Botschafts-Szenerie um die „Warnung“ widerspricht sich betr. Papst Franziskus

Es ist immer wieder erheiternd und aufschlußreich zugleich, wie sich das Seher-Lager gegenseitig widerspricht  – und das sogar in jenem Spektrum, das sonst bei der angeblich wichtigsten Sache einig ist, nämlich der sog. „Warnung“, die uns allen für die kommende Zeit noch blüht, wobei jeder Erdenbürger eine „Seelenschau“ erleben wird, für die meisten – so wird gesagt – ein fürchterliches, teils tödliches Widerfahrnis.  

Nun steht der Unsinn von der „Warnung“ weder in der Heiligen Schrift noch kennt die Lehre der Kirche ein solches Endzeit-Ereignis, doch in der Seher-Szene gelten schon seit jeher ganz eigene Vorstellungen jenseits der (theo)logischen Vernunft.

Interessant ist es freilich, daß sich die Warnungs-Visionäre nicht einmal untereinander einig sind:

So behauptete eine der wichtigsten „Begnadeten“, die den ganzen Warnungs-Rummel Anfang dieses Jahrzehnts forciert hat, nämlich die sog. irische „Endzeitprophetin“, bei Papst Franziskus handle es sich nicht um einen rechtmäßigen Papst, sondern um den „Falschen Propheten“ aus der biblischen Apokalypse, der den Antichristen begleitet.

Hingegen verkündet der selbsternannte Seher Enoch aus Kolumbien  – er propagiert ebenfalls die „Warnung“ – das glatte Gegenteil, indem er dazu auffordert, nebst anderen Anliegen „für Papst Franziskus und die Kirche“ zu beten. Gewiß ein löbliches Unterfangen, doch benötigen wir hierfür keinen himmlisch inspirierten Visionär.

Unser Leser „GSJC“ hat den Widerspruch des Sehers Enoch und der irischen Seherin näher dokumentiert – siehe hier seine Recherche:

„13. Mai 2013, 9.45 Uhr
RUF DER FRAU ALLER VÖLKER AN DIE KATHOLISCHE WELT

Liebe Kinder meines Herzens, der Friede Gottes sei mit euch allen!
Die Verkündigung meines fünften Dogmas wird der Anfang eurer Freiheit sein. Mein fünftes Dogma ist die Niederlage meines Feindes. Deshalb, meine Kinder, hat mein Feind soviele Hindernisse und Barrieren gegen diesen meinen Titel der Frau aller Völker aufgerichtet, da er weiß, daß er dadurch besiegt werden wird. Ich bitte euch, liebe Kinder, daß ihr von nun an in all eure Rosenkränze diese großen Anliegen einschließt:

1. Für die Verkündigung meines Fünften Marianischen Dogmas (Maria Mittlerin, Miterlöserin und Fürsprecherin, Frau aller Völker).
2. Für die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz.
3. Für Papst Franziskus und die Kirche
4. Für den Frieden der Welt
5. Für den Triumph meines Unbefleckten Herzens“

Nicht nur daran lässt sich erkennen, wie „gaga“ diese Szene ist. Auf der einen Seite wird aggressiv Werbung für den irischen Blödsinn betrieben, wonach Papst Franziskus der „Falsche Prophet“ ist und vermieden, ihn als Papst zu bezeichnen.

Auf der anderen Seite verbreiten sie diesen anonymen „Enoch-Käse“, der in seinen Botschaften genau das Gegenteil von dem behauptet, was die gescheiterte „Warnungstante“ aus Irland von sich gegeben hat, indem dort ein „Ruf der Frau aller Völker an die katholische Welt“ ergeht, genau für diesen Papst zu beten.

Doch das Sahnehäubchen setzt der Phantast „Enoc“ dem unsinnigen Theater mit nachfolgender „Botschaft“ auf, die von keinem Geringeren – wie in der Szene üblich – als dem „Herrn“ persönlich stammen soll:

DIE KRAFT VON GEBETSKETTEN BRINGT FESTUNGEN ZUM EINSTURZ UND KANN PROPHEZEIUNGEN ÄNDERN.
18. April 2013, 8.50 Uhr
RUF VON JESUS VON NAZARETH AN DIE KATHOLISCHE WELT
[…] Aufgrund eurer Gebete, Fasten, Fürbitte und Buße sandte Ich euch einen Papst, der den Willen Gottes erfüllen wird, vorausgesetzt, daß die katholische Welt ihn im Gebet nicht verläßt. Wenn ihr für Papst Franziskus betet, wird er den Willen Meines Vaters tun, aber wenn ihr das Gebet für ihn vernachlässigt, werden Mein Feind und seine Werkzeuge, die den Stuhl Petri unterwandert haben, ihn dazu bringen, Irrtümer gegen den Glauben, das Evangelium und die Lehre Meiner Kirche einzuführen. Meine Kinder, Ich sage euch dies alles, damit ihr geistig erwacht und beginnt das Gebet zu eurer höchsten Priorität zu machen.

(Quelle: http://www.mensajesdelbuenpastorenoc.org/deutsche.html)

Es ist somit klar, dass ein mögliches Totalversagen von Papst Franziskus auf das Versagen der „Restarmee“ und irgendwelcher klappriger Rädchen zurückzuführen ist.

Die Schuldigen sind somit gefunden, da dieser private Verein als „Restarmee“ für sich in Anspruch nimmt, die wahre Kirche zu vertreten.

Die Szene hat sich mit diesen „Botschaften“ wieder einmal ein Eigentor geschossen! Ab in die Tonne damit!

Wie viele Millionen Mitglieder hat die „Restarmee“ inzwischen oder sind es, wie vom „Botschaftshimmel“ der irischen Schwätzliesel versprochen, bereits MILLIARDEN (überbelichtete Gestalten)?

Kleine Gegenüberstellung zur besseren Verdeutlichung dieses Unsinns:

„MDM“ aus Irland am Donnerstag, dem 12. April 2012:

399. Der nächste Papst mag von Mitgliedern innerhalb der katholischen Kirche gewählt sein, aber er wird der Falsche Prophet sein.[…]Mein geliebter Papst Benedikt XVI. ist der letzte wahre Papst auf dieser Erde.

http://www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2012/0399.htm

„Enoc“aus Irgendwo am Montag, dem 8. April 2013:

Aufgrund eurer Gebete, Fasten, Fürbitte und Buße sandte Ich euch einen Papst, der den Willen Gottes erfüllen wird, vorausgesetzt, daß die katholische Welt ihn im Gebet nicht verläßt.

 


Auch der reisende Visionär Lungenschmid bietet „Warnungs“-Botschaften

Von Felizitas Küble

Kürzlich war der selbsternannte Nahtod-Visionär Helmut Lungenschmid wieder mit einer Vortragstour durch Westfalen zugange, teils tagt er mit weit über hundert Teilnehmern wie am 3. Juli in Hembergen.

Offenbar sind der Naivität mancher Gläubigen keine Grenzen gesetzt. Immerhin zeigt schon ein kurzer Blick in den 1. Band über Lungenschmids Jenseitsoffenbarungen („Mein Sterbeerlebnis“), daß er sich theologisch voll neben der Spur befindet.

Aber das ficht seine Fangemeinde offenbar nicht an – selbst wenn der Autor sogar die Ewigkeit der Gottheit Christi leugnet und weitere Absurditäten bietet. (Näheres dazu  HIER.)

Dabei versteht sich am Rande, daß auch dieser (Hell-)“Seher“ genaue Auskunft über Zukünftiges zu bieten vermag, immerhin macht genau dies den Reiz solcher Bücher und Tagungen aus.

Will nicht jeder Mensch gerne wissen: Was kommt auf mich zu? Was geschieht zukünftig mit der Welt? Was habe ich nach dem Tod zu erwarten?

Panikmache ist in Deutschland immer schon auf fruchtbaren Boden gefallen, sei es der ökologische (Kernkraft-)GAU bzw. Umwelt-Niedergang („Saurer Regen“ und „Waldsterben“ etc. sorgten schon in den 70er Jahren für diffuse Ängste), sei es eine immer wieder aufkeimende Weltuntergangsstimmung in religiöser Hinsicht.

In diese weitverbreitete Zukunftsangst, die freilich auch von tatsächlichen Problemen genährt wird, passen die Botschaften von der „Warnung“ wie der Deckel auf den Topf.

Gemeint ist damit eine angebliche Zwischen-Wiederkunft Christi  v o r  seinem endgültigen Erscheinen in Herrlichkeit.

Demnach soll es in Bälde eine weltweite „Seelenschau“ geben, die Christus durch ein überall sichtbares „Kreuz am Himmel“ startet. Jeder Mensch sehe dann den (mehr oder weniger) schrecklichen Zustand seiner Seele im Lichte Gottes – und manche fallen vor Entsetzen gleich tot um.

Dieses Szenario – das sich weder mit der biblischen Endzeitprophetie noch mit der kirchlichen Lehre vereinbaren läßt  – ist nicht ganz neu, tritt aber abwechselnd in jeweils anderem Gewande zum Vorschein, propagiert von neuen Visionären und diversen „Opferseelen“.

Wir haben unlängst über einige Warnungs-Botschafter/innen berichtet, z.B. Luz de Maria oder eine anonyme Dame namens „Maria von der Vorbereitung der Herzen“…

Zu dieser erlauchten bzw. erleuchteten Schar gesellt sich auch unser Nahtod-Erfahrener Lungenschmid, wie die Webseite mit dem vielsagenden Titel „Kreuz am Himmel“ zu berichten weiß: https://www.kreuzamhimmel.li/index.php?site=lungenschmid

Am Schluß seiner visionären Einsichten heißt es: „Man bilde sich seine eigene Meinung“. Dieser Aufforderung gerne nachkommend, sei folgendes angemerkt:

Lungenschmid will die universale Seelenschau schon vorweg selber erlebt haben, gewissermaßen als Vorposten dessen, was uns allen noch blüht:

Jesus Christus sagte mir während dieser Seelenschau, dass Sein Vater möchte, dass sich alle Menschen auf ein bevorstehendes Ereignis vorbereiten. Dieses Geschehen wird in Bälde stattfinden.“

Daß dieses Phänomen „bald“ vonstatten geht, wurde schon bei den  – kirchlich nicht anerkannten –  Marienerscheinungen im spanischen Bergdorf Garabandal Anfang der 60er Jahre behauptet. Lungenschmid plappert es nach und weiß zu berichten, daß Gott-Vater alle Menschen darauf „vorbereiten“ möchte.

Bloß merkwürdig: Sollte der Allwissende es „versäumt“ haben, dieses aufregende Mega-Ereignis in der Heiligen Schrift zu erwähnen? Weder in den alt- noch in der neutestamentlichen Büchern findet sich ein Sterbens(!)-Wörtchen über dieses schaurige Endzeitspektakel.

Aber nun hat es der Ewige  – nach dem Glauben erscheinungsbewegter Gemüter  – für gut befunden, einige Mädels in Garabandal über seine zuvor geheimgehaltenen Pläne zu informieren, dasselbe sodann einige Jahrzehnte später einer anonymen „irischen Seherin“ zu offenbaren (die inzwischen freilich als Schwindlerin entlarvt ist) –  oder eben auch den schreiblustigen Lungenschmid  – soeben erschien der zweite dicke Band seiner Privatoffenbarungen – ins Bild zu setzen, auf daß diese Begnadeten alle Welt aufscheuchen aufklären.

Was ein echter Prophet ist, der weiß auch, was nach solch einer Schreck-WARNUNG abgeht:

„Es wurde mir auch gezeigt, dass sich Millionen und Abermillionen Menschen über die ganze Welt verstreut bekehrt hatten. Aber bei weitem nicht alle Menschen wurden von dieser Seelenschau anhaltend tief berührt.“

Was sind schon „Millionen und Abermillionen“? Warum nicht einige Milliarden? Wozu sonst das ganze Spektakel?

Lungenschmid beklagt sich bereits jetzt: „Manche blieben ihrem atheistischen Glauben treu, weil sie derart verstockte Herzen hatten, dass nicht einmal dieses grosse Wunder an ihnen Wirkung zeigte. Andere wurden bekehrt, sind aber dann nach einer bestimmten Zeit wieder in den alten Unglauben zurückgefallen.“

Tja, da fragt sich nicht nur meine Wenigkeit, welchen Sinn wir dieser universalen „Seelenschau“ abgewinnen dürfen, wenn hinterher im Grunde sowieso alles beim alten bleibt…?!

 


Argentinien: Seherin Luz de Maria bietet Stigmatisationen und Visionen der Endzeit

Von Felizitas Küble

Im Getümmel von Wundersucht und „frommer“ Sensationslust fehlt es auch in Lateinamerika nicht an passenden Sehern und Botschaften des Himmels.

Zu ihnen gehört seit einigen Jahren die auch auf deutschen Webseiten beworbene „Mystikerin“ Luz de Maria. Die in Costa Rica geborene Familienmutter lebt in Argentinien und leitet dort Gebetsgruppen. Nun ist das Land groß, doch auf der Reklame-Seite für die Seherin wird die Stadt oder Gemeinde, in welcher sie wohnt, nicht erwähnt. 

Immerhin tritt sie mit Namen auf, was man nicht von allen“Begnadeten“ behaupten kann, gab es doch beispielsweise jahrelangen Wirbel um eine anonyme „irische Seherin“ mit ihren Warnungs-Botschaften: sie behauptete, schon vor der eigentlichen Wiederkunft Christi in Herrlichkeit sei er weltweit mit einem Kreuz am Himmel sichtbar und bringe die „Warnung“, eine angebliche „Seelenschau“ als Prüf- und Straf-Aktion für alle Erdenbewohner etc.

Es handelt sich hierbei um Ankündigungen, die in ähnlicher Weise auch von jener argentinischen Seherin verkündet werden. Von und über Luz de Maria ist anscheinend  – noch  – kein Buch in Deutsch erschienen; das hier abgebildete Buch in ihrem Heimatland zeigt typischerweise eine Bluttränen-Madonna, angeblich entstanden auf einem Bildnis von Guadalupe. 

Allerlei wundersame „Zeichen“ sind in der Seher-Szene gang und gäbe, gleichsam das Salz in der Suppe.

Auf dieser Webseite  – https://www.revelacionesmarianas.com/de/luzaleman.html  – wird diese Sühneseele näher vorgestellt. Natürlich führt auch sie ein Opferleben, weil sie „Verfolgung“ und „üble Nachrede“ von denen erleidet, die ihre Botschaften „nicht akzeptieren“. 

Aber – so heißt es tröstlich weiter – die Visionärin „nimmt das an, wissend, dass sie als Werkzeug Christi den gleichen Weg, den Christus auf der Erde ging, gehen muss.“

Die Dame „erlebt verschiedene mystische Erfahrungen, in denen Christus sein Leiden am Kreuz mit ihr teilt“.  – Daß der Opfertod des HERRN seit zweitausend Jahren beendet ist, hat sich in diesen Kreisen noch nicht herumgesprochen. 

Merkwürdigerweise heißt es sodann: „Priester mehrerer Länder unterstützen sie, aber wie Christus selbst zu ihr sagt: „Ich bin dein spiritueller Führer“, denn Christus ist es,  der jeden ihrer Schritte und alles, was sie tut, führt.“

Aha, unser HERR ist offenbar nicht ihr Erlöser, sondern lediglich eine Art Guru, nämlich ihr „spiritueller Führer“ – ein Ausdruck, der sich weder in der Bibel noch in kirchlichen Gebetbüchern findet, der vielmehr stark nach esoterischer Literatur riecht.

Apropos „riechen“ – auch hier hat Luz de Maria einiges zu bieten: Wenn sie in  Ekstase fällt und angeblich die Wundmale Christi empfängt, weint sie manchmal „Tränen aus Blut, die sehr intensiv duften, so sehr, dass der Duft den ganzen Raum erfüllt.“

Von einem Duftphänomen der Wunden Christi am Kreuz liest man allerdings nichts in der Heiligen Schrift  – zugleich kennt man diese Begleiterscheinung längst aus der Esoterik und falschmystischen Visionen.

Am 16.2.2010 sagte der Erscheinungs-Christus der angeblich stigmatisierten Dame folgendes:

„Meine Mutter hat Euch im Laufe der Jahrhunderte auf der ganzen Welt vor dem gewarnt, was nun TATSÄCHLICH unmittelbar bevorsteht…. Eine WARNUNG wird in das Innere der  Menschen vordringen und sie werden nur auf meiner Seite sein.“

Diese Ankündigung, wonach die Zwischen-Ankunft Christi mit dem Warnungs-Ereignis „unmittelbar“ bevorstehe, ist nun auch schon über acht Jahre alt.

Weiter heißt es über diesen Vorgang: „Das Licht wird einen Moment lang zu allen kommen, um sie von der Sünde zu befreien, aber mit meinem Schmerze und dem meiner Mutter, werden sie danach noch stärker in der schwarzen Sünde verbleiben, vom Bösen beseelt, das die schwachen und ungläubigen Gedanken kontrollieren wird.“

Verstehe das, wer will  – vermutlich bedarf es hierfür der speziellen „Logik“ erscheinungsbewegter (Aber-)Gläubiger. 

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Ist die irische „Warnungs“-Botschafterin der Reformation beigetreten?

Von Felizitas Küble

Jene anonym agierende „Seherin“, die sich selbst als „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“ glorifiziert, produziert auch viele Monate nach ihrer Entlarvung fleißig weiter angeblich himmlische Botschaften, die seit etlichen Jahren unter dem Titel „Die Warnung“ firmieren.

Es gibt kaum eine dieser zahllosen „Offenbarungen“, die nicht direkten oder indirekt mit theologischen oder sonstigen Irrtümern gespickt wäre. Betrachten wir hierzu als beliebig herausgegriffenes Beispiel die „Botschaft“ vom 10. August 2014: DSC_1185-3

Dort soll „Jesus“ jener irischen Visionärin um 18 Uhr gesagt haben:

„Der Mensch hat keine Macht, nur die, welche in seiner Seele liegt. Der Glaube ist, wenn er rein ist, etwas Machtvolles, und durch den Glauben, und nur durch den Glauben allein, bringe Ich, Jesus Christus, euch Hoffnung, Liebe und Freude.“

Diese Aussage „nur durch den Glauben allein“ entspricht zwar der reformatorischen bzw. protestantischen Lehre, sie widerspricht aber dem katholischen Dogma, wonach der Glaube zwar das Fundament unserer „Rechtfertigung“ ist, doch dieser für sich allein genommen nicht ausreicht, um das ewige Heil zu erreichen.

Bekanntlich antwortete Christus dem reichen Jüngling auf dessen Frage nach dem jenseitigen Heil: „Willst Du zum Leben eingehen, so halte die Gebote.(Mt 19,17)

Daß der Glaube ohne Werke schlichtweg „tot“ ist, das bekräftigt z.B. auch der neutestamentliche Jakobusbrief sehr eindringlich.

Entscheidend für das „Tor zum Himmel“ ist zunächst nicht einmal der menschliche Akt des Glaubens, sondern die Gnade Gottes und das Erlösungswerk Christi. bild-jesus-oben

Doch das göttliche Erbarmen ist kein Ruhekissen und das Heilswerk des Heilands darf nicht für mutwilliges Weitersündigen mißbraucht werden, denn dies wäre vermessentlich und ein zynisches Spiel mit der Gnade. 

Die Antwort des Gläubigen auf das erlösende Kreuz Christi ist ein Leben in der Nachfolge Christi und die Einhaltung der Gebote Gottes, wie uns dies die Heilige Schrift unzählige Male einschärft.

Dies ist die  –  für Katholiken verbindliche  –  Verkündigung des kath. Lehramts  – und zwar auch in Abgrenzung zu den Grundthesen (sola fide / „Allein durch den Glauben“) der protestantischen Reformation.

Daher widerspricht die zitierte Botschaft der irischen „Seherin“ dieser unumstößlichen und fundamentalen Glaubensregel.

Schlicht unsinnig ist zudem die folgende Aussage aus derselben Warnungs-Botschaft vom 10. August: „Die Ewigkeit ist ein Geschenk von Gott, und sie wird jenen gegeben, die darum bitten.“

Die „Ewigkeit“ als solche betrifft aber alle unsterblichen Seelen, also auch die verworfenen; die Hölle ist nämlich ebenso ewig im Sinne von „unendlich“ (ohne Ende) wie der Himmel.

Selbst wenn man nun jene Äußerung großzügig auslegt im Sinne von „Das ewige Leben im Himmel ist ein Geschenk von Gott“, ist der nachfolgende Halbsatz so oder so theologisch falsch, wonach dieses Geschenk nämlichjenen gegeben wird, die darum bitten„.

Der Wunsch allein bzw. die Bitte um den Himmel genügt sicherlich nicht, um tatsächlich in Gottes Reich zu gelangen. Christus hat hierzu eindeutig festgestellt: „Nicht jeder, der „HERR, HERR“ sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himel erfüllt.“ (Mt 7,21)

HIER folgt die Original-Quelle für die zitierte „Botschaft“: http://www.dasbuchderwahrheit.de/botschaften/2014/1193.htm

 

 


Fakten zu den kirchenfeindlichen Bestrebungen der „Warnungs“-Botschaften

Der folgende Kommentar unseres engagierten Lesers „GsJC“, der uns heute erreichte, erscheint uns äußerst aufschlußreich und informativ, so daß wir ihn hier gerne als separaten Artikel veröffentlichen.

Der Autor befaßt sich erneut kritisch und scharfsinnig mit den vermeintlich himmlischen „Botschaften“ der sog. „Warnung“, die angeblich von einer anonymen „Seherin“ aus Irland empfangen werden  – und die im Internet und durch Buchbände schon seit Jahren verbreitet werden.

Unser Webmagazin CHRISTLICHES FORUM hat sich von Anfang an gegen diesen offensichtlichen Unfug geäußert, der gleichwohl erstaunlich viele Anhänger gewinnen konnte.

Hier folgt nun der faktenstarke, gründlich recherchierte Beitrag unseres Lesers:

Hintergründe zur „Privatoffenbarung“ einer irischen „Seherin“:

Zitat aus den “Warnungsbotschaften” vom Donnerstag, den 12. April 2012:
399. Der nächste Papst mag von Mitgliedern innerhalb der katholischen Kirche gewählt werden, aber er wird der Falsche Prophet sein.

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Offb 20,10:
Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der  f a l s c h e  P r o p h e t  sind. Tag und Nacht werden sie gequält in Ewigkeit.
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Wer Papst Franziskus neben den Antichristen stellt und als den in der Johannesoffenbarung genannten  “ f a l s c h e n   P r o p h e t e n ”  bezeichnet, möge sich nachfolgenden Text hinter die fanatischen “Privatoffenbarungs-Ohren” schreiben und sehr ernsthaft bedenken: untitled

In der Sache bleibt festzuhalten, dass die Anhänger einer anonymen irischen Psychopathin hinterherlaufen, die es noch w a g t, sich “römisch-katholisch” zu nennen, dabei anonym als letzte “Endzeitprophetin” vorstellt und „Botschaften“ verbreitet, die für sich in Anspruch nehmen, als “höchstheilige Worte” von “GOTT” selbst zu stammen, somit unfehlbar sind und nicht hinterfragt werden dürfen.

Diese Worte lassen keinen Widerspruch zu und sind mit einem “göttlichen” Nachdenkverbot sowie mit dem Verbot belegt, diese “höchstheiligen Worte” mit anderen Texten zu vergleichen.

So wie die Dame selbst bleibt auch der innere Zirkel anonym, der den Server angemietet hat, auf den die albern dümmlichen Texte abgeladen und verbreitet werden.

Hierzu sei angemerkt, dass die anonyme Anmeldung der Server über “Godaddy” erfolgt ist, einem Anbieter, über den sich ein jüngst geschlossenes, „katholisches“ (?) Internetportal zu Anfangs ebenfalls anonymisieren ließ.

Erstmalig wurde der Server für die “Warnungsseiten” am 25. Februar 2011 bis zum 12. Februar 2013 gemietet. Am 12. Februar 2013 wurde die Servermiete bis zum 25. Februar 2022 (!) verlängert.

Allein die Mietdauer bis zum Jahr 2022 spricht dafür, dass es die Verfasser dieser Texte mit ihren eigenen Zeitangaben und Voraussagen nicht so genau nehmen, da auf das “baldige Eintreffen” der “Warnung” (Anlehnung an Garabandal) und anderer Ereignisse (Erdbeben, Kriege, Überschwemmungen) seit Ende 2010 beinahe monatlich hingewiesen wird.

Stehen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund?

Die Anonymität lässt den Schluss zu, dass bei der ganzen Inszenierung wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Ebenfalls kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass die Texte von dieser anonymen Gruppe erfunden werden, um der römisch-katholischen Kirche Schaden zuzufügen und den Glauben lächerlich zu machen.

Foto: Bernd F. Pelz

Foto: Bernd F. Pelz

Dieser Schaden wird der Kirche weniger durch die Texte selber als durch geistig blinde Privatoffenbarungsfanatiker zugefügt, die sich an der kirchenschädlichen Verbreitung bereitwillig und freien Willens beteiligen, sich keck noch als katholisch bezeichnen, dabei aber nicht davor zurückschrecken, den Papst mit boshaftem Dreck aus anonymer Quelle zu bewerfen.

Dies wird sehr zur Freude der anonym agierenden Verfasser dieser albernen Texte geschehen, die, wie schon so oft nachgewiesen, nur den Aufguss und einen Mix bekannter Texte verbreiten, die sich noch dazu widersprechen.

Kirchliche Ablehnung eindeutig

Dass die Dame ihre Texte dem zuständigen Bischof vorgelegt und sich der Bischof gegen ihre Texte entschieden hat, wird von den Anhängern und willigen Multiplikatoren dieser Texte hartnäckig und unbelehrbar ignoriert.

Allein diese Tatsache sollte einem praktizierenden kirchentreuen Katholiken zu denken geben und zumindest dazu führen, eine weitere Verbreitung dieser vermeintlichen „Botschaften“ nicht zu unterstützen.

Ob diese Dame ihrem zuständigen Bischof die Texte wirklich vorgelegt hat, darf bei dem Verbreitungsgrad, den diese bösartigen und kirchenfeindlichen Texte inzwischen erreicht haben, ebenfalls in Zweifel gezogen werden, da sich der zuständige Bischof bisher nicht zu Wort gemeldet hat.

Den für sie zuständigen Bischof bezeichnete die Dame nach dem ablehnenden Bescheid in einem Interview als “älteren Bischof”, wobei die herablassende Art in dem Zusammenhang nur bedeuten kann, dass die „Seherin“ persönlich einen “älteren“ Bischof für die Beurteilung ihrer ganz “speziellen” Texte als ungeeignet ansieht.

Warum die Dame ihre Texte dem Bischof dann überhaupt vorgelegt hat, bleibt ihr Geheimnis. Kein Geheimnis ist es jedoch, dass sie nach der Ablehnung durch den Ortsbischof die Zuständigkeit jetzt in ROM sieht. Dieser Trick ist alt und Kennern der Szene nicht unbekannt.

Auch meldete sich keiner der fünf Geistlichen zu Wort, denen die „Visionärin“ angeblich ihre Texte noch vor ihrem Bischof vorgelegt hatte. Dies verwundert  j e t z t  um so mehr, da die slowakische Bischofskonferenz und der Bischof von Melbourne diese „Botschaften“ in diesem Jahr als häretisch und somit als kirchenfeindlich verworfen haben. Diese Tatsache dürfte sich herumgesprochen haben.

Ebenfalls haben sich viele Geistliche negativ über diese Texte geäußert und klar dagegen Stellung bezogen. Im deutschsprachigen Raum können die Stellungnahmen von Weihbischof Laun nachgelesen werden.

Straftat gegen die Einheit der Kirche

Es sollte deshalb jedem Katholiken klar sein, dass er sich einer Straftat gegen die Einheit der Kirche und gegen die kirchliche Autorität des Papstes schuldig macht und sich die Tatstrafe der automatischen Exkommunikation zuzieht, so er sich an der Verbreitung dieser Texte über das Internet, auf anderem Wege an der Weitergabe beteiligt oder leichtgläubige Seelen dazu verführt, sich an diesem boshaften Akt gegenüber dem Oberhaupt der Kirche zu beteiligen.

So schrieb auch der Geistliche Fr. John Hogan bereits am 17. Februar 2013 (Amtsverzicht Benedikt XVI. am 20. Februar 2013 ) auf seiner Webseite:

“To reject the next Pope and call him
the false prophet is to enter into
schism, and schismatics incur an
automatic excommunication.”
http://mariadivinemercytrueorfalse.blogspot.de/2013/06/a-warning-on-warning-by-fr.html
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Falls es die verblendeten Warnungs-Botschaftsfanatiker bisher noch nicht gewusst haben oder wahrhaben wollten, so sollte es jetzt klar sein, wem sie wirklich dienen und welche Konsequenzen es für sie hat, wenn sie weiterhin behaupten, dass Papst Franziskus der in der Johannesoffenbarung genannte  ” f a l s c he P r o p h e t ”  und mit dem Antichristen im Bunde sei.

http://www.codex-iuris-canonici.de/buch6.htm
TITEL II
STRAFTATEN GEGEN DIE KIRCHLICHEN AUTORITÄTEN
UND DIE FREIHEIT DER KIRCHE

Can. 1374  –  Wer einer Vereinigung beitritt, die gegen die Kirche Machenschaften betreibt, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden; wer aber eine solche Vereinigung fördert oder leitet, soll mit dem Interdikt bestraft werden.
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Die Anhänger (Laien wie Priester) der anonymen Dame aus Irland sind freien Willens Verbreiter und somit Förderer der anonymen “Botschaften” und daher der Vereinigung derer beigetreten, die gegen das rechtmäßig gewählte und durch den “Heiligen Geist” bestimmte Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche auf das übelste und hinterhältigste in Wort, Schrift und durch Setzen von Internetlinks agieren und das Oberhaupt schlecht machen, indem sie es in eine Reihe mit dem personifizierten Bösen stellen.

Die Vereinigungen manifestieren sich in Internetgebetsgruppen, für die auf den einschlägigen papstfeindlichen Seiten Werbung gemacht wird.

Wer sich freien Willens an dieser anonymen Propaganda des  B Ö S E N  gegen das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche beteiligt, ist automatisch exkommuniziert.

Und damit es die Anhänger wirklich verstehen und nicht nur für einen kleinen Kavaliersdelikt halten: Wer seinen Chef öffentlich schlecht macht, fliegt auch aus jedem weltlichen Betrieb, ohne sich dort noch einmal sehen lassen zu dürfen. Das schließt die Feier an Betriebsfesten ebenfalls aus.

Der Autor ist unserer Redaktion namentlich bekannt