten: Sean C.L. Deonia, Douglas C. Dean III, Irene Piryatinskya, Jonathan O‘Muircheartaigha, Nicole Waskiewicza, Katie Lehmana, Michelle Hana, Holly Dirksa: Breastfeeding and early white matter development: A cross-sectional study. NeuroImage, Volume 82, 15 November 2013, Pages 77–86

Quelle: http://www.vfa-ev.de/fileadmin/Dateien/PDF/Stillen_beschleunigt_die_Entwicklung_von_Myelinscheiden.pdf

Fotos: M. Löhr, CDL


Lanzeit-Studie belegt: Konsum von Hasch/Marihuana verringert die Intelligenz

Die Resultate aus einer Langzeitstudie zeigen, daß durch den Konsum von Cannbis die Intelligenz unwiderruflich verkümmert.
Je eher Menschen Cannabis konsumieren, desto stärker nimmt auch der IQ im Laufe der Zeit ab, wie die Forscher im US-Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Pnas) berichten.

Langzeitkonsumenten der Droge neigen demnach vermehrt zu Konzentrationsschwierigkeiten und Einschränkungen im Erinnerungsvermögen. Besonders Jugendliche sind in Gefahr, wenn sie Cannabis über längere Zeit zu sich nehmen. Bestimmte Bereiche im Gehirn können sich bei ihnen nur schlecht regenerieren, wodurch das Nervensystem in der Wachstumsphase der Jugendlichen nachhaltig geschädigt werden kann.

Für die Studie wurden 1000 Probanden untersucht, die zu Beginn der 1970er-Jahre in Neuseeland geboren und 38 Jahre lang vom Mediziner-Team begleitet worden waren.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


US-Studie: Oberschlaue Leute und ihr „blinder Fleck“

Einige US-Psychologen erforschen die menschliche Dummheit – auch und ganz besonders bei den überdurchschnittlich Intelligenten, berichtet das Magazin GEO in seiner August-Ausgabe.
In einer großen Studie an 482 Studenten haben Richard West und Keith Stanovich nun herausgefunden, daß gerade die Oberschlauen zu Fehlurteilen neigen.
Clever können offenbar besonders denkfaul sein, wohl weil sie ihrer Intelligenz zu sehr vertrauen.

Das zeigt sich an Denksportaufgaben wie der folgenden:

Angenommen, ein Baseballschläger und ein Ball kosten zusammen 1,10 Dollar, wobei der Schläger genau einen Dollar teurer ist als der Ball. Was kostet dann der Ball für sich betrachtet?

Insbesondere die Versuchspersonen mit einem hohen IQ tippen vorschnell auf 10 Cent; korrekt sind aber 5.

Andererseits sind diese Cleveren auch diejenigen, die den Denkfehler bei anderen am schnellsten erkennen. Nur gegenüber ihren eigenen Urteilen besitzen sie offenbar einen „blinden Fleck“.

Quelle: Gruner+Jahr, GEO (ots)