Merkels Vorstoß gegen die föderale Struktur

Von Thomas May

Dass Merkel die Zuständigkeit der Bundesländer bei der Handhabung und Durchführung von Anti-Corona-Maßnahmen beschneiden und am liebsten durch eigene Vorgaben ersetzen möchte, ist nicht zu übersehen. In den letzten Monaten ihrer Kanzlerschaft schreckt sie vor nichts mehr zurück.

Dabei ist die föderale Struktur der Bundesrepublik gerade als Gegengewicht gedacht, um den Durchmarsch eines „Führers“ oder einer „Führerin“ auf Bundesebene zu verhindern.

Allerdings ist gegenwärtig nicht erkennbar, wie Merkel die dafür erforderlichen Mehrheiten im Bundestag und im Bundesrat zusammenbekommen will. Gerade mal 52 Abgeordnete in der CDU-Fraktion unterstützen bisher den Merkel-Vorstoß.

Hinzu kommt, dass bei gegenwärtig deutlich sinkenden Inzidenzwerten die angebliche Notwendigkeit eines „harten“, „knackigen“ Lockdowns schwindet und an Akzeptanz einbüßt. Es besteht überhaupt kein zusätzlicher Handlungsbedarf.

Hatte das RKI vor kurzem noch eine bundesweite Inzidenz von 300 (!) an Ostern prognostiziert, verlieren „die Wissenschaftler“ aufgrund solcher (ideologiegetriebener) Fehleinschätzungen zunehmend an Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Kompetenz.

Ihre Deutungshoheit über die Zahlen bricht gerade zusammen.

Wo ist denn jetzt die 3. Welle geblieben? Ist sie schon gebrochen – oder war sie gar nur eine Fiktion? Oder haben sich die gefährlichen Mutanten inzwischen so durchgesetzt, dass ihre weitere Wirkungskraft erschöpft ist?

Jedenfalls ist es an der Zeit, dass Politiker den lautstarken Interessenvertretern bestimmter Verbände der „Götzen in Weiß“ zu widerstehen beginnen und diese mit ihren ultimativen Forderungen nach Ausgangsbeschränkungen und Schlimmerem ins Leere laufen lassen.

Trotz der ca. 4.400 belegten Intensivbetten sind immer noch ca. 3.900 frei. Das wird man nicht als Notstand bezeichnen können.

Da tut es gut, wenn der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß,  vor „andauernden Überlastungsszenarien“ in den Krankenhäusern warnt: „Eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems oder gar Triage wird es in den kommenden Wochen absehbar nicht geben. Es droht auch kein Ende der Versorgung“ (Quelle: https://www.nordbayern.de/politik/krankenhausgesellschaft-keine-uberlastung-der-kliniken-in-sicht-1.10971503).

Unser Autor Thomas May ist Lehrer i. R. – Er unterrichtete die Fächer Deutsch und Katholische Religionslehre. Der in Sendenhorst (Münsterland) lebende Autor ist ein Neffe des bekannten Prälaten und Kirchenrechtlers Prof. Dr. Georg May (Mainz).


Seit einem Jahr 4000 Intensivbetten weniger

Innerhalb eines Jahres, zwischen April 2020 und März 2021, hat sich die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in Deutschland um über 4.000 Betten reduziert – ausweislich der offiziell von der deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) mitgeteilten Zahlen.

Dann kam die „zweite Welle“ und als im Dezember der angebliche Klinik-Kollaps wieder ein Thema wurde und die Intensivbelegungen zunahmen, fiel schon kaum niemand mehr auf, dass sich die Zahl der Betten auf nur mehr knapp über 28.000 verringert hatte.

Die dritte Welle manifestiert sich aktuell in einem Anteil an Verstorbenen, der gegen Null tendiert, sowie einer Hospitalisierungs-Quote der Infizierten im Bereich von 5 Prozent (zum Vergleich: in der ersten Welle lag diese noch bei über 20 Prozent), wie ein Blick auf die aktuellen Covid-19-Lageberichte des RKI zeigt.

Quelle und vollständiger Bericht hier: https://www.journalistenwatch.com/2021/03/31/intensivbetten-jahr-pandemie/


Aktuelle Corona-Infektionszahl unter 0,0015%

Meldung der dts-Nachrichtenagentur vom 20. Mai: 

Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland fallen weiter, zudem werden immer weniger Patienten mit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt. Das geht aus Abfragen bei den 401 Städten und Landkreisen hervor, die die dts-Nachrichtenagentur täglich um 20 Uhr auswertet.

Demnach wurden bis Dienstagabend 486 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert, der Durchschnittswert der letzten sieben Tage sank damit von 633 auf 616 Neuinfektionen pro Tag. Das ist der niedrigste Wert seit Anfang März und entspricht 5,2 Infektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner.

Die Zahl der mit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelten Patienten sank in 24 Stunden um 38 auf 1.098 – ebenfalls der niedrigste Wert, seitdem alle Krankenhäuser lückenlos die belegten Intensivbetten melden müssen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.extremnews.com/nachrichten/gesundheit/dab217b10a7e326


Mainz: Schnellere Identifikation von Krankheitserregern durch neues Verfahren

In Deutschlands Krankenhäusern zählen Infektionen zu den größten Herausforderungen. Ein Großteil hiervon machen die so genannten Sepsen aus –  umgangssprachlich auch als Blutvergiftung bezeichnet.

Laut einer Studie des Universitätsklinikums Jena erkranken bundesweit mehr als 320.000 Menschen – ein Viertel der Betroffenen stirbt an den Folgen.

Somit ist davon auszugehen, dass jährlich nahezu 16.000 Menschen in Rheinland-Pfalz an einer Sepsis erkranken. Umso schneller und effektiver der verantwortliche Keim bekämpft werden kann, umso rascher erholt sich der Patient.

Das bedeutet auch, dass lebensrettende Intensivbetten schneller wieder frei werden – angesichts der aktuellen Corona-Pandemie von maßgeblicher Bedeutung.

„Dank eines neuen Vertrags der Universitätsmedizin Mainz mit dem Software-Unternehmen Noscendo und der Techniker Krankenkasse (TK) kann nun ein neues softwarebasiertes Verfahren, welches aus einem speziellen Test und einer Erreger-Plattform besteht, zur Identifikation von Erregern eingesetzt werden“, freut sich Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung  in Rheinland-Pfalz.

Bislang haben die angewandten Methoden aufgrund von geringer Sensitivität und   Spezifität dem Arzt oft keine andere Möglichkeit gelassen, als den Patienten auf der Basis von Leitlinien, empirischer Therapie und eigenen Erfahrung zu behandeln  – und das, obwohl die richtige Antibiose für den richtigen Keim  lebensrettend ist.

Durch die Verwendung einer neuen Molekülklasse zur Pathogen-Identifikation ist es möglich, in einem ersten Schritt Infektionen im Blut, aber auch in anderen Körperflüssigkeiten höchst spezifisch und sensitiv nachzuweisen.

Dank des neuen Angebots können ansteckende Keime von jenen, die den Patienten nur besiedeln, unterschieden werden.

Quelle: Pressemeldung der Universitätsmedizin Mainz

 


Wird die Corona-Angst übertrieben? – Auf Intensivstationen gibt es vielfach leere Betten

Am 12. März titelte ORF-science geradezu panisch: „Intensivbetten-Kapazität reicht noch 14 Tage. Aufgrund der Coronavirus-Erkrankungen könnte die Kapazität der Intensivbetten in österreichischen Spitälern in etwa zwei Wochen erschöpft sein.“

Unzensuriert hat diese dramatische Ankündigung überprüft:

Zwei Wochen nach dieser Schlagzeile, am 30. März, stellte sich die Situation so dar: Von den insgesamt 2.547 Betten auf Intensivüberwachungs- und -behandlungseinheiten befinden sich 696 in der Bundeshauptstadt. Davon waren aber lediglich 22 Betten von Corona-Patienten belegt!

Auch in den Bundesländern waren viele Intensivbetten leer, weil sie Corona-Patienten reserviert wurden, die nicht kamen.

Damit ist Österreich aber nicht allein. Das „Zentralregister für Intensivbetten“ der Bundesrepublik Deutschland meldete am vergangenen Freitag Nachmittag 13.346 mit allen Arten von Intensivpatienten belegte Betten, 10.074 weitere waren frei. Von den belegten Intensivbetten dienten 2.680 der Behandlung von Covid-19-Patienten.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.unzensuriert.at/content/97211-corona-zahlen-auf-dem-pruefstand-auf-intensivstationen-herrscht-gaehnende-leere