Irak: Christin leitet eine staatliche Behörde

Die chaldäische Christin und Biologie-Professorin Suha Elias al Najjar ist neue Präsidentin der irakischen Investitionsbehörde, die an der Verwaltung der von ausländischen Investoren zur Verfügung gestellten Ressourcen beteiligt ist, die für den Wiederaufbau der Volkswirtschaft in den von Konflikten heimgesuchte Gebieten benötigt werden.

Die Ernennung von Suha al Najjar ist Teil der jüngsten Umstrukturierung an der Spitze der Regierungs-, Finanz-, Verwaltungs- und Militärinstitutionen, die in den letzten Tagen vom irakischen Premierminister Mustafa al-Kadhimi vorgenommen wurde.

Suha al Najjar wurde von Premier al Kadhimi als Beraterin für wirtschaftliche Angelegenheiten ausgewählt und ist die einzige Frau, auf der vom Chef der irakischen Regierung ausgewählten Liste der Führungskräfte.

Bereits im Juni hatte al Kadhimi den chaldäischen Christin Evan Yakoub Jabro zum Leiter des Ministeriums für Einwanderung und Umsiedlung von Binnenvertriebenen ernannt.

Mit den neuen Amtseinführungen sollen die Versprechen der Regierung für Reformen und Bekämpfung der Korruption eingehalten werden, die gegenüber Demonstranten gemacht worden waren, die seit über einem Jahr in irakischen Städten auf die Straße gehen.

Quelle: Fidesdienst


Dr. Gauweiler kritisiert Emission griechischer Staatsanleihen zu Lasten der Geberländer

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Dr. Peter Gauweiler ist Mitglied des Dt. Bundestags und  stellv. Parteivorsitzender der CSU; er  äußert sich zu den Berichten über die
Anleiheemission Griechenlands und erklärt: reichstag_flaggen_368s
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„Griechenland ist nach wie vor strukturell überschuldet. Wenn jetzt die Emission griechischer Staatsanleihen am Kapitalmarkt auf großes Interesse stößt, dann liegt das einzig und allein daran, dass die privaten Investoren sich darauf verlassen können, dass ESM und EZB für die Risiken geradestehen.
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Dafür streichen sie jetzt risikolose 4,75 % Zinsen ein, während die Eurostaaten sich mit durchschnittlich 1,5% Zinsen für ihre Hilfskredite begnügen.
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Finanzpolitisch ist die Anleiheemission ein Alarmsignal: Die Marktteilnehmer haben schon wieder jedes Risikobewusstsein verloren. Die Investoren wiederholen exakt dieselben Fehler, die die Krise verursacht haben: Sie finanzieren einen Schuldner, der zur Rückzahlung der Kredite  –  also der Staatsanleihen  –  definitiv nicht in der Lage sein wird.
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Bezahlen müssen diesen Wahnsinn die Steuerzahler der Geberländer. Profiteure sind allein die Investoren. Die Banken holen sich bei der EZB für 0,5% Zinsen Kredit und kaufen damit griechische Staatsanleihen, für die sie 4,75% bekommen.
Die Eurokrise wird durch diese Politik verschärft.“