Gleichstellung zerstört die Gleichberechtigung

Beatrix von Storch

In meiner Bundestagsrede konnte ich aus Anlass des Internationalen Frauentages etwas sehr Positives zum Thema Gleichberechtigung sagen: Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist in Deutschland tatsächlich erreicht, und das schon seit Jahrzehnten.

Deswegen brauchen wir keinen Internationalen Frauentag. Dem Mainstream-Feminismus geht es aber nicht um Gleichberechtigung, sondern um Gleichstellung.

Gleichstellungspolitik zerstört Gleichberechtigung. Die Geschlechterparität im Wahlrecht zerstört die freie und geheime Wahl, vor allen Dingen die gleiche Wahl. Die Quote behindert die freie Berufswahl und die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz. Wir müssen heute aktiv die Gleichstellungspolitik bekämpfen, um die Gleichberechtigung zu bewahren.

Gleichberechtigung heißt: Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, unabhängig von ihrem Geschlecht. Auf der Grundlage dieser Rechtsgleichheit können die Frauen und Männer dann freie Entscheidungen treffen.

Gleichberechtigung bedeutet nicht, dass in allen Gremien, in allen Vorständen, in allen Parlamenten eine paritätische Besetzung vorhanden ist, und auch nicht, dass in allen Berufen und in allen Branchen gleich viele Männer und Frauen arbeiten müssen. Für die Politik muss gelten: Freie Bürger treffen freie Entscheidungen, und die Politik respektiert das Ergebnis – das ist Gleichberechtigung – und nicht: Die Politik zwingt, manipuliert, fordert, bevormundet und indoktriniert so lange, bis das politisch gewünschte Ergebnis eintritt.

Meine Rede dazu im Video finden Sie hier.


Die ALfA demonstriert am Internationalen Frauentag (8. März) gegen SPD-Preis

Zum morgigen Internationalen Frauentag erklärt Alexandra Linder, Bundesvorsitzende der ALfA, heute in Augsburg: „Die falschen Frauen bekommen die richtigen Preise.“

Unter dem Motto „Zukunft statt Abtreibung“ demonstrieren Lebensrechtler am 8. März vor der SPD-Geschäftsstelle in München.  

Hierzu erläutert die ALfA-Chefin:

„Es ist eine merkwürdige Zeit, in der wir leben: Menschen vor der Geburt werden aus ihrem Menschsein herausdefiniert, Menschen, die an der Not von Frauen und am Tod ihrer vorgeburtlichen Kinder Geld verdienen, werden bejubelt und mit Preisen bedacht.

Und noch weitere Dinge sind eigentlich unbegreiflich: Auf der einen Seite wird behauptet, Frauen seien selbstbestimmt. Dann sollten sie, wenn sie keine Kinder möchten, durchaus in der Lage sein, entsprechend dafür zu sorgen, dass sie nicht schwanger werden können.

Auf der anderen Seite entscheiden sich viele Frauen jedes Jahr, die meisten unter Druck von außen, also fremdbestimmt, ihr Kind durch eine Abtreibung töten zu lassen.

Wenn wir hier die Selbstbestimmung der Frauen fördern wollen, müssen wir dafür sorgen, dass sie ihre Kinder gemäß ihrem Willen behalten können. Das Angebot einer Abtreibung als einzige „Lösung“ für diese Mütter ist eine klare Diskriminierung und entspricht in keiner Weise ihrem Selbstbestimmungsrecht.

Gesprochen wird auch nicht darüber, dass Millionen von Mädchen weltweit, auch bei uns, vor der Geburt beseitigt werden, nur, weil es Mädchen sind. Auch diese Frauen werden einer Ideologie geopfert, die ein extremistisch überinterpretiertes Recht über alle anderen Menschenrechte stellen will, koste es, wen es wolle.

Die Heinrich-Böll-Stiftung und die SPD Ostallgäu verleihen zur Zeit Preise an Betreiber/innen von Abtreibungseinrichtungen, darunter drei Frauen aus Gießen und Kassel. Der dort inszenierte Jubel ist angesichts der tödlichen und frauenfeindlichen Fakten mehr als zynisch.

Die falschen Frauen bekommen die richtigen Preise. Statt der hier bedachten Geschäftsleute sollten all diejenigen Menschen Preise erhalten – und auch das sind vor allem Frauen – die sich Tag und Nacht für Frauen im Schwangerschaftskonflikt und ihre Kinder einsetzen und die wirklichen Probleme lösen. Und es sollten all die Mütter Preise bekommen, die sich unter schwierigsten Umständen für das Leben entscheiden und Kinder großziehen. Das sind wirklich preiswürdige Leistungen.

Wir laden herzlich zu unserer Demonstration ein, in der es um Gerechtigkeit geht, um Zukunft statt Abtreibung:

Freitag, 8. März 2019, 14 – 15 Uhr vor der SPD-Geschäftsstelle München, Georg-von-Vollmar-Haus, Oberanger 38 in 80331 München.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob vor oder nach der Geburt, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung.
Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

https://www.alfa-ev.de


Kath. Frauenbewegung für weltweites Verbot geschäftlicher Leihmutterschaft

Eine globale Perspektive auf das Thema  „Leihmutterschaft“ und internationale Solidarität im Kampf gegen die expandierenden Geschäfte damit  fordert die Katholische Frauenbewegung Österreichs anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März: UNO

„Als älteste entwicklungspolitische Frauenorganisation Österreichs haben wir unseren Blick auf Partnerinnenorganisationen etwa in Indien gerichtet, von wo uns alarmierende Nachrichten über die Ausbreitung kommerzieller Leihmutterschaft erreichen, aber auch Informationen über den wachsenden Widerstand dagegen“, erklärt die Vorsitzende Veronika Pernsteiner.

Die Kath. Frauenbewegung ruft daher dazu auf, weltweit Bemühungen auf allen entscheidenden Ebenen zu bündeln, um ein globales Verbot der kommerziellen Leihmutterschaft zu erwirken: shutterstock_114300748-140x94

„Wie insbesondere die Situation in Indien zeigt, verstößt geschäftsmäßig betriebene Leihmutterschaft nicht nur gegen die Kinderrechtskonvention, sondern vor allem gegen die Menschenwürde von Frauen: Frauen werden Opfer ökonomischer Vorgänge, die in erster Linie der Medizinindustrie Gewinne bescheren und sich dabei das Gefälle zwischen Armen und Reichen dieser Welt zunutze machen.“

In mehr als 3000 Kliniken werden derzeit von indischen Frauen Kinder vornehmlich ausländischer Paare ausgetragen, der jährliche Umsatz dieser Kliniken liegt nach Schätzung der indischen Nichtregierungsorganisation CSR (Center for Social Research) bei insgesamt knapp zwei Milliarden Euro. Die Leihmutter erhält zwischen 10 und 30 Prozent der Summe, die ein Paar für ein Kind bezahlt  – in Indien sind das zwischen 5.000 und 10.000 Dollar -, sofern es keine Komplikationen gibt und ein gesundes Kind geboren wird.

Quelle und Fortsetzung der Pressemitteilung hier: http://www.kfb.at/kfb/de/presse/aussendungen/2016/article/1826.html


Birgit Kelle: „Ich finde es großartig, Frau, Mutter und Teil einer Familie zu sein“

Von Birgit Kelle

Ich hoffe, Sie haben alle unbeschadet den internationalen Frauentag hinter sich gebracht, zu dem ich persönlich ein etwas zwiespältiges Verhältnis pflege. Birgit Kelle swr hochformat

Ist es doch der Tag, an dem in der Regel die Defizite angemahnt werden, anstatt die Erfolge zu sehen. Jedes Jahr ist das Glas immer noch halb leer, damit kann ich nichts anfangen.

Dazu kommen Forderungen von sog. Frauenorganisationen, die so gar nichts mit mir als Frau zu tun haben und mir dazu auch noch schaden.

Nehmen wir mal den deutschen Frauenrat als leider schlechtes Beispiel. Dort fordert man eine gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent, die Abschaffung der kostenlosen Krankenversicherung für Ehefrauen und die Abschaffung des Ehegattensplittings.

Alle drei Forderungen lehne ich als Frau ab, sie schaden mir sogar konkret. Wie können solche Organisationen also davon reden, sich „für Frauen“ einzusetzen?

Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbandes Familienarbeit e.V. (ich bin selbst ebenfalls im Vorstand als stellv. Vorsitzende) hat in einem Offenen Brief an den Frauenrat diese Thematik wunderbar auf den Punkt gebracht (siehe hier: http://familienarbeit-heute.de/?p=3754).

Und deswegen werden wir auch in diesem Jahr weiter machen mit eigenständigen Forderungen für all die Frauen, die mit diesem Quotenfeminismus nichts anfangen können. Ich finde es großartig eine Frau zu sein, eine Mutter zu sein, Teil einer Familie zu sein.

Frauen-Standpunkte jenseits des Feminismus

Es freut mich im übrigen, dass sich zunehmend Magazine und Zeitungen endlich ernsthaft mit anderen Positionen zur Frauen- und Familienpolitik auseinander setzen, als mit den gängigen feministischen Forderungen.

Zum internationalen Frauentag hat die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) ein Portrait über mich gemacht und mit den Forderungen, die wir hier bei „Frau 2000plus“ in die Öffentlichkeit tragen. Sie finden den Artikel online unter dem Titel „Birgit Kelle ist die Anwältin der Hausfrauen“

Hier ein Ausschnitt: „Sie ist mit einem Journalisten verheiratet, ihre vier Kinder sind zwischen fünf und 14 Jahren alt. Das Magazin „Cicero“ nannte sie eine „Wut-Mutter“. Nach jedem ihrer Talkshow-Auftritte erhält Kelle rund 1000 Zuschriften. Rund zehn Prozent seien Hassmails, der Rest ist Zustimmung. Motto: „Endlich sagt es mal eine.“ Sie hält sich für liberal und weiß nicht, warum „es als reaktionär gilt, wenn man die gleiche Förderung für jedes Lebensmodell fordert“. Ehegattensplitting oder kostenlose Krankenkassen-Mitversicherung sind für sie Peanuts im Vergleich zur massiven Kita-Ausbauoffensive.“

Vollständiger Text hier: http://www.derwesten.de/panorama/birgit-kelle-ist-die-anwaeltin-der-hausfrauen-id9091562.html

Birgit Kelle ist Vorsitzende von „Frau 2000plus“ (einem gemeinnützigen Verein)
Kontakt: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net